Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts IV

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Die etwas obskureren, etwas erwachseneren, vielleicht auch etwas unterbewerteten Filme habe ich mir für den vorletzten Artikel der 80er Zeichentrickretrospektive aufgespart. So richtiges Familienkino bietet keiner der hier gelisteten Filme. Stattdessen viel musicaleske Weirdness (Rock & Rule), opulente Fantasy (Fire and Ice), tragische Kriegsverarbeitungen (Die letzten Glühwürmchen), und außergewöhnlichen surrealen Symbolismus (Gwen et le livre de sable). Die Familie muss heute zu Hause bleiben.

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Was passiert, wenn du in Portal zwischen zwei Portalen gefangen bist…

…Ziemlich Atemberaubendes, wenn man sich das Video von Crowbcat anschaut, in dem dieser die Protagonistin von Portal zwischen zwei Portalen einklemmt und in einem unendlichen Loop jenseitige Erfahrungen erleben lässt. Das ganze ist wunderbar psychedelisch, surreal, selbstreferenziell und kann es locker mit den ambitionierten Bildern eines 2001 – Odyssee im Weltraum aufnehmen. Entweder der beste Glitch der Spielgeschichte oder das faszinierendste Easter Egg, dass sich ein Spieldesigner je erdacht hat.

Everything has been recorded at first-person perspective. It resulted in infinite psychedelic visuals such as giant spirals, never-ending walls, and gigantic perpetual portal rooms. Scary at first when you realize you’re face to face with yourself. Such visuals potentially can trigger anxiety about mirrors and stairs to some people. There is no way to get out without restarting or using cvars. Chell doesn’t die by doing this, and it looks like there’s no gravity anymore.

Crushed between two portals experiment via Boing Boing

Fotos aus dem frühen 20. Jahrhundert als surreale, eskapistische Traumwelten

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DAS ist wirklich so wunderschön, so wundervoll, so fantastisch, dass ich auf der Stelle losheulen könnte. Die australische Künstlerin Jane Long transferiert Vintage-Fotos aus der Zeit des ersten Weltkriegs in surreale, pittoreske und vor allem farbenfrohe Traumwelten, irgendwo zwischen Wizard of Oz, René Magritte und Terry Gilliam.

Dancing with Costica nennt sie die Serie, bei der sie auf Fotos des rumänischen Fotografen Costică Acsinte zurückgreift. Die Kollaboration schlägt eine unglaublich intensive Brücke zwischen der – selbst auf Abbildungen – hart und kalt scheinenden Realität der damaligen Epoche und der kreativen Verspieltheit postmoderner Fotokunst. Irgendwie eskapistisch, irgendwie ästhetizistisch, irgendwie Remix… und doch ganz eigen. Ihr seht mich eine Träne abwischen.

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Dancing with Costica via Colossal

Wenn Hieronymus Bosch und M.C. Escher gemeinsam vor dem Traualtar stünden…

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…dann würde das vermutlich so aussehen wie diese wundervollen, surrealen Zeichnungen des polnischen Künstlers Jacek Yerka. Seine 4 Siders lassen sich in verschiedene Richtungen drehen und offenbaren mit jeder Drehung ein neues Setting oder Ambiente. Pittoresk, verspielt und im besten Sinne des Wortes naiv ästhetizistisch.

These paintings are specials of specials. They show not one world but four and you can hang them on each side and each way will fit perfectly.
The 4-siders are perfect for jigsaw puzzles and you can see them on several puzzle boxes available in sepcial stores.

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4 Siders via faithistorment

Poetisches für den Sonntag: Hyperrealistische Gemälde von István Sándorfi

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István Sándorfi, geboren 1948, gestorben 2007, war ein ungarischer Maler, der oft und gerne zu den Hyperrealisten gezählt hat, eine Kategorisierung, die – wie viele seiner Bilder zeigen – seinem spannenden Œuvre gerade mal im Ansatz gerecht wird. So nutzt Sándorfi die Möglichkeiten seines fotorealistischen Zeichenstils nicht bloß, um Realität übersteigert materialistisch abzubilden, sondern wagt immer wieder atemberaubende Schwenks in den Surrealismus, die Abstraktion, Dekonstruktion oder gar Düsterromantik. Und so oszillieren viele seiner Bilder gekonnt zwischen einem nahezu erdrückenden Realismus, traumwandlerischer Transzendenz und selbstreferenzieller Thematisierung des eigenen Schöpfungsprozesses: Mehr von ihm findet ihr unter anderem hier.

