Surrealismus

Im Grunde genommen stehe ich gar nicht so sehr auf fotorealistische Malereien. Wenn sie aber derart fantastisch surreale Bilderwelten erschaffen, wie dies die Ölzeichnungen von Jeremy Geddes tun, dann passt auch die Imitation des Fotografischen perfekt zur Intention und zum Inhalt: Irreales verloren im fotografisch Realen, Fantastisches eingezeichnet in den klaren Blick auf die Wirklichkeit, ein Traum im Traum im Traum… Großer Supranaturalismus.

Weitere von Geddes herausragenden Zeichnungen gab es unter dem Titel Exhale in der Jonathan LeVine Gallery in New York zu sehen.

Zeichnungen von Jeremy Geddes via zanthi

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Die beste Nachricht – oder besser gesagt das beste Gerücht – zum Jahresbeginn kommt aus der amerikanischen TV-Serienlandschaft. Wie ich schon vor ein paar Tagen auf Nerdcore aufgeschnappt habe, scheint eine dritte Staffel der Kultserie Twin Peaks (1990 – 1991) derzeit durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen. Auslöser der Spekulationen ist ein 4Chan-Posting, dessen Verfasser behauptet, bei einem mutmaßlichen Treffen von David Lynch und einigen NBC-Verantwortlichen anwesend gewesen zu sein. Die dritte Staffel soll laut diesem Posting in unserer Zeit angesiedelt sein, also 20 Jahre nach der Handlung der ersten und zweiten Staffel spielen. David Lynch will das Gros des alten Castes für die Serienfortsetzung zurück haben, inhaltlich soll ebenfalls alles dort anknüpfen, wo die Serie damals – so gehässig – endete. Der gute Agent Cooper ist nach wie vor in der Lodge gefangen, während eine junge Reporterin sich anmacht die Geheimnisse um Twin Peaks zu lüften. Bad Cooper sitzt zwischenzeitlich im Gefängnis für den Mord an zwei Twin Peaks Einwohnern (die arme Annie). Und beginnen soll die Serie mit einer Nachstellung der berühmten Redroom-Szene aus Staffel 1.

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Habe jetzt auch mal auf die Schnelle versucht mir einen treffenden Titel für Jake Frieds The Deep End zusammenzubasteln. Maik hat das ganze drüben als handgemachte Wirr-Warr-Illustrationsanimation bezeichnet, was mindestens genau so gut passt. Vielleicht kann man es aber auch einfach als das stehen lassen, was es ist… oder als Kunst bezeichnen… als wirklich beeindruckende, wunderschön gestaltete Kunst.

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Garfield minus Garfield habe ich hier schon mal ordentlich abgefeiert: YouTube-User mxisaac hat ein komplettes Weihnachtsspecial des Mashdown-Mems hochgeladen. Groß natürlich wie alle anderen Garfield-minus-Garfield Geschichten. Und zu Weihnachten wirkt die von Wahnvorstellungen begleitete Einsamkeit Jon Arbuckles noch trauriger, noch surrealer und vor allem noch unterhaltsamer. Good Job!

(Garfield minus Garfield Christmas Special) Jon Arbuckle, an awkward young man dealing with the aftermath of his childhood schizophrenia, revisits the rural town he grew up in for the Holidays. While home, he learns the true meaning of Christmas when he spends some much needed time with his grandmother who is dealing with the early effects of Alzheimer’s.

via Doug

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Düster / minimalistisch / surrealistisch / hedonistisch / okkult / satanisch / erotisch / beklemmend. Ich musste ziemlich spontan an Sed non satiata aus Charles Baudelaires Les Fleurs du mal (1857) denken:

Seltsame Gottheit, düster wie die Nacht,
Drin Moschus- und Havannaduft sich mischen,
Fremdartig Werk des Grossen, Zauberischen,
Hexe aus Ebenholz, Kind schwarzer Mitternacht.

Der Trank von deinem Mund hat süssen Opiums Macht.
Zu dir in Zügen langen, träumerischen
Die Wünsche ziehn. Dein schwarzes Aug’ inzwischen
Stillt der Zisterne gleich den Durst, den es entfacht.

In diesen Augen, Seufzern deiner Seele,
O Mitleidlose, deine Flammen hehle;
Ich bin nicht Styx, dich neunmal zu umfahrn,

Und kann nicht gleichen, zügellose Dirne,
Zu brechen deine Kraft, zu bleichen deine Stirne
Im Schlamme deines Betts, Proserpinan.

via

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Joscha Sauer ist einer der besten Cartoonisten Deutschlands. Seine Nichtlustig-Cartoons wirken mitunter wie kranke, surreale Ausgeburten eines Uli Steins auf LSD in irgendeiner kafkaesken Paralleldimension. Manchmal springt zwar auch Sauer auf den klassischen Kalauer-Zug auf, für den man deutsche Cartoons einfach nur doof findet, oft verbergen sich aber hinter seinen Comic-Strips absurde Kleinode an theatralischer Anti-Komik, die sich zwischen Gaga, Dada und allen Schattierungen dazwischen bewegen, manchmal sind sie sogar geradezu episch, unfassbar grandios, wie beispielsweise dieser hier, der nach wie vor mit zum Wunderbarsten gehört, was je aus Cartoonisten-Hand produziert wurde.

