Schlagwort-Archiv: Wes Anderson

Only Lovers Left Alive (screenshot)

Filmabriss: Only Lovers Left Alive, Grand Budapest Hotel, Der Schaum der Tage, Das jüngste Gewitter

Only Lovers Left Alive (screenshot)

Filmaufriss, könnte ich auch titeln, da wir einen analytischen Blick auf (bzw. in) jüngere Filmwerke werfen werden. Filmästhetik und Erzähltechnik stehen da ebenso im Fokus wie philosophischer Gehalt. Da ich wenig Sinn darin sehe über irrelevante Filme zu schreiben, kann ich schon im Vorhinein alle hier behandelten Titel uneingeschränkt empfehlen. Have some fun.

Weiterlesen

The Grand Sausage Pizza – Wenn Wes Anderson einen Porno drehen würde

Mir fällt auf die Schnelle kein anderer Regisseur ein, dessen Porno ich lieber sehen würde… Die Coens? Was gut ist für die Kunst, kann der Tod des Sexes sein. Sie würden nur das Nicht-Zustande-Kommen des Koitus dokumentieren, oder schlimmer: Maschine never-cum – Der Lerlauf. Christopher Nolan? Würde das Vorspiel drehen und dann in die Imagination eines der Protagonisten abdriften, wie er/sie sich erinnert an einen anderen Akt, mit jemand anderen, der/die sich erinnert an einen anderen Akt, mit jemand anderen der/ die sich erinnert an einen anderen Akt, mit jemand anderen … Paul Thomas Anderson? Würde das Zustandekommen des Aktes und alles, was währenddessen passiert beschreiben, aber nicht den Akt. (Boogie Nights) Lars von Trier? Check. Michael Bay? Standard Porno nur mit mehr Bukkake und zerfickten Städten und am Ende würde er eine sehr gute schlechte Erklärung dafür haben, warum riesige Roboter ejakulieren. Alfred Hitchcock? Würde den acht Millimeter Film aus “8mm” drehen. David Lynch? Würde Alfred Hitchcock aufnehmen, wie er den acht Millimeter Film aus “8mm” dreht. James Cameron? Würde eine stereokopische intravaginale Kamera erfinden und anfangen nur aus dieser, vaginalen Perspektive zu drehen, würde dann von Gaspar Noé überrascht und verprügelt werden, der dann seinerseits die Vergewaltigung von James Cameron aufnehmen und es schaffen würde, das als Kunst zu verkaufen. David Cronenberg? Würde die Penetration mit allen möglichen Gegenständen zulassen, insofern sie nicht fleischlich sind und dann den Zuschauer das Fleischliche in das Künstliche hineininterpretieren lassen. Tarkowski? Fände der Akt in einem Garten statt, würde er bei Bildern vom Garten verharren und dabei schaffen eine existenziell guten Fick mit sich im Wind bewegenden Baumzweigen und Blumen zu erzählen. Ingmar Bergmann? Würde den Akt erzählen lassen, wobei es unerheblich wäre, ob es jemand erzählt der aktiv dabei war, oder nur zugesehen hat, es wäre auf jeden Fall erotisch (Persona). Scorsese? Würde auf jeden Fall Sex drehen, aber entweder Jesus oder Mafialeute dabei zusehen und den Akt kommentieren lassen. Ja, also auf die Schnelle fällt mir wirklich kein besserer Regisseur dafür ein.

via

Trailerprogramm: Detachment, Resident Evil 6, West of Memphis, Moonrise Kingdom, Das Turiner Pferd

Detachment [Ton Kaye]

Zu Detachment hatte ich schon mal vor einiger Zeit in einem Trailerprogramm nen Ausschnitt gepostet. Jetzt ist der offizielle Trailer des Lehrerdramas mit Adrien Brody veröffentlicht worden, und ich bin immer noch hin und weg von dieser grandiosen Mischung aus Realismus und großer Hollywood-Tragik. Das liegt natürlich auch daran, dass man die wirklich guten Lehrer- und Schuldramen gerade mal an einer Hand abzählen kann. Entweder kommen kitschige Sozialmärchen dabei heraus, so wie bei Dangerous Minds (1995) oder völlig überzeichnete dunkle Reißer wie 187 (1997). Ausnahmen, die die gesunde Balance aus beiden Extremen besitzen, findet man so gut wie nie: Einfallen würden mir da auf die Schnelle gerade mal der wunderbare Half Nelson (2006) und der großartig realistische Die Klasse (2008). Detachment weckt die Hoffnung, in eine ähnliche Kerbe zu schlagen… und der Trailer ist bereits einfach nur berührend, ausdrucksstark und groß. (via)

