Schlagwort-Archiv: Wissenschaft

sciencemusic

Ein Musikvideo als physikalisches Experimentierfeld

Großartiges Mashup nach dem Prinzip Science Vs. Music von Nigel Stanford. In CYMATICS geben die Schallwellen elektronischer Klänge den Takt vor, spielen mit Resonanz, Tesla-Spulen und all dem anderen Kram, der sonst in eine gute Physik-Vorlesung gehört. Great Job!

NigelStanford.com/Cymatics via Erklärfix

If the Moon were only 1 Pixel…

moon1Nicht die erste dieser Visualisierungen der Größe und vor allem Leere unseres Sonnensystems, bzw. des gesamten Kosmos. Ich kann davon aber auch einfach nicht genug bekommen. Es macht durchaus Sinn, sich hin und wieder ins Bewusstsein zu rufen, wie klein und unbedeutend unsere Erde doch angesichts des riesigen sie umschließenden Raumes ist. Und wenn das ganze dann noch so trocken und lakonisch kommentiert wird wie bei Josh Worth, macht es sogar erstaunlich viel Spaß, sich unbedeutend und verloren im Nichts zu fühlen…

If the Moon were only 1 Pixel via Kottke

Links fürs Wochenende

Wahl-O-Mat

Nicht mehr lange bis zur Bundestagswahl 2013… und der auch dieses Jahr wieder von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebene Wahl-O-Mat gehört ja mittlerweile zum Pflichtspielzeug eines jeden seiner Stimme bewussten Wählers, einer jeden ihrer Stimme bewussten Wählerin. Ich bin übrigens immer noch unentschlossen (Stand: Freitag, der 30.08.), denke aber, dass ich bei dieser Bundestagswahl aus Gründen die Piraten ankreuzen werde. Die verdienen trotz chaotischer letzter Jahre ihre Chance auf 5%+.

Funktioniert die Wünschelroute?

Crowdfunding für die Postproduction desPSI-Tests 2013, der kostenlos auf YouTube veröffentlicht werden soll. Siehe dazu auch den entsprechenden Aufruf der GWUP

Der Liebespakt

Der Fluter über die Liebesbeziehung zwischen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.

“Das Fernsehen hat das Kino überholt”

DWDL dokumentiert die vielbeachtete Rede Kevin Spaceys über die Zukunft des Fernsehens.

I Have a Character Issue

Anna Gunn, die Skyler White aus Breaking Bad, über ihre Rolle, die differenzierte Charakterzeichnung der Serie und über ihren Umgang mit dem Fan-Hass, dem die von ihr verkörperte Figur oft ausgesetzt ist.

On the Phenomenon of Bullshit Jobs

Ever had the feeling that your job might be made up? That the world would keep on turning if you weren’t doing that thing you do 9-5? David Graeber explored the phenomenon of bullshit jobs for our recent summer issue – everyone who’s employed should read carefully…

The Evolution of Gaming Consoles

Infografik via cinemassacre

Star Wars durchs Teleskop schauen…?

….a long time ago, in a galaxy far, far away. Sollte für ein ordentliches Teleskop ja eigentlich kein Problem sein. Warum es dennoch nicht so einfach ist, erklärt uns Jake Roper im ebenso informativen wie hyperaktiven Nerd-Monolog über die Möglichkeiten der Weltraumbeobachtung und die sich in der Bewegungsunschärfe auflösende Niedlichkeit von Ewoks.

via Laughing Squid

Das goldene Brett 2012

Am 19. Oktober wurde ja mittlerweile schon zum zweiten Mal in Wien Das goldene Brett für pseudowissenschaftliches und esoterisches Vollpfostentum verliehen. Gewinner war – aber sowas von zurecht – Prof. Harald Walach vom transkulturellen blabla-Institut an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Dank Jörg Wipplinger gibt es mittlerweile eine Video-Aufzeichnung der kompletten Skeptiker-Preisverleihung, wo sich unter anderem auch die großartigen Sciencebusters und Mario Sixtus herumtreiben. Diese scheinen ebenso wie die anderen Zuschauer verdammt viel Spaß zu haben, auch während der Hauptpreis  von einer leicht passiv-aggressiven Stellvertreterin Walachs abgeholt wird, die ebenso wie der Vertreter der ÖÄK sattsam bekannte Eso-Weisheiten zum besten gibt (taugt trotz Kürze der Rede gar zum Bullshit-Bingo). Einen Preis fürs Lebenswerk gab es übrigens auch: Für niemanden geringeres als Erich von Däniken persönlich. Mindestens genau so verdient wie bei den restlichen Nominierten… und wieder einmal stehe ich fassungslos vor all den absurden Abgründen, die es in Esohausen so zu finden gibt.

