Schlagwort-Archiv: The Cure

2011: Die Newcomer – Seite 360 wagt einen Blick in die Zukunft

Tja, da geht das Jahr seinem Ende entgegen und wir sind schon mit unseren Gedanken in 2011. In unserem Watchout für 2010 hatten wir eine recht hohe Trefferquote, daß The Drums am Ende des Jahres nur in mittelgroßen Clubs spielen, Hurts die Charts aufrollen und The Soft Pack auch weiterhin keiner kennt überrascht auch uns dann aber schon ein wenig. Die Progonose für 2011 ist um ein Vielfaches schwieriger, da sich auch Ende 2010 keine genaue Richtung erkennen lässt und sich in den Charts Electro Geblödel wie Laserkraft 3D  mit astreinen Soul-Pop von Aloe Blacc die Hand gibt. Ellie Goulding hingegen legte zwar einen ordentlichen Jumpstart hin, aber scheint am Ende des Jahres aus der Puste gekommen zu sein. So begeben wir uns auf der Suche nach den neuen Mumford & Sons, die Dry The River sein könnten, fürchten eine neue Konsensband namens Morning Parade und  lassen uns vom spritzigen Indie-Pop von Joy Formidable miteißen. Weiterlesen

Rezension zu "Songs Of Faith And Devotion" von Depeche Mode

Irgendetwas stimmt nicht. Das da oben – dieses bleiche Etwas, was durchgeschwitzt vor der Menge steht – das kann nicht Dave Gahan sein. Was ist nur passiert? Mit Dave – der noch so selbstbewusst im Rose Bowl vor 80.000 seine legendären Moves aufführte, mit seinem jugendlichen Charme und grandioser Performance das ganze Stadion für sich gewann und Depeche Mode den endgültigen Durchbruch in den Staaten bescherte. Denn Electro/Synthiepop war und ist – wie heute eigentlich immer noch – in den USA des Teufels. (Kann man sich den Cowboy in der einsamen Wildnis mit einem Keyboard unter dem Arm vorstellen?) Aber dieser Dave Gahan, der Black Elvis des Synthie Pop, gibt dem Ganzen eine Identifikationsfigur. Aber genau dieses Gesicht: Ganz bleich und ein Bartwuchs lässt nicht erkennen wie hager er geworden ist. Ein paar Strähnen von seinem Haupthaar fallen herunter und verzieren den ernst gewordenen Ausdruck, in den sich das Schicksal eines Gebrochenen gezeichnet hat. Der Rest der Band versteckt sich hinter kühlem Kraftwerk-Equipment, düsterer Bühnendeko und verstörenden Videocollagen, die Band-Intimus Anton Corbjin entworfen hat. Aber noch nicht mal dieser Schutz bleibt für die ganze Tour, die sich immer mehr als kaum bezahlbares Desaster herausstellt. Weiterlesen

***Klaxons – Neues Album im August ***

Mit ihrem Album “Myths Of The Near Future” traten die Klaxons  damals die sogenannte  New Rave Welle in Großbritannien los, von der heute kaum noch nennenswerte Band übrig geblieben sind und den fast vergessenen The Prodigy einen zweiten Frühling und wieder volle Hallen bescherten. Der Begriff  New Rave war den Klaxons damals schon peinlich und gerüchtweise muss das die erste Version des Nachfolgers dermaßen umkommerziell ausgefallen sein, daß nun am 23. August eine schätzungsweise verträglichere Version erscheint. Schaut man sich allerdings den Namen des Produzenten an dürfte aber auch  “Surfing The Void” nicht gerade ein Pop-Album werden. Kein Geringer als New (sic!) -Metal Papst Ross Robinson (Korn, Slipknot) übernahm die Produktion des Albums, und selbst des Grunz-Metal unverdächtigen Indie-Bands wie At The Drive In und The Cure drückte der Mann seinen markanten und druckvollen Stil auf.

Quelle: http://www.nme.com/news/klaxons/51452

Dinosaur Jr. und Built To Spill, 22.5. Mannheim – Konzertbericht

Ein zufriedener Dino-Fan

Gleich zu Beginn schon Stress in der Alten Feuerwache. Ein übel gelaunter Security-Mensch erklärt mir recht deutlich das heute abend keine Fotos erwünscht sind und auf meine irritierte Frage warum das nun so ist bekomme ich nur ein “Die Band möchte das eben so” entgegen  geblafft. Keine Ahnung was Leute über 40 mit eher geringer Attraktivität dazu bringt nun auch auf Indiekonzerten solche Star-Allüren einzuführen, aber für gleich zwei Indie-Legenden an einem Abend würde man wohl auch nur in Blümchen-Unterhose in der ersten Reihe stehen.

Sehr auffällig ist der hohe Anteil an jungen Menschen, die locker Enkel oder Nichten von den ergrauten Herrn auf der Bühne sein könnten. Warum auch nicht? Hier steht keine Band in Maßanzügen und Krawatte vor einem, sondern Bands, die auch noch 20 Jahre später nach ihren Durchbruchsablen immer noch zeitlos und frischer klingen als sagen wir alles was in den letzten Jahren an sogenanntem Indierock aus England kam.

Built To Spill kannte ich ehrlich gesagt vor dem Konzert nur von ein paar Songs aus ihren 90er Platten und  dem hochgelobten letztem Album. Ihr Kultstatus ist mir natürlich trotzdem nicht entgangen. Und das die Band nicht als besonders tourfreudig gilt, erhöht natürlich die Exclusivität ihres Auftritts, der nicht unbedingt durch große Kommunikation dafür aber durch regelmäßige Pausen zwischen den Songs auffällt Weiterlesen

***Interpol – Neuer Song "Lights" als Free Download***

Guten Morgen Tag, liebe Leser !

Statt schwarzem Kaffee bekommt ihr nun eine knapp 13 MB große Dosis Mp3 von unseren Lieblings-Düsterlingen Interpol. Wie schon bei den Deftones oder MGMT  scheint wohl auch hier  der schwächste Song als Gratisware angeboten zu werden. Auf 5 Minuten und genau 38 Sekunden tut sich nämlich mal rein gar nichts und die Stimme von Paul Banks erreicht hier ihren Pathos-Höhepunkt im schlechtesten Sinne. Insofern wirklich nur für Fans interessant und für den Rest immerhin gratis.

Entscheidet selber : http://www.interpolnyc.com/lights.html

Diamond Eyes ahead – Eine kleine Retrospektive zur Einstimmung auf das neue Deftones Album

Nicht mehr lange, dann ist es soweit. Die Deftones bringen ihr sechstes Studioalbum auf den Markt. Zur Veröffentlichung von Diamond Eyes im Mai eine kleine Retrospektive der bisherigen Alben, EPs und von allem anderen der US Alternative Metal Band…

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