Schlagwort-Archiv: Ridley Scott

H. R. Giger ist gestorben

Giger wurde wegen eines Sturzes ins Krankenhaus eingeliefert und erlag gestern den Verletzungen. Er wurde 74 Jahre alt. Gigers Welt war zwar nie so ganz die meine, aber mit seinem Artwork für Ridley Scotts “Alien”, vor allem mit dem Design dieser Kreatur, hat er einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum popkulturellen Kino geliefert. Zurecht erhielt er 1980 dafür den Oscar in der Kategorie “Beste visuelle Effekte”. R.I.P.

via moviepilot

Die 80er Jahre: Die besten Actionfilme des Jahrzehnts IV

Nach ihnen die Sintflut… die 80er Jahre waren das letzte Jahrzehnt, in dem Action noch so richtig dumm, moralisch unkorrekt und vor allem over the top sein durfte. Mit den 90ern folgten die gebrochenen, jungen Helden, die nichts mehr von der Perfektion der 80er Kampfmaschinen besaßen. Und im neuen Jahrtausend dann schließlich wurde der Realismus derart aggressiv in das Genre hineingedrängt, dass für übertriebene, alberne Awesomeness kein Platz mehr war. Die 80er markieren damit als Actionjahrzehnt auch die letzte Dekade der Unschuld des Genres, der machoistischen Naivität und apolitischen Überhöhung. Wenn es einen Film gibt, der sich bestens zur Stützung dieser Kategorisierung eignet, dann ist es Commando, in dem sich sämtliche Genreklischees der Zeit wiederfinden. Aber auch der gutgelaunte, charmante James Bond in Sag niemals nie (der letzte Auftritt Connerys als 007) wirkt fast wie ein Konterpart zum aktuellen, düsteren und tragischen Agenten ihrer Majestät Daniel Craig. Allerdings beweisen Filme wie Runaway Train und Black Rain – in ihrer Düsternis und Charakterzeichnung beinahe Vorboten des aktuellen Actionkinos – dass auch in den 80ern Platz für schwere und tragische Töne innerhalb des Genres war. Und mit dem knallharten Actionthriller Ausgelöscht fand das Jahrzehnt sogar noch die Zeit ein wenig den Actionhelden der 70er Jahre zu gedenken, bevor diese komplett in der Versenkung verschwanden. Die besten Actionfilme des Jahrzehnts, Klappe die Letzte:

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Filmabriss (2012er Recap): Prometheus, Monsieur Lazhar, Iron Sky, The Hobbit

Spät dran und mit einigem Abstand – der einen (*hust) objektiveren Blick zulässt – will ich dann doch noch Kurzrezensionen zu ein paar 2012er Filmen nachschieben, die mir entweder in Erinnerung geblieben sind oder die ich tatsächlich erst vor kurzem gesehen habe. Wer meinen Arschloch-Zuschauer-Artikel gelesen hat, weiß, dass ich derzeit alles andere als gerne ins Kino gehe. Das liegt noch nicht einmal so sehr an dem – zugegeben von mir überzeichneten – Bild der nervenden Kinobesucher sondern einfach an dem meiner Meinung nach immer offensichtlicher werdenden Verfall der Institution Kino an und für sich: Überhöhte Preise, nervige 3D-Gimmicks, verloren gegangenes Flair und eine seltsame Form der Arroganz, mit der die Filmspelunken – ehemals Filmpaläste – glauben, ihren Besuchern mangelnden Komfort mit durchschnittlichen bis schlechten Filmen und übertriebenen Hypes versüßen zu müssen. Daher lautet mein Credo im Moment: Wenn schon Kino, dann lieber die kleinen, familiären Betriebe, die überraschende – von der Öffentlichkeit sträflich ignorierte – Perlen zu okayen Preisen und in gediegener Atmosphäre präsentieren. Und wenn es ein Blockbuster sein soll, genügt es auch vollkommen ein paar Monate zu warten, bis die Videothek meines Vertrauens (Nein, nicht kinoxto.2k oder so) den Film im Programm hat. Egal, hier soll es um die Filme gehen, und da ist alles dabei, was 2012 im zu bieten hatte: Hyperventilierender Hype (Prometheus), epischer Blockbuster (The Hobbit), ausgezeichnetes Arthaus-Drama (Monsieur Lazhar) und Direct-to-DVD-Trash mit originellen Produktionsumständen (Iron Sky). Bleibt die Frage, wie sich die eigentlichen Filme fernab ihres Paratextes/Kontextes schlagen. Und die soll im Folgenden beantwortet werden.

