Schlagwort-Archiv: Skulpturen

Lebensechte Skulpturen von Sam Jinks

…fallen wohl in den Bereich: Creepiest Art of the Week. Gleichzeitig sind die lebensechten Skulpturen von Sam Jinks auf ihre ganz eigene Art und Weise wunderschön und poetisch. In ihnen spiegeln sich ebenso Melancholie wie die Schönheit des Hässlichen, die Vergänglichkeit des Lebens und das Außergewöhnliche im Vulgären wider. Ein paar Favoriten sind hier gelandet, den Rest solltet ihr euch aber unbedingt auch ansehen.

Sam Jinks’ sculptural work sustains the briefest and often most private moments in time. Emotional vulnerability is both the subject and result of his work and moves audiences in a way not expected from contemporary art. For Jinks, his works are not literal representations, but are based on the combination of different stages of life.


Sam Jinks from Sullivan + Strumpf on Vimeo.

Weitere Bilder von Sam Jinks Kreaturen via Ignant

Les Voyageurs – Zerschredderte Skulpturen

Faszinierende Arbeiten des französischen Künstlers Bruno Catalano. In ihrer Menschlichkeit zerrissen, innerlich und äußerlich fragil wirken die unvollständigen, im wahrsten Sinne des Wortes unvollkommenen, Skulpturen, die Catalano selbst als Les Voyageurs bezeichnet: Wohin reisen diese zerschredderten Menschen? Sind sie auf der Suche nach sich selbst, nach Vervollkommenung. Oder haben sie auf ihrer Reise viel mehr ein Stück von sich selbst verloren oder gar freiwillig aufgegeben, um zu neuen Menschen zu werden? Mehr dieser einsamen, verlorenen und suchenden Kreaturen gibt es bei My Modern Metropolis zu sehen.

via Neatorama

Shadow Dancing by Diet Wiegman

Am Mittwoch habe ich meine mündliche Prüfung und bin dann erst einmal fertig mit philosophischen Gedankenverrenkungen. Aber was kleines fachbezogenes muss ich dann doch noch hier reinhauen: Wir sind mal wieder bei der platonischen Höhle, in die wir uns für die Befriedigung ästhetischer Gelüste nur allzu gerne begeben. Diet Wiegman bastelt an un für sich schon großartige Trash-Art, die aber erst durch ihre tanzenden Schatten zum vollkommenen platonischen Kunstwerk wird. An die Wand projiziert verstecken sich die anamorphen Kreaturen hinter wundervollen, traumhaften Kunst-Epigonien. Würde auch zu dem ganzen nietzscheanischen Thema von dionysischem Abgrund und apollinischer Verzückung passen… Meine Favoriten sind die Venus und der David, wobei der Michael Jackson Epigone auch ziemlich cool ist. Weitere dieser faszinierenden Schattentänze gibt es auf Wiegmanns Blog zu bestaunen, für weitere Informationen lohnt es sich ebenso, zu alafoto zu surfen.


Diet Wiegman via colossal

Sculpture Surgeries by Cao Hui

Arghhh… ist das jetzt Prokrastination oder ein wichtiges Abarbeiten von favorisierten Feeds? Egal, die gr0ßartigen, sezierten Skulpturen von Cao Hui muss ich gerade einfach an dieser Stelle posten. Genau jetzt! Denn ähnlich wie auf den Bildern fühlt sich auch mein Kopf derzeit an, nachdem ich mich die letzten Tage mit Nietzsche, Husserl, Waldenfels, Gehirnen im Tank und postmodernen Moderne-Interpretationen auseinandergesetzt habe: Seziert, verschoben, dissoziiert… und nächste Woche dann hoffentlich wieder frei. Wo ist ein Skalpell?

via whokilledbambi?

Ausstellung in Berlin: BIOS – Konzepte des Lebens in der zeitgenössischen Skulptur

So, jetzt muss ich doch noch ein paar Worte zur Ausstellung BIOS verlieren, die derzeit im Georg-Kolbe-Museum in Berlin zu sehen ist. Um ehrlich zu sein war ich schon am Eröffnungstag, am 26. August da, weniger ob des feuilletonistischen Eifers als viel mehr aus Zufall. Mein Bruder, der für ein paar Tage in Berlin zu Besuch war, wollte unbedingt noch etwas Beeindruckendes sehen und die Ankündigung des Museums versprach einen ganz guten Querschnitt aus meiner kulturellen Leidenschaft und seinem medizinischen Interesse. Der Tagestipp in irgendeinem Berliner Stadtmagazin gab schließlich den entscheidenden Ausschlag und was soll ich sagen? Es hat sich wirklich, wirklich, wirklich gelohnt. Die Ausstellung hat in ihrer Gesamtheit einen großen Eindruck bei mir hinterlassen und bevor ich groß ins Fabulieren komme, schicke ich gleich vorweg: Leute, wenn ihr irgendwie die Möglichkeit dazu habt, geht dahin! Es lohnt sich für jeden, der Interesse an aktueller Plastik, Anthropologie und wissenschaftlicher Kunst hat… aber auch für jeden, der mal wieder eine kleine, kulturell legitimierte Geisterbahnfahrt erleben möchte.

