Die 90er Jahre: Die besten Alben des Jahrzehnts (Übersicht aller Artikel)

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Poetisch, laut, grimmig, maskulin, feminin, naiv und abgeklärt. Das waren die 90er und hier noch einmal die große Retrospektive im Überblick.

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Nirvana – Auftritt in einem Geschäft, Aberdeen,1988

Da bist du in den späten 80er in einem Electro-Laden in der amerikanischen Provinz und siehst drei zottelige Slacker spielen. Ich vermute ein Großteil der Kunden hätte kurz irritiert reingeschaut und wäre einfach weiter gegangen. Woher sollte man auch wissen das diese Typen ein paar Jahre später die Musikwelt auf den Kopf stellen und eines der wichtigsten Alben aller Zeiten veröffentlichen?

und hier ein kleiner Bericht zu dem Auftritt



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Newcomer 2012 – Seite 360 wagt einen Blick in die Zukunft II

Der zweite Blick deckt ansonsten eigentlich sämtliche Schwächen auf, in unserem Falle allerdings kommen ein paar großartige Neuentdeckungen dazu. Wie immer eine kleine aber feine Auswahl an potentiellen Newcomern, über die die Musikpresse bald sprechen wird und für Furore sorgen könnten. Lana Del Rey hat den Sprung vom Blog Hype auf die Titelblätter der Musikmagazine geschafft und Brit-Emporkömmling Zoo Kid wird bestimmt auch so manchen suchenden Hörer begeistern dürfen, während fiN den Alternative Rock mit viel gefühl neu beleben könnte. Milk Musik und The Men bringen uns den Seattle Sound der späten 80er zurück und erreichen ja eventuell sogar ein Grunge-Revival , das ich 2012 wirklich hören möchte.

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UK Christmas No.1 – Sub Pop veröffentlicht ‘Smells Like Teen Spirit’

Mit Rage against the Machine und X-Factor fing alles an. Als 2009 mal wieder irgendein Casting-Opfer ein schröckliches Weihnachtslied auf Platz 1 trällern sollte, gingen die Briten in die Offensive und gründeten die Facebook-Gruppe “Rage Against The Machine For Christmas No.1″. Die Kampagne hatte Erfolg und konnte das bereits 1992 veröffentlichte “Killing In The Name Of”  tatsächlich an die Spitze der Charts befördern. Das RATM selber auch bei einem Major unter Vertrag sind und denen es egal ist, ob eine Casting-Tröte oder ein Protest-Song das Geld einspielt, hinterlässt zwar einen faden Beigeschmack, aber wenn nun dank einer ähnlichen Aktion Smells Like Teen Spirit” wieder auf Platz 1 landet, ist das trotzdem besser als jeder Mist, den sich die Bohlens dieser Welt wieder ausgedacht haben.  Sub Pop, wo Nirvana ihr Debut “Bleach” veröffentlichten, veröffentlicht die Single übrigens als Limited Edition.

Die 90er Jahre: Die besten Grunge-Alben des Jahrzehnts II

Wir sind wieder zurück, ganz nah am Puls der beginnenden 90er. Grunge gehört neben der aufkommenden Techno-Begeisterung in Europa zu den dominierenden Genres der damaligen Zeit, und auch integre Bands wie Mother Love Bone und Mudhoney brachten von der Kritik umjubelte Platten heraus, die aber nicht in jedem Fall den Massengeschmack trafen. Der rohe Punk von L7 und der harsche Metal von Tad war dann doch zu viel für die gerade neu hinzu gekommenen Grunge-Jünger, die später nach dem Tod von Cobain in Silverchair ihr Heil suchten und dafür mit großen Pop-Appeal belohnt wurden.

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Nirvana – MTV Live & Loud, Seattle, 1993

Sorry, aber so schnell hören wir hier nicht mit den Nirvana- und Grunge Gedenk-Wochen auf und präsentieren das komplette MTV Live & Loud Konzert, was schon einen ordentlich angepissten Kurt Cobain und die großartige Energie von Nirvana-Konzerten gut rüber bringt.

 

 

Setlist:

1 ) Radio Friendly Unit Shifter

2 ) Drain You

3 ) Breed

4 ) Serve The Servants

5 ) Rape Me

6 ) Heart-Shaped Box

7 ) Pennyroyal Tea

8 ) Scentless Apprentice

9 ) Lithium

Die 90er Jahre: Die besten Filme für Musikliebhaber

Wie schon bei den 00er-Filmretrospektiven gibt es auch für die 90er noch einen kleinen Nachschlag für Musikliebhaber. Warum dieser im Vergleich zu den letzten beiden so dünn ausfällt… I don’t know. Vielleicht waren die 90er im Gegensatz zu den 00ern einfach nicht das große Jahrzehnt für Musikfilme, vielleicht habe ich diesbezüglich auch einfach noch verdammt viel Nachholbedarf. Falls ihr an dieser Stelle also dieses oder jenes Meisterwerk vermisst, habt keine Scheu davor, diese Lücke in den Kommentaren lauthals kundzutun. Nach dem Klick gibts dann erstmal Nostalgie mit den Beatles, ein eindrucksvolles Neil Young Musikerporträt von Jim Jarmusch, Videoclipästhetik auf Filmlänge, Radiohead auf der Suche nach sich selbst, zwei Slacker in  Wayne’s World, sowie Abgesänge auf den Glam Rock, den Grunge und das 18. Jahrhundert.

