Kurzfilm der Woche: The End

Schwarzhumorige, bittersüße und verdammt bösartige Tragikomödie über einen Mann, der verzweifelt versucht sich das Leben zu nehmen. Aber egal was er auch anstellt, irgendwie scheint Gevatter Tod an ihm kein Interesse zu haben. Dafür, dass der Film von Cameron McHarg für gerade mal 5.000$ produziert hatte, sieht er – im besten Sinne des Wortes – verdammt stark nach Big-Budget aus. Nicht zuletzt Dank des Herausragenden Schauspiels von Cris D’Annunzio als verzweifeltem Suizidalen und der exzellenten Kameraarbeit ein echtes Glanzstück von einem Kurzfilm. Weitere Infos zu dem kleinen Meisterwerk findet ihr in diesem Interview

The initial seed of the idea for The End began a few years ago when I heard an interview with comedian George Carlin. In the interview, he said that he actually hoped that a comet or an asteroid would crash into Earth and wipe out humanity. To hear this was both funny and shocking to me, and it made me step back a little and think.

via honk

Links fürs Wochenende

The City of Shadows

Großartige Fotos von Alexey Titarenko, der die Geschwindigkeit und die Geschichtsträchtigkeit Sankt Petersburgs auf seinen Bildern vereint. Neben wunderschönen Bildern verweist Dangerous Minds auf eine dreiteilige Dokumentation zu Titarenkos Arbeit, die ebenfalls durch und durch sehenswert ist.

Das Blog ist tot, es lebe der Blog

Interessante, sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Genus des Wortes “Blog”. Ich bin ja selbst auch ganz gerne mal auf der Seite derer, die nach der “Tradition” des Neutrums schreien, auch wenn ich da selbst ziemlich inkonsequent in meiner Genuswahl bezüglich des Blogs bin. Anatol Stefanowitsch hat aber natürlich recht mit seiner Einschätzung der sprachlichen Entwicklung. Auch den merkwürdig konservativen Sprachelitarismus, den diesbezüglich einige Blogger an den Tag legen, kann man dabei kritisch betrachten. Gerade weil das Progressive Moment in der digitalen Kultur eigentlich eine dominante Rolle spielen soll(te) und derartige verbissene Sprachkonservierung dazu gar nicht so recht passen will.

Warum sollte ich meine Werke “umsonst” zur Verfügung stellen

Zweiter Teil der Informationsreihe des #PB21 Web 2.0 in der politischen Bildung (gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und des DGB Bildungswerks) zu dem Thema Creatice Commons. Hier gehts zu Teil 1. Finde es ja immer toll, wenn sich “öffentliche” Institutionen, die vermeintlich keinen Plan von der digitalen Welt haben, eines solchen Themas annehmen. Und das hier ist zusätzlich noch verdammt gut recherchiert, detailliert beschrieben und informativ aufbereitet.

The Inside Scoop on the Fake Barf Industry

Have you ever stopped to contemplate the existence of rubber barf? It opens up enough philosophical quandaries to make your head spin. Who would ever think of such a thing? Why would he feel the need to manufacture it?

Die Würde des Scheiterns

Zeit-Leserartikel von Michael Feindler zur Besonderheit von Loriots Humor.

The End

Spannendes Browsergame über den Tod, das Leben, den Glauben, die Wissenschaft und die Philosophie hinter all diesen Dingen. Ihr seid gestorben, habt das Ende erreicht und wollt jetzt das Ende des Endes erreichen. Dies gelingt euch nur mit viel Geschick, gutem Timing und ein wenig Strategie bei der Bewältigung der Jump N Run Passagen, der Bosskämpfe und bei der Beantwortung persönlicher, existenzieller Fragen.

Ich will einen Clown, keinen Kaiser

Georg Diez über die unrühmliche Verehrung des preußischen Konservatismus und des Adels bei der Inszenierung der Hochzeit eines Ururenkels von Wilhelm II.

Zwischen Kinderbefehl und Panzerpause

Jörg von 4players rechnet mit der diesjährigen Kölner Gamecon ab… und dann gabs auch noch die Aufregung um einen wirklich, wirklich schrecklichen Beitrag von RTL Explosiv, der ganz unabhängig davon was man von der diesjährigen Gamescon halten mag, mal wieder unter Beweis stellt, dass die deutsche Fernsehwelt weitaus schlimmer dran ist, als es die Game-Szene jemals sein könnte… …woran auch diese Entschuldigung wohl kaum etwas ändert

Letztes Jahr auf Seite360:

Die letzten Augusttage 2010 werden von dem Tod Christoph Schlingensiefs überschattet. Mit Alfred Lichtensteins “Die Nacht” bringen wir zum ersten Mal etwas Poetisches zum Sonntag (damals noch als Lyrik der Woche). Außerdem erfreuen wir uns an großartigen Theaterverfilmungen sowie den besten Episodenfilmen der 00er Jahre, fiebern bei John Hillcoats düsterem Endzeitdrama The Road mit und entdecken die Gentrifizierung des Pops der neuen neuen deutschen Welle mit Bring mich nach Hause von Wir sind Helden.

Das Ende von LOST – Ein Interpretationsversuch

Achtung! Dieser Artikel enthält massive Spoiler für sämtliche Folgen und Staffeln von LOST. Wer die Serie noch nicht komplett (!) gesehen hat, aber vorhat dies noch zu tun, sollte es tunlichst vermeiden weiter zu lesen, sofern er sich nicht den Spaß an unzähligen Überraschungen und Mindfucks kaputt machen will. Der Artikel richtet sich an Fans und Zuschauer der Serie und setzt entsprechend Kenntnisse über das Geschehen von LOST voraus.

„It only ends once, anything that happens before is just a progress!“ Es ist vollbracht, LOST ist zu Ende. Nach sechs Jahren und ebenso vielen Staffeln, nach unzähligen Mysterien geht eines der größten Serienereignisse dieses Jahrzehnts dem Ende entgegen. Und was war das für ein Ende! Zahllose Fans diskutieren sich – wie schon bei den Staffeln zuvor – die Köpfe heiß, lästern, weinen, freuen sich einfach oder sind schlicht und ergreifend erbost über den Abgang, der viele Fragen offen und unbeantwortet ließ. Gerade der himmelschreiende Pathos, mit dem die letzten 90 Minuten garniert wurden, sorgt für so manches Kopfschütteln, ebenso die religiöse, spirituelle Metaphorik und Auflösung sämtlicher Ereignisse und natürlich nicht zuletzt auch das Unterlassen vieler Antworten, das Offenlassen vieler Plot-Teile und das Ignorieren vermeintlicher Schlüsselszenen.

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