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via artfucksme

Die besten Filmszenen 2014

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Drüben bei pewpewpew hat Sascha seine liebsten Filmmomente 2014 aufgelistet und irgendwie scheint mir das eine gute Art zu sein, das Filmjahr 2014 noch einmal Revue passieren zu lassen. Remember: Das sind die Filmszenen, die mich im vergangenen Jahr am meisten bewegt und begeistert haben, nicht notwendigerweise die Filme. Und so finden sich hier auch ein paar extrahierte Momente, deren Gesamtwerke ich nicht notwendigerweise in einer Liste der besten Filme des Jahres stehen hätte, mitunter gesamt betrachtet sogar als eher mäßige Filme ansehen würde. Achja, und zur Vorwarnung sei noch gesagt, dass die Liste mittelwarme Spoiler für verschiedene Filme dieses Jahres enthält. Major Spoiler sind aber eher nicht zu erwarten. Und noch ein kleines PS für alle Nitpicker. Ich habe mich am Deutschlandstart orientiert. Daher dürften ein, zwei Filme in der Liste gelandet sein, die manch anderer 2013 verorten würde.

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SciFi Filmabriss: The Congress, Interstellar, Young Ones, Apollo 18, Alles eine Frage der Zeit

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Zum Start von 2015 und Rückblick auf das vergangene Jahr, noch einmal Science Fiction satt. Nicht alle der hier rezensierten Filme stammen aus dem Jahr 2014, aber alle habe ich irgendwann in den letzten Monaten gesehen. Und so ziemlich alle – abgesehen von Interstellar – findet Ihr auch mittlerweile in eurer Videothek des Vertrauens. Wenn es also für das Ende von 2014, für den Beginn von 2015 noch einmal futuristisch, spacig, prophetisch werden soll, werdet Ihr hier bestimmt den ein oder anderen potentiellen Kandidaten für einen gemütlichen Filmabend zwischen den Jahren zum Jahresauftakt finden.

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Deep Dark Fears by Fran Krause

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Gruseln zum Jahresabschluss: Illustrator Fran Krause hat sich in simplen – dafür aber umso verstörenderen – Illustrationen den verborgenen Ängsten verschiedener Menschen angekommen. Das Ergebnis sind minimalistische Bizarrerien, die auf den ersten Blick absurd und irrational erscheinen, in denen man allerdings seine eigenen Ängste sehr schnell widergespiegelt findet. Der menschliche Verstand ist ein böser Troll und die eigene Kreativität kann mitunter dein ärgster Feind sein. Mehr davon gibt es in Krauses TumblrFacebook oder Instagram zu sehen. Außerdem könnt ihr die Teile auch als Prints kaufen.

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Deep Dark Fears via Bored Panda

FFO ART

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Wow! Einfach nur wow! Es ist echt verflucht lange her, dass ich aktuelle, derart beeindruckende, alles wegknallende Bildende Kunst gesehen habe. FFO’s Thema sind menschliche Beziehungen in allen erdenklichen Formen. Wie der anonyme Künstler, die anonyme Künstlerin dies in ihrem/seinem Tumblr umsetzt, sprengt aber jeglichen körperlichen und mentalen Rahmen:

Is this real? Or has this been happening inside my head?” 
Of course it is happening inside your head, but why on earth should that mean that it is not real?”

Körper werden destruiert und dekonstruiert, zerfließen mit der Umgebung, mit den Mitkörpern, werden aufgesprengt und in anatomisch nackte Monstren verwandelt. Surrealismus und Romantik treffen sich zum gemeinsamen Walzer, Erotik, Morbidität, Sehnsucht und Zynismus geben sich ein Stelldichein und dazwischen weiß der Betrachter nie, ob er sich gerade in einem Pop-Universe, einer pittoresken postmodernen Modenschau oder doch nur im Gehirn eines extrem dissoziativen Künstlers befindet. Anyway, ganz ganz große Kunst und mit das beste was mir in letzter Zeit auf Tumblr über den Weg gelaufen ist.

