Abandoned Barock

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Der irische Künstler Ted Pim nutzt verlassene und heruntergekommene Gebäude, um in diesen seine barocken Malereien zu verewigen und diese anschließend auf zwischen Klaustrophobie und Offenheit pendelnden, zentralsperspektivischen Fotos festzuhalten: Dunkel, mysteriös, monumental.

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Die Kunst von Ted Pim via Faith is Torment

Mural by Seth GlobePainter in Montreal

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Sehr schicke Street Art von Seth GlobePainter in der kanadischen Millionenmetropole. Was auf den ersten Blick “nur” großartige Fassadenkunst zu sein scheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als sehr cleveres urbanes Yin und Yang Motiv, das geschickt mit der Beschaffenheit seines Fundaments spielt und natürliche und menschliche Schöpfung ordentlich ineinander rasseln lässt, ohne dabei auch nur im Ansatz pathetisch zu werden.

via Street Art News

…und dann war da noch das größte illegale Graffiti unserer Zeit…

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…das mit dem Schriftzug “This land was our land” auf ein 910 Meter langes und 10 Meter breites ehemaliges Flugfeld in der Mojave Wüste im Westen der USA gesprayt wurde. Größenwahnsinnige Urban Art außerhalb des städtischen Raums; politischer Protest inklusive.

This Land Was Our Land—both literally, in the sense that acres of remote desert were used up and discarded by our government in order to improve our ability to drop bombs on people in far off lands (who constitute a threat just because they peddle a different set of ideals than us;) and also figuratively, as in we as a species are presently embroiled in the constantly accelerating process of using up and discarding this planet as a whole. It was ours, and it easily could be ours again. The only thing that needs to change is that we take responsibility for it.

Fight on, Indecline

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Mashups von Gajin Fujita

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Der kalifornische Künstler Gajin Fujita remixt traditionelle japanische Blockdrucke und Holzschnitte mit Urban Art und Graffitistyle und zaubert dadurch wirklich spannende Mashups zwischen traditioneller und moderner, zwischen japanischer und amerikanischer Kultur.

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Gajin Fujita via Faith is Torment

Urban Trash Art von Bordalo II

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Der Street Artist Bordalo II hat kürzlich ein paar echt großartige Hybride aus Literally Trash und Urban Art auf die Straßen Lissabons gezaubert: Aus (industriellem) Abfall und traditioneller Muraltechnik entstandene, beeindruckend plastische Tiere, die aus dem Müll der Stadt emporklettern und sich den urbanen Raum allein mit schierer Größe und Präsenz zurückerobern: Fantastisch!

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via colossal

Queer and Feminist Street Art

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Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie und drüben bei Arte Creative haben sie einen echt schönen Beitrag + Interview + some random Pics zum Thema queere und feministische Urban Art, den ihr euch bei Gelegenheit unbedingt anschauen solltet. Hatte das Thema bis dato überhaupt nicht auf dem Schirm, obwohl ich beide Welten, sowohl die LGBT und Queer Culture als auch Urban Art super interessant finde. Vielleicht mache ich mich demnächst mal online und auf der Straße auf die Suche nach ein paar mehr Fallbeispielen. Davon gibt es mit Sicherheit einiges und mit Sicherheit noch viel zu wenig.

Und obendrauf dann noch meinen Literaturtipp für den Tag: Lese gerade Delusions of Gender von Cordelia Fine (Partnerlink), oder zu deutsch Die Geschlechterlüge (Partnerlink), das als eines der (populär)wissenschaftlichen Referenzwerke zum Nature vs. Nurture, Gender vs. Sex Diskurs betrachtet werden kann und auch in der Fachwelt über die Gender Studies hinaus großen Anklang gefunden hat.

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Queer Street Art via Freundeskreis Street-Art Berlin

Banksy in Gaza

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Just for Completion. Die Katze mag ich, aber das mit dem weltweit größten Gefängnis is Bullshit.

A local man came up and said ‘Please – what does this mean?’ I explained I wanted to highlight the destruction in Gaza by posting photos on my website — but on the internet people only look at pictures of kittens.

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banksy.co.uk via my modern metropolis

…Und dann waren da noch die Handtaschen, die plötzlich an allen möglichen Statuen in Schweden hingen

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Ursprünglich sollte es eigentlich nur eine Statue werden: In Gedenken an die Schwedin Danuta Danielsson, die 1985 einen Neonazi – während eines rechtsextremen Aufmarsches – mit ihrer Handtasche schlug, und so als Nachfahrin von Shoa-Opfern eine schlagkräftiges Zeichen gegen die neue Gefahr von rechts setzte. So schlagkräftig, dass das Foto, das die Situation berühmt machte, festgehalten von Hans Runesson, zum schwedischen Foto des 20. Jahrhunderts gekürt wurde. Einen Entwurf für die Statue, die diesen Moment für die Ewigkeit in Bronze festhalten sollte, gab es auch schon, nämlich von der Künstlerin Susanna Arwin. Also volle Bahn frei für das Denkmal gegen Neonazismus und für Zivilcourage? Nicht, wenn es nach Schwedens Behörden geht. Die hielten das ikonische Bild nämlich für zu gewaltverherrlichend und lehnten so den Antrag für die Statue ab.

