Trailerprogramm: The Girl with the Dragon Tattoo, Attack the Block, Urbanized, Luck, The Grey, ZOMBINLADEN

The Girl with the Dragon Tattoo [David Fincher]

Seitdem es David Fincher sogar geschafft hat, die Geschichte eines Internet Start-Ups mitreißend zu erzählen, hat er bei mir so etwas wie Narrenfreiheit. Ich vertraue ihm… fast blind. Und auch wenn ich überhaupt kein Fan dieses nordischen Thrillerkonzepts à la Stieg Larsson bin, so scheint The Girl with the Dragon Tattoo mein Vorschussvertrauen nicht zu enttäuschen. Wirkt schön düster, dicht und vor allem mit permanenter Spannung aufgeladen. Wie gesagt, ich kenne weder die Vorlage noch deren erste filmische Umsetzung. Ich freue mich aber definitiv auf diese Interpretation des Fight-Club-Regisseurs.

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Filmabriss: Timecrimes, Der Plan, Exam

Im Moment wildere ich ein wenig durch die Videotheken, um festzustellen, was ich so die letzten Jahre an Filmen im Kino verpasst habe, und natürlich auch, um ein paar Direct-to-DVD Veröffentlichungen abzugreifen, die Dank fehlender PR in den Videotheken-Regalen ein wenig vor sich hinstauben. Sind sie es trotzdem wert gesehen zu werden? Dieses Mal gibt es das volle Mysteryprogramm im Realitätscheck: Der düstere – schon etwas ältere – Zeitreise-Thriller Timecrimes, die an den Kinokassen etwas untergegangene Mystery-Romanze Der Plan und das Kammerspiel Exam, das sich in seiner “Geschlossene Gesellschaft”-Variante ungeniert bei Cube und LOST bedient. Lohnt es sich? Die Antwort nach dem Klick.

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Trailerprogramm: Outrage, The Mill and the Cross, J. Edgar, The Thing, The Muppets

Outrage [Takeshi Kitano]

Neuer Yakuza-Thriller von Takeshi Kitano. Nachdem dieser im letzten Jahrzehnt doch etwas schwächelte – und nicht mehr im Geringsten etwas ähnlich Mitreißendes wie die 90er Meisterwerke Sonatine und Hana-Bi produzierte – bin ich grundsätzlich skeptisch gegenüber seinen neuen Filmen… auch wenn das hier verdammt gut aussieht. Aber das war unter anderem bei Brother auch schon das Problem. Sah echt vielversprechend und schick aus und war dann doch nur nette, durchschnittliche Thriller-Kost. Abwarten…

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Filmabriss: Dogtooth, Beautiful, Bedingungslos

Nachdem es im letzten Filmabriss das volle Blockbuster-Programm mit Harry Potter, Super 8, und Planet der Affen Prevolution gab, verlassen wir dieses Mal die vorgewärmten Kinosessel und schauen uns im Videotheken-Regal in der Arthaus- und Independent-Film-Abteilung um. Ich weiß gar nicht, ob einer von den drei hier rezensierten Filmen eine Kinoauswertung hatte. Tendenziell wohl eher nicht. Auf jeden Fall liegen sie derzeit (relativ) frisch in der Videothek meines Vertrauens und bilden ein gutes Kontrastprogramm zu lauten, mainstreamigen Blockbuster-Orgien: Dogtooth eine verstörende, surreale Parabel in der Tradition des europäischen Autorenkinos, Beautiful ein düsterer Mysterythriller, der gerne das Blue Velvet des neuen Jahrtausends wäre, und Bedingungslos, in dem Ole Bornedahl (Nightwatch) mit perfider Montagetechnik den Zuschauer in einem alptraumhaften Sog gefangen nimmt. Was können die drei filmischen Ausreißer und lohnt sich für sie der Gang zur Videothek?

