Poetisches für den Sonntag: Hyperrealistische Gemälde von István Sándorfi

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István Sándorfi, geboren 1948, gestorben 2007, war ein ungarischer Maler, der oft und gerne zu den Hyperrealisten gezählt hat, eine Kategorisierung, die – wie viele seiner Bilder zeigen – seinem spannenden Œuvre gerade mal im Ansatz gerecht wird. So nutzt Sándorfi die Möglichkeiten seines fotorealistischen Zeichenstils nicht bloß, um Realität übersteigert materialistisch abzubilden, sondern wagt immer wieder atemberaubende Schwenks in den Surrealismus, die Abstraktion, Dekonstruktion oder gar Düsterromantik. Und so oszillieren viele seiner Bilder gekonnt zwischen einem nahezu erdrückenden Realismus, traumwandlerischer Transzendenz und selbstreferenzieller Thematisierung des eigenen Schöpfungsprozesses: Mehr von ihm findet ihr unter anderem hier.

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via artfucksme

SciFi Filmabriss: The Congress, Interstellar, Young Ones, Apollo 18, Alles eine Frage der Zeit

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Zum Start von 2015 und Rückblick auf das vergangene Jahr, noch einmal Science Fiction satt. Nicht alle der hier rezensierten Filme stammen aus dem Jahr 2014, aber alle habe ich irgendwann in den letzten Monaten gesehen. Und so ziemlich alle – abgesehen von Interstellar – findet Ihr auch mittlerweile in eurer Videothek des Vertrauens. Wenn es also für das Ende von 2014, für den Beginn von 2015 noch einmal futuristisch, spacig, prophetisch werden soll, werdet Ihr hier bestimmt den ein oder anderen potentiellen Kandidaten für einen gemütlichen Filmabend zwischen den Jahren zum Jahresauftakt finden.

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Wolkenbilder von Tincho

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Ins Gras legen, den Himmel betrachten und in der Formation der Wolken die irrsten Geschöpfe und Objekte entdecken… Diese großartige Freizeitbeschäftigung funktioniert auch Drogenkonsum und verantwortlich dafür ist das Phänomen der Pareidolie, das dazu führt, dass der Mensch in allen möglichen zufälligen Mustern glaubt, vertraute Gegenstände und Personen zu entdecken. Martin Feijoó alias Tincho macht aus diesem Phänomen Kunst, indem er mit geschickter Feder – und viel Imaginationskraft – willkürliche Wolkenphänomene zu fantastischen Bildern vervollständigt. Heaven can wait…

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Shaping Clouds via Maik

Poetisches für den Sonntag: Brandy Eve Allen

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Ich stöbere gerade ein bisschen im Tumblr von Brandy Eve Allen und bin einfach nur hin und weg von ihren fantastischen Fotos und Spielen mit dem Medium Bild: Genau der richtige Zeitpunkt, um unsere sonntägliche Poesie-Ecke wiederzubeleben. Surft da hin, schaut euch ihre Bilder an, lasst euch verzaubern und hypnotisieren!

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Brandy Eve Photos via art fucks me

Polaroids aus der Zwischenwelt

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Schnappschüsse zwischen Nirwana, Selbstentfremdung und wohl temperiertem Schauer von der Fotografin Kathy Rankin. Some incredible Stuff!

I’ve always been interested in the human condition~fear, anxiety, isolation, the unknown as well as dreams, and I use self-portraiture as a means to explore these issues.

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Mehr davon gibt es in ihrem Flickr zu bestaunen. (via the only magic left is art)

Lebensechte Skulpturen von Sam Jinks

…fallen wohl in den Bereich: Creepiest Art of the Week. Gleichzeitig sind die lebensechten Skulpturen von Sam Jinks auf ihre ganz eigene Art und Weise wunderschön und poetisch. In ihnen spiegeln sich ebenso Melancholie wie die Schönheit des Hässlichen, die Vergänglichkeit des Lebens und das Außergewöhnliche im Vulgären wider. Ein paar Favoriten sind hier gelandet, den Rest solltet ihr euch aber unbedingt auch ansehen.

