Rock N Roll

Herbst… und Sonne! Zumindest hier in Berlin. Und dennoch das Bedürfnis nach wohltuenden, wärmenden, angenehmen Klängen. Naja, wenn ich diesen musikalischen Schnell-Check überblicke, bleibt von Lagerfeuer-Romantik nicht viel übrig. Godspeed You! Black Emperor bereiten uns stattdessen mit ihrem Comeback auf den nahenden Weltuntergang vor, die Rival Sons reiten retroaktiv rockend in den Sonnenuntergang und Max Richter zerfleddert gleich alle vier Jahreszeiten so, dass kaum noch an einen gemütlichen Herbst-Abend zu denken ist. Immerhin lädt das  Brockdorff Klang Labor zu entspannten und selbstironischen deutschen Electro-Pop-Eskapaden ein… und ja: Kaum gekannt, fast vergessen, wieder aufgetaucht, sind sie doch noch zu hören: Die schmeichelnden, warmherzigen und zugleich traurigen Shoegaze-Klänge der frühen 90er Jahre, die perfekt zum aktuellen Herbst passen. Trotz ihres immensen Alters sind Dreamscape die große Entdeckung dieses Hörenwertes-Checks: Verträumt, verliebt, verloren und dabei einfach wunderschön. Alles wird gut.

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Lauter gute alte Freunde…

So kann der zweite Hörenswert-Artikel für den Herbst zusammengefasst werden. Ihr wisst schon, die Typen, die man einfach schon immer mochte, die man aber irgendwie trotzdem eine Zeit lang gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Und dann sind sie plötzlich wieder da. Man freut sich, quatscht mit ihnen, feiert mit ihnen, und so plötzlich wie sie gekommen sind verschwinden sie auch wieder. Aber zumindest lassen sie ein gutes Gefühl zurück. Vielleicht denkt man sich sogar: “Ja, die könnte ich bei Gelegenheit mal wieder anrufen.” , und vergisst sie dann doch wieder ein wenig… zumindest bis zur nächsten großartigen Zusammenkunft.

John Darnielle sorgt mit den Mountain Goats für gemütliche amerikanische Lagerfeuerstimmung, Dinosaur Jr lassen an die guten alten Zeiten zurückdenken, als alles noch irgendwie easy war, die Swans dagegen erinnern einen daran, dass es immer noch ein Stück abgehobener geht und mit dem Portico Quartet kann man sich schlicht und ergreifend wohlfühlen, wenn auch auf sehr spezielle Weise. Achja, und dann gibt es natürlich Converge, die wieder einmal keine Ruhe, kein Punkt und kein Komma kennen und dich blutend auf dem angesengten Wohnzimmerteppich liegen lassen. “Bis zum nächsten Mal!” ruft man ihnen dennoch fröhlich hinterher, während man einen ausgeschlagenen Zahn ausspuckt und die blauen Flecken zählt. So ist das eben mit guten Freunden…

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Achja… Musik gehört zum Lernen natürlich dazu. Dafür ist die aktuelle Dum Dum Girls EP End of Daze perfekt geeignet. Und wenn Rinko gerade auch wieder alles hier mit Musik zuspammt, schließe ich mich dem doch gerne an. Der Stream wird von Subpop in der Soundcloud zur Verfügung gestellt. Und Folk/Noise/ Dream whatever Pop tut gerade echt verdammt gut.

via Paste

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Künstlich sportlich

Ausgehend von Oscar Pistorius, der mit Beinprothesen in olympischen Laufdisziplinen antrat, untersucht Harro Albrecht die philosophische und ethische Dimension sportlicher Hilfsmittel. Wo hört Natürlichkeit auf und wo beginnt Doping?

Pussy Riot erteilen Richter eine Kunstlektion

Über den Auftritt der in Russland angeklagten Künstlerinnen Pussy Riot vor Gericht.

Das “christliche Europa” – Eine Fiktion

In Bezug auf die Identität Europas wird heutzutage zunehmend auf das christliche oder das christlich-jüdische Erbe verwiesen. Ein Blick in die Geschichtsbücher straft diese These Lügen – und lehrt uns, dass der Islam seit Jahrhunderten Teil von Europas Geschichte ist, schreibt Stefan Schreiner in seinem Essay.