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Trailerprogramm: Retreat, Circumstance, Der gestiefelte Kater, The Dark Knight Rises, The Human Centipede 2

Circumstance [Maryam Keshavarz]

Wenn der Trailer bereits mehr als gänsehauttauglich ist, kann ich gar nicht anders als mich unheimlich auf den entsprechenden Film zu freuen: Liebe, Sex, Leidenschaft, die Gier nach Leben im iranisch/islamischen Kontext. Circumstance hat schon beim Sundance Filmfestival 2011 den Publikumspreis gewonnen, und diesen Bildern nach zu urteilen auch völlig zurecht. Kann natürlich auch sein, dass er mit seiner Geschichte überhastet in irgendwelche Klischeefallen stolpert… aber… nee… das glaube ich jetzt nicht.

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Die 90er Jahre: Die besten Filmdramen des Jahrzehnts IV

Auf ein Weiteres… Im vierten Teil unserer Dramen-Retrospektive genießen wir noch einmal emotionale Feste der großen Traumfabrik. Mit Was vom Tage übrig blieb und Der englische Patient fallen die besten Eigenschaften Hollywoods und des britischen Erzählkinos zusammen. Mit Quiz Show und Apollo 13 breitet das amerikanische Kino seine Flügel aus und findet doch zum Menschen zurück. Dazwischen haben sich die europäischen Arthaus-Filme eingeschlichen: Dänemark, Island, Frankreich und Spanien liefern große Geschichten, die mal subtil und leise, mal in atemberaubender Länge, mal in drückender Schwere dem Publikum präsentiert werden. Neben den dunklen Seiten des Menschlichen in Amantes, Engel des Universums und Breaking the Waves darf in Die schöne Querulantin auch einfach nur das Leben, die Kunst, der Künstler und die Schönheit des Menschen gefeiert werden. Und am Ende werden alle ein wenig glücklicher sein… oder zumindest ahnen, was Glück bedeuten kann.

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Trailer zu Andrew Niccols Science Fiction Thriller “In Time”

Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte: Justin Timberlake scheint mir derzeit einer der vielversprechendsten Nachwuchsschauspieler überhauptzu sein. Schon in “The Social Network” war er einfach nur grandios und stahl als heimliches Aushängeschild den vermeintlichen Protagonisten die Show. Und auch in Andrew Niccols Science Fiction Reißer “In Time” lässt er wieder seine schauspielerischen Muskeln spielen. Auch darüber hinaus wirkt die – etwas an Philip K. Dick erinnernde – Geschichte um Lebenszeit als Währung mehr als interessant. Könnte echt ein gelungener, intelligenter und spannender parabolischer Thriller werden. Wäre mal wieder an der Zeit…

Welcome to a world where time has become the ultimate currency. You stop aging at 25, but there’s a catch: you’re genetically-engineered to live only one more year, unless you can buy your way out of it. The rich “earn” decades at a time (remaining at age 25), becoming essentially immortal, while the rest beg, borrow or steal enough hours to make it through the day. When a man from the wrong side of the tracks is falsely accused of murder, he is forced to go on the run with a beautiful hostage. Living minute to minute, the duo’s love becomes a powerful tool in their war against the system.

via Affenheimtheater

Sasori Jailhouse 41 – Kostenlos Auf Arte+7

Letzte Woche haben wir über Sasori Scorpion berichtet, der kostenlos auf Arte+7 verfügbar war. Selbiges Glück widerfährt nun mit dem Nachfolger Sasori Jailhouse 41, den ich im Gegensatz zum vorangegangenen Klassiker jedoch noch nicht gesehen habe. Werde ich die Tage aber mit Sicherheit nachholen, und ich lege euch dann auch einfach mal ans Herz mir dies gleichzutun.