Sam Jinks’ sculptural work sustains the briefest and often most private moments in time. Emotional vulnerability is both the subject and result of his work and moves audiences in a way not expected from contemporary art. For Jinks, his works are not literal representations, but are based on the combination of different stages of life.


Sam Jinks from Sullivan + Strumpf on Vimeo.

Weitere Bilder von Sam Jinks Kreaturen via Ignant

Fotorealistische Surrealismen von Jeremy Geddes

Im Grunde genommen stehe ich gar nicht so sehr auf fotorealistische Malereien. Wenn sie aber derart fantastisch surreale Bilderwelten erschaffen, wie dies die Ölzeichnungen von Jeremy Geddes tun, dann passt auch die Imitation des Fotografischen perfekt zur Intention und zum Inhalt: Irreales verloren im fotografisch Realen, Fantastisches eingezeichnet in den klaren Blick auf die Wirklichkeit, ein Traum im Traum im Traum… Großer Supranaturalismus.

Weitere von Geddes herausragenden Zeichnungen gab es unter dem Titel Exhale in der Jonathan LeVine Gallery in New York zu sehen.

Zeichnungen von Jeremy Geddes via zanthi

Natürlich/unnatürlich/widernatürlich

Gesichter, die aus schrillen, dystopischen Landschaften entwachsen, Natur, die bewirtet und von sich selbst verzehrt und zerfressen wird und monumentale Tierskulpturen, die widernatürliche natürliche Formationen bilden. Der sizilianische Künstler Fulvio di Piazza hat den Surrealismus im Blut und den Schalk im Nacken.

via

Poetisches für den Sonntag: Reality Rearranged, René Magritte Revitalised

Eine der schönsten Reminiszenzen an den großen, modernen surrealistischen Künstler René Magritte, die ich je gesehen habe: In der schwarz-weißen fotografischen Reihe  Reality Rearranged entwirft der schwedische Künstler Tommy Ingberg die faszinierende Reise eines kopflosen, huttragenden Jedermanns durch die Wirren einer poetisch verkürzten supranaturalistischen Welt: Bilder, Symbole, Träume und ein angenehm nostalgischer Touch von Hommage an die Kunst des klassischen Surrealismus. Verträumt, verwegen, poetisch… und einfach nur wunderschön.

Reality Rearranged via My Modern Metropolis

Die 80er Jahre: Die besten Epen und Historienfilme des Jahrzehnts I

Was einen guten Film zu einem guten Historienfilm macht, liegt ja eigentlich so ziemlich auf der Hand: Das historische Sujet. Der Schritt zum Epos ist da schon etwas diffiziler. Natürlich könnte man es sich leicht machen und einfach von Monumentalfilmen sprechen, doch damit bekommt man letzten Endes auch nur eine sehr eingeschränkte Genreschublade geboten, die automatisch primäre Assoziationen zu dem großen Monumentalfilm der 50er und 60er Jahre à la Ben Hur weckt. Gerade historisch akkurate oder aber auch fantastische, parabolische und surreale Werke mögen da kaum so richtig ins Bild passen. Also ganz kurz ein wenig Schubladenkunde, um meinen Begriff des Epos – des epischen Films – einigermaßen zu rechtfertigen.

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Update or Die! – Wunderschöne Landschaftsaufnahmen von Miles Morgan

Man könnte auch sagen: “Knapp am Kitsch vorbei”… Aber irgendwie sind diese atemberaubend farb- und lichtintensiven Aufnahmen von Miles Morgan dann doch so beeindruckend, dass jeder Anflug von Kritik bereits im Keim erstickt wird.

