SciFi Filmabriss: The Congress, Interstellar, Young Ones, Apollo 18, Alles eine Frage der Zeit

bg

Zum Start von 2015 und Rückblick auf das vergangene Jahr, noch einmal Science Fiction satt. Nicht alle der hier rezensierten Filme stammen aus dem Jahr 2014, aber alle habe ich irgendwann in den letzten Monaten gesehen. Und so ziemlich alle – abgesehen von Interstellar – findet Ihr auch mittlerweile in eurer Videothek des Vertrauens. Wenn es also für das Ende von 2014, für den Beginn von 2015 noch einmal futuristisch, spacig, prophetisch werden soll, werdet Ihr hier bestimmt den ein oder anderen potentiellen Kandidaten für einen gemütlichen Filmabend zwischen den Jahren zum Jahresauftakt finden.

weiterlesen

Dramatik im 18. Jahrhundert: Empfindsamkeit, Subjektivismus, Sturm & Drang und die Geniezeit

Spätestens jetzt, wenn wir zu den Empfindsamen, den Stürmern, den Drängern und den Verfechtern eines radikal autonomen Subjekts kommen, wird es ganz schön schwer, die Strukturierung der Epoche einigermaßen aufrecht zu halten. Das beginnt schon mit der Kategorisierung: Sturm und Drang? Geniezeit? Genieepoche? Subjektivismus? Anything Else? Das geht weiter mit der Datierung dieser Epoche: Wo setzen wir an? Bei der empfindsamen Literatur eines Klopstock? Bei den Irrationalisten? Bei der Philosophie und Ästhetik Herders? Oder greifen wir ganz weit zurück und finden den Appell an die Leidenschaften und die Ablehnung des Gottsched’schen Formbegriffs schon bei Nicolai und Mendelssohn (exemplarisch im Briefwechsel über das Trauerspiel mit Lessing)? Nicht minder kompliziert wird es, wenn wir uns die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anschauen: Der Beginn des Sturm und Drang wird gerne auf Goethes Reise nach Straßburg im Jahre 1770 datiert, gerne auch ein bisschen vorgegriffen auf die Jahre 1767 oder 1768. In dieser Zeit etablierte sich gerade das Hamburger Nationaltheater, das voll und ganz dem Sinne der bürgerlichen Dramatik und des bürgerlichen Lust- und Trauerspiels diente. Lessing veröffentlichte Emilia Galotti 1772, seinen Nathan gar 1779 als der eigentliche Sturm und Drang schon fast am Ausklingen war. Ferner veröffnetlichten die Stürmer und Dränger auch bürgerliche Trauerspiele, der Spät-Stürmer Schiller zum Beispiel Kabale und Liebe (1784), Lenz den Hofmeister und die Soldaten. Im Folgenden will ich versuchen diesem Kuddelmuddel ein wenig Herr zu werden. Über Schiller (der einen eigenen Text spendiert bekommt) will ich mich dann zur Klassik und zum Ende des Jahrhunderts vorwurschteln.

weiterlesen

Die 80er Jahre: Die besten Epen und Historienfilme des Jahrzehnts I

Was einen guten Film zu einem guten Historienfilm macht, liegt ja eigentlich so ziemlich auf der Hand: Das historische Sujet. Der Schritt zum Epos ist da schon etwas diffiziler. Natürlich könnte man es sich leicht machen und einfach von Monumentalfilmen sprechen, doch damit bekommt man letzten Endes auch nur eine sehr eingeschränkte Genreschublade geboten, die automatisch primäre Assoziationen zu dem großen Monumentalfilm der 50er und 60er Jahre à la Ben Hur weckt. Gerade historisch akkurate oder aber auch fantastische, parabolische und surreale Werke mögen da kaum so richtig ins Bild passen. Also ganz kurz ein wenig Schubladenkunde, um meinen Begriff des Epos – des epischen Films – einigermaßen zu rechtfertigen.

weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Filmdramen des Jahrzehnts V

90er Filmdrama die Fünfte… Auch dieses Mal geht es auf eine Reise durch Länder und deren Mentalitäten. Im ersten Teil der Drei Farben Blau sucht Krzysztof Kieślowski in Frankreich nach dem Motiv der Freiheit und findet es in einer ästhetizierten Entwicklungsgeschichte. In Hitlerjunge Salomon sucht Agnieszka Holland nach den Gesichtern der Deutschen im Nationalsozialismus gesehen durch die Augen eines Juden, und in den beiden Independent-Dramen My private Idaho und Good Will Hunting versucht Gus Van Sant, sich den Außenseitern der amerikanischen Gesellschaft anzunähern. Gesellschaftliche Strukturen werden auch in Festen und Wiedersehen in Howards End aufgedeckt, in Rote Laterne führt die Unterdrückung des Ichs direkt in die Katastrophe und in Ein Herz im Winter gibt es trotz aller Fremd- und Selbstgeißelung doch wieder so etwas wie Hoffnung. Große Dramen vom Indie-Kino bis zum Historienepos, nach dem Klick.

weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts I

Wow! Die 90er waren ein mehr als sattes Jahr für gute Liebesfilme. Und dementsprechend bekommen sie hier, wie schon die Horrorfilme, gleich zwei Artikel spendiert. Diese Überfülle an hervorragenden Liebesfilmen – insbesondere aus den USA – lag vor allem daran, dass das romantische Kino in den 90ern nicht nur ein- oder zwei- sondern gleich mehrspurig fahren durfte: Romcom und Screwball erlebten eine unerwartete Renaissance, Hollywood durfte sich und das Massenpublikum mit epischen Schnulzen erfreuen, Independentregisseure entedeckten plötzlich die Möglichkeiten des romantischen Kinos, und ganz nebenbei erblickten noch ein paar schwarze, düstere und abwegige Liebesreigen das Licht der Welt. Die besten Liebesfilme der 90er: Wir haben sie geschaut, gesammelt und liefern auch hiermit die erste Portion feinstes Romantikkino…

weiterlesen

Die 00er Jahre: Die besten Theateradaptionen und verfilmten Bühnenstücke des Jahrzehnts

Theater und Kino… zwei Medien, die allzu oft in einen Antagonismus gerückt werden, in dem sie sich nicht befinden müssen. Das Theater kann einiges vom Film lernen (und viele zeitgenössische, progressive Regisseure machen davon auch Gebrauch), genau so wie das Kino viel von der Bühne lernen kann. Zudem liefert die Theaterwelt schlicht und ergreifend eine unüberschaubare Menge hervorragender dramtischer Vorlagen, die durch die technischen Möglichkeiten des Films ganz neue Seiten offenbaren können. Es folgen die Filme der letzten Dekade, die diese Möglichkeiten am besten ausgeschöpft haben. Gelungene, präzise Bühnenadaptionen, Filme die sich ästhetisch am Theater orientieren oder einfach mit den begrenzten Möglichkeiten der Bühne auseinandersetzen. Anspruchsvolle Kammerspiele ebenso wie opulente Musicals. Postmoderne Avantgardewerke ebenso wie reanimierte Klassiker. Bühne frei! Direkt nach dem Klick…

weiterlesen