Shoegaze

Moment, war Alternative nicht Indie und umgekehrt? Jein, wo Alternative Rock tatsächlich am Anfang noch eine Alternative zum dumpfen Mainstream war wurde schnell alles was irgendwie grungig war oder den Alternative-Style trug in diese Schublade gesteckt. Indie hingegen waren Querdenker oder notorische Mainstream-Verweigerer wie Neutral Milk Hotel, dessen kreativer Kopf Jeff Mangum die Öffentlichkeit scheut wie kein anderer. Travis hingegen schafften mit The Man Who den Durchbruch in den Mainstream, was nicht an Anbiederung lag sondern an einem zeitlosen Meisterwerk, dessen spröder Charme nie vergehen wird.

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…Fucking 20 Jahre nach dem Meisterwerk Loveless (1991). Ich komme gerade aus dem Yeah-Rufen nicht mehr heraus und stelle mich mental schon mal auf einen enormen Shoegaze-Orgasmus ein. Das Beste daran, Sämtliche neuen Songs wurden von den Iren auch noch auf youtube hochgeladen, womit meine Hauptbeschäftigung für diesen Sonntag feststehen dürfte. Das Leben ist manchmal einfach nur schön.


My Bloody Valentine – MBV on YouTube, Offizielle MBV-Website via boingboing

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Herbst… und Sonne! Zumindest hier in Berlin. Und dennoch das Bedürfnis nach wohltuenden, wärmenden, angenehmen Klängen. Naja, wenn ich diesen musikalischen Schnell-Check überblicke, bleibt von Lagerfeuer-Romantik nicht viel übrig. Godspeed You! Black Emperor bereiten uns stattdessen mit ihrem Comeback auf den nahenden Weltuntergang vor, die Rival Sons reiten retroaktiv rockend in den Sonnenuntergang und Max Richter zerfleddert gleich alle vier Jahreszeiten so, dass kaum noch an einen gemütlichen Herbst-Abend zu denken ist. Immerhin lädt das  Brockdorff Klang Labor zu entspannten und selbstironischen deutschen Electro-Pop-Eskapaden ein… und ja: Kaum gekannt, fast vergessen, wieder aufgetaucht, sind sie doch noch zu hören: Die schmeichelnden, warmherzigen und zugleich traurigen Shoegaze-Klänge der frühen 90er Jahre, die perfekt zum aktuellen Herbst passen. Trotz ihres immensen Alters sind Dreamscape die große Entdeckung dieses Hörenwertes-Checks: Verträumt, verliebt, verloren und dabei einfach wunderschön. Alles wird gut.

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Fetzen muss es! Immerhin ist Sommer, Schluss mit den netten Pop-Hymnen, rein ins Leben. Naja, bevor das hier zum Manifest für den Vitalismus wird, ich bin gerade einfach auf der Suche nach Rock, nach heftigen, schrammeligen, noisigen Klängen, nach fetziger und dennoch tanzbarer, nach wilder und dennoch eingängiger Musik. Ob ich sie gefunden habe? Zumindest partiell. King Tuff rocken und poppen ordentlich durch sommerliche Garage Sounds, 2:54 revitalisieren die sphärische Schrammel-Seite des Post Punk und The Future of the Left drehen komplett am Noise-Rad. dEUS dagegen wissen noch nicht genau wohin, produzieren dabei aber wieder eines ihrer besseren Alben, und dann gibt es noch Patti Smith. Und die ist ja jetzt alt und weise und geerdet… und verdammt nochmal, vermisse ich ihr junges, ungestümes, einfach mal fetzendes Ich! Was solls! Es ist Sommer und zum Nörgeln ist der Herbst da. Also fünfmal hörenswerten Rock/Pop der Marke zum Anfassen und Genießen. Viel Spaß.

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Einer meiner schönsten Konzertmomente der letzten Jahre: Die verspulte Musik von Beach House im Sommer im Bühnen-Halbnebel zu erleben und dabei selber ordentlich benebelt zu sein. So geschehen auf dem Haldern und das neue Album geht konsequent den Weg zum cineastischen Epos weiter. So melancholisch wie eine französische Komödie der 60er war schon der Vorgänger Teenage Dream und Bloom wirkt noch epischer. Der Sommer ist rein musikalisch endgültig angekommen!

Stream bei NPR

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Okay… ich stolpere mal wieder den aktuellen Veröffentlichungen hinterher. Und daher gibt es auch bei diesem Hörenswert-Artikel nur Material, das irgendwie so März 2012 ist. Macht aber nichts, da die kurzrezensierten Alben allemal hörenswert und zudem mit prominenten Namen besetzt sind. The Shins schielen schon mal Richtung Sommer, Meshuggah bolzen Richtung Herbst und Winter und The Mars Volta sind sowieso wieder komplett abgehoben irgendwo da oben im Weltraum. Etwas gediegener und für ein letztes Auskosten der Wintergefühle empfehlen sich die französischen Shoegazer Les Discrets, indem sie mit sphärischen, dunklen und mysteriösen Klängen ein letztes Mal gegen die Frühlingssonne rebellieren.