Pressespiegel zum Goldenen Brett 2012 via GWUP

Links fürs Wochenende

Schießen Sie nicht auf den Pappkameraden

Großartiger Essay über Mythos und Wirklichkeit der “Political Correctness”. Ließe sich so auch in vielerlei Hinsicht auf den unsäglichen Begriff des “Gutmenschen” übertragen:

Dass „Neger“ eine üble Bezeichnung ist, weil sie bis zum Hals im Bodensatz einer langen Kolonialgeschichte aus Unterdrückung, Versklavung und Ermordung steht, konnte man 1990 schon wissen. Weil es aber plötzlich „PC“ gibt, darf man richtig „inkorrekt“ noch länger so tun, als wisse man davon nichts. Denn „politisch inkorrekt“ funktioniert wie ein Schutzanzug, der gegen das Wissen vom „falsch“ und eine dahingehende Kritik imprägniert. Trickreicherweise sieht der Schutzanzug aus wie das Gewand eines Märtyrers: Seht her, ich traue mich „noch“, „Klartext“ zu reden!

Top 20 Iconic Movie Posters

Gesammelt und kommentiert vom Creative Bloq. Zu Wort kommen Designer, Künstler und Cineasten, die ikonische Filmplakate wie das zu Ghostbusters oder Pulp Fiction analysieren, historisch einordnen oder schlicht und ergreifend abfeiern.

My Kiez is my Castle

Über die mitunter absurde, mitunter aber vor allem auch einfach beängstigende Abneigung der Berliner Kiez-Bewohner gegenüber Touristen.

Halluzinationsgefahr

Über den Amoklauf von Aurora wurde ja eigentlich schon mehr als genug berichtet. Bert Rebhandl betrachtet die Geschehnisse um die “The Dark Knight Rises”-Premiere, den Schrecken und die Reaktionen der Presse noch einmal aus einer anderen, lesens- und beachtenswerten Perspektive.

Edzard Ernst -“Little H”

Der renomierte und gegen die Esoterik kampferprobte Professor für Alternativmedizin Edzard Ernst äußerst sich zu der #Camgate-Geschichte (Schmutzige Methoden der sanften Medizin), bei der es vor allem darum ging, dass ein Blogger – gesponsort von homöopathischen Unternehmen – im Netz auf diversen Websites ordentlich gegen Homöopathie-Kritiker und Alternativmedizin-Skeptiker schoss. So dreckig diese ganze Geschichte auch ist, so habe ich doch das Gefühl, dass von ihr vor allem die positive Auswirkung ausgeht, dass sich auch Leute, die zuvor nicht in dem Thema drin waren, kritisch mit der Homöopathie auseinandersetzen, die einfach mal mit zu den nervigsten pseudowissenschaftlichen Erscheinungen unserer Zeit gehört. Eine deutsche Übersetzung des Textes gibt es bei Psiram.

Judging a Book by its Cover

Eine Sechsjährige errät anhand der Covergestaltung, wovon berühmte  Werke der Weltliteratur wie Der große Gatsby oder Clockwork Orange handeln könnten. So schreibt sie über Hermann Hesses Steppenwolf:

“That looks VERY CREEPY!!!” (My daughter insisted that there be three, exactly three exclamation points). “It looks like it would be scary and very very strange and about creepy things. The story is about a very very hairy eagle who hangs out with fancy ladies.”

Oswald the Elephan (Browsergame)

Lust auf ein wirklich stressiges, unglaublich schön anzusehendes Abusing Game? Dann ist Oswald the Elephant das Richtige.