Weiterlesen

The Films of…Guy Ritchie, Tim Burton, Ridley Scott, Christopher Nolan, Danny Boyle (and many more)

In unserer Redaktion ist eindeutig Florian der größere Film-Nerd von uns Beiden und er könnte noch im Schlaf irgendwas über komische Kunstfilme aus den 70ern erzählen. Kees van Dijkhuizen jr. hingegen hat sich weitaus weniger subtilen Stoff ausgesucht, aber auf die Idee die Filme von Guy Ritchie, Tim Burton, Ridley Scott, Christopher Nolan,Danny Boyle u.v.a. auf ihre typischsten Szenen zu cutten, ist großartig und gerade eine extrem willkommene Abwechslung von dem wahrscheinlich bisher scheußlichsten, nassesten und langweiligsten Tag in diesem Jahr. Mich hätte ja noch Michael Bay interessiert, aber eine 5 minütige Anreihung von Explosionen muss dann auch nicht sein.

 

 

Weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Tragikomödien des Jahrzehnts II

Irgendetwas müssen sie den Amis Ende der 90er in ihre Longdrinks gekippt haben. Ausgerechnet Hollywood, das uns noch anfangs mit empathisch-naiven Komödien wie Mrs Doubtfire oder Peter Pan eine zuckersüße Heile Welt mit Moralgarnierung servierte, dekonstruierte plötzlich genüsslich das eigene Ideal der amerikanischen Saubermann-Familie und führte in einer bis dato ungewohnten Bissigkeit hinter die Fassade des amerikanischen Traums. Den bitteren Tiefgang des europäischen Kinos wollte zwar auch keiner so wirklich, aber als selbst Jim Carrey plötzlich seiner eindimensionaler Rolle als Hollywoods Grimassenschneider den Mittelfinger entgegen streckte, Anarcho Komiker verkörperte und ins Satire-Fach wechselte, war klar, dass dies der Beginn einer neuen tragikomisch grotesken Zeit sein konnte.

Weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Slacker-Komödien des Jahrzehnts

Irgendwann sind sie dann doch erwachsen geworden, die Teenager der 80er Jahre, die nichts anderes zu tun hatten, als die Schule zu schwänzen, kreativ unproduktiv zu sein, zu saufen, zu kiffen und die Zeit totzuschlagen. Typen wie Ferris Bueller, Hoops McCann oder John aus Breakfast Club. Aus ihnen wurden schließlich Twenties, die nichts anderes zu tun hatten, als die Arbeit zu schwänzen, kreativ unproduktiv zu sein, zu saufen, zu kiffen und die Zeit tot zu schlagen. Aus den High School Outsidern der 80er Jahre wurden die Slacker der 90er (aus denen schließlich die Nerds der 00er erwachsen sollten, aber das ist eine andere Geschichte). Kaum ein Stereotyp war in den Independentfilm Komödien der 90er Jahre derart angesagt wie der des jungerwachsenen Herumlungerers, der nicht genau weiß was er mit seinem Leben anfangen soll, der das macht, was ihm gefällt, der sich seiner Faulheit nicht schämt und diese zugleich dazu benutzt, sich selbst zu verwirklichen. Und Regisseure wie Richard Linklater und Kevin Smith haben diesen Typen – die sinnbildlich für eine wesentliche Attitüde der Generation X stehen – filmische Denkmäler gesetzt. Die Besten und Größten der Faulsten… Unzeitgemäß, antriebslos, auf ihre eigene Art rebellisch und dabei meistens urkomisch, wenn auch fast immer mit einer tragischen Komponente…. Viel Spaß.

Weiterlesen

Die 00er Jahre: Die Filme der Redaktion

Zum Abschluss nochmal kurz unsere ganz persönlichen Tops und Flops. Wens interessiert… Weiterklicken.

Weiterlesen

Die 00er Jahre: Die besten Tragikomödien des Jahrzehnts II

Frei nach Chaplin: Mit einem Lächeln, wahrscheinlich auch mit einer Träne. Teil 1 hat uns schon viele tragikomische Meisterwerke gebracht: Auf zu Runde 2…

Weiterlesen