…Die Schweden indes reagierten auf ihre eigene, coole Weise auf das “inte!” der Behörden. Und so finden sich seit letzter Woche im ganzen Land Solidaritätsbekundungen diverser Statuen, die ihre neuen Handtaschen stolz zur Schau tragen. Eine großartige Street Art Performance der Öffentlichkeit und ein deutliches Zeichen für Zivilcourage und gegen Neonazismus.

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via Schlecky Silberstein

Neue ABVH Street Art Gifs

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Nicht das erste Mal, dass ich hier digitalisierte und anschließend animierte Urban Art poste… und mit Sicherheit auch nicht das letzte Mal. Vielleicht ist diese Form des Remixes eigener oder fremder Street Art sogar ein Ausweg aus der Kommerz-Sackgasse, in die die urbane Kunst in den letzten Jahren mehr als einmal gelaufen ist. Quasi ein Exit through the animated Gif Shop (Sorry für das!): Okkupationskunst aus dem öffentlichen Raum wird selbst von einer digitalen Verarbeitung okkupiert und dem digitalen (öffentlicheren) Raum übergeben, in dem sie durch die infinite Reproduktion praktisch (ökonomisch) wertlos und damit unmöglich für jegliche Kommerzialisierung wird. Diese Form der Kunst kann nur als animated Gif, also als fast schon antiartifizielles, herunterkomprimiertes Objekt des digitalen Raums existieren… und zudem als Objekt des Überangebots, das nur durch permanente Reproduktion lebendig gehalten wird, dadurch aber jeden Unikatscharakter verliert. Rettung der Aura durch den Tod der Aura in Zeiten der digitalen Reproduzierbarkeit… oder so…

Anyway, was ABVH da mal wieder macht, sieht verdammt gut aus und funktioniert perfekt als Mashup aus Urban Art und Digital Art.

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via the vandalList

I see my Mural and I want to paint it black – Blu zeigt der Gentrifizierung den Stinkefinger

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Das BLU-Mural an der Curvystraße gehörte nicht nur zu den ikonischsten Urban Art Stücken Berlin, darüber hinaus zauberte es auch mir, selbst beim hundertsten Vorbeigehen, immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Das war Kreuzberg, das war Berlin… und nun ist es weg, für immer. Vom Meister selbst beauftragt, einmal komplett mit schwarz überzeichnet, so dass nur noch – für kurze Zeit – ein Stinkefinger zu sehen war, der der schwarzen Tapezierung letztendlich aber auch zum Opfer fiel.

Hintergrund der Aktion ist, dass ein Münchner Investor die Curvy-Branche bebauen wollte und schon länger klar war, dass Blus urbanes Meisterwerk dieses Bebauungsplänen im Weg stand. Es gab ne Petition bei Change.org, das Werk unter Denkmalschutz zu stellen, es gab Proteste, es gab das bekannte Aufbäumen gegen die Gentrifizierung. Und nun hat Blu selbst einen Schlussstrich unter die Sache gezogen. Breit, schwarz, konsequent… und vor allem nicht zu übersehen. Die ganze Aktion hat schon etwas von einer Beerdigung: Ein dunkler, trauriger Moment für Street Art Freunde.

The Pessimism, Despair and Hypocrisy of Berlin’s Street Art via Kotzendes Einhorn und Nerdcore

Wohnzimmerinventar grausam auf Straße hingerichtet

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Die Pariser Objektkünstlerin Lor-K hat sich in ihrer Stadt auf die Suche nach weggeworfenen, liegen gelassenen und ausrangierten Möbelstücken gemacht und aus diesen großartig morbide Objektkunst kreiert. Auf offener Straße ausgeweidete Sofas, hingerichtete Fernseher und in Stücke geschlagene Waschbecken sind dabei herausgekommen: Konsumkritik trifft Thriller-Ästhetik trifft Splatter-Faszination. Fantastisch!

A l’ère de l’obsolescence programmée, le projet Objeticide nous confronte à la fin de vie de nos objets. Le sens de leur mort se retrouve figuré par la consistance organique de leur intérieur et le sang qui s’en écoule. Cette personnification nous offre une vision macabre et insolite. La comparaison au vivant est immédiate, évoquant les relations profondes que nous entretenons avec nos objets… Chaque meurtre vient à acquérir un sens particulier, tout en restant cohérent dans la série. Les Compliscopes réitèrent l’Objeticide et rend comparse celui qui l’active.

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Objecticide by Lor-K via citylab