Ennuigi – Die existenzialistische Version von Mario Bros

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Oh, ja… es gibt kaum etwas schöneres in der Kaffeehaus-Philosophie als dieser prätentiöse, Zigarette rauchende und über die Sinnlosigkeit des Lebens nachdenkende Existenzialismus-Chic, den wohl die meisten (ehemaligen) Philosophiestudenten aus eigener Erfahrung kennen dürften. Auch ich hatte meine Rollkragenpulliphase und ich bereue keine Sekunde davon. Damals im Dunst von Whiskey, Zigarettenrauch und fatalistischen Fragen hat das Leben noch richtig Spaß gemacht.

In Ennuigi (vom französischen “Ennui” für Langeweile und Tristesse) könnt ihr genau dieses großartige Lebensgefühl in einem Super Mario Bros Setup nachspielen. Inklusive Kommandos für tief inhalierendes Rauchen und existenzialistisches, nachdenkliches nach oben Schauen. So in etwa sollte auch mein erster Mario Maker Level aussehen.

Play Ennuigi via Dangerous Minds

Literarische Auslese: #Netzpolitik und #Landesverrat

Bevor ich es vergesse: Es gibt eine neue Ausgabe der Literarischen Auslese. Dieses Mal eine schonungslose Offendeckung des Landesverrats durch netzpolitik: Sprich, die Lesung des inkriminierten Dokuments: “Technische Unterstützung des Prozesses Internetbearbeitung” aus den Zuschüssen für das Bundesamt für Verfassungsschutz 2013. Wenn ihr an diesem Wochenende irgendwann mal in diesem Internet unterwegs ward, wisst ihr ohnehin schon worum es geht. Hier trotzdem noch mal alle relevanten Links.

https://netzpolitik.org/2015/verdacht-des-landesverrats-generalbundesanwalt-ermittelt-doch-auch-gegen-uns-nicht-nur-unsere-quellen/

https://netzpolitik.org/2015/ueber-pressefreiheit-und-staatliche-ermittlungen-das-schreckt-uns-nicht-ab/

https://netzpolitik.org/2015/geheimer-geldregen-verfassungsschutz-arbeitet-an-massendatenauswertung-von-internetinhalten/

Scheiden tut weh – Berühmte Philosophen machen Schluss

 

What are we even doing anymore? With every passing day, you grow more isolated from your labor. We have not made love in over a month, even after I was cured of that rash, and was so certain that we would celebrate appropriately. I demand justice from this bourgeois hand-job hell they call “relationships.”—Karl Marx

 

Drüben beim NewYorker.com (via) gibt es eine kleine Auswahl an Trennungsbriefen, die berühmte Philosophen bestimmt geschrieben hätten.

Kurzfilm der Woche: Kung Fury

Ja, ich weiß: Wir sind wieder einmal eine Woche zu spät. Zu meiner Verteidigung, ich bin tatsächlich erst diesen Samstag dazu gekommen, dass Pseudo 80er Trash-Brett Kung Fury und zu schauen; und der Film ist tatsächlich so genial, wie Kampagne, Trailer und Sneak Peeks vermuten ließen: Komplett over the Top, komplett neben der Spur; größenwahnsinnig und low budget zugleich.

Achja, und neben massiver Kung Fu Action, amoklaufenden Arcademaschinen, Triceratops-Cop, zeitreisendem Hitler, Thor, Wikinger-Amazonen und laserschießenden Velociraptoren gibt es auch noch Hassel the fucking Hoff zu sehen. Alles richtig gemacht, und vollkommen verdient der beste Kurzfilm der reanimierten 80er Jahre (oder so…)

via alle

Alles Für Immer 03 – Der Herold

Wie der Herold der Unsichtbaren Hand des freien Marktes des Todes in die Welt spawnt.

Beschreibungen und Links zum verwendeten, CC-lizenziertem, Bildmaterial findet man auf meinem Youtubekanal.

Tilted MF auf Youtube und auf tumblr.

#Varoufake: Der Cutter von Jan Böhmermann meldet sich zu Wort

Heute war echt so ein Popcorntag im deutschen Internet. Vielleicht schreibe ich die Tage noch etwas mehr dazu. Aber davor erst einmal die Stellungnahme von Böhmermanns Cutter, der die ganze Aufregung offensichtlich auch genossen hat.

Varoufake: Stellungnahme des Cutters von Jan Böhmermann

Das geheime Leben der Superhelden-Actionfiguren

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Fantastische, geeky Superhelden-Installationen von Edy Hardjo, der mit Hilfe klassischer Actionfiguren, viel fotografischem Gespür und ein wenig Photoshop-Unterstützung dem Leben der Marvel- und DC-Ikonen jenseits des üblichen Kinderzimmergebrauchs auf den Zahn füllt. Der Künstler zu seiner Arbeit: ““I use my daily experience as source of ideas… All I do is replace the ‘usual’ thing with the ‘unusual.’” … eigentlich macht er ja genau das Gegenteil, aber genau das macht diese Reihe auch so großartig. Mehr davon gibt es beim gelangweilten Panda zu sehen.

