Schlagwort-Archiv: Sampling

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Hörenswertes: Biffy Clyro, The Avalanches, Gone Is Gone, Billy Talent, Owen, Dinosaur Jr, Blossoms, Roosevelt

 

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Während ich die Einleitung schrieb hat Frank Ocean sein neues Album für dieses Wochenende angekündigt und überhaupt war ich der festen Überzeugung im Sommer keine Rezension schreiben zu müssen.

Ist es vielleicht schon die vielbeschworene Krise, von der alle immer reden und ist der Sommer schon so doof, dass man schon die Releases auf die Zeit vorverlegt, wo Leute doch lieber draußen grillen.

Egal, als Musikliebhaber nimmt man natürlich alles mit und hey, die Avanlaches melden sich zurück, Biffy Clyro leider auch. Gone is Gone, Billy sein Talent auch irgendwie. Blossoms bedienen sich gleich mal ausgelutschter Ideen, anstatt selber noch mehr falsch zu machen. Immerhin kann Roosevelt die Ehre der Jungmusiker rettet und zaubert ein wirklich frisches Dance-Album und ein versöhnliches Grinsen auf das Gesicht des muffeligen Kritikers.

Ach so, gerade kam noch die Beginner rein…

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Die 00er Jahre: Die besten elektronischen Alben des Jahrzehnts II

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So, wieder ein Schritt weiter in der Retrospektive über die elektronischen 00er. Zwei DJs spielen Rendes-Vouz, irgendwann in den frühen 80ern. Ja dieses Bild passt zum Electrocash der 00er Jahre, der das zaghafte 80er-Revival konsequent weit führte. Justice nahmen die Abkürzung zu den 90ern und gaben der Electro-Gemeinde anbetungswürdige Boller-Musik, Hot Chip versöhnten Soul und Keyboards, Fennesz war eher für das Chillen danach und für die Avalanches brauchte man sogar einen Psychiater.

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Happy Birthday, Breakbeat

So was… Da war ich dermaßen in den Breaking Bad Hype vertieft, dass ich ganz vergessen habe, dem Breakbeat und damit auch irgendwie dem Hip Hop zum Geburtstag zu gratulieren. Am 11. August 1973 legte Clive Campbell als Herc auf einer Back to School Party auf und nutzte diese Gelegenheit mal kurz, um die gesamte Musikwelt zu revolutionieren: Anstatt einen Song in Gänze zu spielen, switchte – der später unter dem Namen DJ Kool Herc Berühmtheit erlangende – Campbell einfach direkt zu den Breaks der aufgelegten Funk-Songs, und weil das ziemlich cool klang – und das Publikum entsprechend reagierte – loopte er das ganze einfach munter weiter, um eine ganz neue, ganz eigene Form von Rhythmus zu kreieren. Der Breakbeat war geboren. Und der Rest ist Geschichte… großartige Musikgeschichte!


via

DJ Shadow – I Gotta Rokk (Metal Madness Video)

Eigentlich sollte man ja nicht irgendwelche Sachen bloggen, die man eher so mau findet. Die meisten von euch dürfte es aber interessieren, dass DJ Shadow mit der “I gotta Rokk”-EP neues Material am Start hat und zum Titelstück mittlerweile auch ein Musikvideo auf Youtube zu sehen ist. Dieses ist tatsächlich ziemlich schick geschnitten, hat coolen Bilder und ein ordentliches Tempo. Schade nur, dass der dazu gehörende Song irgendwie so gar keinen richtigen Charme vermitteln will. In der Bastardpop- und Mashup-Szene gibts ja schon seit längerem einen Zug zum Rock und Metal (man höre sich nur mal die letzten beiden Girl Talk und Kleptones Alben an). DJ Shadow knüpft an diesen Trend an und produziert doch eher ziemlich durchschnittlichen 80’s durchwachsenen Sample-Durchschnitt. Schade, aber das Bekenntnis zum Rock scheint sich in der Musik nicht so wirklich niederzuschlagen. Anyway, hier das Video: “I Gotta Rokk” von DJ Shadow in der Metal Madness Version.

via Testspiel

Burial, Four Tet & Thom Yorke – Neue Songs

Fuck! Das ist so brutal gut, dass selbst The King of Limbs in die Knie gezwungen wird. Thom Yorke kollaboriert mit dem französischen Londoner Dubstepper Burial und dem britischen Post-Elektroniker Four Tet. Ego und Mirror heißen die beiden Songs, die diese polygame Traumhochzeit hervorgebracht hat. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Das ist einfach nur brutal gut!

via Alternativenation

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Musikjahr 2010 – Ein Nachschlag aus der Heimat

Jau… das Musikjahr ist zu Ende, die Musikveröffentlichungen wurden nochmal überflogen, die Bestenlisten wurden ausgewertet, die Kanons erstellt. Wir haben ihr trotzdem noch einen kleinen Nachschlag… und zwar komplett aus deutschen Landen. Denn neben den wie immer kassenträchtigen Neuveröffentlichungen von Wir sind Helden und Reinhard Mey und den erst seit neustem – aber auch wenig überraschend – kassenträchtigen Alben von Tocotronic und Unheilig gab es auch so manches unabhängige Kleinod. In dem ein oder anderen Falle so unabhängig, das es beinahe komplett übersehen wurde. Kristof Schreuf, Hans Unstern und Bratze: Deren drei eher am Rand des deutschen Musikbetriebs stattgefundenen neuen Alben soll hier nachträglich ein wenig Gerechtigkeit widerfahren…

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