Schlagwort-Archiv: Walt Disney

Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

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Nachdem wir im ersten Teil unserer 80er Retrospektive doch einen starken Fokus auf “erwachsenen” Zeichentrick hatten, soll es in diesem Teil etwas familientauglicher zu Sache gehen. Aber keine Sorge, wir werden uns nicht nur klassischem Disney-Blockbusterkino der Marke Arielle widmen. Neben der exzentrischen, wilden Version des Disney-Kinos mit Ghiblis Das Schloss im Himmel haben es uns hier vor allem die Europäer angetan. Mit Walhalla findet eine gekonnte Verbrüderung nordischer Mythologie und traditioneller Familienunterhaltung statt, und mit Asterix bei den Briten dürfte wohl die beste Verfilmung der berühmten Goscinny- und Uderzo-Comics vorliegen. Und wenn es dann doch etwas ernster werden soll, gibt es mit Akira immer noch einen der besten Animes und asiatischen Science Fiction Werke der Filmgeschichte. Viel Vergnügen.

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Fotoshooting in der größten Klosterbibliothek der Welt

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Der Fotograf Benjamin Van Wong hatte die Möglichkeit ein kreatives Fotoshooting in der Bibliothek des Stift Admond (Österreich), der größten Klosterbibliothek der Welt, abzuhalten. In den ehrwürdigen Hallen der 1776 vollendeten Stiftbibliothek gingen er und sein Model Jen Brook den disney’schen Inszenierungsweg und produzierten dabei Fotos in denen das pittoreske Moment der Aufklärung und Klassik auf das pittoreske Moment der filmischen Märchenerzählung des 20. Jahrhunderts trifft. Das Ergebnis sind ganz und gar wundervolle Fotos, zwischen romantisiertem Trickfilmkitsch, epischer Raumentfaltung und selbstironischer Märchenreminiszenz. Ein Fest für Bibliophile und Cinderella-Fans gleichermaßen.

And at the end, we not only have fantastic imagery to share with the world… but a story to laugh and remember for the rest out our lives.

Dream big, anything is possible.

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What it’s like to shoot in a real life Disney library – Stift Admont via bookpatrol

Links fürs Wochenende

“DESTINO”

Wooaa. Ich bin grad hin und weg, weil ich ENDLICH “Destino” schauen kann!!! Destino ist eine Zusammenarbeit von Salvador Dali und Walt Disney aus den Jahren 1945 und 46. Vor Jahren hab ich mal Ausschnitte davon auf ARTE (oder so) sehen dürfen. Den werde ich mir jetzt erstmal genüßlich anschauen und ob seiner Schönheit plus weil man hier ja kein YT-Vollbild schauen kann gibs den wenn ihr auf den Titel klickt.

Illegal Superheroes

Um auf die Einwanderungspolitik der USA aufmerksam zu machen, hat Neil Rivas eine Posterserie gestaltet die zeigt, dass selbst viele Superhelden, Sinnbild amerikanischer Popkultur, einst Einwanderer waren. Wenn ihr auf den Link klickt, gelangt ihr zur Slideshow, neben der noch auf einzelne Illegal-Superhelden-Schicksale eingegangen wird. Tolle Metaebene.

Beim pinken Überraschungsei geht es nicht um Mädchen sondern um Jungen!

Antje Schrupp auf ihrem Blog “Aus Liebe zur Freiheit” über das Kuriosum, dass Mädchen mit Autos spielen dürfen und dabei ihre Weiblichkeit nicht gefährden würden, während Jungs nicht mit Puppen spielen dürfen, weil sie ihre Männlichkeit (fälschlicherweise) nur bewahren können, in dem sie sich von allem als “weiblich” Identifizierte abgrenzen.

Sieben Gründe warum Facebook fertig hat.

Dass Facebook kurz vor dem Aus steht hört man ja in letzter Zeit immer häufiger. Hier sieben kurze Gründe, warum das der Fall sein könnte.

Wenn das Netz mächtig macht. Ein Politberater über die Methoden der US-Wahl.

Der Text könnte tiefer gehen, aber er deutet an worauf Wahlkampf bald hinauslaufen könnte: die Instrumentalisierung des Web um Wahlen zu gewinnen, anstatt Menschen mit Konzepten wie Liquid Democracy vertraut zu machen um Politik als Politik zu betreiben,  gemäß Hannah Arendt: Politik ist nur Politik wenn alle daran teilhaben.

Pretty Ugly. Manifest für Anti-Design.

