Schlagwort-Archiv: The Verve

Wie es sich anfühlt 34 zu sein…

tl;dr

Ich bin vor ein paar Tagen 34 geworden und wurde häufig gefragt wie es sich nun eigentlich anfühlt so alt zu sein… Ich bin einfach ein wenig müder als früher, müder von vielen Diskussion, in denen alles so ausdifferenziert ist, dass man wieder am Anfang ankommt oder  sich im Kreis dreht oder im schlechtesten Fall jemand nur sein Recht auf Rechthaberei einfordert, müder von kaum zu überschauenden Rechnungen und tollen Finanz-Modellen, die mir mein Sparkassen-Berater andrehen und die ich einfach nicht verstehen möchte. Müder auch von diesem schlechten Gewissen, das man hat, wenn man auf der besser gestellten Hälfte dieses Globus lebt, während es so vielen Menschen auf diesem Planeten so schlecht geht, während mein Essen im Kühlschrank mal wieder das Verfallsdatum überschritten hat. Müder auch um die Liebe einer Frau zu kämpfen, weil ich einfach desillusioniert bin. Müder davon die Welt verändern zu wollen, weil ich das ganz einfach nie konnte und nicht kann. Müder auch von Rückschlägen, von denen mich mache stärker gemacht haben, aber auch viele sehr viel Kraft gekostet haben. Müder von dem Gedanken, meine Eltern schon bald zu verlieren. Müder, dass das Ende der Beginn von dem Ende ist. Müder von neuer Musik, die sich anhört, als ob sie schon dreimal gab. Müder gegen den Mainstream zu sein und ein Teil von ihm zu sein. Ich will eigentlich nur leben,und das ist schon schwierig genug. Ich freue mich schon auf das nächste Update dieses Artikels, wenn ich alles widerrufe. That`s it.

Die 90er Jahre: Die besten Britpop-Alben des Jahrzehnts III

So, nun heißt es Abschied von Great Britain nehmen. Das ist ist der letzte Teil unseres Brit-Pop Specials. Noch einmal lassen wir diese große und erfolgreiche Zeit der Bands von der Insel aufleben. Mit den glamourösen Suede und Gene sollte spätestens jetzt klar werden, daß Britpop auch noch andere Einflüsse als die Beatles hatte, die natürlich zumindest für das Schaffen von Oasis wesentlich waren. Definitely Maybe ist schon so etwas wie  der Inbegriff dieses Genres, das in den Jahren 1994/95 erst richtig explodierte und keine zwei Jahre später wieder zusammenfiel. In diesem Sinne  laden wir noch einmal zu letzten großen Party ein und wünschen viel Spaß…

Weiterlesen

Richard Ashcroft macht es wieder allein – Neues Album und Video

Wer hatte ernsthaft daran geglaubt das The Verve sich diesmal zusammen reißen und im fortschreitenden Alter sowas wie Einsicht bei den streitbaren Super Egos der englischen Brit-Rocker einkehren würde ? Um ehrlich zu sein: Wir waren tatsächlich so naiv. Das Comeback Album war entgegen der meisten negativen Kritiken ordentlich geraten und anstatt einem Welthit begab man sich zurück zu den psychedelischen Anfangstagen. Tja, war aber wieder nix und Richard Ashcroft kann sich wieder voll und ganz auf sich selber konzentrieren, was er eigentlich eh am liebsten macht hat. Diesmal allerdings im Dienste einer guten Sache. Mit dem Video The Journey möchte er auf das Leiden junger Frauen aufmerksam machen, die entführt wurden und für Prostitution missbraucht werden. Ein neues Soloalbum ist für April angekündigt und soll – und das ist kein Scherz – von Hip Hop Produzent I.D.  verfeinert werden. Wir hoffen auf kein Desaster wie Chris Cornells unfassbar schlechtes Soloalbum, welches mit Hip Hop Dinosaurier Timbaland entstand.

Edit. Das neue Album wird nun “Redemption”  heißen und erscheint bereits im  März.