Philip K. Dick’s Excitement about Blade Runner

Wo wir den gerade bei den besten Science Fiction Filmen der 80er Jahre an prominenter Stelle genannt haben… Auch Philip K. Dick, Autor der Vorlage Träumen Androiden von elektrischen Schafen? (1968) war mehr als angetan von der Ästhetik der Verfilmung Blade Runner (1982). In einem Brief an Jeff Walker äußerte er sich 1981 begeistert über die ersten Bilder von Ridley Scotts Science Fiction Parabel, die er in einer TV-Preview bestaunt hatte. Den vollständigen Film indes bekam Dick leider nie zu sehen. Er starb am 2. März 1982, wenige Monate bevor die finale Version von Blade Runner in den amerikanischen Kinos anlaufen sollte:

October 11, 1981

Mr. Jeff Walker,
The Ladd Company,
4000 Warner Boulevard,
Burbank,
Calif. 91522.

Dear Jeff,

I happened to see the Channel 7 TV program “Hooray For Hollywood” tonight with the segment on BLADE RUNNER. (Well, to be honest, I didn’t happen to see it; someone tipped me off that BLADE RUNNER was going to be a part of the show, and to be sure to watch.) Jeff, after looking—and especially after listening to Harrison Ford discuss the film—I came to the conclusion that this indeed is not science fiction; it is not fantasy; it is exactly what Harrison said: futurism. The impact of BLADE RUNNER is simply going to be overwhelming, both on the public and on creative people—and, I believe, on science fiction as a field. Since I have been writing and selling science fiction works for thirty years, this is a matter of some importance to me. In all candor I must say that our field has gradually and steadily been deteriorating for the last few years. Nothing that we have done, individually or collectively, matches BLADE RUNNER. This is not escapism; it is super realism, so gritty and detailed and authentic and goddam convincing that, well, after the segment I found my normal present-day “reality” pallid by comparison. What I am saying is that all of you collectively may have created a unique new form of graphic, artistic expression, never before seen. And, I think, BLADE RUNNER is going to revolutionize our conceptions of what science fiction is and, more, can be.

Let me sum it up this way. Science fiction has slowly and ineluctably settled into a monotonous death: it has become inbred, derivative, stale. Suddenly you people have come in, some of the greatest talents currently in existence, and now we have a new life, a new start. As for my own role in the BLADE RUNNER project, I can only say that I did not know that a work of mine or a set of ideas of mine could be escalated into such stunning dimensions. My life and creative work are justified and completed by BLADE RUNNER. Thank you..and it is going to be one hell of a commercial success. It will prove invincible.

Cordially,

Philip K. Dick

via Dangerous Minds

Darth Vader and Son

Großartige, spinnerte, nerdy Comic-Idee von Jeffrey Brown: Darth Vader als Guy next Door… oder zumindest als Vater, der alles richtig machen will. Luke Skywalker als kleiner Bengel, der gerne Football spielt, Eis isst und gerne Jar Jar Binks Actionfiguren kaufen würde. Den Comic Darth Vader and Son gibt es für schlanke 10 Euro bei Amazon zu kaufen und mein Exemplar wird gleich geordert.

Darth Vader and Son bei Amazon (Partnerlink)

via pewpewpew

Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts III

Falls jemand noch auf einen Artikel wartet, der sich mit nur einer Spielart des 80er Jahre Science Fiction beschäftigt… Dieser wird nicht mehr kommen. Auch im dritten Teil gibt es einen munteren Sprung durch alle Spielarten und Abarten des Genres: Philosophisch Abstraktes in Ridley Scotts Blade Runner, noch Philosophischeres und Abstrakteres und vor allem Dystpopischeres in Lars von Triers Filmdebüt The Element of Crime, trashig angehauchte Unterhaltung im putzig naiven Zeitreise-Fantasy Hybriden Das Philadelphia Experiment, großes Space Opera Kino in Teil 2 5 der Star Wars Saga, Das Imperium schlägt zurück und gehässige Endzeitfantasien, mal satirisch, mal actionreich in Mad Max II und Robocop. Und damit genug der einleitenden Worte: Die Vergangenheit der Zukunft und die Zukunft der Vergangenheit warten.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts II

