Filmabriss: Her, Lucy, The Wolf of Wall Street, Planet der Affen: Revolution

apes

Zweimal Kino, zweimal DVD. Zweimal Scarlett Johansson, zweimal Affengesichter (Sorry Leo). Gleich drei große Regie-Namen – Spike Jonze, Luc Besson, Martin Scorsese – und insgesamt viel hollywoodesker Eskapismus. Zeit für einen neuen Filmabriss…

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Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts III

Wir werden international in unserer dritten 80er Thriller-Retrospektive. War der letzte Artikel noch von amerikanischen Genre-Beiträgen geprägt, beweisen nun Frankreich, Japan und Australien, dass auch sie ihr Publikum in Atem halten können. Mit Todesstille demonstriert Phillip Noyce eindringlich, wie viel sich aus einer minimalistischen Disposition und den richtigen Spannungsmomenten herausholen lässt, mit seinem Alterswerk Auf Liebe und Tod verbeugt sich François Truffaut mit einem Augenzwinkern vor dem Film Noir und den Krimis der Nouvelle Vague, während der ebenfalls aus Frankreich stammende Le Prix du Danger weit Richtung Zukunft weist und als besserer Running Man unter Beweis stellt, wie sich eine Science Fiction Dystopie realistisch und zeitnah, gegenwärtig erzählen lässt. Und dann gibt es natürlich noch Takeshi Kitano mit Violent Cop, der bereits in den 80ern wusste, wie sich Crime, Drama und abartige Komik perfekt kombinieren lassen. Ergänzt wird das Quartett durch den amerikanischen Romance-Krimi The Big Easy, der sich mit Charme und einer tollen Geschichte ins Herz seines Publikums spielt. Nach dem Klick gehts los…

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Kurzfilm der Woche: Bittersweet

Eigentlich fast schon zu klassisch und sattsam bekannt, um hier gepostet zu werden. Aber, verdammt, ist dieses Klischee in dem Fall gut erzählt. Bittersweet ist eine schön pointierte Regiearbeit von Stefan Lee, die sowohl mit Kamera als auch Schnitt als auch Musikeinsatz ordentlich punkten kann und damit die abgetretenen Pfade, in denen sich die eigentliche Story bewegt, vollkommen verzeihlich macht.

via kuriositas

Die 80er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts III

Einmal greifen wir noch in die Vollen des romantischen Kinos und einmal noch werfen wir dabei auch einen Blick weit über den großen Teich, direkt hinein in die Erzeugnisse der amerikanischen Traumfabrik. Es gab in Hollywood mit Sicherheit bessere Jahrzehnte für Liebesfilme als die 80er Jahre… und doch stammen aus der Zeit so manche zeitlose Klassiker, die auch heute noch die Rezeption wert sind. Ein Offizier und Gentleman ist einer davon, ebenso das große Afrika-Epos Jenseits von Afrika. Auch Die fabelhaften Baker Boys stehen für perfekte amerikanische Filmunterhaltung. Ein wenig europäischer wird es mit der äußerst gelungenen Kundera-Verfilmung Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins und mit dem wundervollen Teenie-Drama Pauline am Strand kommen wir schließlich doch wieder beim herausragenden französischen Kino der 80er Jahre an. And last but not least: Ein schwungvolles, berührendes literarisches Gesellschafts- und Liebesporträt made in Britain in der vorzüglichen Literaturverfilmung Zimmer mit Aussicht. Liebe und Romantik im Zeichen der 80er Jahre, die letzte. Nach dem Klick.

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Die 80er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts II

Nachdem ich im letzten Artikel ordentlich auf die Arthaus-Kacke gehauen habe, folgen nun die weitaus traditionelleren, romantischeren und auch prototypischeren Liebesfilme, sowohl in Gestalt der Screwball Komödie, als auch in Gestalt des poetischen Liebesdramas, aber auch in Gestalt des abstrakten Kunstfilms. Und ja verdammt, diese Schnulzen können auch heute noch alle ungemein unterhalten. Keine Scham für das entzückte Seufzen zum Balztanz Dirty Dancing, keine Reue über das Lächeln und die Träne im Auge zu den romantischen Komödien Roxanne, Mondsüchtig und Harry und Sally. Und kein schlechtes Gefühl beim Erschlagenwerden von den pathetischen Liebsreflexionen in Liebe bis in den Tod und Vorname Carmen. There will be Kitsch, there will be Romance, there will be Love, Baby!

