Schlagwort-Archiv: Rap

Smashing_Pumpkins_-_Mellon_Collie_And_The_Infinite_Sadness

Die 90er Jahre: Die besten Alben des Jahrzehnts (Übersicht aller Artikel)

 smashing-pumpkins-mellon-collie

Poetisch, laut, grimmig, maskulin, feminin, naiv und abgeklärt. Das waren die 90er und hier noch einmal die große Retrospektive im Überblick.

Weiterlesen

hoerenswertes-mai2016

Hörenswertes, Mai 2016: Anohni, Death Grips, Mo Troper, Radiohead

hoerenswertes-mai2016

In meiner April-Musikschau war noch alles ganz kuschelig, wohlig warm… eigentlich sogar schon frühsommerlich. Im Mai sieht das ganze irgendwie anders aus. In diesem Monat dominieren die schrägen, düsteren, zersetzten und zersetzenden Töne. Daran kann auch der vergnügte Collegerock von Mo Troper nichts ändern. Denn begleitet wird dieser von Pop-Destruktionen einer ANOHNI und Industrial/Rap-Dekonstruktionen der Death GripsRadiohead stürmen zwar eher solide, ohne große Überraschungen den Frühsommer, ändert aber nichts daran, dass auch ihnen wieder mal ein kleines, artpoppiges, antipoppiges Meisterwerk geglückt ist.

Weiterlesen

Und dann ist da dieser Moment, wo Money Boy mal ernsthaft bleibt…

monyb
Money Boy bedient ja eigentlich bevorzugt die schrillen Lifestyle-Magazine, wie zum Beispiel Vice. Die haben bestimmt schon ne eigene Abteilung für das Self-Empowerment von dem Wahl-Berliner aufgestellt, der gefühlt im Wochen-Takt eine neues Mixtape und einen kleinen Social Media-Skandal raushaut.

Das hinter der Kunstfigur auch noch ein Künstler steckt, der ein Magister in Sachen Kommunikationswissenschaft in der Tasche hat, ist zwar mittlerweile bekannt, aber ging doch im Overflow der Releases und verdrogten Interviews unter.

Das kurze und sehenswerte Interview mit Pulse zeigt einen überraschend disziplinierten Sebastian Meisinger, der reflektiert über den Wert von Musik redet. Der Song als Vehikel zum Marketing und umgekehrt dürfte wohl perfekt den Stand des Musikbiz im Jahr 2016 erklären.

Deutschrap und so #22: Morlockk Dilemma – Ich weiß nicht

Wenn man sich auf die Suche nach gutem, Indie Hip Hop made in Germany begibt, stolpert man früher oder später zwangsläufig über Morlockk Dilemma: Der düstere Leipziger droppt schon seit Ende der 90er mit die spannendsten Battlerap-Lines, die es hierzulande zu finden gibt: Und das auf einem wirklich genuinen Soundteppich zwischen hämmernden Beats, Psychedelic und obskuren Filmmusikschnipseln. Erinnert wohl viele Hörer und Kritiker an den Wu-Tang-Clan. Ich würde wegen der teilweise unfassbar schnell gerappten Rhymes und düsteren Gesamtatmosphäre als US-Referenzen eher so was wie Twisted Insane anführen (aber was weiß ich schon). Und wer jetzt immer noch unsicher ist, ob er Morlockk Dilemma ne Chance geben sollte, der werfe einfach einen Blick auf diese BR-Infografik:

morlockk-worte

Noch Fragen?

