Schlagwort-Archiv: The Field

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Die 00er: Die besten elektronischen Alben des Jahrzehnts III

Kurzes Intro: Es geht weiter mit Listen! Heute dabei: Hercules & Love Affair die Begründer des neuen Disco-Sounds feiern oder mit Mylo noch einmal Doctor Beat bestellen. Ruhiger wird es mit Royksopp, Ulrich Schnauss und The Field. Es war nicht alles besser, aber vieles entschleunigter vor Deadmau5 und Guetta.

Hercules & Love Affair – Hercules & Love Affair
(DFA, 10.03.2008)

Anthony macht nun als Disco-Künstlerin Anohni auf Disco? Ein lautes Gähnen seitens des Autors. 2008 taucht schon die androgyne Stimme des Ausnahmekünstlers/der Ausnahmekünstlerin auf dem Zweitling des New Yorker Post-Disco-Kollektivs auf. Disco-Sound, einst auch gerade queeren Szene entstanden, war plötzlich zu dem Zeitpunkt plötzlich wieder ein hipper Underground-Trend. Schuld daran ist natürlich das großartige zweite Album von Hercules & Love Affair, in dem verschwitzter Club-House-Sound auf 70er-Lässigkeit trifft.

Während Daft Punk später doch sehr poliert und konservativ dem Disco-Sound fröhnen, ist das selbstbetitelte Album schwitzig, dreckig, sexsüchtig und so tanzbar, dass einem schwindelig wird. Ein sensationeller Paukenschlag und eines der wichtigsten Electro-Alben der 00er.

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Hörenswertes Herbst 2013: Travis, Nine Inch Nails, MGMT, Moderat,The Field,Casper, Darkside

Somme, Sonne, Kaktus ist leider vorbei. Schlecht für das Gemüt, schlecht für das Immunsystem, gut für die Musikliebhaber. Der Herbst gehört schon traditionell zu den Monaten mit einer enormen Veröffentlichungswelle an interessanten Alben, auch wenn aus purer Faulheit ein paar Alben aus dem Spätsommer reingerutscht sind, aber mal ganz ehrlich: Travis waren doch schon immer eine Herbst-Band, der grummelige Industrial von NIN was für verregnete Scheißtage, MGMT haben schon lange die Schnauze voll von ihren Party-Hits und Moderat waren ja schon immer eher die Melancholiker unter den Berliner Elektronikern. Bei all dem Anflug von Schwermut hat sich Casper zum Glück für den Aufbruch entschieden und geht mir großen Elan seinen Weg als Freidenker weiter.

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Caribou " Swim" – Rezension

Hach, so jetzt mal einen großen Zug von dem verbotenen Grünzeug nehmen und langsam zu den verspulten Klängen von Caribou irgendwo fernab der Realität abtauchen. Schon der erste Song Odessa klingt nach einer exotischen Gegend in der sich French House Marke Etienne D`Crezy und Minimal wie Four Tet gemeinsam eine Tüte bauen und die Langsamkeit entdecken. Wo man in halluzigenen Zuständen alles verlangsamt aufnimmt kann man hier diesen Zustand nun hören und eigentlich auf den ganzen Mist verzichten; ist ja eh zu teuer und ungesund. Warum also nicht lieber in einen richtig schönen Trip wie Swim investieren, bei dem man sich knietief m LSD Gewässer wähnt, so schön bunt und grell ist das hier. Weiterlesen