Schlagwort-Archiv: Synthie-Pop

Hörenswertes Winter 2013 III: Karl Bartos, Daughter, Depeche Mode, Devendra Banhart, Kvevertak

Winter? Winter! Mir ist bewusst, dass wir hier Frühlingsanfang haben, aber nachdem mir gerade nach einem Kurztrip in den Supermarkt das Gesicht eingefroren ist  – und ich mich danach am liebsten in den Backofen zum Auftauen gelegt hätte – verzichte ich mal auf das meteorologisch korrekte Frühling in der Headline. So richtig warm ums Herz wird einem bei den wirklich bezaubernden Daughter, Karl Bartos erzählt von früher, Depeche Mode verlieren sich in der Gegenwart, Devendra Banhart macht auf seriös und Kvevertak müssen sich in der Bild-Zeitung nun schon als Hipster-Metal bezeichnen lassen.

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Game Theory: Videogame-Pop-Bastard

Mashup-Großartigkeit für den Nachmittag: Im musikalischen 19-Track-Supercut Game Theory kreuzen sich Retrogame-Samples mit Synthie Pop zu einem fantastischen Bastard-Pop-Epos.

We took a look back at 35 years of video game music (Space Invaders, released in 1978 was the first game to have a continuous soundtrack), picked some of our favourites and mashed them with other tracks we love.

by Ithaca Audio via Laughing Squid

Die 90er: Die besten Pop-Alben des Jahrzehnts I

So, jetzt reißen wir die endgültig die Grenzen ein und machen uns keine Gedanken, ob wir einen Szene-Codex verletzen könnten. Denn: Pop ist alles, darf alles und jeder kann mitmachen. Flo hat ja schon bei den besten Pop-Alben der 00er klar herausgearbeitet, was ein gutes Pop-Album ausmacht. Ich bin jetzt nicht unbedingt der Meinung, dass die 90er ein besonders gutes Pop-Jahrzent waren, vielleicht auch weil die 80er diesen Begriff pervertierten und der Nihilismus der 90er keinen zweiten Michael Jackson mehr zuließ. Überhaupt verschwanden die meisten 80er Superstars in diesem Jahrzehnt in der Versenkung, während andere ein grandioses Comeback feierten. Wie zum Beispiel Madonna, die schon weg vom Fenster schien, plötzlich die Flucht nach vorne antrat und nicht mehr dem Zeitgeist hinter lief, sondern ihn gleich definierte. Auch die ehemaligen Poster-Boys Depeche Mode schafften endgültig den Durchbruch zu einem erwachsenen und ernstzunehmenden Act, auch wenn dafür einige  Tragödien nötig waren. Der ehemalige Klassenfeind Punk trank auch auf Verbrüderung und machte Green Day, Offpring und Blink 182 zu Hassfiguren ihrer Szene, gleichzeitig aber eben auch zu MTV-Idolen, und wenn es um guten Pop ging hatte dieses 80er Überbleibsel definitiv noch ein Wörtchen mitzureden.

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Hörenswertes März 2012: Bear In Heaven, VCMG, Big K.R.I.T., Dry The River, Rusko

So langsam fängt es wieder an Spaß zu machen. Nach einem mehr als schnarchigen Jahres-Einstieg mit mittelprächtigen bis unspannenden Alben gibt es so langsam wieder was erzählen. Die folgenden Alben geben einem jedenfalls den Glauben daran zurück, dass es noch mehr als langweiligen Chillwave in Dauerwiederholung oder den Retro-Sound vom Retro-Sound gibt. Bear In Heaven wollen nach dem Debut unter Beweis stellen, dass man auch nach dem Brooklyn Hype weiterexistieren kann, VCMG ist Synthie von Synthie Pop-Legenden und möchte an den Techno unserer Zeit anschließen, Big K.R.I.T demonstrieren, wie sehr die Amis derzeit mit hochklassigen TV-Serien und tollen Mixtapes verwöhnt werden, Dry The River verlassen das Lagerfeuer und gehen steil und Rusko mag es schlicht, auch beim Albumtitel, der schlicht “Songs” heißt.