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Creepy Probeaufnahmen aus Alien

Jepp, da kann ich Marco eigentlich nur zustimmen. Mindestens unangenehm, im Grunde genommen aber ziemlich verstörend. Der 2,13 Meter große Bolaji Badejo zwängt sich halbnackt, nur mit Slip bekleidet in die Maske des Aliens und übt für die Kamera schon einmal die prototypischen Bewegungsmuster des xenomorphen Monsters. Ich liebe die ersten Alien-Filme (inklusive dem unterschätzten dritten Teil) ja alle (Teil 4 dagegen würde ich am liebsten vergessen), freue mich wie Bolle auf Prometheus und dieses verdammte Wesen kann mir nach wie vor eine höllische Angst einjagen… Aber das da ist in der Tat gruseliger als alle Filme zusammen genommen. Nicht nur wegen der verstörenden Musik sondern vor allem auch wegen dieser irgendwie ziemlich abartigen Hybrid-Form aus Mensch und Weltraum-Monster.

Ein ziemlich cooles Interview mit Bolaji Badejo, dessen Auftritt im ersten Alien (1979) tatsächlich seine einzige Filmrolle blieb, gibt es hier zu finden. Und ich harre – trotz ernüchternder Kritiken aus den USA – weiter dem demnächst hierzulande anlaufenden Prequel.

via Minds Delight

Viral zum Alien-Prequel “Prometheus”!

Wer die Alien-Reihe kennt, weiß das Androiden immer zentrale Figuren waren. Nach Ian Holm, Lance Henriksen und Winona Ryder, mimt diesmal der großartige Michael Fassbender den künstlichen Menschen und das so gut, dass er mir echt Angst macht! Und an alle anderen Regisseur und Produzenten: SO macht man Werbung für Filme!

Philip K. Dick’s Excitement about Blade Runner

Wo wir den gerade bei den besten Science Fiction Filmen der 80er Jahre an prominenter Stelle genannt haben… Auch Philip K. Dick, Autor der Vorlage Träumen Androiden von elektrischen Schafen? (1968) war mehr als angetan von der Ästhetik der Verfilmung Blade Runner (1982). In einem Brief an Jeff Walker äußerte er sich 1981 begeistert über die ersten Bilder von Ridley Scotts Science Fiction Parabel, die er in einer TV-Preview bestaunt hatte. Den vollständigen Film indes bekam Dick leider nie zu sehen. Er starb am 2. März 1982, wenige Monate bevor die finale Version von Blade Runner in den amerikanischen Kinos anlaufen sollte:

October 11, 1981

Mr. Jeff Walker,
The Ladd Company,
4000 Warner Boulevard,
Burbank,
Calif. 91522.

Dear Jeff,

I happened to see the Channel 7 TV program “Hooray For Hollywood” tonight with the segment on BLADE RUNNER. (Well, to be honest, I didn’t happen to see it; someone tipped me off that BLADE RUNNER was going to be a part of the show, and to be sure to watch.) Jeff, after looking—and especially after listening to Harrison Ford discuss the film—I came to the conclusion that this indeed is not science fiction; it is not fantasy; it is exactly what Harrison said: futurism. The impact of BLADE RUNNER is simply going to be overwhelming, both on the public and on creative people—and, I believe, on science fiction as a field. Since I have been writing and selling science fiction works for thirty years, this is a matter of some importance to me. In all candor I must say that our field has gradually and steadily been deteriorating for the last few years. Nothing that we have done, individually or collectively, matches BLADE RUNNER. This is not escapism; it is super realism, so gritty and detailed and authentic and goddam convincing that, well, after the segment I found my normal present-day “reality” pallid by comparison. What I am saying is that all of you collectively may have created a unique new form of graphic, artistic expression, never before seen. And, I think, BLADE RUNNER is going to revolutionize our conceptions of what science fiction is and, more, can be.

Let me sum it up this way. Science fiction has slowly and ineluctably settled into a monotonous death: it has become inbred, derivative, stale. Suddenly you people have come in, some of the greatest talents currently in existence, and now we have a new life, a new start. As for my own role in the BLADE RUNNER project, I can only say that I did not know that a work of mine or a set of ideas of mine could be escalated into such stunning dimensions. My life and creative work are justified and completed by BLADE RUNNER. Thank you..and it is going to be one hell of a commercial success. It will prove invincible.

Cordially,

Philip K. Dick

via Dangerous Minds

Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts III

Falls jemand noch auf einen Artikel wartet, der sich mit nur einer Spielart des 80er Jahre Science Fiction beschäftigt… Dieser wird nicht mehr kommen. Auch im dritten Teil gibt es einen munteren Sprung durch alle Spielarten und Abarten des Genres: Philosophisch Abstraktes in Ridley Scotts Blade Runner, noch Philosophischeres und Abstrakteres und vor allem Dystpopischeres in Lars von Triers Filmdebüt The Element of Crime, trashig angehauchte Unterhaltung im putzig naiven Zeitreise-Fantasy Hybriden Das Philadelphia Experiment, großes Space Opera Kino in Teil 2 5 der Star Wars Saga, Das Imperium schlägt zurück und gehässige Endzeitfantasien, mal satirisch, mal actionreich in Mad Max II und Robocop. Und damit genug der einleitenden Worte: Die Vergangenheit der Zukunft und die Zukunft der Vergangenheit warten.