Miles Morgan Photography via Scene360

Update or Die! – Fotos von Jeremy O’Sullivan

Ich nutze diese automatic Update Welle nicht zuletzt auch, um den ganzen Kram aus meinem rss-Reader zu vertreiben, der sich da seit 2011 angesammelt hat und langsam Staub ansetzt. Ein solches Schicksal haben die grandiosen Fotos von Jeremy O’Sullivan jedenfalls nicht verdient. In einer wahren Flut an faszinierenden, originellen, originären Bildern spielt er immer ein wenig mit der Realität, mal dezent, mal mit der vollen Wucht der expressiven Möglichkeiten, porträtiert Orte, Menschen, Situationen und findet selbst in den realistischsten Aufnahmen immer ein Stück Surrealismus und Supranaturalismus. Unmöglich an dieser Stelle all die Favoriten rauszupicken, daher einfach nur ein kurzer Verweis auf seinen wunderbaren Flickr, in dem das Stöbern mehr als lohnenswert ist.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts IV

Zum vorletzten Mal ein Sprung durch alle Nischen und Subnischen des fantastischen, prophetischen High-Tech-Genres. Dieses Mal soll   uns nicht nur der Blick auf die verschiedenen, möglichen Spielartendes Science Fiction genügen, zusätzlich wollen wir den Schritt über Ländergrenzen hinaus wagen, uns nicht nur mit dem – in den 80er Jahren sehr dominanten – US-Kino beschäftigen, sondern auch Europa und dem “Osten” einen Besuch abstatten. Wie gewitzt Science Fiction Made in UDSSR aussehen kann, beweist der satirisch offensive Kin-dsa-dsa!, während Kamikaze 1989 schrille Dystopien aus Deutschland präsentiert. Le Dernier Combat inszeniert postapokalyptischen Horror aus französischer Sicht, Outland -Planet der Verdammten lässt unterkühlten britischen Thrill mit Space Western Motiven kollidieren… und dann landen wir doch wieder beim amerikanischen Blockbuster-Kino: Teil drei der Star Wars Reihe, Die Rückkehr der Jedi Ritter steht auf dem Programm, ebenso der unterschätzte Sci-Fi A-Movie Explorers, der alle Zutaten für großes Familienkino besitzt und in den 80ern leider Gottes zwischen Lucas und Spielbergs Blockbustern zerrieben wurde. Back to the Future, nach dem Klick.

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52 Games, #10: Thema ‘Übernatürliches’ – Super Mario Land 2 (Game Boy, 1992)

Spieler: Lieber Mario, dies ist Deine letzte Chance, danach gibt es kein Zurück mehr! Wenn Du die blaue Pille nimmst, ist alles vorbei. Du wachst auf in Deiner Welt und glaubst an das, was Du glauben willst. Nimm die rote Pille, und Du bleibst im Wunderland. Und ich führe Dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus!

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts I

Horror… done, Fantasy… done… Wir bleiben dem Genre-Kino treu. Je weiter es in den Jahrzehnten zurück geht, um so heikler wird das Verfallsdatum der jeweiligen Filme, und wenn es ein Genre gibt, bei dem dies besonders zum Ausdruck kommt, dann den Science Fiction. Wie schnell wirken doch die Zukunftsvisionen und High Tech Fantasien von einst albern aus heutiger Sicht. Oft scheint es naiv, wie sich damalige Kreative unsere heutige Zeit oder eine nähere Zukunft ausgemalt haben, oft scheint es übertrieben oder einfach vollkommen an den tatsächlichen Entwicklungen der Gesellschaft und Technik vorbei. Insofern gilt auch hier immer die Frage: Halten die Filme von damals dem Urteil von heute stand? Bei den folgenden Science Fiction Filmen kann die Frage durchgehend (mit klitzekleinen Einschränkungen) mit ‘Ja’ beantwortet werden: Zeitlose Dystopik liefern Quiet Earth, Brazil und Tetsuo, während Sie leben und Star Trek IV wunderbar als Zeitdokument funktionieren, inklusive aller Naivität und Sillyness. Und auch wenn James Camerons The Abyss gealtert sein mag, begeistert er auch heute noch als epischer Sci-Fi Blockbuster. Die besten Science Fiction Filme der 80er Jahre, Fuhre eins, nach dem Klick…

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