Zelda Mystery of Solarus DX (Freeware-Game)

Fanmade Fortsetzung des grandiosen, grandiosen, grandiosen SNES-Zelda A Link to the Past (1991). Das Game, das sich grafisch und spielerisch stark an den 16-Bit-Klassiker anlehnt,  gibt es schon eine ganze Weile, wurde aber erst vor kurzem ins Englische übersetzt und ist daher dankenswerterweise nun auch für alle nicht französisch sprechenden Zeldafreaks in seiner ganzen Pracht genießbar.

Video Game Tourism

Tolles junges Videospiel-Blog, das den feuilletonistischen Weg einschlägt. Videospiele werden als Kunstform, als ästhetisches Erlebnis analysiert und dargestellt.

VGT ist ein Ort, an dem über Computerspiele geschrieben wird – und zwar so, wie wir es gerne auch in arrivierten Medien sehen würden. Computerspiele sind nicht nur ein sehr populäres Massenmedium, sondern möglicherweise auch die Kunstform des 21. Jahrhunderts. Denn schon im August 2008 machte es zumindest die EU-Kommission offiziell: Computer- und Videospiele sind Kulturgut, in dessen Erhaltung und Förderung auch öffentliche Mittel fließen sollen.

rrrrrrroll

Tumblr, in dem sich alles dreht. Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden.

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus begibt sich in die Soundcloud und gräbt mit Shlohmo, Nocow und Downliners Sekt hörenswerte Musik hervor. Die Darbietung von Wagners Siegfried-Idyll durch das Israel Chamber Orchestra in Bayreuth ist ein netter, kleiner feuilletonistischer Aufreger für das sonst weit klaffende Sommerloch. Ebenfalls aus dem Sommerloch reißt uns die erschreckende Nachricht vom Tod von Amy Winehouse, der Rinko einen kleinen Nachruf widmet. Ein wenig Nostalgie ist auch wieder am Start: Die besten Alternative Rock Alben der 90er entführen in diesem Fall zurück in die gute alte Zeit.

Einer der ersten computeranimierten Filme…

… wenn nicht sogar der erste überhaupt, stammt aus dem Jahr 1963 von Edward E. Zajac und erklärt in Bild und Ton wie sich ein bestimmter Typus von Satellit durch den Weltraum bewegen könnte. Dazu programmierte Zajac die mathematischen Kalkulationen in der Programmiersprache FORTRAN und nutzte für die grafische Umsetzung der Berechnungen ein Programm namens ORBIT, für das sein Kollege Frank Sinden verantwortlich war. Interessant dabei ist, dass die Intention hinter dem Projekt weder eine künstlerische noch grafik-demonstrative war: Zajac ging es primär darum, eine Möglichkeit zu finden, seine Berechnungen in einem visuellen Echtzeit-Modell umzusetzen. Die Geburt einer unglaublich bedeutenden Kunsttechnik aus dem Geist der Wissenschaft und damit gar nicht so anders wie das Medium des Films oder Computerspiels. Weitere Videos gibt es in den AT&T Archives.

Zajac didn’t make the film to demonstrate computer graphics, however. Instead, he was interested in real-time modeling of a certain theoretical construct. At the time, The Bell System was still deeply engaged in satellite research, having launched Telstar the previous year, with plans to continue developing communications satellites. Zajac’s model is of a box (“satellite”), with two gyroscopes within. In the film, he was trying to create a simulation of movement — the pitch, roll, and yaw within that system. He gives these particulars in an article in the Bell System Technical Journal, from 1964.

via Visual News

Links fürs Wochenende

A guide to electronic music…

…und zwar in einer ziemlich coolen, verdammt akribischen und detaillierten Facebook-Timeline

Rasperry Pi – der günstigste und kleinste Computer der Welt

Minds Delight Marco über einen wirklich genialen Kleinstrechner, der primär für den Einsatz in Dritte Welt Ländern entwickelt wurde, aber auch als Gadget für zu Hause praktisch zu sein scheint.

How to hack into an alien spaceship

Gedanken über Logik und Unlogik des berühmt berüchtigten Computerhacks gegen die Aliens in Independence Day.