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Der Winterschlaf ist vorbei und folgerichtig gibt es hier für den Februar ne Menge auf die Ohren. Nachdem ich Jack White abgefeiert habe und Rinko sich in den Shoegaze von A Place to bury Strangers fallen lässt, geht es weiter mit fragilem Post Pop an der Grenze zum Indie, Dream Pop, Shoegaze und Postrock. The Twilight Sad gehören seit ihrem Debüt Fourteen Autumns & Fifteen Winters (2007) zu den unterschätztesten Größen der schottischen Indie-Szene: Davon zeugt auch ihr neues Album No one can ever know, das am 10. Februar hierzulande veröffentlicht werden soll: Majestätisch, stilverliebt, verträumt, mysteriös, mitreißend… wer sich von Adjektivhäufungen nicht überzeugen lässt, sollte gleich bei Valve in das komplette Album reinhören. Außerdem hat Gitarrist Andy MacFarlane schon vor einiger Zeit ein Mixtape rausgehauen, auf dem unter anderem The Cure, Talking Heads, David Bowie und Gang of Four auf den Sound der Ungewissen einstimmen:

The Twilight Sad guitarist Andy MacFarlane has kindly compiled another mix tape for FatCat Records. This mix is a continuation from his previous podcast and features a number of tracks he listened to whilst writing and recording upcoming album ‘No One Can Ever Know’ – which is due for release on 6th February.

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Krachigen Wall-Of-Sound Shoegaze von den lebenslustigen A Place To Bury Strangers sind gerade zum Frühstück etwas schwer verdaulich, aber auch dieser Tag endet in Dunkelheit und ab diesem Zeitpunkt erteile ich den Anhörbefehl.

via Hypemem

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Der Herbst verwöhnt uns mit viel Sonne und mit so vielen interessanten Veröffentlichungen, dass man ganze Wochenden mit dem Anhören sämtlicher Streams, CDs und Promo-MP3′s beschäftigt ist. Ein paar Alben waren den Abbruch sämtlicher sozialer Kontakte wert, viele ließen uns eher verwirrt zurück. Eines davon sogar so sehr, dass wir uns nochmal an anderer Stelle speziell mit diesem Machwerk beschäftigen. Die neuen Coldplay dagegen verwalten, Veronica Falls verstören, Justice verlieren sich im 70er Sound-Kosmos und Florence & The Machine in vollendeter Schönheit.

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Nackte, schöne Frauen in stylishen und verstörenden Aufnahmen. Die tiefgründigen Videos kommen auch wieder, versprochen.

Bix – No Mercy (2011)

Regie: Vifill Prunner

Album: Animalog

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Ja Freunde… es ist Sommer. Das Wetter beschissen, der Urlaub in weiter Ferne, die Stimmung trübe, und wir hinken Dank schreiberischem Sommerloch in unserer Hörenswert-Section mal wieder um einen ganzen Monat zurück… Doch es naht Erlösung, in Form von experimentellen, düsteren, verlockend avantgardistischen und vor allem ‘ähmmm’ progressiven Klängen. So rocken sich Boris zuerst durch einen klassisch progressiven Avantgarde/Drone/Metal-Whatever-Kosmos, um kurz darauf die progressiven Töne in geheimnisumwitterten progressiven Ambient-Klängen zu finden. John Tejada entdeckt das progressive Element in minimalistischen Electro-Sounds, während Robert Fripp in seinem King Crimson ProjecKt zusammen mit Jakko Jakszyk und Mel Collins das Progressive in, nunja, klassischem Progressive Rock auslotet. Wenn’s schon nichts zu Feiern gibt, dann wenigstens genug satte, verwobene Klänge, um andächtig vor den Lautsprechern zu knien. Und der Sommer wird ohnehin komplett überbewertet…

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Woran eigentlich merkt man, dass man die Duisburger Stadtgrenzen verlassen hat? In anderen Pott-Städten scheinen die Menschen zumindest kleidungtechnisch in den späten 90er Jahren angekommen zu sein, während die mit Abstand ödeste und komplett überalterte Niederrheinstadt in eigentlich bemerkenswerter Konsequenz den 80ern fröhnt. Daran wäre ja eigentlich nichts schlimmes, wenn man damit nicht die Kohl Ära und die Dominanz von Pfeifen wie Grönemeyer und Westernhagen verbinden würde. Wie sich die guten Seiten der 80er in die Gegenwart retten, beweisen die Pains of Being Pure At Heart,  die in dem kleinen Saal des FZW ihr neues Album Belong vorstellen [Weiterlesen…]

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The Horrors erweisen uns eine nette Geste und spendieren ihr neustes Album Skying (Vö.: 11.7.) vollkommen kostenlos im Stream. Klingt mir zwar immer noch zu sehr nach 80er Post Punk… irgendwie aber trotzdem recht cool.


via Cinematze

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Endlich gute Musik ! Naja, stimmt jetzt so auch nicht, schließlich stellen wir hier schon seit Monat in der Hörenswert Rubrik das Beste aus den 80, 90er und…*hust*…Tschuldigung, ich stehe immer noch unter dem Einfluss von 8 Stunden Dauerbeschallung von Radio Duisburg und einer Playlist, bei der sich manche Leute sogar noch lieber für Waterboarding entscheiden würden als für diese. Hier kommt aber der beste Shit mit den Beastie Boys, bester Gute Laune House von The Knocks, bester Böse Buben Rap von Tyler und noch vieles mehr von den Allerbesten des Monats Mai. Seite 360, nur wir sind so, garantiert 100% und bis in alle Ewigkeit das Beste, weiter geht es mit Werbung…

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Über die kostenlose Acoustic EP, die Vorfreude auf das kommende Album weckt, haben wir uns ja an anderer Stelle schon gefreut. Nun haben die Shoegazer von The Twilight Sad noch drei Videos veröffentlicht, die schön minimalistisch – mit statischer Kamera – die Aufnahmen der Akustik-Session zeigen. Oben “The Neighbours Can’t Breathe”; nach dem Klick folgen die beiden anderen Songs “I became a Prostitute” und “That Birthday Present”… Wunderschön…

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