Lesezeichen: Michel Houellebecq – Unterwerfung

unterwerfung

“Es ist die Unterwerfung”, sagte Rediger leise. “Der nie zuvor mit dieser Kraft zum Ausdruck gebrachte grandiose und zugleich einfache Gedanke, dass der Gipfel des menschlichen Glücks in der absoluten Unterwerfung besteht. 

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SciFi Filmabriss: The Congress, Interstellar, Young Ones, Apollo 18, Alles eine Frage der Zeit

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Zum Start von 2015 und Rückblick auf das vergangene Jahr, noch einmal Science Fiction satt. Nicht alle der hier rezensierten Filme stammen aus dem Jahr 2014, aber alle habe ich irgendwann in den letzten Monaten gesehen. Und so ziemlich alle – abgesehen von Interstellar – findet Ihr auch mittlerweile in eurer Videothek des Vertrauens. Wenn es also für das Ende von 2014, für den Beginn von 2015 noch einmal futuristisch, spacig, prophetisch werden soll, werdet Ihr hier bestimmt den ein oder anderen potentiellen Kandidaten für einen gemütlichen Filmabend zwischen den Jahren zum Jahresauftakt finden.

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Filmabriss: Her, Lucy, The Wolf of Wall Street, Planet der Affen: Revolution

apes

Zweimal Kino, zweimal DVD. Zweimal Scarlett Johansson, zweimal Affengesichter (Sorry Leo). Gleich drei große Regie-Namen – Spike Jonze, Luc Besson, Martin Scorsese – und insgesamt viel hollywoodesker Eskapismus. Zeit für einen neuen Filmabriss…

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Gotthold Ephraim Lessing II

Als Dramaturg und Berater des Hamburger Nationaltheater begleitete Lessing von 1767 bis 1769 die dort aufgeführten Stücke kritisch kommentierend und ironisch reflektierend. Das dabei entstandene Werk, die Hamburgische Dramaturgie (1767 – 1769) ist ganz ähnlich wie die Reflexion des Trauerspiels im Briefwechsel mit Nicolai und Mendelssohn kein geschlossenes theoretisches Werk. Stattdessen vermischen sich Literaturkritik mit Aufführungskritik mit allgemeinen Beobachtungen und theoretischen Überlegungen zum Drama und Theater. Gerade durch diese offene Form sind die zahllosen Aufsätze jedoch eine stilprägende Innovation der Theaterkritik überhaupt, wenn man so will eine frühe Form des Feuilleton, die Lessing sprachlich und inhaltlich auf dem Höhepunkt seines kritischen Schaffens zeigt.

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Filmabend: The Kids aren’t allright

Passend zu unserer Glorifizierung des Teenager-Films der 80er Jahre wird es mal wieder Zeit für einen ausgiebigen Filmabend, mit dem man locker ein viertel Wochenende – sprich Samstag Abend und Nacht – füllen kann. Und auch bei diesem sollen die Teenager im Mittelpunkt stehen, allerdings primär ihre dunklen und morbiden Seiten. Be afraid, the kid’s aren’t allright! Sie lügen, stehlen, morden in den schlimmsten Fällen sogar, werden zu pubertären Monstern und Unglücksbringern für die erwachsene Welt… denn sie wissen nicht was sie tun. Die folgenden Filme veranschaulichen, warum die Kids schon immer böse aber auch verloren, ohne Hoffnung waren, in den 50ern ebenso wie in den 70ern, in den 80er Jahren ebenso wie im neuen Jahrtausend. Eine kleine cineastische Zeitreise durch die Abgründe der Jugend, flankiert von passender Musik, gutem Essen und angenehmer Gesellschaft. Eben alles, was ein traditioneller Homevideo-Abend benötigt.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts V

Zurück in die Zukunft… die Letzte. Waren die Vorgänger-Artikel noch alle ziemlich bunt durchmischt, heterogen in ihrer Filmauswahl, so bewegen wir uns nun auf doch relativ homogenen, familienaffinen Parkett. Die großen Independent- und Arthaus-Geschütze werden in der letzten 80er Jahre Science Fiction Retrospektive nicht mehr aufgefahren. Stattdessen gibt es viel Kuschel- und Wohlfühl-Fiction dem nostalgischen Fantasy-Trip Der Flug des Navigators, spannende genreübergreifende Action/Comedy-Unterhaltung in Zurück in die Zukunft 1 und 2, lässigen anachronistischen Disney-Quark in Tron und visionären Sci-Fi-Optimismus in Star Trek II – Der Zorn des Khan. Die einzig düstere Note setzt die pessimistische, Literaturverfilmung 1984… und mit dieser, nach wie vor brandaktuellen Dystopie landen wir wieder sanft in der Gegenwart und können uns anderen Genres widmen.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts II