Nicht ohne Grund fürchtet der sadistische Inspektor Goda die berühmteste Insassin seines Gefängnisses, die enigmatische, schweigsame Matsu. Deshalb hält er sie in Isolationshaft und versucht immer wieder, ihren Willen zu brechen.
Doch bei der ersten Gelegenheit benutzt Matsu ein selbstgeschliffenes Messer und sticht auf Goda ein. Damit erreicht sie jedoch nur, dass unter den Gefangenen des Frauenknasts eine Revolte ausbricht und Goda bis aufs Blut gereizt ist. Er befiehlt den Wächtern, Matsu zu vergewaltigen und lässt alle Gefängnisinsassinnen dabei zusehen.
Doch Matsu gibt sich nicht geschlagen. Sie entkommt mit sechs weiteren, inhaftierten Frauen – alles Mörderinnen und zugleich Opfer männlicher Gewalt – und begibt sich mit ihnen auf einen Rachefeldzug gegen die Wächter und die Männerwelt im Allgemeinen. Goda bleibt ihnen zwar zunächst auf den Fersen, doch dann gelingt es Matsu, den Spieß umzudrehen…

Trailerprogramm für den Sonntag: Hugo, Contagion, Barney’s Version, Tim und Struppi, Juan of the Dead, Insidious

Hugo [Martin Scorsese]

Martin Scorsese ist es anscheinend gelungen etwas zu drehen, was er in dieser Form noch nie gedreht hat. Die Adaption eines illustrierten Fantasybuchs, einen bunten, überzeichneten, stilisierten Film für Kinder und Junggebliebene… Und das Ergebnis sieht zumindest dem Trailer nach zu urteilen fantastisch aus.

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Die 90er Jahre: Die besten New Black Cinema Filme des Jahrzehnts

Hmmm… ja. Hollywood und die Schwarzen. Das hat eine lange und allzu oft traurige Tradition. Angefangen bei weißen Darstellern, die schwarz angemalt wurden und unsägliche rassistische Stereotypen bedienten, über die Sidekick-Rolle des netten, hilfsbereiten Schwarzen (die selbst heute noch erschreckend oft herangezogen wird) bis hin zum Black Cinema der 60er und 70er Jahre, in denen das so genannte schwarze Kino vor allem aus Klischee-Reißern und derben Blaxploitationfilmen bestand. Aber es gibt auch positive Entwicklungen und diese haben fast durchgängig ihre Geburtstätte in den 90ern: Als Schwarze endlich sowohl als Schauspieler als auch Filmmacher ernst genommen wurden, als sie plötzlich auch bei den großen Awards eine Rolle spielen durften, als “schwarze” Themen nicht mehr mit der Kneifzange angefasst und nicht mehr mit Klischees ausdefiniert wurden: Spike Lee, Denzel Washington, Laurence Fishborne… alles Namen, die mittlerweile auch im Mainstream-Kino angekommen sind und nicht mehr rein durch ihre Hautfarbe interpretiert werden. Diese bildeten damals das “New Black Cinema” und gaben damit dem (cineastischen) schwarzen Amerika eine Stimme, fernab von Stereotypen und Klischees. Die besten ihrer Filme, nach dem Klick.

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The ultimate Alfred Hitchcock Cook Book – Kochen mit dem cineastischen Meister

Bevor die Überschrift zu Verwirrung führt: In Felix Meyer und Pascal Monacos Kurzanimation erfahren wir weder etwas über das Leibgericht von Norman Bates, noch wie man am delikatesten amoklaufende Vögel zubereitet. Stattdessen lehrt uns Hitch einige essentielle Kleinigkeiten über die Zutaten eines klassischen Hitchcock-Films. Frei nach dem Motto: Ein bisschen Suspense hinzugeben, das ganze auf schwarzhumoriger Flamme kurz anbraten und mit einem Schuss Psychoanalyse verfeinern.

»Hitch« is our graduation project at the University of Applied Sciences and Arts in Hannover.
It’s about »The Ultimate Hitch Cookbook«, an animated book containing the recipes for Alfred Hitchcock’s classics. It’s made for Hitchcock enthusiasts and every other couch potato out there.

