SciFi Filmabriss: The Congress, Interstellar, Young Ones, Apollo 18, Alles eine Frage der Zeit

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Zum Start von 2015 und Rückblick auf das vergangene Jahr, noch einmal Science Fiction satt. Nicht alle der hier rezensierten Filme stammen aus dem Jahr 2014, aber alle habe ich irgendwann in den letzten Monaten gesehen. Und so ziemlich alle – abgesehen von Interstellar – findet Ihr auch mittlerweile in eurer Videothek des Vertrauens. Wenn es also für das Ende von 2014, für den Beginn von 2015 noch einmal futuristisch, spacig, prophetisch werden soll, werdet Ihr hier bestimmt den ein oder anderen potentiellen Kandidaten für einen gemütlichen Filmabend zwischen den Jahren zum Jahresauftakt finden.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts V

Zurück in die Zukunft… die Letzte. Waren die Vorgänger-Artikel noch alle ziemlich bunt durchmischt, heterogen in ihrer Filmauswahl, so bewegen wir uns nun auf doch relativ homogenen, familienaffinen Parkett. Die großen Independent- und Arthaus-Geschütze werden in der letzten 80er Jahre Science Fiction Retrospektive nicht mehr aufgefahren. Stattdessen gibt es viel Kuschel- und Wohlfühl-Fiction dem nostalgischen Fantasy-Trip Der Flug des Navigators, spannende genreübergreifende Action/Comedy-Unterhaltung in Zurück in die Zukunft 1 und 2, lässigen anachronistischen Disney-Quark in Tron und visionären Sci-Fi-Optimismus in Star Trek II – Der Zorn des Khan. Die einzig düstere Note setzt die pessimistische, Literaturverfilmung 1984… und mit dieser, nach wie vor brandaktuellen Dystopie landen wir wieder sanft in der Gegenwart und können uns anderen Genres widmen.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts III

Falls jemand noch auf einen Artikel wartet, der sich mit nur einer Spielart des 80er Jahre Science Fiction beschäftigt… Dieser wird nicht mehr kommen. Auch im dritten Teil gibt es einen munteren Sprung durch alle Spielarten und Abarten des Genres: Philosophisch Abstraktes in Ridley Scotts Blade Runner, noch Philosophischeres und Abstrakteres und vor allem Dystpopischeres in Lars von Triers Filmdebüt The Element of Crime, trashig angehauchte Unterhaltung im putzig naiven Zeitreise-Fantasy Hybriden Das Philadelphia Experiment, großes Space Opera Kino in Teil 2 5 der Star Wars Saga, Das Imperium schlägt zurück und gehässige Endzeitfantasien, mal satirisch, mal actionreich in Mad Max II und Robocop. Und damit genug der einleitenden Worte: Die Vergangenheit der Zukunft und die Zukunft der Vergangenheit warten.

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Neue Tippexperience Werbung!

Also ich bin ja echt der letzte, der wegen eines neuen YouTube-Werbeclips ausrastet….aber: Whoahhh! Erinnert ihr euch an die grandiose, interaktive Tipp-Ex-Werbung, in der ein gutmütiger Jäger seine eigentliche Beute, einen Bären, nicht erschießen wollte. Die Aufgabe des Zuschauers bestand darin, dem Jäger eine neue Aufgabe zu geben… Und davon gab es reichlich: So konnten Bär und Jäger sich lieben, gemeinsam feiern, tanzen, sich küssen und auch ein paar Rated R Aktionen ausführen. War ne unglaublich coole Idee und mit die beste viral Campaign überhaupt.

Und jetzt wurde Version 2.0 davon veröffentlicht: Jäger und Bär feiern 2012 gemeinsam Geburtstag… 2012… Weltuntergang und alle so “Fuck!”. Um dem Armageddon, das sich in Form eines gigantischen Kometen ankündigt, zu entkommen, können die Zuschauer nach Gusto den Zeitpunkt der Feier ändern. Jäger und Bär begeben sich folgerichtig auf Zeitreise, und wieder einmal sind die Optionen – trotz Limitierung auf einen Zahlenwert – unfassbar groß. Coole Sachen, die ich bereits entdeckt habe: Das Pac-Man-Game in den 80ern (mit Spielmöglichkeit), der interaktive Mauereinriss 1989, Stummfilm-Szenen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die Geburt Jesus Christus, eine unerfreuliche Begegnung mit Dinosauriern, den wunderbar hysterisch umgesetzten Millennium-Bug im Jahr 2000 und ein virtuelles Zusammentreffen in der Zukunft. Aber tippt am besten selbst die Jahreszahlen ein. Die Möglichkeiten sind verblüffend vielfältig, die Ideen grandios und sau komisch, und ich bin da jetzt echt mal ne halbe Stunde hängen geblieben, obwohl ich eigentlich nur nen YouTube Fünfminüter schauen wollte. Episch!