Anyway, der Joscha sammelt gerade für die Umsetzung einer Nichtlustig-Trickserie und die ersten Filmschnipsel, die es davon zu sehen gibt, stellen schon ganz gut unter Beweis, dass sich die scheinbar antikonzeptuale Konzeptkunst seiner anarchischen Episoden auch animiert verdammt gut macht. Also, Unterstützung ist angesagt: 100.000 € werden benötigt, damit die erste Episode fertig gestellt werden kann, weitere Drehbücher warten in der Pipeline auf ihre Umsetzung und mit etwas Glück, wird nichtlustig.tv zum nächsten großen Lichtblick am deutschen Trickserien-Horizont:

Nichtlustig.tv Crowdfunding

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Ich schließe mich dann erst einmal der Meinung des Nachbarblogs an: Diese fantastischen Zeichnungen von Matthias Holz wirken auf den Rezipienten tatsächlich so, als sei er direkt in die Traumwelt eines Tieres hineinkatapultiert worden. Fliegende Rehe, vom Sein losgelöste Bären und polymorphe Geschöpfe, die gleich mehrere Tierarten in sich vereinen. Gerade so als hätte Salvador Dali versucht Wild Life Episoden in seine surrealen Bilder einzuarbeiten; ein poetischer, auch ein weniger skurriler Ausflug in die natürlichen Träume natürlicher Geschöpfe, ein animalischer Surrealismus, der nichts mit dem “Survival of the Fittest” gemein hat, sondern stattdessen Tiere als sensible, zarte und auch ästhetisch selbstbewusste Lebewesen abbildet. Schaut euch unbedingt auch die anderen Biler in Mattias Holz’ Galerie an.

via i-ref

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Die gerade mal 18 Jahre alte (Verdammt, warum müssen diese Genies alle so jung sein?) Maria Sardani präsentiert in ihrem Portfolio ungemein poetische, kraftvolle und hypnotische Fotos zwischen Magischem Realismus, fragilen Impressionen und hypnotischem Surrealismus. Weitere Bilder findet ihr in ihrem  Flickr oder DeviantArt-Profil.

via

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Okay… genug mit den weniger schönen Seiten des US-Actionkinos der 80er Jahre auseinandergesetzt. Jetzt geht es an die Highlights. Und die kommen zwar auch hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit dem asiatischen Genre-Vertreter A Better Tomorrow revolutioniert John Whoo das Hongkong-Kino und kreiert mal eben noch auf eigene Faust ein autonomes Subgenre, den Heroic Bloodshed Movie. Mit Klischees des Asiatischen Lifestyles und einer ordentlichen Eastern-Hommage erschafft John Carpenter in Big Trouble in Little China einen schrillen Fantasy/Action-Hybriden, während er in Die Klapperschlange unter Beweis stellt, dass auch dystopische, düstere, morbide Töne durchaus in das Genre passen können. Ebenfalls fantastisch geht es im furiosen Die Reise ins Ich zu, während uns Auf dem Highway ist die Hölle los uramerikanische, nostalgische Action-Unterhaltung präsentiert, die noch tief in den 70er Jahren verwurzelt ist.

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Die Plastiken von Pablo Reinoso brechen aus der wohl konstruierten, menschlichen Ordnung aus und bahnen sich einen Weg zurück zum Organischen, Lebendigen, so wie zum Beispiel diese Spaghetti Bench (doch, er hat das Teil echt so genannt), in der das Funktionale latent weggetrieben wird und zurück zum funktionslosen, wunderschönen Chaos findet.

Mehr von Pablo Reinoso via I want your lungs to stop

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Die fantastischen Fotografien des gerade mal 19 (!)  Jahre jungen Brian Oldham versprühen eine faszinierende Magie, irgendwo zwischen magischem Realismus, Ästhetizismus, Surrealismus und einer dekadenten, androgynen Fragilität, wie man sie aus dem Fin de Siècle kennt. Dabei sprengt Oldham Stereotypien und Klischees auf, wirft einen empathischen Blick auf die Schönheit der Welt und dekonstruiert diese gleichsam mit behutsam eingesetzten Illusionen. Weitere dieser großartigen Fotos findet ihr in seinem Flickr oder auf seiner Website.

via Visual News

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Wahrscheinlich von Valerio Carrubba (via)

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Shewwww… da hat jemand die poststrukturalistischen Theorien des fragmentierten Subjekts aber ziemlich wörtlich genommen. Hugo Bravos Fragments ist ein spannend umgesetzter, minimalistisch inszenierter Kampf zwischen zwei Menschen, in einer Welt, die zerfällt und dabei die Subjekte permanent mit sich mitreißt. Klingt zu abstrakt? Ist es auch… aber gerade deswegen entsteht aus dem minimalistischen Setting, trotz der Kürze, eine unfassbar epische Auseinandersetzung mit Ich, Anderem und Welt.

Realisierung und Konzept: Hugo Bravo.
Produktion : Dimitri Cohen-Tanugi, Alexis Laffaille, Pierre Razetto, Morgane Souris.
Schauspieler: Pierre Razetto und Mehdi Leffad.

via Seitvertreib

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Gesichter, die aus schrillen, dystopischen Landschaften entwachsen, Natur, die bewirtet und von sich selbst verzehrt und zerfressen wird und monumentale Tierskulpturen, die widernatürliche natürliche Formationen bilden. Der sizilianische Künstler Fulvio di Piazza hat den Surrealismus im Blut und den Schalk im Nacken.

via

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Puh… da bewirbt sich jemand für die Regie der kommenden Tool oder Nine Inch Nails Videos… oder für das Art-Design des kommenden Lynch-Streifens… oder für einen Innenarchitekten-Job direkt in der Hölle. Sowohl Bilder als auch Videos von Olivier de Sagazan sind zutiefst verstörende Trips in die Abgründe des menschlichen Individuums: Destruktive, dekonstruktive Metamorphosen, Bodyhorror zwischen Verfall und Mutation, zwischen Ästhetik des Hässlichen und surrealer, pathologischer Selbstentortung. Ist das jetzt poetisch oder einfach nur böse? Faszinierend ist es allemal.

Weitere Werke von Olivier de Sagazan via Robotmafia

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