Masters of the Universe: The Force Awakens

Jetzt mal so ganz ohne Ironie und Sarkasmus: Masters of the Universe gehört für mich zu den am meisten unterschätzten, zu Unrecht verlachten, Filmen der 80er Jahre. Klar, es ist He-Man, und es ist trashig… aber es ist auch verdammt selbstironisch, herrlich großspurig und in seinen besten Momenten sogar richtig episch, inklusive fantastischer Bilder, erstaunlich okayer special Effects und einem Bösewicht, der einfach mal rockt. Und wie schnell so viel Monumentalität dann plötzlich überhaupt nicht mehr albern wirkt, beweist dieses wunderbare Mashup von Mike Furth, in dem Masters of the Universe einmal eine Star Wars Generalüberholung spendiert bekommt. Groß!

Masters of the Universe, Star Wars Trailer via Interweb3000

Dark and edgy: A modern Trailer of “Monty Python and the Holy Grail”

…und schrammt dennoch so ganz knapp an der Kategorie “lächerlich” vorbei. Die virtuelle, abgründige, düstere und moderne Version der “Ritter der Kokosnuss” erinnert dabei nicht zu knapp an so ein paar Fantasy-Schinken aus den 80ern und 90ern, die auch unglaublich düster und realistisch sein wollten, oft aber zugleich beispiellos lächerlich und over the top daherkamen.

via

Pulp Fiction in Chronological Order

Einen Recut von Pulp Fiction (1994) zu schneiden, in welchem dieser in der korrekten chronologischen Reihenfolge abgespielt wird, halte ich für ungefähr genau so sinnvoll, wie das selbe für Memento oder 11:14 zu machen. Diese Filme leben doch (auch) von ihrer Struktur, von ihrem ungewöhnlichen Storytelling, von dem Mindfuck- oder zumindest Aha-Effekt, den die Zerschneidung des Chronologischen beim ersten Sehen mit sich bringt.

Arthur Reeder hat sich trotzdem schon vor einiger Zeit an den Chronological Recut gewagt, steigt mit der legendären Uhrenübergabe von Christopher Walken ein, um am Ende Bruce Willis mit seinem Motorrad und seinem Mädchen davon düsen zu lassen. Joa… kann man machen… auch wenn es jetzt nicht die große Kunst ist. Viel toller an der Geschichte. Den Chronological Cut gibt es nun auch bei youtube, komplett online… und damit natürlich auch all die schönen Szenen, für die man Pulp Fiction so liebt und vergöttert.

via honk