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Prometheus Trailer #2

Eigentlich ist Florian für das Trailer-Programm zuständig, aber der neue Prometheus Trailer…holy shit, jetzt will ich den verdammten Film wirklich sofort sehen!  Ich habe leider wegen der Arbeit nicht viel Zeit um genau zu recherchieren, aber ich bin mir gerade echt sicher, dass ich diese sonderbare Felsformation (ganz am Anfang) auf meinem letzten Schottland-Urlaub gesehen habe und sich diese auf einer der Hebriden-Inseln befinden müsste. Wer mehr darüber weiß darf sich gerne per mail oder unten in den Kommentaren melden.

Trailerprogramm: Prometheus, The Hobbit, Bad Ass, John Carter, Keyhole, Schilf, Mars et Avril, MIB 3, The Theatre Bizarre, A Monster Calls

So, Winternickerchen ist vorbei… und damit zurück zur Seite360-Normalität. Irgendwann im Frühherbst dieses Jahres haben wir damit angefangen, Trailer zu kommenden Filmen in einzelne, wöchentliche Artikel zu hauen, die meistens Dienstags veröffentlicht wurden. Das will ich versuchen in der Form auch nächstes Jahr weiter zu führen, einfach weil es irgendwie doch mehr Sinn macht, kommende Filme und spannende Trailer geballt zusammen zu fassen, anstatt das Blog täglich mit einzelnen Artikeln, die nur einen Trailer enthalten, zuzuspammen. Da die letzten Wochen diesbezüglich nicht viel bis gar nichts gelaufen ist, gibt es einiges nachzuholen… Sprich, ne Menge frischer und weniger frischer Trailer folgen nach dem Klick.

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The Films of…Guy Ritchie, Tim Burton, Ridley Scott, Christopher Nolan, Danny Boyle (and many more)

In unserer Redaktion ist eindeutig Florian der größere Film-Nerd von uns Beiden und er könnte noch im Schlaf irgendwas über komische Kunstfilme aus den 70ern erzählen. Kees van Dijkhuizen jr. hingegen hat sich weitaus weniger subtilen Stoff ausgesucht, aber auf die Idee die Filme von Guy Ritchie, Tim Burton, Ridley Scott, Christopher Nolan,Danny Boyle u.v.a. auf ihre typischsten Szenen zu cutten, ist großartig und gerade eine extrem willkommene Abwechslung von dem wahrscheinlich bisher scheußlichsten, nassesten und langweiligsten Tag in diesem Jahr. Mich hätte ja noch Michael Bay interessiert, aber eine 5 minütige Anreihung von Explosionen muss dann auch nicht sein.

 

 

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Die 00er Jahre: Die besten Epen des Jahrzehnts

Ein Genre, dessen filmische Einordnung äußerst schwierig ist, dessen Definitionsmöglichkeiten vielseitig und ambivalent sind… Traditionell ist ein Epos eine Versschöpfung, eine lyrische Erzählung im Stile der Ilias oder des Nibelungenliedes. Jedoch hat sich die Definition des Genres im Laufe der Zeit, der Geschichte der Medien gewandelt und erweitert. So definierte der Philosoph und Literaturkritiker Georg Lukacs das Epos als “die Gestaltung einer geschlossenen Lebenstotalität”, die sich von der privaten Sicht eines Romanes abgrenze. Die vorwiegend historischen und zugleich  universellen Topoi epischer Werke wurden besonders im klassischen Monumentalfilm der 50er Jahre vielfach bearbeitet (Ben Hur, Die zehn Gebote). Filmkritikguru Roger Ebert machte die Definition des epischen Kinos schließlich an seiner visionären Kraft fest (um im selben Atemzug ordentlich über Pearl Harbour zu lästern). Aber genug des Vorgeplänkels: Wir verstehen hier unter epischem Kino große, ausladende Filme: Sittengemälde, historische und aktuelle Panoramen, monumentale Gemälde, universelle Visionen und Gedanken und natürlich alles was irgendwie in diesen großen Rahmen, in diese schwammige Bezeichnung miteingeschlossen werden kann (Darin fallen übrigens auch einige bei den Fantasyfilmen, Tragikomödien oder Thrillern erwähnte Titel, die hier allerdings kein zweites Mal aufgeführt werden). Also dann die Besten des Jahrzehnts, wie immer mit kurzer Beschreibung und audiovisuellem Anschauungsmaterial unmittelbar nach dem Break.

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