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Die 80er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts I

Es musste ja irgendwann wieder so weit kommen… Das Genre, in dem ich immer Probleme habe, in dem ich mich oft, viel zu oft ein wenig unwohl fühle. Liegt es an meinem fehlenden Romantik-Gen, an der extremen Kitsch-Allergie oder daran, dass Liebesgeschichten im Kino für meinen Geschmack oft all zu peinlich und rosarot erzählt werden? Ich weiß es nicht, habe aber auch in den 80ern das Beste versucht, aus der riesigen Fülle an mittelmäßigen Romantik Flicks die Perlen herauszufischen. Hier kommt die erste Fuhre: Düster verkopftes Kunstkino in Black Out und Ein kurzer Film über die Liebe, episch Dekadentes in Gefährliche Liebschaften, sowie politisch und sozial Durchsetztes in Reds. Traditionell romantisch dagegen arbeitet Die Waffen der Frauen und findet dennoch originelle Ansätze, um sich von der durchschnittlichen Konkurrenz abzuheben. Um das zu erreichen kann man es auch gleich wie Woody Allen in Hannah und ihre Schwestern machen, indem man nicht nur eine, sondern gleich ein Dutzend (Liebes-)Geschichten erzählt und so unangestrengt Arthaus-Anspruch mit wohltemperierter romantischer Unterhaltung verbindet. Wie gesagt, nicht mein Genre… und dementsprechend sind meine Lieblingsfilme auch die, die aus den Grenzen des Herzschmerz ausbrechen.

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Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts I

Die 80er waren ein Jahrzehnt der großen cineastischen Meisterwerke, aber ebenso auch ein Jahrzehnt der cineastischen Peinlichkeiten. In kaum einer anderen Dekade liegen verquaste Cheesyness und große ästhetische Reife so dich beieinander. Fast in jedem Film der Zeit findet man sie, die 80’s Ingredienzen, denen der Lauf der Zeigt nicht gut getan hat: Glitzernd, funkelnd, synthetisch albern… und retrospektiv betrachtet mitunter mehr als peinlich. Gerade das Fantasy-Genre bietet überbordernde Möglichkeiten, um all das bis zum Exzess auszuspielen, was die 80er so charmant trashig machte. Dementsprechend lautet die Frage in unserer ersten 80er Retrospektive nicht nur “Was waren die großen Meisterwerke des Fantasyfilms?” sondern im selben Maße auch “Funktionieren diese noch in unserer Zeit?”. Und fürwahr, es gibt mehr als genug große Märchen und fantastische Filme, die man sich auch heute noch ohne Schamgefühl, mit viel Vergnügen oder gar echter Ergriffenheit geben kann… genug Meisterwerke für gleich mehrere Best-Of-Aufstellungen. In der ersten begegnen wir unorthodoxen Rotkäppchen-Interpretationen in der Zeit der Wölfe, genießen Märchen-Romantik am Tag des Falken, reisen durch die Zeit mit den Time Bandits, landen in einem alptraumhaften Paperhouse und gönnen uns größenwahnsinnige Lügenmärchen von Münchhausen persönlich.

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Lesezeichen: Tinkers, Herr Mozart wacht auf, Liebe am Ende der Welt

Unser Literaturbereich läuft ja immer ein wenig Gefahr, vor sich hinzudarben. Dabei ist über Literatur zu schreiben, doch eigentlich die Quintessenz des Feuilletons, praktisch wie zu Musik zu tanzen oder zu Architektur zu bauen. Gott sei Dank habe ich in den letzten Wochen mal wieder etwas vermehrt Zeit zum Lesen gefunden. Und das Ergebnis dieser intensiven Lektüre-Beschäftigung bekommt ihr hiermit nachgeliefert: Das lyrische und zugleich authentische Tinkers von Paul Harding, das mit dem Pulitzerpreis 2010 ausgezeichnet wurde, die leichtfüßige Liebeserklärung an die klassische Musik Herr Mozart wacht auf, sowie das dichte Drama zwischen Mystery und Gesellschaftskritik Liebe am Ende der Welt. Dreimal Lektüre um die kommenden kalten Tage etwas wärmer zu machen, und vielleicht ist ja auch das ein oder andere potentielle Weihnachtsgeschenk dabei.

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Trailerprogramm: 21 Jump Street, You are not so smart, Perfect Sense, Fear of Falling, I believe I can fly, GTA5, We are the Legion

We are the Legion [Luminant Media]

Für 2012 angesetzte Dokumentation über Ursprünge, Ideale, Attitüde und Aktionen der Hacktivisten von Anonymous, die ja derzeit – Dank der Drogenkriege in Mexiko – wieder in aller Munde sind. Sieht gut aus, gerade weil sich der Film offensichtlich in der Dynamik und im Rhythmus an der Geschwindigkeit des Netzes orientiert. Ordentliche Bilder, ein hektisches – und gerade dadurch passendes – Spiel mit der Bildgestaltung, viele Interviews und interessante “Actionshots”. Jepp, macht Laune.