Ein offener Brief an F.J.Wagner

Lieber Herr Wagner,

in Ihrer heutigen Bildkolumne lesen wir, dass Sie der (vermutlichen) Entdeckung des Higgsteilchens so gar nichts Positives abgewinnen können. Schade eigentlich, dass Ihnen das alles nur auf die Nerven geht. Vielleicht kann ich Ihnen ja ein bisschen zeigen, dass das mit dem Higgsteilchen gar nicht so nervig ist, wie Sie denken.

Passend dazu auch, gerade weil man nach dem Hype und Trubel vor einer Woche sich ruhig nochmal abseits von großen Presseveranstaltungen und medialem Dauergetöse mit der spannenden Teilchenphysik beschäftigen sollte: Das Higgs-Teilchen im Schnelldurchgang. Ebenfalls sehenswert, der Beitrag von minutephysics:

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Esowatch heißt jetzt Psiram

Ich finde ja den neuen Namen von Esowatch noch ungriffiger als GWUP, ändert aber nichts an der unglaublichen Wichtigkeit beider Projekte, gerade wenn man mal wieder – viel zu oft – kurz vorm Verzweifeln ist, wenn Leute aus dem Freundeskreis felsenfest von irgendwelchen Verschwörungstheorien oder pseudowissenschaftlichen, esoterischen Scharlatanerien wie der Homöopathie überzeugt sind. Und wenn wir schon dabei sind, auch ganz frisch, auch ziemlich vielversprechend, Der Skeptator, ein Blogportal und News-Aggregator für Skeptiker.

DLD Women 2012 bei dctp.tv

Und dann mach ich an dieser Stelle nochmal schnell Werbung für unsere Interviews auf der DLD Women 2012. Lohnt sich allein schon wegen des Guerilla Strickens mit Anke Domscheit-Berg, aber auch der Rest der insgesamt 11 Interviews ist mehr als sehenswert.

Architektur in (dystopischen) Filmen

Bei archdaily haben sie eine ziemlich spannende Reihe an Artikeln über Architektur in Filmen (u.a. THX 1138, Blade Runner und Metropolis) und auf Doktorsblog werden die nochmal aufgelistet und um weitere Analysen von thearchiblog.wordpress.com ergänzt. Ne Menge ordentlicher Lesestoff für Cineasten und Architektur-Freunde.

Graphing the history of philosophy

Letztes Jahr auf Seite360:

Harry Potter- der vor kurzem übrigens sein fünfzehnjähriges Jubiläum feiert – wird auf Inspirationen aus der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts abgeklopft. Ebenfalls abgeklopft wird neues und etwas älteres Material aus der Videothek: Wer ist Hanna?, der alberne Horrorschocker The Human Centipede (First Sequence) und der deutsche Mysterythriller Die Tür stehen auf dem Programm. Für musikalisches Sommerfeeling sorgen The Pain Of Being Pure At Heart, die den Pott live ordentlich einheizen. Ein bisschen Nostalgie darf auch im Sommer nicht fehlen, und so erinnern wir uns an die besten New Black Cinema Filme der 90er Jahre und lesen Das Futuristische Manifest von Filippo Tommaso Marinetti.

Tropes vs. Women in Video Games – Kickstarter-Projekt über Sexismus in Videospielen und die misogynen Reaktionen der Gamer-Szene

Um ganz ehrlich zu sein, bis zu diesem Wochenende war mir der Name Anita Sarkeesian nicht geläufig. Um so mehr freue ich mich jetzt darüber, diesen Schatz an analytischen, akribisch recherchierten und unterhaltsamen Schatz an YouTube-Filmen vor mir zu haben. Schon seit einiger Zeit analysiert Sarkeesian auf großartig pointierte Weise Sexismus und Misogynie in Kultur und Medien, von den Schlümpfen über LEGO bis hin zum großen Blockbuster-Kino. Auch ihr neustes Projekt ist eine ambitionierte Angelegenheit. In der Serie Tropes vs. Women in Video Games möchte sie Stereotypien, Klischees und Sexismus anhand von Videospiel-Charakteren untersuchen.

