Schlagwort-Archiv: UK

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The Streets sind zurück

Mike Skinner ist zurück und fast 8 Jahre nach dem Ende von The Streets bekommen wir kurz vor Hl. Abend noch zwei neue Songs als Geschenk unter den digitalen Weihnachtsbaum.

“Burn Bridges” hängt sich an den angesagten Grime-Sound dran, während “Sometimes I Hate My Friend More Than My Enemies” wie ein Update von “Has It Come To This” wirkt.

Wem die neuen Songs so gar nicht zusagen: 2018 gehen die Streets auf Reunion-Tour und werden sicherlich auch alte Fans mit Übersongs wie “Turn The Page” oder “Fit But You Know It” glücklich machen.

AlunaGeorge – Body Music (Stream)

AlunaGeorge sind vielleicht ein paar Leuten wegen ihrer Zusammenarbeit mit dem derzeitigen UK-Hype Disclosure ein Begriff. Das Album des britischen Duo hat auf Body Music wunderbar entspannten Dubstep-Soul, der es schafft auch mitunter harsche Breakbeats trotzdem in ein poppiges Gewand zu hüllen. Ich glaube ich habe mein Album für den Spätsommer gerade gefunden…

vollständiger Album-Stream auf Stereogum

BBC Dokumentation über Synth-Pop und elektronische Musik

Ich kann allen nur dringend die tolle BBC Dokumentation über Synth Pop der späten Siebziger und frühen Achtziger ans Herz legen, die momentan komplett auf Youtube zu sehen ist. Es kommen unter anderem Depeche Mode, Erasure, Soft Cell und eigentlich so ziemliche jede großartiger Synth Pop Act aus Großbritannien zu Wort. Absolutely Fabulous!

 

via The Daily Swarm

Die 90er: Die besten Britpop-Alben des Jahrzents I

Mit den elektronischen Alben haben wir unsere musikalische Retrospektive der 90er begonnen und heute kommen wir zu einem weiteren höchst erfolgreichen Genre dieser Ära. Dabei ist gar nicht so wirklich klar und auszumachen, wo Britpop startet und aufhört: Der Höhepunkt dieses Subgenres war sicherlich Mitte der 90er, als plötzlich die Mischung aus Sixties-Pop, Punk und Zitaten aus aus dem Rave-Sound der 80er von der Insel zu uns rüberollte und für zwei Sommer lang den Globus infizierte. Der erste Grund für dieses Phänomen dürfte sicherlich die unglaublich hohe Dichte an guten Alben sein, aber auch die Reaktion auf die immer langweiliger werdende amerikanische Grunge-Musik, die zu allem Überfluss 1994 mit dem Tod von Kurt Cobain ihre wichtigste Persönlichkeit verlor und damit endgültig den Weg für smarten Pop aus UK freimachte. Britisch und Smart, beides Attribute, die man in Deutschland noch nie sonderlich schätze und  selbst heute wird hier Britpop immer noch auf Oasis und ihre erfolgreichste Single Wonderwall reduziert. Wir geben hier nun die Möglichkeit, weitere Bands des Genres kennen zu lernen und stellen in unserem ersten Teil unter anderem die zynischen Pulp, die unterschätzen Supergrass und die Ur-Väter des Britpop`95 vor…

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Adele “19”- Rezension zum 00er Album

VÖ: 07.03.2008

Adele Adkins war also nun die Erste im Jahre Null  – nach dem großen Erfolg von Amy Winehouse  – die hoffnungsvoll ins Rennen geschickt wurde um das zu dieser Zeit grassierende englische Neo-Soul Fieber weiterhin konstant zu halten. Auf jeden Fall eine nicht gerade risikoarme Entscheidung, den Adele hatte weder den auf den ersten Blick ersichtlichen Glamour, noch einen ausgeprägten Hang zu verbotenden Substanzen oder Yellow Press Stories. Frau Adkins schien sich auch bewusst zu sein, aufgrund ihrer wenig vorteilhaften Körpermaße nicht unbedingt auf den Cover der Modemagazine auftauchen zu können. So bleiben einem lasziv gestellte Fotoaufnahmen erspart und übrig blieb ein selbstbewusst junges Mädchen, dass mit “19” ihr Alter und alle damit verbunden großen und kleinen Katastrophen als Konzept des Album darlegte. Weiterlesen

Oasis Fans

Oasis Special: Die 90er Alben im Rückblick

Auf Plattentests fand mal wieder ein Voting statt (ja, die haben auch alle zuviel Zeit) und nach “Elektronik-Tracks für die Ewigkeit” und ” 100 besten Filmen” waren nun Oasis dran. Oasis sind wohl der Verein, bei dem man beim ersten Stadionbesuch weiß, daß einen diese Leidenschaft nie wieder los lassen wird, egal welch schwere Zeiten man mit dieser Band und ihrem Weg vom meistverkauften Uk Act über den krassen Beliebtheitsverlust der Post-Britpop Ära zurück zum versöhnlichen Comeback mitmachen muss.