Genre-Hybriden sind einfach das Beste… Warum auch sich mit nur einer Schublade begnügen, wenn man es sich gleich in einem Dutzend davon gemütlich machen kann? Die folgenden 80er Science Fiction Meisterwerke jedenfalls springen munter zwischen den Stühlen: Von Horror und Science Fiction (Dreamscape) von Drama und Science Fiction (Enemy Mine, Cocoon), von Action und Science Fiction (The Terminator, Aliens), von “Was zur Hölle versuchst du mir zu sagen?” und Science Fiction (Dune – Der Wüstenplanet) und lassen sich dabei dennoch alle wunderbar dem futuristischen, utopischen/dystopischen und prophetischen Genre zuordnen.

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Kurzfilm der Woche: PAC-MAN The Movie

Sehr cooler, wenn auch etwas überstylter Kurzfilm, der die Entstehung von Pac-Man (1980) in einem futuristischen High Tech Szenario verortet, inklusive einer -natürlich – ziemlich konstruierten Sinngebung des pillenfressenden, von Geistern gejagten und zurückjagenden gelben Wesens. Weitere Infos auf Project Yellow Sphere:

PAC-MAN was the very first arcade game we ever played. It was the first Atari 2600 cartridge we ever owned. It was the first Saturday morning cartoon we watched religiously, and to this day, our favorite (yet sadly discontinued) brand of pasta. We grew up with this character. Spent countless hours with him. But in all that time, the one thing we wanted the most … the one thing we fully expected … never happened. Why, we wondered, did they never make a PAC-MAN MOVIE?

PAC-MAN The Movie (2012)

Writer / Director – James Farr
Producer – Logan Davis
Lead Animator – Nathan Glemboski
Director of Photography – Sam J. Stanton

via HYST

Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts I

Horror… done, Fantasy… done… Wir bleiben dem Genre-Kino treu. Je weiter es in den Jahrzehnten zurück geht, um so heikler wird das Verfallsdatum der jeweiligen Filme, und wenn es ein Genre gibt, bei dem dies besonders zum Ausdruck kommt, dann den Science Fiction. Wie schnell wirken doch die Zukunftsvisionen und High Tech Fantasien von einst albern aus heutiger Sicht. Oft scheint es naiv, wie sich damalige Kreative unsere heutige Zeit oder eine nähere Zukunft ausgemalt haben, oft scheint es übertrieben oder einfach vollkommen an den tatsächlichen Entwicklungen der Gesellschaft und Technik vorbei. Insofern gilt auch hier immer die Frage: Halten die Filme von damals dem Urteil von heute stand? Bei den folgenden Science Fiction Filmen kann die Frage durchgehend (mit klitzekleinen Einschränkungen) mit ‘Ja’ beantwortet werden: Zeitlose Dystopik liefern Quiet Earth, Brazil und Tetsuo, während Sie leben und Star Trek IV wunderbar als Zeitdokument funktionieren, inklusive aller Naivität und Sillyness. Und auch wenn James Camerons The Abyss gealtert sein mag, begeistert er auch heute noch als epischer Sci-Fi Blockbuster. Die besten Science Fiction Filme der 80er Jahre, Fuhre eins, nach dem Klick…

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Trailerprogramm: Total Recall, Bernie, 100 Yen, Bar 25, Ted, Yellow Submarine, Frankenweenie

Total Recall [Len Wiseman]