Feinste Line:

Ich weiß nicht warum ihr denkt, ihr bringt Rap zurück zu Rap,
Mein Rap geht straight nach vorne ihr Cracks.
Ich weiß nicht warum ihr glaubt, ihr schraubt den Rap
Wie von Zauberhand fett – Mein Rap braucht keinen Effekt.
Ich weiß nicht warum ihr, glaubt euch braucht die Crowd,
Macht die Schnauze auf und alle laufen euch weg
Ich weiß nicht warum ihr denkt ihr habt Fans,
Ich kenn keinen einzigen der euch Aufmerksamkeit schenkt.

hiphop

Neue Serie: Deutschrap und so…

hiphop

Vor ungefähr einer Woche ist der massive Hip-Hop-Chronologie-Hip-Hop-Track von Böhmermann und Dendemann inklusive zahlreicher Cameos diverser deutscher Hip Hop Größen durch so ziemlich alle – aber auch wirklich alle – deutschsprachigen Blogs gegangen. Und, hmmm, naja…. so cool ich Dendemann finde, und so cool ich Böhmermann finde, so sehr ich ihre musikalische Kollaboration abfeiern wollte, im Gegensatz zu allen anderen – aber auch wirklich allen anderen – hat mich diese Performance dann doch ein wenig unterwältigt. Liegt vielleicht auch daran, dass alle – aber auch wirklich alle – so sehr davon geschwärmt haben, dass ich eine absolute Sternstunde des deutschen TVs und der deutschen Hip Hop Kultur erwartet habe. Folgerichtig konnte ich nur enttäuscht werden von einer großartigen Idee und einem daraus resultierenden leider nur netten Ensemble-Track, bei dem mit Sicherheit mehr drin gewesen wäre.

Weiterlesen

Hip Hop Periodensystem

Bildschirmfoto 2014-09-01 um 15.45.16

Absolut großartiges Ding von den Leuten vom Pop Chart Lab. Die haben die wichtigsten, zumindest aber bekanntesten Hip Hop Künstler of all time (Erkennt man daran, dass Vanilla Ice dabei ist, Riffraff dagegen nicht. Obwohl Riffraff genauso wie Vanilla Ice fernab von skill, dennoch unterhaltsam ist.) in ein informationsvisualisiertes PSE gepackt, in welchem das erste Releasejahr plus die Genres des jeweiligen acts angegeben sind. Man kann diese Grafik im Pop Chart Lab käuflich erwerben. Via Blogrebellen.

Die 90er Jahre: Die besten Hip Hop Alben des Jahrzehnts IV

Irgendwie war schon im vorhinein klar, dass Hip Hop einen großen Anteil an den 90ern Alben haben würde, aber dass er sogar Britpop in der Anzahl der Retrospektiven überholt, hätte ich zu Beginn dieses langwierigen Projektes selber nicht geglaubt. Diesen Umstand könnte man vielleicht mit Nostalgie erklären, wenn es nicht so wäre, dass mir auch vieles vor der Suche nach den besten Alben der Dekade selbst noch unbekannt war. Anyway, die gewaltige Anzahl an guten LPs untermauert einfach den Ruf der 90er als Golden Era of Hip Hop. Heute gibt es in der Rückschau allerhand Düsteres von GZA/Genius und Smif-n-Wessum, während De La Soul mal wieder auf der sonnigen Seite des Lebens stehen und Public Enemy die verbalen Brandstifter geben indem sie eine ihrer letzten Großtaten veröffentlichen.

Weiterlesen

Chilly Gonzales with The RSO – The Unspeakable Chilly Gonzales (Youtube)

Ich werde gerade nicht wach und irgendjemand hat die Wetteruhr um einen Monat zurück gestellt. Da passt doch der Chilly Gonzales ganz gut, der 2011 mit dem Wiener Radio Symphonie Orchester sein Rap meets Klassik Album “The Unspeakable Chilly Gonzales” aufgeführt hat. Der Typ hat operiert zwar stets an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn, aber das hier ist eigentlich recht gut anhörbar und flasht. Und hey, der Mann hat The Reminder von Feist produziert!

 

Das ganze Konzert auf dem Channel von JQuilla.

Links fürs Wochenende

Museumsführung

Katja Dittrich bloggt über den Wahnsinn eines Louvre-Besuchs.