Tippexperience 2 by Tipp-Ex

Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts I

Horror… done, Fantasy… done… Wir bleiben dem Genre-Kino treu. Je weiter es in den Jahrzehnten zurück geht, um so heikler wird das Verfallsdatum der jeweiligen Filme, und wenn es ein Genre gibt, bei dem dies besonders zum Ausdruck kommt, dann den Science Fiction. Wie schnell wirken doch die Zukunftsvisionen und High Tech Fantasien von einst albern aus heutiger Sicht. Oft scheint es naiv, wie sich damalige Kreative unsere heutige Zeit oder eine nähere Zukunft ausgemalt haben, oft scheint es übertrieben oder einfach vollkommen an den tatsächlichen Entwicklungen der Gesellschaft und Technik vorbei. Insofern gilt auch hier immer die Frage: Halten die Filme von damals dem Urteil von heute stand? Bei den folgenden Science Fiction Filmen kann die Frage durchgehend (mit klitzekleinen Einschränkungen) mit ‘Ja’ beantwortet werden: Zeitlose Dystopik liefern Quiet Earth, Brazil und Tetsuo, während Sie leben und Star Trek IV wunderbar als Zeitdokument funktionieren, inklusive aller Naivität und Sillyness. Und auch wenn James Camerons The Abyss gealtert sein mag, begeistert er auch heute noch als epischer Sci-Fi Blockbuster. Die besten Science Fiction Filme der 80er Jahre, Fuhre eins, nach dem Klick…

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Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts I

Die 80er waren ein Jahrzehnt der großen cineastischen Meisterwerke, aber ebenso auch ein Jahrzehnt der cineastischen Peinlichkeiten. In kaum einer anderen Dekade liegen verquaste Cheesyness und große ästhetische Reife so dich beieinander. Fast in jedem Film der Zeit findet man sie, die 80’s Ingredienzen, denen der Lauf der Zeigt nicht gut getan hat: Glitzernd, funkelnd, synthetisch albern… und retrospektiv betrachtet mitunter mehr als peinlich. Gerade das Fantasy-Genre bietet überbordernde Möglichkeiten, um all das bis zum Exzess auszuspielen, was die 80er so charmant trashig machte. Dementsprechend lautet die Frage in unserer ersten 80er Retrospektive nicht nur “Was waren die großen Meisterwerke des Fantasyfilms?” sondern im selben Maße auch “Funktionieren diese noch in unserer Zeit?”. Und fürwahr, es gibt mehr als genug große Märchen und fantastische Filme, die man sich auch heute noch ohne Schamgefühl, mit viel Vergnügen oder gar echter Ergriffenheit geben kann… genug Meisterwerke für gleich mehrere Best-Of-Aufstellungen. In der ersten begegnen wir unorthodoxen Rotkäppchen-Interpretationen in der Zeit der Wölfe, genießen Märchen-Romantik am Tag des Falken, reisen durch die Zeit mit den Time Bandits, landen in einem alptraumhaften Paperhouse und gönnen uns größenwahnsinnige Lügenmärchen von Münchhausen persönlich.

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Lesezeichen: Tinkers, Herr Mozart wacht auf, Liebe am Ende der Welt

Unser Literaturbereich läuft ja immer ein wenig Gefahr, vor sich hinzudarben. Dabei ist über Literatur zu schreiben, doch eigentlich die Quintessenz des Feuilletons, praktisch wie zu Musik zu tanzen oder zu Architektur zu bauen. Gott sei Dank habe ich in den letzten Wochen mal wieder etwas vermehrt Zeit zum Lesen gefunden. Und das Ergebnis dieser intensiven Lektüre-Beschäftigung bekommt ihr hiermit nachgeliefert: Das lyrische und zugleich authentische Tinkers von Paul Harding, das mit dem Pulitzerpreis 2010 ausgezeichnet wurde, die leichtfüßige Liebeserklärung an die klassische Musik Herr Mozart wacht auf, sowie das dichte Drama zwischen Mystery und Gesellschaftskritik Liebe am Ende der Welt. Dreimal Lektüre um die kommenden kalten Tage etwas wärmer zu machen, und vielleicht ist ja auch das ein oder andere potentielle Weihnachtsgeschenk dabei.