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Street-Art/Performance/Bildungs-Crossover

Education by Harmen de Hoop

Aaaalt, passt aber gerade ganz gut, zu der neusten großen Präsentation des CERN zum Thema Higgs und so weiter. Letztes Jahr bereits hat Street Artist Harmen de Hoop einen quasi illegalen Physiker-Vortrag organisiert, der ohne Genehmigung Bildung als Street Art Performance zurück in den öffentlichen Raum brachte. Es ging um Quantenphysik, Photonen und eben auch dieses ominöse Higgs-Boson, das verdammt nochmal kein Gottesteilchen ist. Und mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wurde während der Performance kein einziges Mal Comic Sans benutzt…

EDUCATION – AMSTERDAM – 2011

Prof. dr. S. Bentvelsen (UvA / NIKHEF) explains Quantum Physics
to the people in the Vondelpark in Amsterdam:

This is a lecture on Abelian Gauge symmetry of Lagrangians. In the first part I indicate how the global U(1) invariance of the Dirac Lagrangian leads to the conservation of electric charge. Then the global invariance is replaced by a local Gauge invariance, and covariant derivatives are introduced to restore the symmetry. In this way the Lagrangian of Quantum Electro Dynamics is derived, leading to the coupling of photons to the fermion fields. In the last part the Higgs potential is introduced for this U(1) invariance, where spontaneous symmetry breaking leads to a mass term of the vector field (i.e. the foton), and a resulting Higgs particle. In the Standard Model this mechanism gives rise to the masses of the W and Z bosons. It is an open question if this Higgs particle exists.

Wie hoch können wir bauen?

Großartiges Infotainment-Video, das zuerst der Frage nach den höchsten Bauwerken der Menschheit nachgeht und schließlich bei dem höchstmöglichen Bauwerk überhaupt, spricht dem Weltraum-Aufzug landet. Das ganze wird in atemberaubender Geschwindigkeit, mit viel Humor und massig Informationen vorgetragen. Wieder mal ein Beweis dafür, dass die besten Infotainment-Geschichten eben nicht im Fernsehen sondern in diesem Internetz zu finden sind. Mein Lieblingszitat aus dem Clip ist übrigens:

But why build a space elevator? – Because it would be awesome!

Jepp… und der Kanal von Vsauce ist damit auch abonniert. Awesome!

via Kotzendes Einhorn

Warum steht der Buchstabe x für das Unbekannte?

Eine Frage die ich mir tatsächlich schon hin und wieder gestellt habe, wird in diesem kurzen TED-Talk – wie wohl zu erwarten war – verblüffend trivial beantwortet. Die traditionelle mathematische Variable x stammt eigentlich von dem arabischen Begriff شيء ab, der so viel wie ‘Unbekanntes’ bedeutet. Daraus wurde aus der spanischen Umschrift im Mittelalter ϰei, woraus sich wiederum relativ schnell die Abkürzung ϰ bildete. Und dass es von dieser nur noch ein kurzer Weg zum x des lateinischen Alphabetes ist, versteht sich von selbst. Aber seht am besten selbst…

via Florian Freistetter

Links fürs Wochenende

Paintings with Guitars, Lutes etc.

Sehr schöne Pinterest-Seite von Heike Matthiesen. Gemälde von musizierenden Menschen aus verschiedenen Epochen, mit verschiedenen Instrumenten, von der Antike über den Barock bis zur Moderne.

Jean-Jaques Rousseau – Der wahre Egoist

“Rousseaus natürliche “Selbstliebe” ist besser als jede Moral.” schreibt Slavoj Žižek in diesem Essay anlässlich des 300. Geburtstags des großen Philosophen der Aufklärung.

Länger leben mit Rotwein. Tatsächlich?

Spannende, wissenschaftliche Auseinandersetzung über den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität, Indiz und Beweis, anhand der klassischen Annahme, das regelmäßiges, gemäßigtes Rotwein-Trinken zu einem längeren Leben führen kann.

Spielanalyse: Deutschland – Italien

Ähmm ja, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, mein letzter Beitrag zu dieser Fußball-EM, die mich emotional dann doch ziemlich kalt gelassen hat. An dieser Stelle sei trotzdem darauf hingewiesen, dass die (mit Abstand) besten Spielanalysen weder von Waldi noch von Olli kommen, sondern im großartigen Fußball-Blog Spielverlagerung zu finden sind.

