Schlagwort-Archiv: Symbolismus

Die 00er Jahre: Die besten Tragikomödien des Jahrzehnts I

Falls die Genre- und Gattungspräferenzen der 00er Retrospektiven noch unklar waren, sollten sie so langsam Kontur gewinnen. Nach der äußerst dünnen Action- und Komödienausbeute bekommen die tragikomischen Filme, die Dramödien und Tragikomödien mit einem lachenden und weinenden Auge gleich zwei Artikel spendiert. Vieles  Gutes hat uns aus diesem Genre im vergangenen Jahrzehnt erreicht, sowohl aus den USA als auch vom Rest der Welt. Man durfte lachen, man durfte weinen, man durfte hervorragende Filme genießen. Die ersten mal bitter mal komischen Werke folgen auf den Fuß. Teil 2 wird so schnell wie möglich nachgereicht.

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Die 00er Jahre: Die besten Komödien des Jahrzehnts

Erstmal den Ernst bei Seite geschoben! Hatten wir uns schon bei den Tarantinoesken Filmen vor allem den selbstironischen, überspitzten  Seiten des Kinos gewidmet, so sind wir nun vollkommen im Komödiengeschäft angekommen. Es wird laut, es wird bunt, es wird überdreht und vor allem  wird es witzig. Die besten Komödien der Jahre 2000 bis 2009, alles was unser Zwerchfell ordentlich reizte, was Gelächter fest mit einkalkulierte und was uns ein fettes Grinsen aufs Gesicht zauberte. Zwölf astreine Lacher, direkt nach dem Break…

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Die 00er Jahre: Die besten Tarantinoesken Filme des Jahrzehnts

Ja… richtig gelesen. Wer glaubte, wir hätten bei den besten Actionfilmen der vergangenen Dekade den Master himself vergessen, kann hiermit beruhigt werden. Hiermit widmen wir ihm eine eigene Kategorie. Aber nicht nur das, wir gönnen ihm gleich auch ein eigenes Genre. Seit dem 90er Meisterwerk Pulp Fiction gab es zahllose mal mehr mal weniger gelungene Epigonen des Tarantinoesken Kinos. Zahllos drängten sie auf den Markt, und woran sie sich genau orientierten, war vielen von ihnen selbst nicht so ganz klar… uns übrigens auch nicht. Fest steht jedenfalls: Es gibt sie. Die Tarantinoesken Filme: Genrebastarde zwischen Action, Thrill und Comedy. Oft mit Gangstern und Ganoven als Protagonisten, immer jedenfalls mit verdammt coolen Typen. Dazu reichlich Popzitate, eine gehörige Portion 70’s Exploitation-Nostalgie, B-Movie-Charme und gleichzeitig das Bemühen das eigene Werk zum Kultfilm avancieren zu lassen. Gespickt mit vielen Nonsens-Dialogen, unterlegt mit coolem Score, den Sinn für das Nebensächliche nicht vergessen, mitunter episodisch erzählt… und irgendwie kleine Jungs als Hauptzielpublikum. Nennt es Nerdfilme, nennt es Kultfilme, nennt es postmoderne Exploitation und Trash, nennt es Jungsfilme, nennt es wie ihr wollt. Hier ist die vollkommen heterogene Mischung der explosiven Genrebastarde, die wir – dem Meister zum Tribut – Tarantinoeske Filme nennen wollen. Die besten des Jahrzehnts, ganz exklusiv auf Seite360…

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Die 00er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts

Nachdem vor kurzem die cineastische Erotik und Sexualität des letzten Jahrzehnts kanonisiert wurde, steht in diesem Artikel deren kleiner Bruder (oder große Schwester) im Mittelpunkt. Liebesfilme gab es viele in diesem Jahrzehnt. Und Gott sei Dank neben den aufgewärmten Tom Hanks und Meg Ryan Beziehungskisten auch Filme, die abseits abgedroschener Kitsch und Schnulz-Pfade zu begeistern wussten. Dabei war vor allem Europa (und insbesondere Frankreich) bei den schönsten Romanzen ganz vorne mit dabei. Dort zeigt sich ein positiver Trend, die Themen Liebe und Romantik nicht in banale Comedy-Form zu verpacken (Das Genre der “Romantischen Komödie” hat so einige Leichen im Keller) sondern diese zum natürlichen Mittelpunkt der jeweiligen Filme zu machen. Aber auch das US-Independentkino hatte in den 00ern einige schmackhafte Romanzen im Gepäck. Hier nun also unsere Top 12 der besten Liebesfilme des vergangenen cineastischen Jahrzehnts…

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Das Ende von LOST – Ein Interpretationsversuch

Achtung! Dieser Artikel enthält massive Spoiler für sämtliche Folgen und Staffeln von LOST. Wer die Serie noch nicht komplett (!) gesehen hat, aber vorhat dies noch zu tun, sollte es tunlichst vermeiden weiter zu lesen, sofern er sich nicht den Spaß an unzähligen Überraschungen und Mindfucks kaputt machen will. Der Artikel richtet sich an Fans und Zuschauer der Serie und setzt entsprechend Kenntnisse über das Geschehen von LOST voraus.

