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Der Kritisierte trifft auf seinen Kritiker

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Nein, wir sind nicht Rapudate und der Content an Hip Hop geht auch bestimmt wieder zurück. Ich bin aber gerade einfach begeistert, wie zwei erwachsene Menschen sachlich und ruhig diskutieren.

Prinz Pi brachte dieser Tage sein neues Album “Nichts war umsonst” raus und Kritikerstimmen reichen von Vergleichen zu One Direction-Vergleichen bis hin zu “Meisterwerk”.  Die Juice, eigentlich immer sehr wohlwollend auf Pi`s Seite hat dem Album mit 3.5/5 keinen absoluten Verriss gegönnt, aber hatte doch einige Kritikpunkte in Person von Rap.de-Autor Skinny auf Lager.

Nun Ist Pi zum Glück nicht Blokkmonsta, sondern ein entspannter Dude, der sich auf einen Diskurs mit seinem Kritiker einlässt. Beide erklären noch einmal in Ruhe und eloquent ihre Standpunkte, können sich mitunter einigen und gehen natürlich meinungstechnisch auseinander.

Der Kritiker und der Kritisierte bekommen ein Gesicht und beide haben noch einmal eine zweite Chance ihren Standpunkt genauer zu erläutern. Ich wünschte mir diese Art Interview mehr und vielleicht ziehen ja auch Musikmags aus anderen Genres nach?

Must Read – “Drei Reime auf Böhmermann”

Floris Biskamp schreibt auf publikative.org über Böhmermanns neuen musikalischen Streich “POL1Z1STENSOHN”. Biskamps Interpretation legt drei wesentliche Schichten dieser Gangsta-Rap-Satire frei, die in der ganzen Internet-Abfeierei, Socialmedia-Teilerei und Likerei kaum beachtet werden. Gut, dass wir drüber geredet haben.

Update:

Marcus Staigers offener Brief über den Song. (noisey)

Das Bildungsbürgertum schlägt zurück: Jeglichen Inhalt in den Texten ignoriert ihr vollkommen und macht euch nur noch über die Form lustig. Ihr verarscht Leute, weil sie weniger Bildung haben, weil sie weniger Geld besitzen und weil sie gesellschaftlich unter euch stehen. Das ist schon ganz cool.”(Staiger)

Falk Schacht teilt nicht Staigers Meinung. (FB)

Und ich finde nicht das die Polizei in diesem Video so gut wegkommt wie ihr tut. Sie wird hier mit den Strassengangs auf eine Stufe gestellt. (…) Ein Großteil der Polizei wird diesen Song sehr wahrscheinlich feiern. (…) So wie alle patriotischen Amerikaner die “Born in the USA” feiern weil sie zu dumm sind zu kapieren was der Song bedeutet.

Und Oliver Marquart von rap.de auch nicht.

Was mir aber mindestens genau so sauer aufstößt, ist die Verkrampftheit und der beleidigte Unterton, mit dem viele auf die Satire reagieren. Warum ist es denn so schwer zu ertragen, dass es Parodien gibt?

Blokkmonsta vs. Marcus Staiger – oder das gefährliche Leben von Musikrezensenten

Am 21. September wurde rap.de Redakteur Marcus Staiger von dem Berliner Underground Rapper Blokkmonsta vor den Redaktionsräumen von rap.de (nieder)geschlagen. Grund für die jüngste Austragung eines wohl schon länger schwelenden Konflikts war eine negative Rezension Staigers zu Blokkmonstas neuem Album. Dieser fühlte sich durch die bissige Review angegriffen und suchte daher mit einigen Freunden Staiger auf, um ihn zur Rede zu stellen.

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