Das Manifest für den neuen Theismus

Neue Theisten sind keine Glaubenden; wir vertrauen auf Evidenz. Wir schätzen wissenschaftliche, historische und interkulturelle Evidenzen mehr als alte Texte, religiöse Dogmen oder kirchliche Autorität. Wir schätzen auch wert, wie eine auf Evidenz erbaute Weltanschauung unsere Vereinigung mit Gott-Realität-Leben-Universum-Mysterium-Ganzheit bereichert und vertieft.

Das Ende vom Glied

Marina Weisband setzt sich angenehm differenziert mit der Debatte um das Verbot von Beschneidungen bei Kindern aus religiösen Gründen auseinander. Der Text ist weitaus besser, als der Titel vermuten lässt.

Mous Maze Speedrun (Browsergame)

Mal wieder so ein hysterisches, “Komm mit der Maus bloß nirgendwo ran und achte auf die Zeit! Um Himmels Willen achte auf die Zeit”-Geschicklichkeitsspiel. Macht in dem Fall aber echt Laune.

Go Go Goblin! (Browsergame)

Wieder mal so ein vollkommen überdrehtes “Schieß was ab und halte es so lange wie möglich in der Luft! Um Himmels Willen halte es in der Luft”-Geschicklichkeitsspiel. Der Abgeschossene ist in diesem Fall ein Goblins, Upgrades wie Raketen und Gleitschirme helfen. Nichts neues, macht aber auch Spaß.

How Games Are Meant To Be Played vs. How You Play Them

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Trotz Sommerloch hat auch der Juni 2011 einiges an hörenswerten und nicht hörenswerten Alben zu bieten. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, beschäftigt sich Rinko mit Bon Iver, Digitalism, Limp Bizkit und The Antlers und genießt nebenbei das Glastonbury Festival. Außerdem bietet die Frauenfußball-WM Anlass zu Gedanken über primären und sekundären Sexismus. Florian verharrt weiter in der Zelda-Nostalgie,  in diesem Fall bei den 3D-Spielen der Action-Adventure-Reihe und findet nebenbei noch Zeit, sich die besten Justizthriller und Gerichtsfilme der 90er Jahre sowie den legendär verbrämten Waterworld von und mit Kevin Costner zu Gemüte zu führen.

Links fürs Wochenende

Die verführerischsten Sätze

Das moderne Mammutwerk Ulysses von James Joyce – das dieses Jahr endlich ins Gemeingut übergegangen ist – bekommt eine lange überfällige Adaption als episches Hörspiel. 24 Stunden zu erwartende pure modern Awesomeness. Das wird etwas, worauf man sich freuen kann.

Die Sache mit den Fähnchen abreißen – Abreißer im Interview

Anlässlich der EM 2012 findet wieder das altbekannte Spielchen, Nationaleuphoriker vs. antifaschistische Fähnchenabreißer statt. Daniel aka Kotzendes Einhorn nimmt dies zum Anlass, um mit einigen der Nationalsyymbol-Verächter und -Zerstörer zu reden. Man mag das Verhalten der Linken Fähnchenknicker und -Reißer albern und pubertär finden, kommt aber nicht drumherum, dass ihre Kritik an nationalen Symbolen einen mehr als wahren Kern hat. Passend dazu auch: EM-Patriotismus: Meine gefährliche Liebe zu Deutschland

Künstler, Verwerter und Piraten

Sehr interessanter, ausführlicher und ausgewogener Beitrag von Walter Thomas Heyn zur Urheberrechtsdebatte:

The Oatmeal and FunnyJunk Affair

Der – btw. großartige – Comiczeichner Matthew Inman reagiert nach einigen Problemen mit der Content-Schleuder FunnyJunk (bei denen sich zahllose seiner Comics ohne Verweis auf den eigentlichen Urheber finden lassen) mit Spott und Kritik und erhält kurz darauf ein ätzendes Anwaltschreiben von dem Big Player. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken reagiert er aber auf seine ganz eigene, sau komische Art.

