Schlagwort-Archiv: Voyeurismus

Das Fenster zum Hof als Diorama-Loop

Schon ziemlich groß, was Visual Artist Jeff Desom mit Alfred Hitchcocks Klassiker Das Fenster zum Hof (1954) gemacht hat. Aus den zahllosen voyeuristischen Entdeckungen des Protagonisten hat er sämtliche Fenster-Impressionen aus- und wieder zusammengeschnitten. Die verschiedenen alltäglichen (und weniger alltäglichen) Handlungen, die es dabei zu bestaunen gibt, hat er in ein gigantisches dreidimensionales Diorama gepackt, dessen Entstehungsprozess und Endergebnis in folgendem bestaunt werden kann. Panorama-Kunst, wie sie schöner nicht sein könnte und ein weiterer Beweis dafür, was mit Mashup- und Supercut-Mechanismen Großartiges gestaltet werden kann…

I dissected all of Hitchcock’s Rear Window and stiched it back together in After Effects. I stabilized all the shots with camera movement in them. Since everything was filmed from pretty much the same angle I was able to match them into a single panoramic view of the entire backyard without any greater distortions. The order of events stays true to the movie’s plot.

via KFMW

Die schlechtesten Filme der 90er: Warum Sliver da nicht rein gehört

Während Basic Instinct gerne des öfteren als gelungener Vertreter des in den 90ern boomenden Erotikthrillers herangezogen wird, gilt die Verfilmung von Iran Levins Roman “Sliver” als eines der klassischen miesen Machwerke des Genres. Schon bei Veröffentlichung von der Filmpresse harsch kritisiert, gilt der Film mit einem 13% Rating bei Rotten Tomatoes als einer der schlechtesten Filme der 90er überhaupt. Immerhin weist er auch genau das auf, was einen Film per se schon einmal verdammenswert macht: MTV-Schnitte, Sex & Crime, eine extreme Verkürzung und Simplifizierung der literarischen Vorlage, die erotikfilmische Ausschlachtung Sharon Stones im Fahrwasser des Erfolges von Basic Instinct… Aber was ist es genau, was Sliver vermeintlich so verachtenswert macht? Und ist der Film tatsächlich so schlecht, wie vom Gros der Kritiker behauptet?

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