Wie sehen die Hände berühmter Komponisten aus?

dtEE84L

Schönes Teil von reddit-User Andrea G.: Hands according to Composers. Wie müssten menschliche Hände aussehen, um jeweils die Stücke von Bach, Beethoven oder Cage spielen so spielen zu können, wie sie von ihren Schöpfern gedacht wurden? Vieles davon scheint mir ziemlich logisch, bei anderem musste ich ein wenig über Kreuz denken und einige waren mir bis dato komplett unbekannt. Daher gibts nach dem Klick noch die aufschlussreiche Erklärungsliste von NeokratosRed, inklusive Youtube-Links.

weiterlesen

“Please applaud with Hands only” – Hinweistafeln aus den Kindertagen des Kinos

3a11022r

Wenn man heutzutage ins Kino geht, kommt man vor Beginn des Films neben der Werbung und dem Trailerprogramm zumindest an zwei dezenten Hinweistafeln nicht vorbei: Zu einem wäre das “Handys aus!”, mittlerweile in teilweise rührenden, teilweise überraschend cleveren Kurzfilmen unter das Zuschauervolk gebracht. Und zum zweiten der obligatorische – im Ton meistens um einiges rauere – Imperativ “Denk nicht einmal im Traum daran, das Folgende mitzufilmen!”

In der Frühzeit des Kinos gab es weder Handys noch Kompaktkameras, mit denen man cineastisches Raubrittertum hätte begehen können. Dafür gab es allerdings übergroße, für den Kinobesuch offensichtlich nur bedingt geeignete Damenhüte, Fußgetrampel, das den Kinosaal zum Einsturz bringen konnte und zahllose Regenschirme, die in den Lichtspielhäusern vergessen wurden. Davon zeugen jedenfalls diese Kino-Tafeln aus dem frühen 20. Jahrhundert. Weitaus weniger penetrant als jedes “Langnese gibt es auch hier im Kino”, und ein freundliches “Good Night” deutet auch darauf hin, dass die Kinobetreiber anno dazumal weitaus freundlicher zu ihrem Publikum waren.

weiterlesen

15 Jahre – Happy Birthday, Plattentests.de

plattentests

Wenn ich nach meiner musikalischen Sozialisation gefragt werde, kommen mir natürlich als erstes die Bands in den Sinn, die ich als junger Teenager gehört habe: Nirvana, Metallica, NOFX, R.E.M… etc…. eben alles, was der early 90’s Alternative Rock und Metal so hergibt. Vielleicht verliere ich dann noch ein paar Worte dazu, wie ich von MTV geprägt wurde, wie ich die Plattensammlung meines älteren Bruders durchstöberte oder wie ich in den späteren 90ern auf diversen Festivals immer die Künstler suchte, von denen ich vorher noch gar nichts gehört hatte, einfach nur, um mir ein Bild davon zu machen, ob ihre Musik DIE perfekte Musik für mich sein könnte. Und dann, wenn es darum geht, welche schriftlichen Publikationen meinen Musikgeschmack entscheidend mitgeprägt haben, lande ich – noch vor Visions/Intro/Pitchfork/NME und Konsorten – ohne große Umwege direkt bei einem Namen: Plattentests Online. Ein – wohl gar nicht mal so kleines – Portal für Musikrezensionen, mit hervorragenden Texten, viel Potential für goldene musikalische Fundstücke abseits des Mainstream (und auch der eigenen Indie/Alternative/Rock Filter Bubble) und einem der außergewöhnlichsten Foren des gesamten Internets. Diese großartige Seite wurde diesen Monat 15 Jahre alt. Zeit für ein paar Glückwünsche und Worte des Dankes.

weiterlesen

Controlling or being your Game Avatar?