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Mehr von Hrjoe: Facebook | Instagram

Disney-Prinzessinnen als Steine

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Okay, schuldig. Ich liebe die Remixes von Disney-Figuren, die man auf Deviant Art, Tumblr und Co. zu hauf findet, und ich habe sie in den letzten Jahren auch mehr als einmal verbloggt. Aber gerade was die Reinterpretation und Dekonstruktion des klassischen Disney-Prinzessinnen betrifft, gab es in jüngster Vergangenheit doch einen gewissen, anstrengenden Overkill. Ich scheine zumindest nicht der einzige zu sein, der mittlerweile genervt mit den Augen rollt, wenn die neusten Disney-Prinzessinnen als Zombies, Disney Prinzessinnen während eines Bad Hair Days, Disney-Prinzessinnen als Superhelden Kunstwerke im Newsfeeds aufploppen.

Und für alle, denen es ähnlich geht, gibt es jetzt Bolks Disney-Prinzessinnen als Steine zu bewundern. Damit dürfte alles gesagt sein. Danke Bolk. Und bitte, bitte, bitte sucht euch ein neues Betätigungsfeld liebe Deviant Artists.

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Disney Princess Pile of Rocks via A.V. Club

Why House of Cards sucks… a little bit

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Serien-Sucker Artikel Nummer 4. Nach The Walking Dead, American Horror Story und Game of Thrones muss dieses Mal das politische Treiben von Frank Underwood dran glauben. Warum? Weil es wahrscheinlich noch einige Zeit dauern wird, bis ich mich von meinem persönlichen Breaking Bad Hype erholt habe. Bis dahin wird jede aktuelle und kommende große Big Budget AAA TV-Serie erst einmal mit Argusaugen betrachtet, unabhängig davon, wie gut sie ist. Auch House of Cards hat mich in seinen ersten beiden Staffeln prächtig unterhalten. Auch House of Cards habe ich regelrecht weggesuchtet (so wie man es heutzutage halt bei guten Serien macht). Ändert nichts daran, dass sich in dem Netflix-Exklusivprodukt eine Menge kleiner und größerer Schwächen finden lassen, dass es immer wieder Momente gibt, in denen man sich einfach nur fragen kann “Warum?”. Jepp, House of Cards, der erste wirklich überzeugende Politthriller seit Jahren, rockt… gewaltig. Die Serie nervt aber auch ein bisschen. Und die Gründe dafür folgen auf den Fuß. Why House of Cards sucks. Nitpicking auf 3… 2…. 1….

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Honest Trailer: Fight Club

Passend zum 15jährigen Jubiläum (Und jetzt bitte alle einmal: “Scheiße, ich bin alt!”) des großartigsten Konsensfilms der 90er Jahre, der wohl bei so ziemlich jedem Publikumsvoting über die besten Filme dieses Jahrzehnts zusammen mit American Beauty in den Top3 landen dürfte… endlich mal wieder ein durch und durch fantastischer (und vollkommen verspoilter) Honest Trailer. Btw.: Fight Club ist natürlich total End-90er Style, dafür aber wirklich erstaunlich würdevoll gealtert. Nach wie vor absolut sehenswert.

Achja, ich habe schon vor ein paar Jahren meinen Senf zu dieser Monstrosität von einem Film geschrieben und dabei gar nicht so wenig von dem erwähnt, was auch in diesem ehrlichen Trailer angesprochen hat. With your feet on the air and your head on the ground. Try this trick and spin it, yeah…

via Maik

Heute gehen wir in die Galerie

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This is it! Der ultimative Guide zur zeitgenössischen Kunst für Kinder unter fünf Jahren. Endlich können überforderte Eltern auch Jüngsten die verstörende Großartigkeit der Postmoderne und Postpostmoderne in einfacher Sprache näher bringen:

There is nothing in the room.
Peter is confused.
Jane is confused
Mummy is happy.

“There is nothing
in the room,
because god is dead,”
says mummy.

“Oh dear,” says Peter.

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Family Guy meets The Simpsons: Matt Groening und Seth MacFarlane malen sich gegenseitig

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Kein Monat mehr bis zum epochalen Simpsons/Family Guy Mashup, mit dem die 13. Staffel von Seth MacFarlanes anarchischer Zeichentrickserie eingeläutet werden soll. Um die Kollision der beiden Welten noch ein wenig anzuteasern (als ob ich als Fan beider Serien nicht schon genug gehypt wäre), haben Family Guy Mastermind Seth und Simpsons-Macher Matt Groening sich nun gegenseitig gemalt.

Seth kommt im klassischen Simpsons-Stil ziemlich gut weg, während er selbst Matt als “Mayor of Television” ziemlich gehässig als TV-Aristokraten karikiert hat. Passt schon so. Gerade in den 2000ern, als die Simpsons immer braver wurden hat Family Guy einfach mal neue Standards gesetzt, wenn es um die Karikatur der Karikatur der Karikatur ging. Ich freu mich auf das Zusammentreffen der beiden “Konkurrenten”.