„It only ends once, anything that happens before is just a progress!“ Es ist vollbracht, LOST ist zu Ende. Nach sechs Jahren und ebenso vielen Staffeln, nach unzähligen Mysterien geht eines der größten Serienereignisse dieses Jahrzehnts dem Ende entgegen. Und was war das für ein Ende! Zahllose Fans diskutieren sich – wie schon bei den Staffeln zuvor – die Köpfe heiß, lästern, weinen, freuen sich einfach oder sind schlicht und ergreifend erbost über den Abgang, der viele Fragen offen und unbeantwortet ließ. Gerade der himmelschreiende Pathos, mit dem die letzten 90 Minuten garniert wurden, sorgt für so manches Kopfschütteln, ebenso die religiöse, spirituelle Metaphorik und Auflösung sämtlicher Ereignisse und natürlich nicht zuletzt auch das Unterlassen vieler Antworten, das Offenlassen vieler Plot-Teile und das Ignorieren vermeintlicher Schlüsselszenen.

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Die 00er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts

Nach den besten Fantasyfilmen des Jahrzehnts bleiben wir noch kurz im phantastischen Bereich. Grusel- und horrortechnisch ist so manches passiert in der letzten Dekade. Es gab eine ausufernde Zombie-Widergeburt, einen unglaublichen Hype um das asiatische Gruselkino (das diesen Artikel auch wie eine Welle überfluten wird), eine strukturell interessante Horror Nouvelle Vague aus Frankreich und die Ankunft des Splatter, Gore und Midnightmovies im Mainstreamkino. Folgerichtig erlebte der Horrorfilm einen wahren Boom, ein Hoch an Zuschauerzahlen, das man seit der verebbenden Slasher-Welle nicht mehr für möglich gehalten hatte und eine ganze Riege an erstklassigen, zweitklassigen und leider auch drittklassigen Filmen. Unsere Highlights des Spuk- und Blutoverkills wollen wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten.

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Lugspiel, Trugspiel, Schauspiel – Rezension zu Siegfried Lenz' Novelle "Landesbühne" (2009)

Manchmal muss die Wahrheit erfunden werden. Mit dieser Losung legt Siegfried Lenz (Deutschstunde, Fundbüro) bereits den ersten wichtigen Grundstein zu seiner neuen Novelle Landesbühne. In der knappen, 120seitigen Erzählung geht es um das Zusammenspiel – nicht den Gegensatz – von Schein und Sein, die Macht der Freundschaft und unbeugsamen Optimismus. Mehr denn je haftet Lenz seinem Realismus das Attribut magisch an und erzählt dadurch eine Geschichte, die sich weder um Wirklichkeitstreue noch um dramatische Überhöhung kümmern muss.

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Animated Short der Woche: More

In einer ebenso trost- wie farblosen Welt macht einer der Bewohner eine beeindruckende Erfindung, die Farbe und Hoffnung in das Leben bringen soll. Dafür muss er allerdings ein Stück von sich selbst aufgeben… More ist ein wunderschöner und zugleich trauriger Stop-Motion-Film, perfekt unterlegt mit einem beeindruckenden Score der 80er New Wave Heroen New Order.

More (USA, 1998)

Regie: Mark Osborne

Musik: New Order

Laufzeit: 6 Minuten

Die 00er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts

Mit den vergessenen Alben und den besten Popalben des Jahrzehnts haben wir das musikalische Dekade ja bereits ganz gut abgeklappert. Das selbe werden wir nun auch mit den cineastischen 00ern anstellen. In der folgenden Veröffentlichungsreihe werden wir jedem Genre einen kleinen Artikel gönnen und die beachteten, vergessenen und vor dem Vergessen zu bewahrenden filmischen Glanzlichter der Jahre 2000 bis 2010 auflisten. Den Anfang machen die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts.

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Animated Short der Woche: Madame Tutli-Putli

Ein hochambivalentes, düsteres Meisterwerk stellt der animierte Kurzfilm  Madame Tutli-Putli dar. Herausragende Stop-Motion-Bilder, eine perfekte Integration realer, menschlicher Augen und eine melancholische, ruhige und chiffirerte Geschichte machen den kanadischen Film von 2007 zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Madame Tutli-Putli (K 2007)

Regie: Chris Lavis, Maciek Szczerbowski

Darsteller: Laurie Maher

Laufzeit: 17 Minuten

Animated Short der Woche: Vincent (Tim Burton)

Unser animierter Kurzfilm der Woche ist dieses Mal wieder ein echter Klassiker. Tim Burtons Vincent von 1982 vereint viele der klassischen Burton-Stilistiken, bevor diese den unangenehmen Beigeschmack des Totgespielten hatten. Interessanter Nebenaspekt: Der Film wurde von Disney produziert, kurz bevor Burton dort enttäuscht das Handtuch warf, da seine Ideen dem Studio zu abseitig waren. Fast 30 Jahre später ist der einstige Außenseiter mit seiner Alice im Wunderland Interpretation eben zu jenem Studio zurückgekehrt… nur als umworbener Starregisseur.

Vincent (USA 1982)

Drehbuch, Animation, Regie: Tim Burton

Stimme: Vincent Price

Laufzeit: 6 Minuten

http://www.imdb.de/title/tt0084868/

http://www.awn.com/mag/issue1.9/articles/frierson1.9.html

Kurzfilm der Woche: Un Chien Andalou

Diese Woche: Einer der ganz großen Klassiker des surrealen Films, aus dem Jahre 1929.

Teil 1

Teil 2

Ein andalusischer Hund (Un chien Andalou 1929)

Drehbuch: Salvador Dalí, Luis Buñuel

Regie: Luis Buñuel

Produktion: Luis Buñuel

http://www.imdb.com/title/tt0020530/