Are You There, God? It’s-a Me, Mario!

Overthinking darüber, was Videospiele und Kreationismus gemein haben können. Does Mario believe in Shigeru Miamoto? (Englisch)

Porträt: Voll Hardcore

Interview mit der libanesischen Rapperin Malikah:

Malikah ist eine stolze Muslima und rappt wie eine Maschinenpistole. Sie ist überzeugt: HipHop ist auch wichtig für die Demokratisierung der arabischen Welt.

Prothetik und Inklusion sind kein Gegensatz

Enno Park, der früher fast schwerhörig gehörlos war und heute elektrische Implantate trägt über die Frage ob seine Entscheidung für die Prothese dem Inklusionsgedanken zuwiderläuft. Interessant ist auch die Debatte unter dem Artikel.

Hoëcker, Sie sind … im Interview

Hoaxilla, der skeptische Podcast aus Münster hat einen ganz besonderen Gast in seiner Januar-Sendung. Bernhard Hoëcker, nicht nur bekannt aus Genial Daneben sondern ebenso GWUP-Mitglied, äußert sich über 90 Minuten zu seiner Arbeit als Science Kabarettist, zu seiner wissenschaftlichen Leidenschaft und dem Skeptizismus. Hörenswert!

Expertenkultur!!

Johannes Kreidler bricht eine Lanze für Expertentum und Intellektualismus in der Neuen Musik:

Musik ist mehr als Emotion, Groove und Völkerverbindung, Musik kann auch asozial schwer verständlich sein und auch dazu hat sie ihr gutes Recht. Andernfalls nennen wir es künftig eben „ästhetische Akustik“. Übrigens heißt Intellektualisierung überhaupt nicht Verlust von Unmittelbarkeit – es gibt Mathematiker, denen beim Anblick einer Formel Tränen in die Augen treten.

Alternative Atari Games

Sehr coole, weird geeky Fotostrecke beim Retronauten.

YouTube-Rewind: Die beliebtesten Videos des Jahres 2011

Rebecca Black schlägt Nyan Cat…. Naja…

IVE

Mal wieder ein süchtigmachendes Flashgame mit simplem Spielprinzip und großartiger Action. Der Plattformer IVE wird vollständig mit der linken Maustaste gesteuert… und wird trotzdem mit der Zeit verdammt anspruchsvoll: Springen, Boosten und in Quick Time Events gegen Roboter kämpfen. Groß!

Letztes Jahr auf Seite360:

Voller Tatendrang starten wir in das Jahr 2011: Rinko rezensiert Somewhere von Sofia Coppola sowie das 00er Album 19 von Adele und widmet sich der goldenen Stimme Ted Williams. Florian spekuliert über das Potential Wim Wenders in Bayreuth und lauscht den hörenswerten Alben des Januars. Marcus findet derweil  in Erich Kästners Fabian “The man in the mirror”. Außerdem stehen die ersten 90er Jahre Filmretrospektiven im Fokus: Als das wären Die besten Horrorfilme 1 und 2, Die besten Liebesfilme 1 und 2 sowie Die besten Erotikfilme, zu denen laut Florian Basic Instinct aber definitiv nicht gehört. Mit dem Musikjahr 2010 haben wir ebenfalls noch nicht ganz abgeschlossen und so gibt es gleich zwei Nachschläge aus der Heimat, bei denen wir Kristof Schreuf, Hans Unstern und Bratze sowie 1000 Robota, Antitainment und Frittenbude unsere Aufmerksamkeit widmen.

All City Podcast – We All Cant Be Pimps and We All Cant Rap (90’s Indie Hip Hop Mix)

Sehr cooles Mixtape aus dem Hause All City Records: Darauf ist ne ganze Menge Indie Hip Hop der 90er Jahre versammelt, wovon ich so gut wie nichts kenne (jaja, die damalige Ignoranz), der aber gerade verdammt amtlich und fett aus den Boxen schallt.

