Super Mario Bros with lowest possibles Score…
…and some Speed Run Awesomeness

Wenn ich die Tage auf YouTube rumklicke und nicht genau weiß, auf welche Videoschnipsel ich gerade am meisten Lust habe, zieht es mich immer öfter zu den großartigen Speed Run Aufnahmen von den Awesome Games Done Quick Conventions. Daher haue ich hier gleich noch ein paar Videos mit Kommentaren meinerseits hier rein, wahrscheinlich auch, um mir selbst erstmal klar zu machen, warum es so faszinierend ist, Hardcore-Gamern dabei zuzusehen, wie sie ein Spiel so schnell wie möglich durchzocken. Zum Warmwerden seht ihr oben – via Kotaku – Super Mario Bros, einmal durchgespielt mit der minimal zu erreichenden Punktzahl. Neben dem Ausweichen von Feinden (Murder makes Points), dem Verzicht auf Münzensammeln (Money makes Point) und dem Warten vor der berühmten Exit-Fahne bis die Zeit auf 0 runter ist (Time is Money), gehören dazu auch ein paar echt anspruchsvolle Sprung-Passagen, die einen wie mich – der den ersten Teil der berühmten Reihe gerade so mit Ach und Krack durchspielt – einfach nur beeindruckt zurücklassen. Aber NotEntirelySure hat das einfach mal drauf! Und nach dem Klick geht es weiter mit Awesome Games Done Quick…

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Art X Smart – Gadgets in klassischen Kunstwerken

Verdammt… das ist sowas von Hipster-Kultur, das es mir fast schon peinlich ist, das an dieser Stelle zu teilen: Der koreanische Illustrator Kim Dong-Kyu verpflanzt iPhones und iPads in klassische Meisterwerke der Bildenden Kunst und dürfte damit voll und ganz den Nerv des urbanen, ironischen Trendsetters treffen. Ich würde die Bilder auch tatsächlich dann erst einmal als das nehmen, was sie sind: Schicke Mashup-Spielereien ohne größeren Hintergrund, ohne große Relevanz…

….Wäre da nicht dieses eine fantastische Bild dabei, auf dem Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer (1818) ganz zeitgemäß mit einem iPhone in der Hand auf dem monumentalen Berg thront und das beeindruckende Nebelmeer mit seinem Device digitalisiert.

Es ist lange her, das ich derart prägnant den Zeitgeist des digitalen Zeitalters auf ein Bild gebannt gesehen habe: Gerade dieser Bruch, die monumentale Weite des romantischen Gemäldes gebrochen durch ihre eigene Medialisierung, indem sie zu einem digitalen Abbild auf einem Gadget zusammenschrumpft, lässt dieses Bild fast schon erhaben wirken. Man könnte hier natürlich den einfachsten Weg gehen und das ganze als Kritik an der medialen Vermittlung unserer Zeit lesen, ich finde eine Deutung des Bildes ohne Zeigefinger aber weitaus spannender: Wie medialisiert ist unsere Welt? Was gewinnen, was verlieren wir dadurch? Und wie ist es möglich das schönegutewahre digital zu reproduzieren? Wird durch den ironischen Bruch innerhalb des Bildes nicht vielleicht sogar deutlich, wie anmaßend die romantische Kunstära war, wie sie in ihrem Pomp ästhetische Auren zurechtkonstruierte, wie sie ihren eigenen Repräsentationen einen Wert gab, der die Kunst geradezu ins Metaphysische übersteigerte? Und ist dieser “laxe” Umgang mit Kunst in unserer Zeit nicht auch ein Stück Erlösung des Werkes, da es durch die digitale Reproduktion von all dem metaphysischen Ballast vergangener Kunstepochen befreit wird? Wir digitalisieren, teilen, reproduzieren… und ehren dadurch endlich wieder das Kunstwerk als solches; nicht irgendein zurechtgebasteltes Phantasma von transzendentaler Wahrheit in der Einzigartigkeit des Mediums. Was der Wanderer auf diesem Bild macht ist in gewissem Sinne auch eine Demokratisierung der Kunst, eine Zerstörung des Despotismus der Romantik, eine Befreiung des Augenblicks von ästhetischen Fesseln die Ewigkeit postulieren, ein Zurückführen des Bildes zum Bild.

Anyway, ein fantastisches Mashup. Die anderen Bilder von Kim Dong-Kyu sind zwar eher so nette Spielereien, trotzdem soll an dieser Stelle nicht auf ihre Verlinkung verzichtet werden.