Genre-Hybriden sind einfach das Beste… Warum auch sich mit nur einer Schublade begnügen, wenn man es sich gleich in einem Dutzend davon gemütlich machen kann? Die folgenden 80er Science Fiction Meisterwerke jedenfalls springen munter zwischen den Stühlen: Von Horror und Science Fiction (Dreamscape) von Drama und Science Fiction (Enemy Mine, Cocoon), von Action und Science Fiction (The Terminator, Aliens), von “Was zur Hölle versuchst du mir zu sagen?” und Science Fiction (Dune – Der Wüstenplanet) und lassen sich dabei dennoch alle wunderbar dem futuristischen, utopischen/dystopischen und prophetischen Genre zuordnen.

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Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts III

Für unsere letzte Fantasy-Retrospektive wagen wir noch einmal den Blick in die Traumfabrik: Mit Spielbergs E.T., Reitmans Ghostbusters und Marshalls Big zeigt Hollywood, wie sich große Mainstream-Fantasy mit gehobener Qualität produzieren lässt. Für das Big Budget Independent-Kino ist aber auch noch genug Platz, und wer könnte dieses in den 80er Jahren besser vertreten als der Meister des Emo Grusels Tim Beetlejuice Burton höchstpersönlich? Der bekommt auch gleich noch Konkurrenz durch die wunderbare, sträflich unterbewertete Klassiker-Fortsetzung Return to Oz. Und wenn es etwas europäischer, arthausiger und anspruchsvoller sein soll… Wim Wenders poetisches Fantasy-Drama Der Himmel über Berlin und das neuseeländische Düster-Epos The Navigator sorgen für die notwendige Abwechslung zum amerikanischen Bombast-Programm. Egal ob Studio-Produkt oder unabhängiges Kunstwerk, sehenswert sind alle hier genannten Filme, auch wenn wir im Anschluss gerne wieder über die ein oder andere Nennung (und Nicht-Nennung) streiten können.

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Links fürs Wochenende

Überblendung (1)

Schneiden oder Blenden? Das klingt noch heute nach einer moralischen Frage. Der ehrliche „harte” Schnitt gegen die falsche Süße eines „weichen” Übergangs. Aber sind das wirklich Alternativen? Bedeutet eine Überblendung nicht etwas anderes?

Listomania 2011! Die Jahrescharts der Anderen

Schöne, übersichtliche Best-Of-2011-Zusammenstellung von den Bloggern von Auftouren.de. Mit dezentem Hinweis auf den wahnsinnigen Listen-Overkill von “diesem Typen hier”

Heimat hat keinen Plural

Schöne neue dctp-Themenschleife zum Thema Migration in Deutschland:

Rücke vor bis auf Los und ziehe DM 4000 ein

Alexander Cammann über das vergnügliche Monopoly-Sachbuch des Kunsthistorikers Andreas Tönnesmanns:

»Nicht nur der Markt allein herrscht.« Für alle gibt es einen gleichen Lohn von 4000 Mark, Steuern werden fällig, öffentliche Einrichtungen wie Gefängnis und Lohnstelle agieren ordentlich – und die Bank, immerhin kapitalistische Zentralmacht, ist privatem Zugriff entzogen und wird als »Über-Institution« zur »konzentrierten Analogie des Staates«. Zudem fährt Tönnesmann sein architekturhistorisches Arsenal auf, wenn er das Spielfeld mit seinen Straßen als imaginären Stadtraum in die Ideengeschichte der Idealstadt einordnet.

Xonix3D

Retrocharmantes Spielprinzip mit dezenten Neuerungen und schicker, futuristischer 3D-Optik. Orientiert am Klassiker Qix (1981) geht es darum peux a peux das Spielfeld zu erobern, Areale abzugrenzen und Gegnern auszuweichen. Schönes, Casual-Prinzip (im besten Sinne des Wortes), das auch heute noch funktioniert und Dank massiger Extras immer noch frisch wirkt.

Und dann gibt es auch noch eine sehr schöne Folge des “Nostalgia Critic” zum Thema Weihnachten und Dem Grinch-Remake mit Jim Carrey aus dem Jahr 2000, wie es sich gehört komplett in Versform:

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus erzählt seine persönliche Korn-Liebesgeschichte und beschäftigt sich mit dem dystopischen Science Fiction Thriller Monsters. Rinko beäugt die CD-Veröffentlichungen Oasis’ der 00er Jahre. Florian ist abgetaucht und freut sich auf die Weihnachtsferien (… genau wie in diesem Jahr).