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Filmabriss: Timecrimes, Der Plan, Exam

Im Moment wildere ich ein wenig durch die Videotheken, um festzustellen, was ich so die letzten Jahre an Filmen im Kino verpasst habe, und natürlich auch, um ein paar Direct-to-DVD Veröffentlichungen abzugreifen, die Dank fehlender PR in den Videotheken-Regalen ein wenig vor sich hinstauben. Sind sie es trotzdem wert gesehen zu werden? Dieses Mal gibt es das volle Mysteryprogramm im Realitätscheck: Der düstere – schon etwas ältere – Zeitreise-Thriller Timecrimes, die an den Kinokassen etwas untergegangene Mystery-Romanze Der Plan und das Kammerspiel Exam, das sich in seiner “Geschlossene Gesellschaft”-Variante ungeniert bei Cube und LOST bedient. Lohnt es sich? Die Antwort nach dem Klick.

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Warum Marty McFly und Doc Brown aus Zurück in die Zukunft zusammen rumhängen…

Eigentlich ne recht interessante Frage, mit einer ziemlich trivialen Antwort, die Bob Gale seines Zeichens Co-Creator von Zurück in die Zukunft (1985) nun auf mentalfloss gegeben hat. Irgendwie fehlt mir da noch so ein bisschen der Hinweis auf die Auswirkungen von Martys Zeitreise, immerhin kennt zumindest der Doc Brown vom Ende des ersten Teils (der mit der kugelsicheren Weste) Marty schon weitaus länger, schon bevor dieser geboren wurde. Sein Wissen um die Zeitreise Martys wird mit Sicherheit eine Rolle bei deren Freundschaftsfindung gespielt haben. Abgesehen von zeitlichen Paradoxien und Tautologien ist Gales Antwort allerdings einfach mal schöner, niedlicher (und vorhersehbarer) 80er Jahre Schmu, der euch an dieser Stelle nicht vorenthalten werden soll.

Okay, from the horse’s mouth (yes, I’m the horse — er, co-writer, co-creator): We never explained it in the movie. But the history of the characters that Bob Zemeckis and I created is this…

For years, Marty was told that Doc Brown was dangerous, a crackpot, a lunatic. So, being a red-blooded American teenage boy, age 13 or 14, he decided to find out just why this guy was so dangerous. Marty snuck into Doc’s lab, and was fascinated by all the cool stuff that was there. when Doc found him there, he was delighted to find that Marty thought he was cool and accepted him for what he was. Both of them were the black sheep in their respective environments. Doc gave Marty a part-time job to help with experiments, tend to the lab, tend to the dog, etc.

And that’s the origin of their relationship.
— Bob Gale

via Filmfreunde

Filmabriss: Source Code, Paul – Ein Alien auf der Flucht, Wir sind die Nacht

Es gibt mal wieder ein paar neue – und weniger neue – Kinofilme, die durch unseren Filmriss gejagt gehören. Im letzten Filmabriss habe ich mich ja dezidiert mit Nerdfilmen auseinander gesetzt. Und Paul – Ein Alien auf der Flucht, der neue Film von und mit Simon Pegg und Nick Frost hätte auch wunderbar in diesen Artikel gepasst. Ansonsten gibt es noch Source Code, den neuen Science Fiction Mysterythriller von Duncan Jones (Moon), sowie den Vampirthriller Wir sind die Nacht, mit dem die Deutschen auch etwas von dem internationalen Vampir-Hype-Kuchen abhaben wollen. Mit Twilight hat der grimmige Berlin-Film dennoch wenig gemein…

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Die 90er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts II

Und zum Zweiten: Futuristisches und Endzeitliches aus den 90er Jahren. Auch hier finden wir in erster Linie die selbe apokalyptische Stimmung wie schon bei der ersten 90er Science Fiction Retrospektive. Aber auch viel Virtuelles und Scheinbares, einen echten Popcornblockbuster, Abseitiges japanisches Kino und nicht zuletzt ein ganz klassisches episches Schlachtenspektakel mitten im Weltraum…

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Kurzfilm der Woche: Am Rande des Rollfelds

Diese Woche: ein einflussreicher und immer noch diskutierter Science-Fiction-Kurzfilm. Dieser Photoroman diente als Vorlage für Terry Gilliams “12 Monkeys”.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Am Rande des Rollfelds (“La Jetée” Frankreich 1962)

Drehbuch und Regie: Chris Marker

Erzähler: Jean Négroni

Darsteller: Hélène Chatelain, Davos Hanich, Jacques Ledoux

Produktion: Anatole Dauman

http://www.imdb.com/title/tt0056119/