Zu viele Patzer für ein Wissensmagazin

Über den Facebook-Shitstorm, der sich diese Woche über Galileo von Pro7 erstreckte…

Religiöses Ersatzwissen

Nicht die Frommen, sondern die Rationalen zeigen Demut vor der Schöpfung. Und in der Debatte um Beschneidung sind sie es, die sich mit Gegenargumenten auseinander setzen.

Top 5 Animated Google Doodle Games

Flash Mush – bei denen ich mir immer interessante Browsergame-Empfehlungen abhole – haben eine Liste der coolsten Google-Doodle-Games im Programm. Netter, spielerischer Casual-Zeitvertreib fürs Wochenende.

The Wikipedia Redefined

Großartiges Design-Konzept… jepp, genau das sollte die Wikimedia Foundation umsetzen.

Youtube Quest – A short Adventure Game

Thumbs up, allein schon für den Versuch mit der YT-Interaktivität ein richtiges Point&Click zu zaubern…

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko bastelt ein Mixtape mit J.Cole, Foster The People, Male Bonding, How To Dress Well, Tycho und Preteen Zenith zusammen. Im Internet tauchte einer der ersten Live-Auftritte von Rage against the Machine auf, während sich die Foo Fighters auch nach der guten alten Garagen-Zeit zurücksehen und einen Dokumentarfilm zu ihrer Garage Tour veröffentlichen.

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Ja…. natürlich fehlt da ne ganze Menge, und einiges Fragwürdiges ist auch dabei. Und natürlich viel zu wenig klassischer Metal… Aber abgesehen von dem Musikgeschmack des jungen Mannes ist das doch echt mal ne stramme Leistung. Alle angeteaserten Songs nach der Bridge.

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Unfassbar cooles Classic-Rock Medley von FreddeGredde in Zusammenarbeit mit Jolly. Ordentliche 34 verschiedene Videogames – primär aus der 8-Bit und 16-Bit Ära werden hier zu einem grandiosen Rock N Roll Mashup-Song zusammengeführt. Da es vor allem Nintendo-Klassiker betrifft, konnte ich als Big-N-Jünger mehr als die ein oder andere Melodie wiedererkennen und war entsprechend oft auch verzückt darüber, welche tollen Rock-Hymnen sich aus den ikonischen Midi-Songs rausholen lassen. Die Liste aller verarbeiteten Game-Themes folgt nach dem Klick.

34 tracks from some of the most famous video games in one fluid rock medley! I’m honestly very happy with how this one turned out, and I hope that you will like it too! It doesn’t have vocals and very little acoustic guitar though, so I know that some will be disappointed, but, can’t please everyone!

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Die Schublade ist weiterhin der Feind. Und so dürfen in diesem Artikel Radiohead vom Brit-Pop aus Richtung Progressive Rock schielen, wie es mit Sicherheit einige britische Rocker in den 90ern getan haben, wenn auch kein einziger so konsequent wie Thom Yorke und seine Mannen. Vom Art Pop und Postrock kommt Mark Hollis hereingeschneit und selbst Pallas, Robert Fripp und David Sylvian durchbrechen ihre Traditionen, während zumindest  Höyry-Kone den Banner des klassischen Progressive oben halten (Und wie sie das machen!). Achja, und ein klein wenig Jahre Reminiszenz an die 80er Jahre – oder wie ich sie nenne: “Die dunkle Ära des Prog” – hat sich auch hierher verirrt; mit Collage, die den Neo Prog Sound von Marillion gekonnt in die nächste Dekade  transferieren. Progressive Rock, Art Rock, Art Pop, Post- irgendwas? Die Schublade ist tot, es lebe die Schublade!