Ach kommt schon… muss das so aussehen? Dass ein Remake von Total Recall sich von dem 90er Exploitation-Szenario von Paul Verhoevens Klassiker verabschiedet, finde ich ja noch okay, war auch irgendwie zu erwarten: Aber ernsthaft, dieses Matrix trifft Minority Report Szenario scheint mir gerade derart dröge, dass ich echt nicht die geringste Lust verspüre den Film zu sehen. Okay, die ein oder andere Blade Runner Referenz ist schon ganz nett, aber eigentlich hätte ich mir doch ein wenig mehr Philip K. Dick und ein bisschen weniger Action-Spektakel gewünscht. Ohnehin scheint mir in dem Trailer noch nicht so ganz klar, woran sich die Macher jetzt tatsächlich orientieren wollen: Der literarischen Vorlage  Erinnerungen en gros (1966)? Dem Original Total Recall (1990)? Oder wollen sie doch ihr eigenes, Post-Matrix CGI-Spektakel inszenieren. Ich befürchte das Letzte und erwarte schon eher einen kleinen bis mittelschweren Fail. (via)

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Obscurus Lupa slams “Star Wars – A New Hope”

Best April Fool 2012… Video-Bloggerin Obscurus Lupa hat einen trashigen Science Fiction Film aus den 70er ausgegraben und macht diesen wunderbar nach Strich und Faden fertig. Nicht nur, dass Star Wars – A New Hope der erste einer sechsteiligen Reihe ist und dabei Episode IV heißt (Hallo, geht’s noch verwirrender?), er nervt auch mit lahmen Charakteren (wie dem weinerlichen Luke Skywalker), merkwürdigen Mythen (wie der obskuren Force) und einem kruden Oberbösewicht namens Darth Vader.

Einzig positiv hervorheben lässt sich, dass der toughe Weltraumpirat Han Solo (der besser von Tom Selleck gespielt worden wäre) nicht als erster schießt, dass die Romanze zwischen Luke Skywalker und Prinzessin Leia hervorragend funktioniert und dass der Film vom Regisseur über die Jahre hinweg mit großartiger CGI stets verbessert wurde. Ansonsten purer Science Fiction Trash der übelsten Sorte… Thanks Obscurus Lupa for this awesome, mind blowing review!

Star Wars – A New Hope reviewed by Obscurus Lupa

Prometheus Trailer #2

Eigentlich ist Florian für das Trailer-Programm zuständig, aber der neue Prometheus Trailer…holy shit, jetzt will ich den verdammten Film wirklich sofort sehen!  Ich habe leider wegen der Arbeit nicht viel Zeit um genau zu recherchieren, aber ich bin mir gerade echt sicher, dass ich diese sonderbare Felsformation (ganz am Anfang) auf meinem letzten Schottland-Urlaub gesehen habe und sich diese auf einer der Hebriden-Inseln befinden müsste. Wer mehr darüber weiß darf sich gerne per mail oder unten in den Kommentaren melden.

Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts III

Wir pendeln weiter zwischen Hollywood-Grusel und Independent-Horror. In der dritten 80er Horror-Retrospektive wird es zumindest kurzfristig wieder “etwas” braver, berechenbarer und vor allem familiengerechter. Mit Poltergeist stellen Steven Spielberg und Tobe Hooper unter Beweis, dass es durchaus auch so etwas wie die Family-Version des klassischen Horrors geben kann. Stephen King ist auch wieder zu Gast, dieses Mal mit dem Meisterwerk Shining, das der Autor der Vorlage dem ausführenden Regisseur Stanley Kubrick wohl nie verziehen hat und das zugleich die beste King-Verfilmung überhaupt ist. Surreal, ungewöhnlich und extravagant wird es im psychedelischen Höllentrip und den beiden Spät-Giallos Opera und Tenebrae, in denen Dario Argento sowohl ästhetisch als auch inhaltlich vollkommen spinnert, ungeniert am Rad drehen darf. Und für den Trash-Faktor sorgt der ausgesprochen vergnügte, nichts desto trotz beängstigende Zombie-Thriller Re-Animator.