Art X Smart via Visual News

Happy Birthday, Breakbeat

So was… Da war ich dermaßen in den Breaking Bad Hype vertieft, dass ich ganz vergessen habe, dem Breakbeat und damit auch irgendwie dem Hip Hop zum Geburtstag zu gratulieren. Am 11. August 1973 legte Clive Campbell als Herc auf einer Back to School Party auf und nutzte diese Gelegenheit mal kurz, um die gesamte Musikwelt zu revolutionieren: Anstatt einen Song in Gänze zu spielen, switchte – der später unter dem Namen DJ Kool Herc Berühmtheit erlangende – Campbell einfach direkt zu den Breaks der aufgelegten Funk-Songs, und weil das ziemlich cool klang – und das Publikum entsprechend reagierte – loopte er das ganze einfach munter weiter, um eine ganz neue, ganz eigene Form von Rhythmus zu kreieren. Der Breakbeat war geboren. Und der Rest ist Geschichte… großartige Musikgeschichte!


via

Errata corrige – Bücherpanoramen

Beeindruckende Installationen der Künstlerin Ekaterina Panikanova: Errata corrigere, zu deutsch “Korrekturverzeichnis” ist eine Sammlung fantastischer Bookshell-Konzepte, in denen die offenen und aneinandergereihten Bücher zur Leinwand für verspielte Skizzierungen, Zeichnungen und Collagen werden. Da lacht das Bibliophilen-Herz, da freut sich die Dekonstruktivisten-Leber, da genießt das Ästheten-Auge und da jauchzt das Remixer-Hirn.

Errata corrigere via colossal

The Secret of Lucas Arts (Point&Click-Crossover)

R.I.P. Lucas Arts! Disney is an evil bitch!

Großartiger Crossover/Supercut/Adventure-Bastard von Felipe Machado. Leider nur als Video, aber Hölle, würde ich so was gerne spielen!

via IGN

Bambi meets Godzilla (Restaurierte Fassung)

Coda Shetterly hat Frame für Frame eine 1080P-Fassung des Zeichentrick-Klassikers Bambi meets Godzilla (1969) gebastelt, die als respektvolle Restauration ein guter Ersatz für die Low Quality Uploads des Proto-Remix-Culture Shorts auf Youtube sein dürfte. In einem ausführlichen Blogpost spendiert uns der Restaurateur zusätzlich noch ein ziemlich spannendes Making of der gelungenen Überarbeitung.  Wer den Film noch nicht kennt – Shame on you! – sollte diese kulturelle Bildungslücke spätestens jetzt schnellstens füllen.

Bambi meets Godzilla Restoration via BoingBoing

R.E.M. – Losing my Religion in Dur


Ehrlich gesagt fehlt mir ein bisschen die Phantasie dazu, mir vorzustellen, wie das technisch genau abläuft, das Ergebnis ist aber allemal spannend. MajorScaled TV bringen Moll-Klassiker auf die helle Seite der Macht, indem sie sie auf die Dur-Tonleiter transformieren. Das klingt einerseits etwas schräg, irgendwie unpassend – angesichts der Tatsache, dass man einfach mit diesen Stücken in Moll sozialisiert wurde – andererseits aber auch faszinierend, mitunter sogar dem Original neue Facetten und einen verborgenen Subtext abgewinnend. So zum Beispiel auch bei Nothing Else Matters von Metallica, das durch das MajorScaling zu einer fast schon nostalgischen Hard Rock Hymne wird und dabei an Bands wie die ganz frühen Scorpions erinnert. Und R.E.M. oben funktioniert sogar ganz hervorragend, tatsächlich in dem Sinne, dass man sich vorstellen kann, der Song wäre auch in Dur zum Welthit geworden. Achja, und als oller Dekonstruktivist (oder so) finde ich die Idee natürlich an und für sich schon sympathisch

MajorScaled TV bei Facebook via Interweb3000

Lance Armstrong und Oprah Winfrey: Creep

Das fällt in die Kategorie: Wurde derart oft bei Twitter und Facebook rumgereicht, dass ich mich schon fast schäme, das Ganze epische fünf Tage nach Veröffentlichung hier zu posten. Aber falls es irgendwer noch nicht kennt, hier ist es… und es ist großartig!

via Minds Delight

Nationalhymnen-Mashup: Every national anthem at once

Um das schnell zu disclaimern: Ich finde Nationalhymnen meistens ganz schrecklich: Der Pathos, die überzeichnete Ergriffenheit, die vollkommene Ironiefreiheit gepaart mit parolemhaften Monumentalismus. Die Ursprünge der meisten Hymnen sind historisch bedingt im 19. Jahrhundert zu verorten und die einzelnen Stücke sind daher viel zu oft von einem schrecklich klebrigen Romantik-Geist durchzogen. Außerdem habe ich auch irgendwie so ein grundsätzliches Problem mit dem Nationenbegriff als solchen. Das geht noch nicht mal so sehr in die “Deutschland halt’s Maul!”-Richtung, mich nervt einfach tierisch eine metaphysische, nahezu sakrale Aufladung des Nationenbegriffs, die nicht im geringsten berücksichtigt, dass unsere heutigen Nationalstaaten primär Konstrukte sind (sei es aus dem 19. oder 20. Jahrhundert), deren Grenzen einfach mal in erster Linie arbiträr verlaufen und deren vermeintlich genuine kulturelle Identität auch irgendwie nur mit viel Hängen und Würgen zurechtgezimmert werden kann. Ja, ich bin Internationalist und Antinationalist. Durch und durch! Basta!