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Wie schon im letzten Artikel mit der Aufnahme von The Gathering angedeutet, lässt sich durchaus darüber streiten, was zum Progresive Rock gezählt werden darf und was nicht. Aber das Streiten mit Dogmatikern nervt und Hand aufs Herz: Der Prog gehört zu den Genres mit den konservativsten Anhängern, ausgerechnet die Musik, deren Attribut vom lateinischen progressus = Fortschritt abstammt, hat Fans, die sämtliche Neuerungen am liebsten für nichtig erklären und sich in engen Genre-Grenzen am wohlsten fühlen, gerade wenn es um die Verteidigung der Nische gegenüber dem so genannten Mainstream geht. Insofern dürfte die Aufnahme von Muse für einiges Kopfschütteln unter den True Proggern sorgen. Auch dass The Tea Party hier reingehören, wird mit Sicherheit so mancher Prog-Jünger verneinen. Dagegen dürften sowohl The Flower Kings als auch Spock’s Beard und Änglagård einhellig Zustimmung ernten, während Happy Family mit ihrem what the fuckigen Zeuhl-Sound wiederum am anderen Ende des Spektrums angesiedelt sind und all jenen ans Herz gelegt werden können, die schon immer die freakigen, andersartigen und abseitigen Momente der Schublade bevorzugten.

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ROCK ‘N’ ROLL
IS THE
DEVIL’S MUSIC!

BEWARE

the hypnotic voodoo rhythm,
a reckless dance down the devil’s road
of sin and self-destruction,
leading youth to eternal damnation in the fiery dephts of hell!

HELL YEAH!

via KFMW

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Passend zu unserer Glorifizierung des Teenager-Films der 80er Jahre wird es mal wieder Zeit für einen ausgiebigen Filmabend, mit dem man locker ein viertel Wochenende – sprich Samstag Abend und Nacht – füllen kann. Und auch bei diesem sollen die Teenager im Mittelpunkt stehen, allerdings primär ihre dunklen und morbiden Seiten. Be afraid, the kid’s aren’t allright! Sie lügen, stehlen, morden in den schlimmsten Fällen sogar, werden zu pubertären Monstern und Unglücksbringern für die erwachsene Welt… denn sie wissen nicht was sie tun. Die folgenden Filme veranschaulichen, warum die Kids schon immer böse aber auch verloren, ohne Hoffnung waren, in den 50ern ebenso wie in den 70ern, in den 80er Jahren ebenso wie im neuen Jahrtausend. Eine kleine cineastische Zeitreise durch die Abgründe der Jugend, flankiert von passender Musik, gutem Essen und angenehmer Gesellschaft. Eben alles, was ein traditioneller Homevideo-Abend benötigt.

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Fetzen muss es! Immerhin ist Sommer, Schluss mit den netten Pop-Hymnen, rein ins Leben. Naja, bevor das hier zum Manifest für den Vitalismus wird, ich bin gerade einfach auf der Suche nach Rock, nach heftigen, schrammeligen, noisigen Klängen, nach fetziger und dennoch tanzbarer, nach wilder und dennoch eingängiger Musik. Ob ich sie gefunden habe? Zumindest partiell. King Tuff rocken und poppen ordentlich durch sommerliche Garage Sounds, 2:54 revitalisieren die sphärische Schrammel-Seite des Post Punk und The Future of the Left drehen komplett am Noise-Rad. dEUS dagegen wissen noch nicht genau wohin, produzieren dabei aber wieder eines ihrer besseren Alben, und dann gibt es noch Patti Smith. Und die ist ja jetzt alt und weise und geerdet… und verdammt nochmal, vermisse ich ihr junges, ungestümes, einfach mal fetzendes Ich! Was solls! Es ist Sommer und zum Nörgeln ist der Herbst da. Also fünfmal hörenswerten Rock/Pop der Marke zum Anfassen und Genießen. Viel Spaß.

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Yeah… Einer der meist gecoverten Songs aller Zeiten interpretiert von der Roboter-Band der Drexel University. Klingt definitiv menschlicher als die Version von Michael Jackson (der die Rechte an dem Song hielt; und ja man darf wieder Witze über den verstorbenen King of Pop machen): Ein bisschen, als hätten Kraftwerk und Daft Punk gemeinsam Shisha geraucht und anschließend einen Music Store aus den 70er Jahren geplündert. Weitere Infos zu den Performern, den Hubo Robots, gibt es hier:

Four of Drexel’s HUBO robots perform the Beatles’ “Come Together” in a demonstration that combines cutting-edge engineering technology and research with creative expression, produced by the Music & Entertainment Technology Laboratory (MET-lab). The HUBOs are operating autonomously (not human-controlled). Their movements are directed by student-developed software to perform the gestures necessary to produce the appropriate notes and beats as dictated by a musical score. Every sound in the video was performed by the robots.