Concept: Felix Meyer, Pascal Monaco, Torsten Strer
Layout / Animation: Pascal Monaco, Felix Meyer
Sound Design: Torsten Strer
Sound Technician: Dirk Austen / Paul Productions
Voice: Peter Bennett

via Dangerous Minds

Filmabriss: Wer ist Hanna?, The Human Centipede (First Sequence), Die Tür

Tja, wer bei diesem Wetter seine Zeit mit Filmen vergeudet, ist natürlich selbst schuld… Umso ärgerlicher, wenn das bemusterte Material sich tatsächlich nach Zeitverschwendung anfühlt. Ganz so schlimmt kommt es mit den Werken unseres aktuellen Filmabriss nicht. Wer ist Hanna? (2011) entpuppt sich als spannender Thriller, dessen wenig originelle Handlung von der herausragenden Inszenierung abgefangen und abgefedert wird, The Human Centipede (2010) ist ohnehin schon so etwas wie ein Gaga-Ekel-Klassiker und Die Tür (2009) vermag es zumindest überdurchschnittliche Mystery-Unterhaltung zu generieren. Alle drei ausführlich durchleuchtet, nach dem Klick.

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Mission: Impossible 4: Ghost Protocol (Trailer)

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Okay… die Musik im Trailer zum neuen Mission Imposible, Ghost Protocol, nervt schon ganz schön. Rap und elegante Stealth-Action passen nunmal einfach nicht zusammen. Dafür sehen die Bilder umso rasanter und edler aus. Mindestens zweimal darf man sogar wirklich den Atem anhalten und einfach nur noch staunen. Könnte der Kinopflicht-Actionblockbuster 2012 werden…. und ich sollte mir endlich mal den dritten M:I anschauen.

via Affenheimtheater

Die 90er Jahre: Die besten Gerichtsfilme und Justizthriller des Jahrzehnts

Einen kleinen Thrillernachschlag haben wir noch…  auch wenn das meiste hier ein bisschen weiter geht. Gute Gerichtsfilme vermögen es nämlich weitaus mehr zu sein als übliche Crime-Kost. In der stickigen und klaustrophobischen Atmosphäre von Gerichtssälen können sich große menschliche Dramen abspielen, spannende Krimis und sogar – wie zumindest einer unserer Filme unter Beweis stellt – höchst amüsante Komödien. Das Gericht wird mit seinen eigenen Spielregeln und sozialen Schranken zum Schauplatz von Universellem, Speziellen, von Zwischenmenschlichem, von Würde, Kampf aber auch von Abgründen… Anyway, in all den hier genannten hervorragenden Filmen steht Justizia im Mittelpunkt, mal blind, mal sehend, mal abwägend, mal der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfend. Großartige Kammerspiele unter den Händen des Gesetzes. Nach dem Klick…

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Die schlechtesten Filme der 90er: Warum Sliver da nicht rein gehört

Während Basic Instinct gerne des öfteren als gelungener Vertreter des in den 90ern boomenden Erotikthrillers herangezogen wird, gilt die Verfilmung von Iran Levins Roman “Sliver” als eines der klassischen miesen Machwerke des Genres. Schon bei Veröffentlichung von der Filmpresse harsch kritisiert, gilt der Film mit einem 13% Rating bei Rotten Tomatoes als einer der schlechtesten Filme der 90er überhaupt. Immerhin weist er auch genau das auf, was einen Film per se schon einmal verdammenswert macht: MTV-Schnitte, Sex & Crime, eine extreme Verkürzung und Simplifizierung der literarischen Vorlage, die erotikfilmische Ausschlachtung Sharon Stones im Fahrwasser des Erfolges von Basic Instinct… Aber was ist es genau, was Sliver vermeintlich so verachtenswert macht? Und ist der Film tatsächlich so schlecht, wie vom Gros der Kritiker behauptet?

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