Schlagwort-Archiv: Surrealismus

Animated Short der Woche: Skhizein

Ein Mensch steht neben sich…im wahrsten Sinne des Wortes. Skhizein verzichtet darauf diese Idee zu einem platten Kalauer zu machen und erzählt stattdessen eine rührende, ruhige und nachdenkliche Parabel über den Selbstverlust und das Leben neben sich selbst…

Skhizein (F 2008)

Regie: Jérémy Clapin

Drehbuch: Jérémy Clapin und Stéphane Piera

Laufzeit: 13 Minuten

http://www.muiye.com/skhizein/SKHIZEIN.html

http://www.imdb.com/title/tt1235926/

Animated Short der Woche: Kafkas "Ein Landarzt"

Kongenial wird hier eine der schönsten Kafka-Erzählungen animiert, eine Erzählung die selbst Kafka für gelungen hielt, scheiterte er doch sonst stets an seinem eigenen Anspruch. Dem Traumhaften und Surrealen des Textes wird Gestalt verliehen und die Japanische Sprache unterstreicht nochmal die groteske Note. Ein Anime aus einer anderen Welt.

Teil 1

Teil 2

Franz Kafka: Ein Landarzt (Kafka: Inaka Isha. Japan 2007)

Drehbuch, Animation, Produktion: Koji Yamamura

Laufzeit: 20 Minuten

http://www.imdb.com/name/nm0945520/

Virtuelle Schnitzeljagd: Rezension zu Jim Jarmuschs "The Limits of Control" (2009)

Der geheimnisvolle Fremde (Isaach De Bankolé) geht durch ein Flughafengebäude. Er trifft sich mit zwei Männern, wovon einer anscheinend der Auftraggeber ist, während der Andere die Funktion eines Dolmetschers erfüllt. Streichholzschachteln werden ausgetauscht. Der Auftraggeber hält einen Monolog über die Tatsächlichkeit und die Grenzen der Welt. Der geheimnisvolle Fremde hört kommentarlos zu. Dann verlässt er den Flughafen und beginnt eine Reise durch Spanien mit unbekanntem Ziel.

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Animated Short der Woche: Rejected

Wirkt zuerst nur wie eine (sinn)lose Zusammenstellung schräger, schwarzhumoriger, surrealer, makaberer, morbider – manchmal auch geschmackloser – Trickfilm-Commercials. Aber es lohnt sich, bis zum Ende dran zu bleiben. Denn das hat es in sich…

Rejected (USA 2000)

Drehbuch, Animation, Produktion: Don Hertzfeld

Synchronisation: Robert May, Jennifer Nyholm, Don Hertzfeld

Laufzeit: 9 Minuten

http://www.bitterfilms.com/rejected.html

Klassiker des selbstreflexiven Kinos – Klappe die Vierte: Jean-Luc Godards „Week End" (1967)

Godards Week End (eines der wenigen Anglizismen im Französischen) ist zweifellos ein gewagtes Experiment der Geschichte des erzählenden Kinos. In erster Linie ist Week End ein filmisches, kaputtes Etwas. Es gibt wenige selbstreferenzielle Elemente und man könnte meinen, dass Selbstreflexivität nicht im Vordergrund steht. In Wahrheit aber ist dieser Film auf einer poetisch-avantgardistischen Ebene durchaus selbstreflexiv. Godard untersucht hier nicht den Film, sondern stellt die Frage nach dem Sinn von Filmkunst in der zerstörerischen und ausbeuterischen Kapitalgesellschaft der westlich zivilisierten Welt.

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Bergman, Cronenberg und Lynch in Berlin – Der surreale Horror-Kultfilm Possession auf DVD

Ein polnischer Regisseur dreht mit internationalen Darstellern einen englischsprachigen Film im geteilten Berlin der frühen 80er Jahre. Was in der Beschreibung bereits ambitioniert klingt, ist im Endergebnis eine höchst absurde Tour de Force, ein wahnwitziger Horrorschocker über jegliche Klassen- und Genrezuschreibungen hinaus. Andrzej Zulawski pfeift auf gängige Konventionen und liefert mit Possession eine wüste Mischung aus Ehedrama, Kammerspiel, Psychogramm, Bodyhorror und metaphysischem Surrealen Mysterythriller, die dem Zuschauer ein ums andere Mal den Boden unter den Füßen wegzieht. Dem Verleih Bildstörung ist es zu verdanken, dass der rare Kultfilm seit 2009 auch in Deutschland ungekürzt auf DVD erhältlich ist.

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