Sehr cooles Video vom Idea-Channel, das aufbauend auf der Frage, ob man denn nun seinen Game Avatar nur steuert oder tatsächlich darüber hinaus dessen Rolle annimmt, super spannende Themen der Videospielkultur von Immersion bis Simulation abhandelt.

via Geekosystem

Links fürs Wochenende

Wahl-O-Mat

Nicht mehr lange bis zur Bundestagswahl 2013… und der auch dieses Jahr wieder von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebene Wahl-O-Mat gehört ja mittlerweile zum Pflichtspielzeug eines jeden seiner Stimme bewussten Wählers, einer jeden ihrer Stimme bewussten Wählerin. Ich bin übrigens immer noch unentschlossen (Stand: Freitag, der 30.08.), denke aber, dass ich bei dieser Bundestagswahl aus Gründen die Piraten ankreuzen werde. Die verdienen trotz chaotischer letzter Jahre ihre Chance auf 5%+.

Funktioniert die Wünschelroute?

Crowdfunding für die Postproduction desPSI-Tests 2013, der kostenlos auf YouTube veröffentlicht werden soll. Siehe dazu auch den entsprechenden Aufruf der GWUP

Der Liebespakt

Der Fluter über die Liebesbeziehung zwischen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.

“Das Fernsehen hat das Kino überholt”

DWDL dokumentiert die vielbeachtete Rede Kevin Spaceys über die Zukunft des Fernsehens.

I Have a Character Issue

Anna Gunn, die Skyler White aus Breaking Bad, über ihre Rolle, die differenzierte Charakterzeichnung der Serie und über ihren Umgang mit dem Fan-Hass, dem die von ihr verkörperte Figur oft ausgesetzt ist.

On the Phenomenon of Bullshit Jobs

Ever had the feeling that your job might be made up? That the world would keep on turning if you weren’t doing that thing you do 9-5? David Graeber explored the phenomenon of bullshit jobs for our recent summer issue – everyone who’s employed should read carefully…

The Evolution of Gaming Consoles

Infografik via cinemassacre

Wie sich die Star Wars Rezeption im Laufe der Zeit gewandelt hat…

…Von den 70ern bis heute, von Krieg der Sterne Euphorie bis hin zum Prequel-Debakel und darüber hinaus. Passt.

Die komplette Grafik bei Dorkly via pewpewpew

Super Mario Land with Lyrics

Was gibt es da groß zu diskutieren? Der erste Mario-Ableger für den Gammel Boy (wie wir ihn damals liebevoll nannten) war ein gottverdammtes Meisterwerk, obwohl und gerade weil er sich in so vielen Punkten von seinem Heimkonsolen-Vorbild unterschied. Und die beiden Shooter-Stages rocken auch heute noch.

via Pixellevel

Obscurus Lupa slams “Star Wars – A New Hope”

Best April Fool 2012… Video-Bloggerin Obscurus Lupa hat einen trashigen Science Fiction Film aus den 70er ausgegraben und macht diesen wunderbar nach Strich und Faden fertig. Nicht nur, dass Star Wars – A New Hope der erste einer sechsteiligen Reihe ist und dabei Episode IV heißt (Hallo, geht’s noch verwirrender?), er nervt auch mit lahmen Charakteren (wie dem weinerlichen Luke Skywalker), merkwürdigen Mythen (wie der obskuren Force) und einem kruden Oberbösewicht namens Darth Vader.

Einzig positiv hervorheben lässt sich, dass der toughe Weltraumpirat Han Solo (der besser von Tom Selleck gespielt worden wäre) nicht als erster schießt, dass die Romanze zwischen Luke Skywalker und Prinzessin Leia hervorragend funktioniert und dass der Film vom Regisseur über die Jahre hinweg mit großartiger CGI stets verbessert wurde. Ansonsten purer Science Fiction Trash der übelsten Sorte… Thanks Obscurus Lupa for this awesome, mind blowing review!