Ich mag dieses ganze durch-designte, abgeleckte, auf shininess getrimmte Zeug einfach nicht, weil es unmenschlich ist, es fehlt einfach ein Kontrapunkt um schön und menschlich zu sein. Wenn man sich die Bilder von Pretty Ugly anschaut, bemerkt man zwar, dass sich das ganze mehr ugliness herausnimmt als es eigentlich ist, aber dennoch begrüße ich die Tendenz.

Lieber Dr. Sommer

Übersexualisierung. Unter einem Interview der ZEIT mit “Life- und Sexcoach” Vanessa del Rae zum Thema “Shades of Grey” stand das in den Kommentaren:

2. Lieber Dr. Sommer…

…ich habe noch nie davon geträumt, mich verhauen zu lassen oder eine eine Frau zu schlagen, nicht mal ein bisschen, und von Fesseln halte ich auch nix. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Bin ich ein unterdrücktes Individuum? Verpasse ich etwas Wichtiges?

Romney Girl

Lustig aber wahr.

 

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian fasste die besten Filmdramen der 90er Jahre in 3 Teilen zusammen (Teil 1, Teil 2 und 3) und passend dazu überlegt er wer wer John J. Rambo eigentlich ist.  Rinko stellt ein tolles Mid-2011-Mixtape für lau zusammen und zeigt uns ein tolles Sigur Ros Video. Und ich mache die ganze Zeit a kind of music or so.

Meanwhile in Disneyland…

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Wunderbar gemeines Disney-Bashing von Flickr-User Rodolfo Loaiza, der die reaktionäre Heile Welt des Disney-Imperiums aufs Korn nimmt und dekonstruriert. Ich hätte mir noch einen Seitenhieb auf Walt Disney`s Denunzierung während der McCarthy-Ära gewünscht, aber brennendes Disneyland und Pinocchio als Fixer reicht ja auch schon.

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WAR DIRTY

mehr Fotos in dem Flickr-Stream von Loaiza.

via FuckyeahTobiTobsen

Animated Short der Woche: Destino

Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass wir an dieser Stelle schon lange keinen Klassiker mehr gepostet hätten… Egal. Der hier gehört rein. Genau an diese Stelle. Salvador Dali trifft Walt Disney: Künstlerisch, kreativ, persönlich… Begonnen wurde mit Destino 1946, schlappe 60 Jahre später – im Jahr 2003 – erblickte der fertige Film das Licht der Öffentlichkeit. Dazwischen liegt eine lange Ära der Vergessenheit. Da die Disney-Studios in den 40ern am Hungertuch der Zeit zu knabbern hatten, wurde das Projekt begraben. Erst 1999 von Walt Disney Neffen Roy E. Disney während der Arbeit an Fantasia 2000 wiederentdeckt, wurde seitdem verbissen an der Finalisierung des Projekts gearbeitet. Gut so. Destino atmet auf wunderbare Weise den Geist des Surrealismus und der Zeichentrick-Kunst der goldenen Ära. Auf eindrucksvolle Weise verbindet er beide Welten und kreiert ein einzigartiges Erlebnis zwischen Pop- und Hochkultur.

Destino began in 1946 as a collaboration between Walt Disney and the famed surrealist painter Salvador Dalí. A first-hand example of Disney’s interest in avant garde and experimental work in animation, Destino was to be awash with Dalí’s iconic melting clocks, marching ants and floating eyeballs. However, Destino was not completed at that time. In 2003, it was rediscovered by Walt’s nephew, Roy E. Disney, who took on the challenge of bringing the creation of these two great artists to fruition. In addition to the completed Destino, this exciting addition to the Walt Disney Treasures line also includes an all-new feature-length documentary that examines the surprising partnership between Dalí and Disney plus two new featurettes; “The Disney That Almost Was”, an examination of the studio’s unfinished projects; and “Encounters with Walt”, which addresses the surprisingly diverse group of celebrities and artists who were attracted to Walt Disney’s early work.

Destino (USA 1945 – 2003)

Regie: Dominique Monféry

Entwicklung: Salvador Dalí, John Hench, Donald W. Ernst

Produktion: Baker Bloodworth, Roy E. Disney

Filmabend: Walt Disney vs. Zombies from Outer Space

Jepp, wir leben in Zeiten der Mashup-Kultur, des Zusammenpralls der Weltbilder und Ideen. Und was gibt es schöneres, als diesen Zusammenprall bei einem deftigen Filmabend zu forcieren und zu zelebrieren? Richtig: Heute wird alterniert. Disney – Zombies – Disney – Zombies… dazu ein knackiger Vorfilm, der Walt Disney auf kongeniale Weise mit den dunklen Seiten des Kinos konfrontiert… und jede Menge würziger, süßer, klebriger Speisen. Uns steht ein launiger, nerdiger und gut durchgeschüttelter Filmabend bevor. Viel Spaß!