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Hörenswertes Februar 2012: Errors, Tindersticks, Motorpsycho & Ståle Storløkken

Nachdem die letzten Hörenswert-Artikel von Rinko allein bestritten wurden, muss ich mich doch auch mal wieder zu Wort melden, allein schon, um auf diese drei wirklich spannenden Alben aufmerksam zu machen. Sowohl Motorpsycho in enger Zusammenarbeit mit Ståle Storløkken als auch die Tindersticks haben mit ihren aktuellen Outputs große Meisterwerke geschaffen, die bei meinen Best-Of des Jahres 2012 mit Sicherheit mehr als ein paar Worte mitzureden haben werden. Ergänzt werden die beiden Epen von ziemlich eigenwilligem, eigensinnigen Synthie/Ambient/Postrock von den Errors, die als musikalischer Anachronismus daherkommen und dennoch ein faszinierendes, wenn auch allzu eskapistisches Werk aus dem Hut zaubern. Achja, das Wetter heute nervt.

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Ohrwurm: College feat. Electric Youth – A Real Hero (Drive Soundtrack)

Ich bin ja immer noch wahnsinnig geflasht von Drive, dieser stylische und trotzdem intelligente Mash-Up aus 40 Jahren Pop- und Fimzitaten. Die Szenen wo Driver (Ryan Gosling) und Irene (Carey Mulligan) seltene Momente der Ruhe und Intimität erleben werden mit dem großartigem “A Real Hero” unterstrichen, das zwar schon seit 2009 durch die Bloglandschaft geistert aber nun erst durch Drive einer breiten Masse bekannt geworden ist. Der Song stammt von David Grellier und auf Vulture.com gab es vor ein paar Monaten ein interessantes Interview zu dem Song und seiner Verbindung zu dem Film.

Musikvideo der Woche: Duran Duran – Girl Panic!

Ein Schaulaufen von 90er Topmodels gibt es in dem neuen Video der Synthie-Popper von Duran Duran. Der Song ist überraschend gut und das stylishe Video zeigt die Bandmitglieder sogar in einem kurzen Cameo-Auftritt. Der selbstironische Verweis auf ihr frühes 80er Video “Girls On Film” ist auch gelungen, besser als das Freedom-Video von George Michael, der mal vor zig Jahren auch so einen Einfall hatte, ist es meiner Meinung nach auch.

Duran Duran – Girl Panic!

Regie: Jonas Akerlund

Album: tba.

BBC Dokumentation über Synth-Pop und elektronische Musik

Ich kann allen nur dringend die tolle BBC Dokumentation über Synth Pop der späten Siebziger und frühen Achtziger ans Herz legen, die momentan komplett auf Youtube zu sehen ist. Es kommen unter anderem Depeche Mode, Erasure, Soft Cell und eigentlich so ziemliche jede großartiger Synth Pop Act aus Großbritannien zu Wort. Absolutely Fabulous!

 

via The Daily Swarm

Hörenswertes: März 2011

Der Frühling kriecht ganz langsam hervor und lässt sich vom Winter doch wieder verschrecken, um kurz darauf eine erneute Offensive zu wagen. Wir reagieren auf dieses Wechselbad der metereologischen Gefühler, indem wir uns in unser stilles Kämmerlein zurückziehen und interessante Musik hören: Avantgardistischer Fusion von Syntony, mächtiger Drone von Earth, kurzweiliger Electro-Pop von Yelle, Kuschelsound von The Pain of being pure at Heart, sattsam bekannter Retro Rock N Roll von den Vaccines und entspannter Pop Jazz von Avishai Cohen.

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Frühherbstliches Tief aus Manchester – Rezension zu Hurts "Happiness"

Wir fassen mal zusammen: Von einem kleinen Beitrag in unserem Bandwatch, über die eher maue Wonderful Life EP hin zum neuen Chartswunder. Immer wieder sind es gerade die nicht vorhersehbaren Dinge, die umso heftiger einschlagen. Sind Hurts nun die neuen Polarkreis 18, die für lange Zeit mit dem Makel des One Hit Wonders behaftet sein werden oder haben wir hier gar die neuen Pet Shop Boys?

Hurts – Happiness

VÖ: 27.08.2010

Label: Four Music

Lasst uns nicht mehr von Retro reden, denn die vermeintlichen 80er Genres wie Synthiepop sind längst ein etablierte Sparte für sich, wenn auch eine bisher nicht sonderlich rühmliche. Weiterlesen