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Die 90er Jahre: Die besten Grunge-Alben des Jahrzehnts I

Schon bald erscheint ein Film über Pearl Jam (“Twenty”) und auch die Jubiläums-Edition von Nevermind steht bald in den Läden. 20 Jahre sind seit dem großen Knall vergangen, als eine unspektakuläre und beschauliche Großstadt im Nordwesten erst im Fokus der Musikmagazine stand und später nach dem weltweiten Über-Nacht Erfolg von Nirvana plötzlich Gesprächsthema und Trademark für einen Sound wurde, der aus der Not von ein paar Metal und Punk-Kids erfunden wurde, weil eben keine der coolen Bands auf Tour in ihre Stadt kam und sie selber was auf die Beine stellen mussten. Noch bis Ende der 80er waren lediglich nur Musik-Nerds über die vitale Musiker-Szene in Seattle informiert, bis dann Nirvana, die schon mit Bleach einen Achtungserfolg feiern konnten, mit ihrem Song “Smells Like Teen Spirit” wie eine Bombe einschlugen und den ganzen Kids, die von der glatten Yuppie Musik ihrer Eltern angenervt waren, rund um den Globus plötzlich ein Idol namens Kurt Cobain gaben. Er betonte zwar stets, kein Star sein zu wollen, unternahm aber gleichzeitig auch nichts dagegen, bis ihn sein Dämon langsam auffraß und er mit seinem Freitod Jahre später das Kapitel Grunge beendete.

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Trailer zum Dokumentarfilm Pearl Jam Twenty

Yeah! Als Kind der 80er und folgerichtig Jugendlicher der 90er Jahre bin ich mit Grunge groß geworden. Und auch wenn ich Nirvana oder Alice in Chains heutzutage den pathetischen “Last Survivors” Pearl Jam vorziehe, so verbinde ich mit diesen doch einige der schönsten musikalischen Momente meiner Jugend. Regisseur Cameron Crowe (Almost Famous) hat den Seattler Urgesteinen ein filmisches Denkmal gesetzt, das deren mittlerweile 20jährige Karriere dokumentiert. Must see, must see, must see!

Pearl Jam Twenty chronicles the years leading up to the band’s formation, the chaos that ensued soon-after their rise to megastardom, their step back from center stage, and the creation of a trusted circle that would surround them—giving way to a work culture that would sustain them. Told in big themes and bold colors with blistering sound, the film is carved from over 1,200 hours of rarely-seen and never-before seen footage spanning the band’s career. Pearl Jam Twenty is the definitive portrait of Pearl Jam: part concert film, part intimate insider-hang, part testimonial to the power of music and uncompromising artists.

via Filmfreunde

Die 90er Jahre: Die besten Alternative Rock Alben des Jahrzents I

So wirklich glücklich mit dem Begriff Alternative Rock dürfte wohl keine der hier aufgezählten Bands sein. Doch auch in den 90ern brauchte es Schubladen in die Künstler gesteckt wurden, die meistens erste Erfolge im Underground hatten und durch eine verträglichere Ausrichtung oder Stiländerungen eine breitere Käuferschicht und Fanbase erreichen konnten. Anders als bei vielen Bands aus dem Indie- oder Underground Bereich , der sich bewusst vom Mainstream-Kanälen abgrenzte (oder es zumindest vorgab), gab es bei den Alternative Rockern keine größeren Berührungsängste mit MTV oder Angst vor Verwendung der Songs in Massenmedien, was das Genre schnell in Veruf brachte. So steht dieses heutzutage im Ruf der angeblich (!) “ehrlichen und handgemachten Mucke” (was immer das auch bedeuten mag), die Klaus-Uwe auf dem Weg in sein Provinznest laut aufdreht. Wir begeben uns jedoch an die relativ unschuldigen Anfangstage und den kreativen Höhepunkt des Alternative Rock in den 90ern, als Stadionrocker wie U2 plötzlich auch mal anders sein wollten, die Präsidenten der USA der Generation X das Lächeln beibrachten und ein Sonderling namens Beck alles auf den Kopf stellte. weiterlesen

R.I.P. Kurt Cobain * 20. Februar 1967; † 5. April 1994

Alle Jahre wieder und trotzdem immer wieder faszinierend traurig..

Hier eine Dokumentation, die auf Phoenix lief und noch einmal Bekannte, Freunde und Wichtigtuer zu Wort kommen lässt:

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Rapid Music Movements – Retrospektive zum neuem R.E.M. Album “Collapse Into Now”

Die Welt dreht sich weiter und R.E.M. veröffentlichen wieder ein neues Album. Seit nunmehr fast 30 Jahren erfreuen die Alternative-Rocker ihre Fans mit regelmäßigen, neuen Veröffentlichungen: Mal laut und kratzbürstig, mal experimentell, mal mit Pop und Harmonie flirtend, mal mit großem Stadionrock Gestus und dann wieder ganz zurückgezogen, melancholisch und nachdenklich. Über ein Dutzend Gründe, sich ihrer Discographie genauer anzunehmen…

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Pearl Jam und Alice in Chains – Die Überlebenden des Grunge

Seattle, einst eine langweilige Stadt irgendwo im Nirgendwo, in der eigentlich nichts passierte und die Jugendlichen auch nicht viel mehr zu tun hatten als Bands zu gründen und Punk zu spielen. Obwohl für seine Punkbase bekannt erreichte die Szene  Ende der 80er erstmals größere Aufmerksamkeit als die Kids anfingen, Punk anders zu interpretieren und ihn mit Metal fusionierten, was später unter dem Begriff “Grunge” weltweit für Furore und bei dem Label Sub Pop für große Einnahmen sorgte.

Nachdem der extrem große Hype um Seattle verschwand, blieb nicht allzu viel von der einstmals vitalen Szene übrig. Längst war der Sound und die  Mode kommerzialisiert worden und die Welt im hedonistischen Techno oder Britpop Fieber.

Übrig blieb ein Trauma. weiterlesen