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Die 90er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

Dass die 90er Jahre keineswegs ein rein amerikanisches Zeichentrickjahrzehnt waren, hatte die letzte Trickfilmretrospektive bereits unter Beweis gestellt. Hier sind die USA sogar in der Unterzahl. Dominiert werden die 90er Zeichentrickklassiker von Asien – selbstredend insbesondere dem Studio Ghibli. Aber auch eine klassische Disney-Produktion hat sich hierher verirrt, und sogar ein unglaublich bezaubernder Hybrid aus traditioneller Zeichentrickkunst und Up-to-Date-Computeranimationen.

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Die 90er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts I

Die 90er Jahre waren das letzte große Jahrzehnt für den Zeichentrickfilm vor der – man kann es nicht anders sagen – folgenreichen Wachablösung durch Computeranimationen. Auch wenn es in den 00ern, vor allem Dank des Studio Ghibli – noch herrausragende Trickfilme der alten Schule geben sollte, so erreichten diese doch nie wieder das Publikum wie die Jahre zuvor. Aber das ist kein Grund zur Trauer: Denn die 90er haben ein großes Erbe hinterlassen, stellen sie doch einen Höhepunkt des gezeichneten Films dar. In keinem anderen Jahrzehnt wurde eine solche Dichte an herausragenden Trickfilmproduktionen erreicht, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, sowohl was massentaugliche Familienunterhaltung als auch was düstere Trickfilmvisionen jenseits des klassischen Schemas betrifft. Und hier kommt die erste Ladung…

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Banksy sprayt Hollywood

Nur noch ein paar Tage und Banksy könnte der Gewinner des Oscar für beste Dokumentation werden. Das der Street Art Künstler weiß wie PR geht, und dafür aus der Szene schon Sellout-Vorwürfe bekommt, hat er ja schon mehrfach bewiesen, nun musste mal wieder die arme Mickey Mouse dran glauben und wurde in eindeutigen Posen mit einem Model auf einer Plakatwand am Sunset Boulveard gesichtet. Immerhin scheint Minnie gerade eh weggetreten und die Gelegenheit günstig gewesen zu sein.

via artschoolvets

Die 00er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts

Lass es bunt sein… manchmal auch schwarz weiß… mit der Hand, mit dem Stift, vielleicht auch mit dem Computer ein wenig nachgeholfen… auf jeden Fall aber gezeichnet, gemalt, gepinselt, mit feinem Strich gezogen, mit kräftiger Farbe gefüllt, mit großen Klecksern geklotzt. Obwohl der klassische Zeichentrickfilm durch die CGI-Technik und Animationsstudios wie Pixar immer mehr an Prestige verliert und durch computeranimierte Werke sukzessive verdrängt wird, gab es in diesem Jahrzehnt einige herausragende, handgezeichnete Werke. Auch erwachsene Zuschauer durften sich über so manchen düsteren oder auch nachdenklichen und berauschenden Trickfilm freuen. Hier sind die Besten: Für jung, für alt, oder auch mal für die ganze Familie… Und den animierten und computerisierten Nachschlag gibt es dann zum nächsten Mal.

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Alice through the years…>

Tim Burton befindet sich in guter Gesellschaft: Egal ob als Stummfilm, als Disney Zeichentrickfilmklassiker, als Broadway-Musical mit Meryl Streep, als psychedelischer Drogentrip Jefferson Airplanes, als verstörender Stop-Motion-Alptraum, als skurriler Anime, als melancholische Reise einer gealterten 80Jährigen, als buntes kindgerechtes Sesamstraßenmärchen, als Textadventure, als Horror-Videogameadaption, als Vorlage für postmoderne Collagekunst Sigmar Polkes oder gar als frivoler 70er Jahre Porno. Die Reihe an Alice-Adaptionen, Variationen und Neuinterpretationen ist unendlich lang.

Eine kleine, unvollständige Retrospektive…

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Sechs weitere Bücher die unbedingt noch verfilmt werden sollten…

Vieles Literarisches gibt es noch, was auf die große Leinwand gehört. Nach dem ersten vorsichtigen Ausblick nun also weitere sechs Bücher, die verfilmt werden sollten, könnten, müssten und höchstwahrscheinlich demnächt irgendwann ihren Weg in die Filmpaläste dieser Welt finden werden. Dieses mal gibt es teuflische Elixiere von David Lynch,  einen deutschen Kinderbuchklassiker als Anime, Michael Bays Version des ersten Weltkrieges, Euklid im Disneyland, Platon und Jarmusch beim Kaffetrinken sowie ein größenwahnsinniges Eichingerprojekt.

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