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Die 90er Jahre: Die besten Punkrock-Alben des Jahrzehnts III

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90er Punk die Dritte. Den Melodycore der Zeit haben wir hinter uns gebracht… Und natürlich stellt sich anschließend die Frage: Ist in dem Genre ansonsten überhaupt noch was passiert? Oh ja! Auch wenn die alten Legenden in der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts bereits am Aussterben waren, durften wenigstens die Ramones und Bad Brains noch einmal ein Lebenszeichen von sich geben. Und auch wenn der olle Spruch “Punk is dead” wohl zu kaum einem Jahrzehnt besser passt als zu diesem, stieg Anfang der 90er eine neue Kraft hervor aus dem Grab des Genres, die sich Riot Grrrl nannte (ganz ehrlich, ich muss immer googlen, wie viele “r”s da hingehören). Bands wie Bikini Kill und Babes in Toyland rauschten mit ihrer feministischen Interpretation über den Urgeist des Punkrock und hauchten dem darbenden Genre so neues, anarchisches Leben ein. Und mit den Dropkick Murphys schließlich durften wir Ende der 90er sogar einen Geschmack davon bekommen, wie crossoverfähig der Oi! sein kann. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag: Das war durchaus eine okaye Zeit für alle Irokesen-, und DocMartens-Träger.

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Fucked Up – David Comes To Life (Stream)

Es ist soweit: Fucked Up haben ihre Drohung wahr gemacht und veröffentlichen eine Punk-Oper in 4 Akten. Green Day haben zwar mit American Idiot diese Idee vorweg gegriffen, aber man kann sich absolut sicher sein, dass hier weit aus weniger Richtung Middle Of The Road-Rock geschielt wird als bei Billy Amstrong und seinen Jungs, die stets immer dem Radio näher waren als irgendwelchen Punk-Ideologien und mit ihrem letzten Werk endgültig im Mainstream angekommen sind. Dasselbe Schicksal sollte uns trotz großer Ambitionen bei Fucked Up erspart bleiben, die zwar auch die engen HC/Punk-Grenzen überschreiten, dabei aber Schritte in Richtung Avantgarde, Classic Rock, Indie und Psychedelic-Rock wagen und trotzdem Energie von mindestens 10 Black Flag Konzerten mitbringen. Glaubt mal wieder keiner? Überzeugt euch doch selbst auf NPR Music, wo die Tracks in kompletter Länge angehört werden können. We’re dying on the inside, dyin’ on the inside, dyin’ on the inside…

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