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FFO ART via doktorsblog

Filmabriss (Science Fiction, 2014): Under the Skin, Elysium, Edge of Tomorrow, Transcendence

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So es ist mal wieder an der Zeit für einen kleinen Filmabriss, der sich tatsächlich konsequent aktuellen Filmen widmet: 2014 scheint wie bereits 2013 auf den ersten Blick ein ganz hervorragendes Jahr für das SciFi Genre sein. Nachdem ich vor ziemlich genau einem Jahr meine Begeisterung für Oblivion und Ender’s Game und vor knapp einem halben Jahr meine Begeisterung für Her, Lucy und den Planet der Affen kundgetan habe, sind in den letzten Monaten noch ein paar weitere interessante Genre-Beiträge durch mein Heimkino gerauscht, und das dann auch gleich in den unterschiedlichsten Variationen: Zum einen das Genre als Leinwand für artifizielles, eskapistisches Kunstkino in der Scarlett Johansson One-Woman-Show Under the Skin, zum Zweiten das Genre als Leinwand für dystopische Gesellschaftskritik in Elysium, zum Dritten das Genre als Hintergrund einer philosophischen Auseinandersetzung mit KI und Digitalität in Transcendence und last but not least, das Genre als Vorwand für Big Budget Kriegs- und Actionkino in Edge of Tomorrow. Welcher der Beiträge was taugt, lest ihr nach dem Klick.

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Les Revenants / The Returned – Review, Staffel 1

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Seit der ersten Staffel der Sopranos und der daraus resultierenden, tatsächlich überwältigenden, Welle an fantastischen Tripple A Serien aus den USA gehört es vor allem in Deutschland zum beliebtesten Volkssport der Feuilletonisten, über die vor sich hindarbende Serienlandschaft in Europa zu lästern. Mag das angesichts der miserablen Lage im deutschsprachigen Raum seine Berechtigung haben (Oh yeah! Noch ein Tatort-Klon), so haben andere europäische Länder in den letzten Jahren das ein oder andere mal bewiesen, dass auch der alte Kontinent dazu in der Lage ist, mit High Quality Serien zu punkten. Erinnert sei an dieser Stelle nur an die herausragende Roboterserie Real Human, die mittlerweile in die zweite Staffel gegangen ist und die sich weder ästhetisch noch inhaltlich vor den großen US-Serien verstecken muss.

2014: Bühne frei für das nächste, große, potentielle Serienmeisterwerk, fabriqué aux Europe: Les Revenants alias The Returned aus dem französischsprachigen Raum. Ein faszinierender Hybrid aus Drama, Mystery, Grusel und sozialer Parabel, den sich der aufgeschlossene Serienfreund keinesfalls entgehen lassen sollte.

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Und dann waren da noch die Animated Gifs von Scorpio Dagger…

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…die irgendwo zwischen traditioneller Renaissancekunst, Monty Python und What the Hell did I just see? pendeln. Großartige Remix-Alpträume und Bizarrerien, die auch gerne mal den albernsten und flachsten Weg einschlagen, um Hochkultur mit Netzkultur mit Dada mit Gaga zu versöhnen. Und das Beste ist: Sein Tumblr ist einfach mal voll mit dem Scheiß…

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Scorpion Dagger via Nerdcore

Polaroids aus der Zwischenwelt

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Schnappschüsse zwischen Nirwana, Selbstentfremdung und wohl temperiertem Schauer von der Fotografin Kathy Rankin. Some incredible Stuff!

I’ve always been interested in the human condition~fear, anxiety, isolation, the unknown as well as dreams, and I use self-portraiture as a means to explore these issues.

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Mehr davon gibt es in ihrem Flickr zu bestaunen. (via the only magic left is art)

Zombiefilm-Abriss: The Returned, Ben & Mickey vs. the Dead, Mutants, World War Z, White Zombie

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Genau so schwer wie seine Protagonisten ist das Genre des Zombiefilms totzukriegen. Nach dem großen Revival der 00er Jahre und einer wahren Blütezeit an Remakes/Fortsetzungen/Neuerfindungen ist der Zombiefilm auch im Jahr 2014 quickuntot. Und ich habe das Gefühl, gerade in den ersten beiden Quartalen mehr Film rund um Zombies gesehen zu haben als im gesamten Jahr davor. Also ist es mal wieder an der Zeit einen klar fokussierten Filmabriss zu schreiben, unter den Tags: Zombies, Untote, Infizierte… Neben neuen Vertretern wie den klassischen Fantasyfilmfest-Flicks The Returned und Ben & Mickey vs. the Dead werfe ich einen kurzen Blick auf den schon etwas älteren französischen Horror Nouvelle Vague Mutants aus dem Jahr 2009 und den letztjährigen Hollywoodbeitrag zum Subgenre World War Z. Und da die Zeit gerade da ist, schadet es auch nichts, sich kurz mit dem Klassiker überhaupt auseinanderzusetzen. White Zombie aus dem Jahr 1932, der gemeinhin als der erste Zombiefilm überhaupt gehandelt wird.

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