Hier noch einmal alle Alben im Schnelldurchlauf:

Definitely Maybe

VÖ: 30.08.1994

1994 bringt sich Kurt Cobain um und beendet die Ära der amerikanischen Grunge-Bands aus Seattle. Ungefähr zur gleichen Zeit findet auch in Großbritannien ein Umbruch statt. Nach den eiskalten Thatcher -und den drögen Major-Jahren betritt ein junger charismatischer Labour Kandidat namens Tony Blair die politische Bühne und ruft nach seinem Wahlsieg  “Cool Britannia” aus. Weiterlesen

Introducing…William Topaz McGonagall

“Schlechtester englischsprachiger Dichter aller Zeiten”, so hat sich das William McGonagall sicherlich nicht vorgestellt. Der gebürtige Schotte, der sich stets von der Muse geküsst und als talentierter Dichter berufen fühlte, bereicherte die Nachwelt mit fast unbeschreiblicher Prosa, wie z.B die anlässlich eines Eisenbahn-Unglücks:

Schöne Eisenbahnbrücke über dem silb`rigen Tay!

Leider muss ich sagen, o wei!

Daß neunzig Leben waren vorbei

Am letzten Samstag des Jahres 1879

Erinnern werden wir uns wohl immer daran.

Ja, erinnern werden wir uns wohl wirklich, dank des erzwungenen Reimstils und  Spott, den William ertragen musste und ihn damit zu einer Trash-Ikone seiner Zeit machte. Ein Happy End gab es für ihn auch nicht, weil er sich nicht von seinem wenig einträglichen Weg abbringen ließ und bitterarm  starb.

Wie jede Trash-Ikone hat auch McGonagall seinen Einzug in die Popkultur geschafft…

Ein englischer Film von 1970:

Sogar die legendäre Muppet-Show nahm sich seiner an und behinhaltet einen Charakter namens Angus McGonagle:

Wer sich mit dem unfangreichen Werk des Dichters von eigenen Gnaden befassen möchte :

http://www.mcgonagall-online.org.uk/ – Umfangreiche Homepage mit Gedichten und Fakten

http://de.wikipedia.org/wiki/William_Topaz_McGonagall – Wikipedia Seite

Wahl zum besten Oasis-Song für die Ewigkeit

Mal wieder ein Voting auf Plattentests, diesmal mussten sich Oasis dem harten Urteil respektive dem Bewertungsbogen der User stellen. Auf Platz 1 hat es letztendlich “Whatever” geschafft, das nur als Single erschien und es damals nicht auf die normale Fassung (dafür aber auf die limitierte Auflage) des Debut-Albums “Definitely Maybe” geschafft hat. Thematisch hätte natürlich der Zweitplazierte “Life Forever” besser gepasst, aber whatever…

Hier aber nun die Liste, die im Format Song-Titel/Author/Wert aufgeteilt wurde:

1. Whatever (Noel Gallagher) – 9,36

2. Live Forever (Noel Gallagher) – 9,32

3. The Masterplan (Noel Gallagher) – 9,32 Weiterlesen

Aufgeblasene Helium Ballons – Rezension zu Everything Everything " Man Alive"

VÖ: 31.08.2010

Laufzeit: 52 Min

Sänger Jonathan Higgs muss es schon ab und zu sehr kneifen, so jedenfalls die Vermutung nach den ersten Songs auf diesem Album. Noch höhere Töne als die Vorzeige-T…… von den Scissors Sisters oder “Hometown Boy” Jimmy Summerville zu treffen, ist auf jeden Fall eine Leistung und verstärkt eh schon den leicht verschrobenen Freakfaktor der Band aus Newcastle. Math-Pop ist ja wohl neben Folk das neue Darling der Engländer; und die Foals haben mit Total Life Forever weit vorgelegt und eine Nominierung für den anerkannten Mercury Price für sich verzeichnen können.

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Rezension zu Anathema – "We're here because we're here"

Vor langer, langer Zeit in einem weit weit entfernten Land lebte eine junge Musikkapelle, die sich Anathema nannte. Anathema wie Kirchenbann, wie Exkommunikation, wie die Verfluchung vor Gott und dessen irdischen Vertretern. So wie sie sich nannten, so klang auch ihre Musik, die sie von Dorf zu Dorf ziehend den Menschen präsentierten. Da mischten sich harte Doom-Metal und Gothic-Klänge, da wurde gelitten, gestorben und dämonisiert. Da wurde das Dunkle in der Welt beschworen. Doch dann eines schönen Tages entdeckte ihr Schreiber Danny Cavanagh auf der Reise eine kleine Höhle namens Artrock, in der unglaubliche Schätze verborgen lagen: Dort zu finden waren psychedelische Farben, Schatzkisten voller epischer Hymnen und vertrackter Takte. Danny zog es in diese Höhle, ebenso den Rest der Band, und als sie wieder herauskamen, sollte nichts mehr so sein wie früher. Anathema hatten sich verändert…

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Ellie Goulding – Rezension zum Album "Lights" (UK-Import)

Erinnert sich noch jemand an Sophie Ellis Bextor? Die war mal Anfang der 00Jahre eine große Nummer, als sie Northern Soul mit leichten Electro Pop Einflüssen vermengte und kurz zum Darling der englischen Musikszene aufstieg. Die ist mittlerweile auch in die Jahre gekommen und hat seit ihren Minutes of Fame auch keinen weiteren Erfolg mehr für sich verbuchen können. Ellie Goulding, gerade mal 21, wünscht man sich eine erfolgreichere Karriere in dem schnelllebigen Business, das in immer kürzeren Zyklen seine Stars nach oben befördert und erbarmungslos wieder fallen lässt.

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