Star Wars – A New Hope reviewed by Obscurus Lupa

Links fürs Wochenende

Das Urheberrecht und die Chance auf einen gesellschaftlichen Konsens

Die Frage, wer die Opfer und wär die Täter in der Zeit der digitalen Musikvervielfältigung sind, ist alles andere als leicht zu beantworten. Insbesondere dann, wenn ein “Märtyrium” der Künstler den geizigen Konsumenten zur Last gelegt wird, während gerade veraltete Distributionswege dafür sorgen, dass nur ein Bruchteil der Einnahmen auch bei den tatsächlichen Werkschöpfern ankommt. Der verlinkte Text bezieht sich auf eine Diskussion zwischen Berthold Seliger und Mark Chung, widmet sich aber letzten Endes genau dieser “universellen” Problematik. Zur Ergänzung auch unbedingt die Diskussionen in den Kommentaren lesen…

Scannen, Ablichten Hochladen

Fleißarbeit und kein Ende in Sicht: Das deutsche Kulturerbe soll möglichst vollständig digitalisiert werden. 633 Institutionen arbeiten in 915 Projekten an dieser Mammutaufgabe. Doch was bringt es, wenn Zugriff weiterhin nur Eingeweihte haben?

Bücherabend: Mit anderer Lesart

Über die Renaissance von Lesezirkeln in der digitalen und analogen Welt.

OUKA

Simples aber nettes Browsergame, bei dem es in den einzelnen Levels schlicht darum geht eine einzelne weiße Blume anzuklicken. Dass diese sich dem Mauszeiger und den Verfolgungen durch den Spieler auf jeweils unterschiedliche Weise entzieht, macht den Reiz des Spiels aus, das zwar ein wenig frickelig ist, aber immer die richtigen Hinweise bietet, um die Herausforderungen der einzelnen Bilder zu bestehen.

“Kleist war der Erste, der nicht wusste, was er tat.”

Heinrich von Kleist artikulierte seine inneren Konflikte über die Literatur, sagt der Biograf Peter Michalzik. Ein Gespräch über das faszinierende Werk des Dichters.

Passend dazu auch der Essay Der Schrecken im Bade von Durs Grünbein:

Die Stärke seiner Imagination kam aus Traumbereichen. Er war der Träumer seiner Existenz und Romantik bei ihm die Apotheose des leidenschaftlichen Traums. Die schönsten Momente sind bei Kleist jene, wo der Traum sich aufbaut, bevor die Menschen das Unheil aus sich herausschälen und er zerbricht.

Symmetal

Ein Blog, das sich ausschließlich der Schönheit widmet, die in der Symmetrie von Metal-Artworks verborgen liegt. Betrachtet werden insbesondere Black Metal Designs, aber auch Fotografien und Bandlogos.

Georg Kreisler

“Es reizt mich niemand zum Lachen”“Ich wundere mich, dass ich noch nicht tot bin.” —  “Ob ich ein intelligenter Rex Gildo sei?”

Woran man erkennt, welchen Fernsehkanal man sieht

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko beschäftigt sich intensiv mit dem Witch House Trend, Claudia fährt zum Rolling Stone Weekender und der Rest der Redaktion verschwindet in der beginnenden Herbst-Lethargie, vielleicht auch in diversen Prüfungen, Praktika, Dreharbeiten etc… pp. Weswegen Rinko sich dann doch bemüßigt fühlt,  nach potentiellen neuen Mitarbeitern zu suchen. Auch wenn wir wieder alle fleißig sind, ist dieser Aufruf nach wie vor aktuell. Wer gerne mal den ein oder anderen interessanten Beitrag hier posten möchte, darf sich weiterhin gerne bei uns melden.

Links fürs Wochenende

“Ich kann die Zukunft riechen.”

Ausführliches und interessantes Interview mit dem musikalischen Multitalent Peter Gabriel.

Sollten wir für unsere Überzeugung sterben?

Schönes nachdenkliches Essay zum Märtyrertum und dem damit zusammenhängenden Konflikt zwischen Glauben, Wissen, Propagieren und Verleugnen.

Putzfrau schrubbt Kunstwerk weg

Die Frage “Ist das Kunst oder kann das weg” ziemlich unsensibel und eindeutig beantwortet.

Ave Santanas – Satanic Psyche Rock and Proto-Black Metal from 1967 – 1974

Nice, weird, creepy Mixtape at Dangerous Minds

Zur Lage der Popmusik: Bob! Bob! Bob!