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Filmabriss: Timecrimes, Der Plan, Exam

Im Moment wildere ich ein wenig durch die Videotheken, um festzustellen, was ich so die letzten Jahre an Filmen im Kino verpasst habe, und natürlich auch, um ein paar Direct-to-DVD Veröffentlichungen abzugreifen, die Dank fehlender PR in den Videotheken-Regalen ein wenig vor sich hinstauben. Sind sie es trotzdem wert gesehen zu werden? Dieses Mal gibt es das volle Mysteryprogramm im Realitätscheck: Der düstere – schon etwas ältere – Zeitreise-Thriller Timecrimes, die an den Kinokassen etwas untergegangene Mystery-Romanze Der Plan und das Kammerspiel Exam, das sich in seiner “Geschlossene Gesellschaft”-Variante ungeniert bei Cube und LOST bedient. Lohnt es sich? Die Antwort nach dem Klick.

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Die 90er Jahre: Die polarisierenden, extremen und kontroversen Filme des Jahrzehnts I

Wenn man diese Kategorie mit der selben der 00er Jahre vergleicht, stellt man fest, dass die Kinozuschauer und vor allem Kritiker in den 90ern weitaus dünnhäutiger waren als im 21. Jahrhundert. Scheinen die extremen und kontroversen Filme der letzten Dekade tatsächlich infam bis zur berechtigten Wut vieler Zuschauer, wirken die 90er dagegen fast schon handzahm; oft genug scheinen die provokanten Filme wie Basic Instinct dem Prinzip “Viel Lärm um nichts” zu folgen. Aber das ist retrospektiv natürlich leicht zu sagen und wer weiß schon, wie das Publikum in zehn Jahrenüber die Aufreger unserer Zeit schmunzeln wird… Egal, auch die 90er waren für so manche cineastische Provokation, für so manchen Tabubruch gut. Und mitunter hatte die Aufregung um den jeweiligen Film auch eine gewisse Berechtigung. Auch an dieser Stelle gilt wie beim letzten Mal: Nicht alle hier auftauchenden Filme sind Meistwerwerke, manche fallen sogar eher in die Kategorie ‘unterdurchschnittlich’. Aber durch ihren Mut beziehungsweise ihre Dreistigkeit oder eben auch ihre offene Infamität haben sie sich ihren Platz im Filmkanon verdient… und sei es nur, um daran zu erinnern, dass das Kino auch immer ein Ort der Skandale und Skandälchen sein kann.

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Kurzfilm der Woche: Loop

Es sind eben doch die kleinen Dinge im Leben…

The life of a young man runs in an endless, monotonous loop, when suddenly he meets someone…
A short movie presented by Canon and directed by Saito Yuki. Entirely shot with EOS 600D (Rebel T3i / Kiss X5)

Loop (Frankreich, 2011)

Regie: Saito Yuki

via Seitvertreib

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Die 90er Jahre: Die besten Epen und Historienfilme des Jahrzehnts

Wie schon im letzten Jahrzehnt sind die Epen als Filmgenre schwer zu greifen: Groß, bombastisch, pompös, meist historisch, oft bilderverliebt und grundsätzlich immer mit gigantomanischem und universellen Anspruch. Manchmal eskapistisch, manchmal aber auch düster und realistisch, manchmal sogar introspektiv… Aber irgendwie immer ein bisschen größer (und oft genug länger) als das, was es sonst im Kino zu sehen gibt. Here they come…

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Die 90er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts II

So hier wie versprochen Teil 2 unserer Liebesfilmretrospektive der 90er. Wie schon in Teil 1 bunt gemischt zwischen Romcoms, Independent, Hollywoodkitsch und obskuren “Anti-Romanzen”…

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Die 90er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts I

Wow! Die 90er waren ein mehr als sattes Jahr für gute Liebesfilme. Und dementsprechend bekommen sie hier, wie schon die Horrorfilme, gleich zwei Artikel spendiert. Diese Überfülle an hervorragenden Liebesfilmen – insbesondere aus den USA – lag vor allem daran, dass das romantische Kino in den 90ern nicht nur ein- oder zwei- sondern gleich mehrspurig fahren durfte: Romcom und Screwball erlebten eine unerwartete Renaissance, Hollywood durfte sich und das Massenpublikum mit epischen Schnulzen erfreuen, Independentregisseure entedeckten plötzlich die Möglichkeiten des romantischen Kinos, und ganz nebenbei erblickten noch ein paar schwarze, düstere und abwegige Liebesreigen das Licht der Welt. Die besten Liebesfilme der 90er: Wir haben sie geschaut, gesammelt und liefern auch hiermit die erste Portion feinstes Romantikkino…

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