Mix we did for the chaps at Svetlana..was inspired by the Midnite Eez record and is just a mix of 90s indie hip hop…Prize for anyone who can get the tracklist..one or two difficult ones Shazam mightnt cop but otherwise shouldnt be too hard!…The Spiel from Svetlana..

This mix is called We All Cant Be Pimps and We All Cant Rap.

All City Podcast – We All Cant Be Pimps and We All Cant Rap by allcitydublin
via Hip Hop Culture

Die 90er Jahre: Die besten deutschen Alben des Jahrzehnts V

Rinko hat in insgesamt vier Artikeln ja ganz schön gewütet in der deutschen Musiklandschaft der 90er Jahre. Ein paar kleine Perlen hat er mir aber dennoch übrig gelassen. Und so setze ich erstmal meine Unterschrift unter die meisten von ihm genannten Alben (außer Rammstein) und trage meinen Teil zu den besten deutschen Alben der 90er Jahre bei. Und wenn Rinko sich schon zu den Till Lindemanns bekennt, darf ich hier auch gegen alle möglichen Bedenken der Geschmackspolizei zwei Bands erwähnen, die wohl für viele 80er Jahrgänge lange gleichbedeutend mit “deutschsprachiger Musik” überhaupt waren. Jepp, auch die Mainstream-Punkrocker Die Toten Hosen und Die Ärzte haben in den 90ern verdammt starke Alben aufgenommen, die hier ohne Scham genannt werden dürfen. Daneben gibt es wunderbar e- und u-musikalisches von den Einstürzenden Neubauten, die von Rinko bereits erwähnt wurden sowie zum Krautrock der alten Schule formerly known as Avantgarde. In den 90ern vertreten durch die nicht tot zu kriegenden Faust. Und dann gibt es auch noch Jazzkantine sowie Such a Surge, die – trotz gelegentlicher Kritikerhäme – mit amtlichem Crossover begeistern können und – wie könnte man ihn vergessen – Reinhard Mey, der mit Flaschenpost mit einem nachdenklichen und bescheidenen Statement daherkommt und dabei angenehm reflektiert und unkitschig klingt.

Weiterlesen

Hörenswertes Juli 2011 (II): Casper, Little Dragon,The Cool Kids

Das passiert wochenlang nichts und dann kommt gleich der Doppelschlag. Flo hat mit Düster-Werken vorgelegt, die man ja eigentlich erst im Herbst so richtig goutieren möchte, aber bei diesem komplett ins Wasser gefallenen Sommer macht SunShine-Pop auch nicht mehr viel wett. Und so grollt das Tief Casper mit Explosions In The Sky Samples herbei, kommt nochmal kurz der Sommer mit Little Dragon zurück und die Cool Kids droppen Beats wie die nächsten Regentropfen, yo.

Weiterlesen

Wu Tang Clan – Legendary Weapons feat. Ghostface Killah, AZ & M.O.P. (Free MP3)

Eigentlich posten wir ja nicht zu jedem Song oder Video etwas um die Klickzahl zu erhöhen, aber der Wu-Tang Clan ist nun mal der bevorzugte Lieferant für edelste Hip Hop Feinkost und frei Haus schmeckt das nochmal besser. Legendary Weapons” feat. GhostFace Killah ist zwar wieder eine klassische Wu-Single mit Kungfu-Musik und Old School-Beats, aber genau das ist ja so geil.

Hörenswertes Juni II: Bon Iver, Digitalism, Limp Bizkit, The Antlers

Der Sommer ist da, nur Bon Iver und The Antlers sitzen grübelnd in ihren Einsiedler-Hütten und veröffentlichen kleine Meisterwerke. Ein Glück das immerhin Digitalism und Limp Bizkit dafür die Region unterhalb der Gürtellinie beschallen und klarmachen, warum diese Jahreszeit nicht unbedingt für Feingeister taugt. Weiterlesen