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The Book Reader of the Future… of the Past

So haben sich die Zukunftsforscher des Jahres 1935 also unsere heutigen Lesegewohnheiten vorgestellt… Mittels eines Mikrofilms werden die einzelnen Seiten auf einen Bildschirm projiziert, der sich gemütlich mittels Angel auf die Kopfhaltung des Lesers einstellen lässt. Geblättert wird freilich auch mittels Fernbedienung… Also besonders mobil ist das zwar nicht, komfortabel scheint es aber durchaus zu sein.

via Retronaut

Star Wars Identities

Im April wird in Montreal und Edmonton die Ausstellung Star Wars Identities eröffnet, in der den Besucher eine interaktive, vollkommen neue Erfahrung der bekannten Charaktere der Weltraumsaga erwarten soll. So weit so gut so viel zu weit weg… In Folge der Ausstellung wurden aber ein paar wirklich hochkarätige Charakter-Poster entworfen, auf denen die Helden und Schurken aus Lucas’ Universum als Mosaik aus ikonischen Gegenständen, Orten und Momenten präsentiert werden: Darth Vader als Schatten des Todessterns, C3PO als Code-Mosaik und die Sturmtruppen des Imperiums als individuumsbildendes Kollektiv. Großartig!

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52 Games, #6: Thema ‘Geschwindigkeit’ – Extreme-G (Nintendo 64, 1997)

Um in der 52Games-Competition nicht ganz den Anschluss zu verlieren, mache ich gleich bei Thema 6 weiter und nehme mir weiterhin vor, die verpassten Tasks 2-5 so schnell wie möglich nachzuholen. Geschwindigkeit steht dieses Mal also auf dem Programm und ich verzichte in diesem Fall auf die Extrapunkte, die ich durch Verzicht auf ein Racing-Game abräumen könnte. Dafür liegt mir dieses kleine Spiel – und vor allem die damit verbundene Geschichte – zu sehr am Herzen. Ich spreche von DEM Speed-Racer für das Nintendo 64 überhaupt: Extreme-G, das 1997, als die Konsole noch in ihren Kinderschuhen steckte, als einer der ersten Titel auf den Markt geworfen und ziemlich aggressiv als WipEout-Killer präsentiert wurde.

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Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts II

Nachdem bei der letzten Horror-Retrospektive primär brav gruseliges bis episches Horrorkino dran war, drehen die nun auftauchenden Horrorfilme deutlich an den Daumenschrauben. Gleich zwei Index-Kandidaten, die damals der BPjM zum Opfer fielen, stehen heute auf dem Programm: Die Mörderischen Träume in A Nightmare on Elm Street und die wandelnden Toten in Day of the Dead waren offensichtlich zu viel für die prüden Sittenwächter von einst. Unblutiger und Traditioneller geht es dagegen in dem Gothic-Horror-Schinken Die Braut zu, während Fright Night sich munter vergnügt in der 80er Trash- und Mainstream-Ecke ausbreitet. Und Body- sowie Monsterhorror war in den 80ern natürlich auch noch ein großes Thema, in diesem Rückblick vertreten durch die so verschiedenen – und doch gleichermaßen polarisierenden – Regisseure David Cronenberg und Chuck Russell, die mit Die Fliege und The Blob auf unterschiedliche Art das Monströse zum Widerspiegel des menschlichen Scheiterns werden lassen.

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Kurzfilm der Woche: Archetype

Ein Kampfroboter beginnt plötzlich, sich an ein früheres Leben inklusive Frau und Kinder zu erinnern und begehrt dadurch gegen die ihm gegebenen Befehle sowie seine Erbauer auf. Das Science Fiction Drama Archetype von Aaron Sims ist ein großartiger, auf Big-Budget-Niveau stattfindender Low-Budget-Kurzfilm, der sowohl was Setting als auch Animationen als auch Dramaturgie als auch Schauspieler betrifft, locker mit diversen Großproduktionen mithalten kann. Und das Beste: Produzent John Davis (Chronicle) ist auf das Teil aufmerksam geworden und will daraus einen Langfilm machen.

RL7 is an eight-foot tall combat robot that goes on the run after malfunctioning with vivid memories of once being human. As its creators and the military close in, RL7 battles its way to uncovering the shocking truth behind its mysterious visions and past.

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