Rezension zu Roland Emmerichs "2012"

Es musste ja so kommen. Das ganze Brimborium mit Maya-Kalender, Planetenkonstellationen und Weltuntergang war einfach wie geschaffen für Roland Emmerich. Erst pulverisierten Aliens in „Independence Day“ ganze Städte, dann legte Godzilla New York in Schutt und Asche und schließlich raffte ein plötzlicher Klimawandel („The Day After Tomorrow“) mal eben Millionen Menschen dahin. Dass Emmerich nun die ganze Welt untergehen lässt, ist da eigentlich nur der nächste, logische Schritt. Und da „2012“ eben genau in der Tradition der größenwahnsinnigsten Filme des größenwahnsinnigsten Regisseurs Hollywoods steht, ist es fast schon unnötig zu erwähnen, dass Emmerich sein Erfolgskonzept nur minimal variiert. Bombastszenen hier, wirre Verfolgungsjagden dort und zwischendrin rettet der Versager von Nebenan mal so nebenbei die halbe Menschheit, was aber nur bedingt interessiert, denn viel wichtiger ist, dass er dabei seine zerrüttete Familie wieder zusammenschweißen kann. Am Ende kann dann trotz Milliarden an Toten ein Happy End gefeiert werden. Ein Kunststück, das in der Form wirklich nur Emmerich vollbringt.

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