via Geekologie

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Krass… irgendwie hatte ich The Mars Volta schon längere Zeit nicht mehr auf dem Schirm. Die Ankündigung eines neuen Albums hat mich jetzt gerade auf jeden Fall ziemlich kalt erwischt, zumal Noctourniquet schon am 23.3. – sprich Morgen – erscheinen soll. Beim Rolling Stone gibt es seit heute eine Vorab-Preview: Das komplette Album im Stream. Und da ich schon ziemlich lange keinen wirklich guten, frischen Prog mehr gehört habe, werde ich der LP definitiv ne Chance geben. Auch wenn The Mars Volta mich mit ihren letzten Alben nie so richtig mitreißen konnten…

Hier gehts zum Stream des Neuen Mars Volta Albums

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Jetzt habe ich doch noch ausführlich und mehrmals Grimes gehört, einfach um wirklich was aktuelles bei den zweiten Hörempfehlungen für März dabei zu haben. Denn ansonsten stammen die rezensierten Alben doch primär aus den Vormonaten (was deren Qualität freilich nicht im geringsten schmälert). Ob der hippe Electro-Pop auf Visions hält, was der Hype verspricht, könnt ihr nach dem Klick lesen. Ergänzt werden kann so viel Trendyness nur durch knallharte Anti-Trends: Obwohl Neo-Prog irgendwie ziemlich tot ist, hatte ich eine gute Zeit mit Gazpacho, die irgendwo zwischen Anathema, Porcupine Tree und Dredg nach den verlorenen Höhen des neoprogressiven Himmels suchen. Terry Malts spielen 70er Fuzzie-Punk, wie er traditioneller nicht sein könnte, Xiu Xiu besinnt sich ebenfalls auf seine Experimental-Wurzeln, während die einzig wirklich, wirklich – verdammt so was von wirklich – originellen Klänge dieser Hörnswert-Runde von den grandiosen Islet stammen. Aber auch Unoriginelles kann hörenswert sein, wie eigentlich alle folgenden Alben unter Beweis stellen. Achja, es ist März, die Sonne scheint und es wird echt mal wieder Zeit für großartige Musik. Das Folgende dürfte die notwendige Ladung sein, um den Frühling würdevoll zu begrüßen…

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Graffiti: Zwischen Knast und Museum

Street Art hat die Institutionen des Kulturbtriebs erobert. Dass sie dort noch nicht ernst genommen wird, zeigt ein Film zur Austellung im Museum of Contemporary Art

Analyzing the 2012 Oscar Acceptance Speeches

Die von Overthinking schon wieder: Eine quantitative und qualitative Auslese der Reden der diesjährigen Oscar-Nacht.

An autistic savant spent 20 years designing an entire city on paper

The French city of Urville exists in two places: in the mind of Gilles Trehin and in the elaborate drawings Trehin created. But what’s incredible isn’t just the detailed designs he created for the city’s architecture and layout, but the entirely plausible history for his fictional city.

Lou Reed: In Bausch und Drogen

Keine Ahnung, ob ich ihm Lulu schon verziehen habe… aber wenn eine der größten Rockhelden des 20. Jahrhunderts siebzig wird, dann gehört dies auch gewürdigt.

Eine Philosophie des Erotischen

Erotik ist die Kunst das Begehren zu steigern und zu zügeln, mit ihm zu spielen, die Begierde wach zu halten und hin zu halten und den Wahn damit so lang wie möglich auszukosten und auszuhalten.

Letztes Jahr auf Seite360:

Auch 2011 finden die alljährlichen Oscarverleihungen statt. Rinko widmet sich dazu noch einmal dem herausragenden Soundtrack von The Social Network, Florian schenkt seine Aufmerksamkeit den Verlierern des vorausgegangenen Kinojahres und wirft einen Blick auf die Goldene Himbeere 2011. Und früher war ja ohnehin alles besser und folgerichtig veröffentlichen wir einen ersten kleinen Überblick unserer umfangreichen, cineastischen 90er Jahre Retrospektive. Mit einen wenig 90er Jahre Wehmut rezensiert Rinko dann auch den aktuellen Gallagher-Bastard Beady Eye “Different Gear, Still Speeding”.

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