Zettelwerk

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Das Zettelwerk, ein studentisches Projekt der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, sammelt, archiviert und digitalisiert alles, was die bundesrepublikanische Zettelwirtschaft hergibt, oder genauer gesagt Alltagsdrucksachen, worunter unter anderem folgender Papierkram fällt:

“Abholscheine, Abziehbilder, Akten, Andachtszettel, Ansichtskarten, Anzeigen, Arzneirezepte, Aufkleber, Ausweise, Autogrammkarten, Banderolen, Banknoten, Beiblätter, Beleg, Bierdeckel, Briefe, Briefmarken, Briefumschläge, Einschlagpapiere, Eintrittskarten, Etiketten, Faltblätter, Flugblätter, Flyer, Formulare, Garantiescheine, Gebrauchsanleitungen, Geldscheine, Handzettel, Kalenderblätter, Karten, Kassenbons, Kaufbelege, Kontoauszüge, Krankheitsschein, Lebensmittelmarken, Lesezeichen, Liedzettel, Listen, Lose, Marken, Mitgliedsausweise, Notizzettel, Plakate, Pläne, Postkarten, Preisschilder, Programmhefte, Quittungen, Reparaturscheine, Rezepte, Scheine, Speisekarten, Tanzkarten, Telegramme, Tickets, Tischkarten, Urkunden, Verpackungen, Visitenkarte, Wahlzettel, Wartemarken, Werbemittel, Werbezettel, Zertifikate, Zustellungsbelege …”

Ich finde ja solche Projekte generell großartig und predige immer gerne, dass wir viel mehr Analoges, was so unser Alltag hergibt, digital archivieren sollten… allein schon als Dienst gegenüber zukünftigen Historikergenerationen. Also dann: Mal sehen was meine Zettelwirtschaft noch so hergibt.

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Zettelwerk via nerddrugs

Und dann war da noch der erste dokumentierte Gruppen-Selfie in der Geschichte der Menschheit…

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…Aufgenommen auf einem New Yorker Dach im Jahre 1920. Zu sehen sind fünf Männer, die sich selbst fotografieren, gehalten wird die Kamera von Joseph Byron auf der linken und Ben Falk auf der rechten Seite. Selfies waren damals offensichtlich kein One-Man- und auch kein One-Hand-Job, sondern erforderten Geduld und – nicht zu unterschätzen – Muskelkraft, wie auf dem am selben Tag entstandenen “Behind-the-Selfie”-Foto zu erkennen ist. Beide Bilder gehören zur Kollektion des Museum of the City of New York, und es dürfte sich dabei zumindest um den ersten dokumentierten Gruppenselfie handeln, der zugleich in Verbindung mit seiner Aufzeichnung des Aufzeichnungsprozesses  ein famoses Dokument der schon früh vorhandenen Selbstreflexion der fotografischen Zunft ist. (via)

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Um den ersten tatsächlichen Selfie handelt es sich dabei allerdings nicht. Die Ehre, für diesen verantwortlich zu sein, gebührt dem Fotografen Robert Cornelius und seinem Selbstporträt aus dem Jahr 1839. Eine ganze Minute musste der Künstler still sitzen, um sich auf dem Lichtfilm und in der Geschichte der narzisstischen Fotografie zu verewigen (via).

via Gothamist

Star Wars Day – May the Force be with you

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Und noch ein bisschen unsortierter Picture-Spam zum vierten Mai, der mich immer wieder mit der schmerzhaften Wahrheit konfrontiert, dass ich als Knirps Mel Brooks’ Spaceballs vor dem ersten Krieg der Sterne gesehen habe und mein erster Kontakt mit der Originalserie wahrscheinlich die knuddeligen Ewoks aus Rückkehr der Jedi-Ritter waren. Die Wege der Macht sind unergründlich… an may the Schwartz be with you!

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Pulp, Sex ‘n Pop – Zeichnungen von Thomas Saliot

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Hänge jetzt gerade schon ne ganze Zeit an der wirklich umfangreichen Bildergallerie von Thomas Saliot: Viel Vintage-Charme, große Pulp-Exegesen und eine Brise Pop finden sich in seinen Bildern, die fast alle ausnahmslos sehr viel Sex Appeal mit sich bringen. Surft hin!

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Zeichnungen von Thomas Saliot via Daddygotthisgunloaded

Fundraising für die Public Domain Review

Die Public Domain Review gehört zu den größten Online-Publishern von spannendem und interessantem Material, dessen Urheberrecht abgelaufen ist und das dadurch zum kulturellen Allgemeingut der Menschheit geworden ist: Fotos, Bilder, Videos, Musik… zahhlose wertvolle, ältere Kulturgüter, die sich endlich aus Copyright-Hausen und Profit-Ville verabschiedet haben, finden in dem gigantischen Non-Profit-Projekt ein kuscheliges, digitales Zuhause. Und genau dieses Zuhause ist Dank der Tonnen an Material mittlerweile ziemlich teuer geworden. Wenn ihr also in nächster Zeit online etwas Gutes tun wollt – sowohl für euch als auch eure Kinder als auch eure Kindeskinder (und so weiter…) – beteiligt euch bitte an der Fundraising-Kampagne der großartigen Vintage-Fundgrube: 20.000$ werden benötigt, knapp 5000 sind bereits gesammelt, und jeder einzelne Cent wird gebraucht, um auch in Zukunft die digitale Aufbereitung und Präsentation großer, peripherer und auch schräger Kultur zu gewährleisten

With our initial funding now come to an end, we need your support to help us continue our mission – to promote the public domain as an indispensable public good, and to curate and showcase the most interesting out-of-copyright works on the web.


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Update or Die! – Vintage Bibliotheken-Fotos

Vintage-Stuff für Bibliophile. Vintage Everyday hat massig tolle Fotografien von Bibliothekspersonal und Benutzern aufgetan: Lesend, Arbeitend, schweigend in die Kamera blickend. Wäre ich nicht so irgendwas mit Medien geworden… wäre Bibliothekar die nächste sinnige Alternative gewesen. Und bei solchen tollen Aufnahmen, sollte selbst Rinko mal aufhören können, über seinen Job zu lästern…

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Update or Die! – Fin de Siècle de Pop

Die Gebrüder Marvellin aus Milan haben 2011 ein Projekt ins Leben gerufen, in dem alte Fotos mit ikonischen Masken, von Superhelden wie Catwoman bis hin zu Fimmonstern wie Hannibal Lector, aufgehübscht werden. Pop Art trifft Art Déco trifft Jahrtausendwechsel trifft Vintage Fotografie… Irgendwo zwischen faszinierend, spooky und lässig zu verorten…

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