Eigentlich habe ich jetzt aber nur so viel gefachsimpelt, weil ich einen guten Einleitungstext für dieses wirklich grandiose Nationalhymnen-Mashup brauchte:  National Anthems hat sämtliche Nationalhymnen der Welt (zumindest die sämtlicher UN-Länder, der beiden Beobachter Palästina und Vatikan sowie dem UN-Anwärter Taiwan) zu einem großartigen Bastardpop-Opus zusammengebastelt. Los gehts mit der Hymne Uruguays (die längste Nationalhymne der Welt) und peu à peu gesellen sich weitere Hymnen zu dem Reigen, bis das Gesamtwerk schließlich gegen Ende in ein infernales Noise-Spektakel mündet. Kann man durchaus auch als eine Art Kritik am Nationenbegriff lesen. Während die einzelnen stolzen Hymnen noch harmonisch und pompös klingen, entwickelt sich im Laufe der Zeit mit weiter hinzukommenden Nationen ein atonales Monstrum, das am Ende zwangsläufig ins Chaos münden muss. Die letzten anstrengenden Sekunden kann man dann auch nur noch als beeindruckend apokalyptisch bezeichnen, vielleicht auch ein Zeichen dafür wohin die nationalstaatliche Reise hingehen könnte. Andererseits… zumindest Europa hat das ja auch schon irgendwie hinter sich und eigentlich bin ich, was globale Politik betrifft, grundsätzlich eher ein Optimist (auch wenn ohne Frage noch mehr als genug schief läuft in der Welt). Insofern, genug davon. Einfach genießen, Gänsehaut wachsen lassen und mit der politischen Überinterpretation aufhören: Großartige Mashups sind halt auch einfach nur großartig.

Every National Anthem at once via Seitvertreib

Mashup-Germany – Top of the Pops 2012 (Scream & Shout)

Mashup-Germany hat wie bereits 2011 mal wieder einen sehr schicken Mashup aus den erfolgreichsten Popsongs des Jahres zusammengestellt. Und wie letztes Jahr muss ich wiederum konstatieren, dass ich viel zu wenig Radio höre, viel zu wenig MTV sehe und generell was Hits betrifft ziemlich hinterher hinke. Klar, die Künstler und Interpreten kenne ich so ziemlich alle, aber der einzige Ohrwurm, den ich auf Anhieb wiedererkannt habe, ist der Gangnam Style. Immerhin gibt dieser Mix noch einmal Gelegenheit, auch als Unwissender das Pop-Jahr Revue passieren zu lassen, ohne sich exzessiv durch die Charts klicken zu müssen. Wie man es von Mashup-Germany gewohnt ist, sauber gemixt, großartig homogenisiert und dennoch den einzelnen Versatzstücken genug Raum zum Atmen lassend.

Mixing:
Mashup-Germany mixing:

Mat Zo, Arthy – Mozart
Klangkarussell – Sonnentanz
Tacabro – Tacata
Jennifer Lopez feat. Pitbull – Dance again
Owl City feat. Carly Rae Jepsen – Good time
Katy Perry – Part of me
Kelly Clarkson – (What doesn’t kill you) Stronger
Rihanna – Diamonds
Flo Rida – Whistle
Adele – Set the world on fire
Calvin Harris – Let’s go
Will.I.Am feat. Britney Spears – Scream & Shout
The Wanted – Glad you came
Jessie J. – Domino
Carly Rae Jepsen – Glad you came
Dada Life – Kick out the Epic Motherf****er
PSY – Gangnam Style
Asaf Avidan & the Mojos – One Day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)
Of Monsters And Men – Little Talks
Damian Marley feat. Skrillex – Make it bun dem
Fun – We are young
Linkin Park – Burn it down
Sean Paul – She doesn’t mind
Gym class Heroes – Ass back home
Ellie Goulding – Lights
Nicki Minaj – Starships
Rihanna – You da one
Justin Bieber – As long as you love me
Lady Gaga – You and I
DJ Fresh feat. Rita Ora – Hot right now
Adele – Skyfall
Lykke Li – I follow rivers
Coldplay – Paradise



via Mashup-Germany