Videowerbung ist kreativ, feiert Rekorde – und geht mir auf den Geist

Jürgen Vielmeier rantet gegen Prerolls, Midrolls, Postrolls, Pop-Ups und alles was man sonst noch auf diversen Online Videoportalen findet. Ein bisschen zu viel “mimimi” aber allemal lustig und lesenswert.

Van Gogh inspiriert Pflanzengenetiker

Wenn man Skeptiker, Wissenschaftsfreund und zugleich Kunstliebhaber ist, tut es doch ziemlich gut, Beispiele zu finden, in denen die Kunst eben nicht nur für sich selbst steht sondern auch tatsächlich die Wissenschaft (also die richtige, nicht irgendwelchen pseudowissenschaftlichen, esoterischen Hokuspokus) beflügelt hat.

Museum of endangered Sounds

Vom Aussterben bedrohte Klänge sorgsam für die Nachwelt archiviert.

2012 – Die Technik von Shadowrun

Die Technologie, die in den 80ern für das Jahr 2050 erträumt wurde, ist noch lange nicht da. Aber sie steht schon vor der Tür und klopft. Und das, was wir hier zusammengesucht haben, ist nur ein Teil der Forschung. Für viele Körperbehinderte steht wohl tatsächlich ein neues, besseres Zeitalter bevor.

Wii-U angespielt

Sehr schöne Preview der neuen Nintendo-Konsole. Im Gegensatz zu unzähligen Videospiel-Magazinen und -Blogs setztViktor in Caschys Blog seinen Fokus weniger auf technische Details und alberne Core vs. Casual Diskussionen und widmet sich stattdessen dem unmittelbaren Spielerlebnis und first Look and Feel.

Draw a Line (Browsergame)

Endlich mal wieder so ein total simples und dennoch süchtigmachendes Flashgame für den Browser: Linien zeichnen um Vögel vor dem Absturz zu retten, bewusst abstürzen zu lassen und einsame Vogelherzen zusammen zu führen. Kommt gut, ist ohne Zweifel von Smartphone-Game-Mechaniken inspiriert und macht trotz Casual-Charakter verdammt viel Spaß.

Psychout (Browsergame)

Browsergame Nummer zwei bei den heurigen Links fürs Wochenende: Psychout geht mit seinem gewitzten Rätselcharme zwar auch definitiv eher in die Casual-Richtung, hat aber neben dem simplen und dennoch herausfordernden Grundprinzip auch einen netten Hintergrund und ein ziemlich cooles Art-Design zu bieten. Schalter drücken, Rätsel lösen, geschickt agieren und nebenbei an der Realität rumpfuschen. Macht Laune.

8 Things From Videogames We Wish Existed In Real Life (englisch)

No traffic, money, everywhere, save points, clearly defined level ups etc…

Wenn schon Gewalt, dann bitte richtig!

Jörg von 4players wünscht sich mehr naturalistische Darstellungen der Konsequenzen aus Gewalt in Videospielen:

Die Gewalt muss viel öfter in die Tiefe gehen, indem sie die einzelne Situation komplexer darstellt und nicht nur den Akt des Tötens gezielt verlangsamt, sondern auch die grauenhaften Folgen zeigt. Die Kamera muss viel näher ran, das Tempo muss raus und das Bild muss so authentisch sein, dass sich einem der Magen umdreht. Was ist ein Call of Duty oder ein Battlefield anderes als die totale Verharmlosung von Krieg? Selbst der erste Rambo ist dagegen eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung!

The Future according to Films

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian fragt sich ob Sliver wirklich zu den schlechtesten und ob Forrest Gump tatsächlich zu den besten Filmen der 90er Jahre gehört.  Zumindest bei Independence Day lautet die Antwort auf die Frage nach der Zugehörigkeit zu einem Best-of-Kanon definitiv “Nein, nein, nein!” Rinko lässt das selbe Jahrzehnt mit dessen besten Alternative-Rock Alben wiederauferstehen und genießt dabei unter anderem Musik von den Eels und den Smashing Pumpkins. Nostalgie steht ohnehin ganz groß auf dem Programm, auch im Bereich Videogames. Hier erinnern wir uns wehmütig an The Legend of Zelda und die weiteren 2D-Auftritte des großen Adventure-Helden Link.