Pop ist die Verkörperung des Jetzt. Doch in Wirklichkeit ist es der größte Irrtum, dass es ständig etwas Neues geben könnte. Das gab es noch nie, und deshalb hören die Jungen heute alles – von Bob Marley bis Motörhead. Eine Analyse zur Lage der Pop-Musik.

Concerned Joe

Originelles, fesselndes Jump N Run / Browsergame: Der Spieler hat die Aufgabe einen Klotz (?) von links nach rechts, von unten nach oben zu geleiten. Die Daumenschrauben bestehen in diesem Fall in der Konstitution des Protagonisten. Frei nach Crank verliert er Lebensenergie, sobald er einen Moment innehält. Ständige Bewegung ist also gefragt, was dem Spiel eine ordentliche Portion Spannung und Hektik und vor allem einen erhöhten Panikfaktor mit auf den Weg gibt.

Loutellic’aaarrrrghhh!

Die Resonanz auf die Lou Reed Metallica / Collabro ist überwältigend, das Urteil fast immer vernichtend. Pichfork vergibt 1.0 Punkte und lästert über das Machwerk, dem es nicht einmal gelinge, das schlechteste Album aller Zeiten zu sein. Sputnik Music zieht ordentlich über das Album her, während sich Joseph Viney fragt, ob denn niemand während der Aufnahmesessions auf die Idee gekommen sein könnte, dass da gerade großer Mist entsteht. Bei Alternativenation lässt sich fast ein wenig Trauer über das große Scheitern von Loutellica erahnen, während Mark Read bei Plattentests tatsächlich auch gute Seiten an Lulu findet: “Selten lagen Plus und Minus, Genialität und Peinlichkeit, Poesie und Dadaismus näher beieinander” und zu der nichtssagenden Endnote 5/10 Punkten kommt. Einzig Ulf Kubanke von Laut.de scheint das Album beinahe bedingungslos, abgöttisch zu lieben und findet in ihm “einen faszinierend schillernden Appell an Menschlichkeit und echte Liebe frisch aus dem Herzen der Verdammnis”.

Von wem Buchrückenrezensionen stammen…

Letztes Jahr auf Seite360:

Die besten Filme der 00er Jahre für Musikliebhaber drehen eine kleine Ehrenrunde, die Redaktion sinniert auch noch einmal über ihre liebsten Filme der Dekade… und damit wäre dann das Mammutprojekt Die besten Filme der 00er Jahre auch endgültig abgeschlossen. Aber kanonisieren kann man immer und so sucht Rinko auf Plattentests derweil nach DEM Oasis-Song für die Ewigkeit und vergnügt sich zwischendurch mit dem schlechtesten englischen Dichter aller Zeiten: William Topaz McGonagall. Vielleicht ist auch die Herbstlethargie daran schuld, dass es sonst nicht viel neues zu berichten gibt. Immerhin reicht es bei Flo noch für einen what-the-fuckigen Blick auf Gapar Noes berauschendes Meistermachwerk Enter the Void.

Der Arschlochzuschauer: Eine Typologie der Kinotyrannen

Aus aktuellem Anlass: Ich war gestern abend im Kino, Die Haut in der ich wohne, großartiger Film, zweifelsohne. Was mir aber mal wieder tierisch auf die Nerven gegangen ist, war das Flüstern, Quatschen und Handytelefonieren im Hintergrund. Ich würde mich diesbezüglich nicht als Sensibelchen bezeichnen, ein wenig Hintergrundatmosphäre ist okay, gehört vollkommen zum Kinovergnügen dazu. Es gibt aber diese bestimmte Spezies Zuschauer, die einem jeden noch so tollen Kinoabend verleiden können. Ich habe dieser Spezies – auf den Namen Arschlochzuschauer getauft – schon vor einigen Jahren eine kleine Rede gewidmet. Konzipiert war dieses Pamphlet für Lesebühnen- und Kabarettauftritte und ist dementsprechend vielleicht nicht so lesefreundlich. Da es mir aber mal wieder eine Herzensangelegenheit ist, auf die Missstände in den hiesigen Filmpalästen aufmerksam zu machen, gibts die ungekürzte leicht modifizierte Fassung dieser Anklageschrift nach dem Klick.

weiterlesen