Die 90er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts I

Viel Sehenswertes ist im Weltraum der 90er Jahre nicht geschehen. Dafür wie schon bei den besten Science Fiction Filmen der 00er umsomehr auf einer (potentiell) zukünftigen Erde. Das mag vor allem mit einem erneuten Endzeit- und Dystopienhype des ausgehenden 20. Jahrhunderts zusammenhängen (übrigens ganz ähnlich dem des ausgehenden 19. Jahrhunderts). Jedenfalls war der Blick in die Zukunft, den viele Filmmacher in den 90ern wagten, oft ein kritischer, skeptischer, einer, der relevante Themen der 90er aufgriff und in ein mögliches – von düsteres bis buntes – 21. Jahrhundert transformierte. Jedenfalls waren die gelungenen Prophezeiungen zahlreich genug vertreten, dass das Science Fiction Genre zwei Artikel spendiert bekommt… Den ersten Teil gibt es direkt hier…

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Links fürs Wochenende

Spaß mit toten Philosophen

Um das mal zusammenzufassen: Die Seite weiß, dass sie nichts weiß.

Spaß durch Suizid I

Der Master of Suicide arrangiert aberwitzige Selbstmordanlagen.

Spaß durch Suizid II

Und hier kann der suizidale User spielerisch versuchen, sich so schnell wie möglich umzubringen. (Ja ja wir sind heute sehr sarkastisch. Aber wir versichern: Es geht uns gut. Wirklich.)

Was geht mich das noch an?

Spannender, gut recherchierter Zeit-Artikel zur Auseinandersetzung von Jugendlichen mit der Zeit des Nationalsozialismus

Michael Jackson Take 2 – Jetzt rede ich

Michael Jacksons Gegendarstellung zur Doku “Living with Michael Jackson”, die 2003 für Furore sorgte. Zu sehen sind Kameraaufnahmen von Jacksons Leuten, die während des von Martin Bashirs geführten Interviews, das Interview selbst festhielten.

Schönheit in Vollendung

Meißner Porzellan wird im Jahr 2010 stolze dreihundert Jahre alt. “Was ist Schön?” von Scienceblogs geht der berühmten Porzellanmanufaktur auf den Grund.

Doku: Computerfieber von 1984

Großartig: Naiv, prophetisch, retrofuturistisch, zeitgeistig, pädagogisch und natürlich nerdy… Unbedingt ansehen.

…und weils so schön ist gleich noch ne Portion Retrofuturismus

in diesem Fall eine ZDF Dokumentation von 1972. Wie sieht die Welt von Morgen aus? Also die Welt von Morgen, die zehn Jahre in der Vergangenheit liegt. Retrofuturismus rult!

Und der eine so, und der andere noch so, und blabla,weißte so?

Rap.de Staiger , der vor einiger Zeit von Vertretern des Berliner Hirntot einen aufs Maul bekam, lud zu einer Talkrunde ein, in der sich Kool Savas und andere halb vergessene Fremdschäm-Kandidaten über das Thema Gewalt und Meinungsfreiheit einen abstottern  dürfen und nebenbei klar machen, warum Deutscher Hip Hop überwiegend nur noch als Beat-Geboller für Rüttli-Schüler und weniger als inspierender Textlieferant taugt. In der leicht männer-dominierten Runde schaffen es immerhin Moderatorin Visa Vie und Ex-Juice Redateur Daniel Köhler was Relevantes von sich zu geben.

Die 00er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts

Wenden wir uns nach der epischen Vergangenheit und Gegenwart der Zukunft zu. Sie war schon ein bisschen mau im letzten Jahrzehnt. Die große Reanimation der Star Wars Franchise brachte allenfalls einen unterdurchschnittlichen, einen miesen und einen ganz netten Film hervor. Ansonsten gab es viel Massenware, einige ganz nette Fantasyhybriden und auch richtigen Trash wie den Scientology-Abkömmling “Battlefield Earth”. Aber immerhin ein paar wenige Perlen und Glanzlichter haben es dann doch auf die große Leinwandgeschafft. Wir haben sie rausgepickt und stellen sie hier vor…

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Sprachspiele aus Utopia – Die Gelehrtenrepublik von Arno Schmidt (1957)

(Gemäß Interworld=Gesetz Nr. 187, vom 4.4.1996, <Über bedenkliche Schriften>, dessen § 11a die Möglichkeit der Veröffentlichung politisch oder sonst irgend anstößiger Broschüren durch Übertragung in eine tote Sprache, als vereinbar sowohl mit der Staatsraison, als auch etwelchen Belangen der Literatur in Betracht zieht, nach eingeholter Interworld=Lizenz Nr.46, aus dem Amerikanischen des Charles Henry Winer ins Deutsche übersetzt.

(Der Herausgeber der Gelehrtenrepublik)

 

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