Schlagwort-Archiv: Rage Against the machine

Die 90er Jahre: Die besten Crossover Alben des Jahrzehnts

Rinko will sich endlich den musikalischen 80er Jahren widmen und ist dafür schon fleißig am LP-Sammeln. So wie er im Moment über New Wave und Postpunk philosophiert und mir dabei irgendwelche Bandnamen an den Kopf wirft, die ich noch nie gehört habe, kann es eigentlich nicht mehr lange dauern, bis die musikalische Aufarbeitung meines Geburtsjahrzehnts hier auf Seite360 stattfindet. Als in den 90ern musikalisch sozialisierter Hörer habe ich mit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Und während Rinko sich in die Untiefen von No Future, Glam, Synthie und Postpost-irgendwas begibt, will ich zumindest noch ein paar Genres würdigen, auf deren Aufarbeitung er bisher in unserer 90er Retrospektive verzichtet hat. Wobei der Genre-Begriff im Falle des Crossover etwas diffus ist. Tatsächlich ist diese Bezeichnung für die Vorreiter des Nu Metal, für die ersten, die Rap, Rock, Funk und Metal zusammenmixten, primär eine deutsche Erscheinung. In den USA wurden die folgenden Bands stattdessen gerne dem Funk-Rock, dem Rapcore oder anderen Genrehybriden zugeordnet. Hierzulande dagegen sind wir mit genau jenem Crossover-Begriff groß geworden, nicht nur Dank deutscher Bands wie H-Blockxx oder Such a Surge, sondern auch Dank vieler Bands aus Übersee, denen wir dieses Label – stolz etwas neues musikalisches zu entdecken – aufgedrückt haben. Im Folgenden widme ich mich den besten Alben des klassischen Crossover, wie er Anfang/Mitte der 90er Jahre geboren wurde und ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwunden ist, um diversen Core- und Nu-Metal-Labels Platz zu machen. Es war nicht alles golden in diesem mixwütigen Genre, ein paar herausragende, spannende Hybrid-Alben sind trotzdem dabei rumgekommen.

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Das erste öffentliche Konzert von Rage against the Machine?

Dieses Bootleg-Video stammt aus dem Jahr 1991 – als Rage against the Machine das Licht der Welt erblickten – und wird gerade in diversen Blogs als erstes öffentliches Konzert der Band herum gereicht… Maybe. Ist aber auch gar nicht so wichtig, da die Aufnahmen schon erahnen lassen, warum sich RATM kurz darauf zu Größen des Crossover und einer wahren Kultband entwickeln sollten. Vor kleinem Publikum machen sie genau das, was sie auch später live immer wieder tun sollten: Powern, mitreißen und sau geile Musik abliefern. Ich habe RATM im Jahr 1999 live gesehen, ein Jahr vor dem Ausstieg Zack de la Rochas, und das ist für mich nach wie vor eines der schönsten Konzerterlebnisse meines Lebens. Verdammt, waren die Jungs damals schon großartig…

Full concert footage of RATM’s first ever public performance at The Quad, Cal State Northridge, Northridge, CA on Oct. 23, 1991.

Setlist:
1: Killing In The Name (Instrumental)
2: Take The Power Back
3: Autologic
4: Bullet In The Head
5: Hit The Deck
6: Township Rebellion
7: Darkness Of Greed
8: Clear The Lane
9: Clampdown
10: Know Your Enemy (alternate version)
11: Freedom

via KFMW

Nu Metal Retrospektive II (Pioniere): System of a Down und ihr selbstbetiteltes Debüt

Aber hallo, was scheppert denn da so frisch aus den Boxen? Richtig, das Debüt von Serj Tankian (verantwortlich für die heftigen und patehtischen Vocals), Daron Malakian (Gitarre), Shavo Odadjian (Bass) und John Dolmayan (Schlagzeug), besser bekannt unter dem Namen  System of a down: Nicht nur ihre armenischen Wurzeln sind deutlich aus dem wüsten Crossovermix herauszuhören, sondern auch die Vorliebe für Faith no More, klassischen Hardcore und düstere Soundlandschaften á la Fear Factory. 1995 zusammengefunden, brachten sie unter Aufsicht des Produzenten Rick Rubin (u.a. verantwortlich für die Produktion von namhaften Bands wie den Red Hot Chili Peppers oder den Beastie Boys) ihr gleichnamiges Debüt an den Start. Kurz darauf sollten sie mit „Toxicity“ und fast zehn Jahre später mit dem 2005er Doppelschlag Mezmerize/Hypnotize zu wahren Größen des modernen Crossovers – Neusprech Nu Metal – werden.

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Links für den Wochenanfang

Al Bundy ist wieder zurück

Ne, wir erleben leider (?) nicht die Rückkehr der Bundies, dafür aber kommt Ed O`Neil zurück und zeigt sich in diesem Interview bestens gelaunt.

Wikileaks – der Film

Wer steckt eigentlich hinter dem Wikileaks Projekt ? Eine tolle Dokumentaion gibt es dazu (noch) gratis auf Youtube oder auf der Seite des schwedischen Filmteams.

Fun Facts zu Tron
Ich liebe Tron und freue mich trotz  mauer Trailer wie ein kleines Kind auf den Kinostart. Hier nun ein paar Fakten zu dem Film.

John Cage for No 1

Hm, kennt hier jemand Cage ? Nein, nicht Johnny und auch nicht Nicolas. Es handelt sich um John Cage, der 1952 auf den Gedanken kam instrumentale Stille aufzunehmen und diese logischerweise 4`33 nannte. Da es bisher keine käufliche Aufnahme  gab haben sich nun u.a The Kooks und The Orbital in einem Studio getroffen um dort genau diese Vier Minuten und 33 Sekunden zu schweigen.  Sinn der Aktion: Nachdem Rage Against The Machine mit “Killing In The Name Of” eine notorisch beschissene Weihnachts-Single torpedierten soll nun Cage zu späten Ehren kommen. Die Erlöse des Songs kommen übrigens der *sic* British Tinnitus Association zugute.

Gamepro wird 100

Zum Schluss ein wenig Nostalgie. Die Redakteure von Gamepro erinnern sich an die miesesten Spiele und schönsten Momente aus 100 Ausgaben.

Die 00er Jahre: Die vergessendsten Alben des Jahrzehnts IV

Dieses mal mit floydeskem Goth-Rock, einer avantgardistischen  französisch-amerikanischen Traumkollaboration, düsterem und komplexen Alternative Hip Hop,  einem wüsten Crossover-Avantgarde-Metal-Bastard, minimalistischer postmoderner Kompositionskunst, der letzten Großtat eines Funk / Rap / Metal Klassikers, Berliner Elektronikspielereien und einem laut polternden Maskenzirkus.

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