Weiterlesen

Der gestrandete Wal von Adrián Villar Rojas

Der argentinische Künstler Adrián Villar Rojas hat eine gigantische Walskulptur in den Wäldern Argentiniens installiert. Die Plastik mit dem Titel My Family Dead (2009) pendelt irgendwo zwischen absurd surreal und unfassbar traurig. Aus Stein und Ton hergestellt geht das in jedem erdenklichen Sinne des Wortes tote Geschöpf eine seltsame Symbiose mit der organischen, lebendigen Umgebung ein, lässt die atmenden Welter zu so etwas wie ihrem Friedhof werden und scheint die Vergänglichkeit des Lebens zu mahnen… und sei es noch so gigantomanisch und überwältigend.

via Colossal

Poetisches für den Sonntag: Dioramen von Thomas Doyle

Der New Yorker Künstler Thomas Doyle entwirft faszinierende Dioramen aus detailliert zusammengestellten Gebäuden und Landschaften, ergänzt durch Figuren, deren Handlungen ganz eigene kleine, surreale, makabere aber auch romantische, poetische und und Welten entwerfen: Leben und Tod, Liebe und Hass, Selbstfindung, Selbstverzweiflung, Suchen und Finden… es ist schon erstaunlich, wie durch winzige, detailverliebte Arrangements derart lebendige Geschichten erzählt werden können.

Ein Blick in sein beeindruckendes Portfolio sei hiermit wärmstens empfohlen…

via detailverliebt

Poetisches für den Sonntag: Organische Metallskulpturen von Stephen Fitz

Wunderschöne, manchmal ästhetizistisch verspielte, manchmal sogar erotische Metallskulpturen, deren organischer Schönheit immer etwas lebendiges, beinahe beseeltes anhaftet. In der Galerie von Stephen Fitz gibt es noch unzählige weitere dieser beeindruckenden Kreationen zu bestaunen.

via Colossal

Großartige Kürbiskopf-Kreationen von Ray Villafane

Halloween steht kurz vor der Tür. Und der traditionsbewusste Amerikaner nutzt dieses Event natürlich zum Auslöchern von Kürbissen, um aus diesen unheimliche, weniger realistische, Köpfe zu gestalten. Traditionell geht Ray Villafane bei seinen Kürbisskulpturen nicht im Geringsten vor. In seinen Händen entstehen aus dem Gemüse der Gattung Cucurbita unglaublich realistische Comicgesichter, deren organische Verformungen nicht mehr den geringsten Rückschluss auf die relativ unflexible Herkunft zulassen. Villafane macht ebenfalls tolle Sachen mit Sand. Ein Vorbeisurfen in seiner Galerie sei also mehr als empfohlen.

Ray’s hobby of pumpkin sculpting was brought to an entirely new level in 2007 when he was contacted by High Noon Entertainment and asked to participate in the Food Network’s Challenge Show, Outrageous Pumpkins. Ray competed as one of four professional pumpkin sculptors, impressed the judges enough to sweep all three rounds and was awarded the Grand Prize.

via Dangerous Minds

Louis Vuittons Leder-Bestien von Billie Achilleos

Zwischen exquisit und spooky, creepy pendeln diese Tierskulpturen, die der britische Künstler Billie Achilleos aus Louis Vittons luxuriösen Handtaschen hergestellt hat. Ironischer Subtext des ganzen: Die verarbeiteten Taschen bestehen aus Leder, die entstandenen Biester sind im Prinzip so etwas wie zusammengebastelte Insektenzombies, Dr. Frankensteines Taschenwesen im Animal-Chic: Modedesign als Horrorkabinett. Ob dieser Effekt beabsichtigt war?

For the launch of the My Monogram service on Small Leather Goods, Louis Vuitton asked British Artist Billie Achilleos to work on 4 animals made of Louis Vuitton Small Leather Goods.
Enter the creative process and go behind the scenes of the project.

via Luxuo

Schreibmaschinenskulpturen von Jeremy Mayer

Es gibt ja dieses gewisse Unbehagen, das einen Menschen instinktiv überkommt, wenn er mit künstlichen Humanoiden konfrontiert wird. Genau dieses Unbehagen löst auch die menschliche Schreibmaschinenbüste von Jeremy Mayer aus… dann Interesse… Faszination und schließlich pure Begeisterung. Es ist schon erstaunlich, mit wieviel Kreativität der Mann aus totem mechanischen Material etwas schöpft, was nicht nur lebendig sondern sogar beseelt aussieht. Da könnten sich so manche Entwickler humanoider Roboter eine große Scheibe von abschneiden. Oben sein neustes Werk Bust V (Grandfather). Nach dem Klick folgt noch ein Video des Entstehungsprozesses dieser beeindruckenden humanoiden Skulptur, sowie ein Kurzbericht von cnet über Jeremy Mayer.

Weiterlesen