Über die queere Maskulinität von Stealth Games

Riley MacLeod hat einen Text auf BoingBoing gedroppt. Darin beschreibt er, dass mit den Männerkörpern der Protagonisten von Stealth Games (Deus Ex, Thief, Splinter Cell etc.) eine alternative Version von Maskulinität gezeigt wird:

In games, men´s bodies often represent brute strenght. Stealth games are the focal point for an alternative masculinity; sleek, illusory, sensitive, and self-reflective.

MacLeod hat auf YT auch einige LetsPlays in denen er über Genderthemen und Religion in Bezug auf Games philosophiert.

Queer and Feminist Street Art

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Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie und drüben bei Arte Creative haben sie einen echt schönen Beitrag + Interview + some random Pics zum Thema queere und feministische Urban Art, den ihr euch bei Gelegenheit unbedingt anschauen solltet. Hatte das Thema bis dato überhaupt nicht auf dem Schirm, obwohl ich beide Welten, sowohl die LGBT und Queer Culture als auch Urban Art super interessant finde. Vielleicht mache ich mich demnächst mal online und auf der Straße auf die Suche nach ein paar mehr Fallbeispielen. Davon gibt es mit Sicherheit einiges und mit Sicherheit noch viel zu wenig.

Und obendrauf dann noch meinen Literaturtipp für den Tag: Lese gerade Delusions of Gender von Cordelia Fine (Partnerlink), oder zu deutsch Die Geschlechterlüge (Partnerlink), das als eines der (populär)wissenschaftlichen Referenzwerke zum Nature vs. Nurture, Gender vs. Sex Diskurs betrachtet werden kann und auch in der Fachwelt über die Gender Studies hinaus großen Anklang gefunden hat.

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Queer Street Art via Freundeskreis Street-Art Berlin

Musikvideo der Woche: Frankie Goes To Hollywood – Relax

30 Jahre hat dieser Song auf dem Buckel und irgendwie hat sich relativ wenig getan. Die Bundeskanzlerin tut sich ja bekanntlich schwer mit dem Adoptionsrecht für Homosexuelle und Russland Präsident Putin bekommt bestimmt schon Stresspickel, wenn in seiner Nähe jemand eine Banane isst. Der Song hat also von seiner Aktualität nichts verloren und das Video, so traurig wie das eigentlich ist, würde wohl auch heute wieder für Aufruhr sorgen. Das Musikvideo produzierte Candyman-Filmregisseur Bernard Rose.

Frankie Goes To Hollywood – Relax (1983)

Regie:Bernhard Rose
Album:Welcome to the Pleasuredome

Gossip – A Joyful Noise (Stream)

Hm ok, von dem Cover bekomme ich heute Nacht Alpträume, bin aber trotzdem gespannt was Beth Ditto und ihr beiden Mitstreiter auf die Reihe bekommen haben. Die Zusammenarbeit mit mäßig tollen Dance-Produzenten wie Xenomania und Brian Higgins (Cher) hat sich hoffentlich als richtige Wahl heraus gestellt.

Gossip – Perfect World (Video)

Hot Cross war der Sommerhit 2009 und brachte Gossip, die vorher eher als queere Freak-Band angesehen wurden, zusammen mit dem Album Music For Men (produced by Rick Rubin) ganz nach oben in die weltweiten Charts. Gerade die Frontfrau Beth Ditto konnte sich der Aufmerksamkeit um ihre Person sicher sein und sorgte dafür, dass die Hörer von den Hype nach hinten raus doch mehr als übersättigt waren.

In letzter Zeit wurde es aber wieder ruhiger um Gossip und Perfect World, das von der Hit-Schmiede Xenomania (Sophie Ellis-Bextor, Kylie Minogue, Pet Shop Boys) produziert wurde, ist das erste Lebenszeichen seit ziemlich lange. Joa, ist schon catchy, aber wo ist der Sex und die Leidenschaft der früheren Alben hin? Das neue Album A Joyful Noise erscheint jedenfalls am 11. Mai und hat hoffentlich noch ein paar Ecken und Kanten, die nicht komplett für den Mainstream wegproduziert wurden.

Hörenswertes Mai 2011 (III): Lady Gaga, Eddie Vedder, Death Cab For Cutie, Mona

So, heute gibt es weniger  Geschnetzeltes, sondern saftige Filestücke im Dreier-Pack. Ob das Angebot des Monats wirklich schmackhaft ist, Lady Gaga noch immer voll im Saft steht, wir zu Eddie Vedder Knödel empfehlen  oder das Frischfleisch von Mona mundet erfahrt ihr wie immer hier, kurz vor Ladenschluss. weiterlesen

Rezension zu Hercules & Love Affair “Blue Songs” – Disco überlebt

VÖ: 28.01.2011

Disco, diese unverstandene Musikrichtung. Das Genre, das Techno  und den Gedanken vorwegnahm, dass alle Menschen willkommen sind und gemeinsam Spaß haben können, egal ob sie schwul, Bänker oder arbeitslos sind. Natürlich fand ich diese Musik auch schrecklich bis ich eine Dokumentation auf arte sah und die politische Dimension von Disco und auch den immensen Einfluss auf sämtliche elektronische Spielarten verstand. Ein bisschen zu oft wird Disco auch mit einer der schlimmsten Bands in Verbindung gebracht, nämlich ABBA, diesen mäßig talentierten Schlager-Kaspern, deren glatter Kommerzpop auch heute noch schrecklich ist und den man doch möglichst einfach ruhen lassen sollte. Dann doch lieber Hercules & Love Affair, die sich dem spannenden Queer Sound der frühen 80er verschrieben haben, der mit Bronski Beat, Frankie Goes To Hollywood und Visage wohl das mit beste und spannendste am Start hatte, was Electro zu bieten  hat. Das haben Fischerspooner schon vor 10 Jahren zu Hochzeiten des Electroclash verstanden und auch Scissor Sisters und Hercules & Love Affair machen sich daran den stets latent sexuell aufgeheizten Sound in die Gegenwart zu retten.

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Die 00er Jahre: Die besten Erotikfilme des Jahrzehnts

Vom Spaß an der Überwindung der Wirklichkeit in den besten Fantasyfilmen des Jahrzehnts, über das blanke Grauen der besten Horrorfilme zum puren Genuss des erotischen Kinos. Gerade der erotische Film war schon immer eine ambivalente Geschichte: Einerseits ist der Fokus klar: Erotik, Sex, nackte Haut… Andererseits wünscht man sich als Zuschauer dennoch einen interessanten, fesselnden, auch unabhängig von seinen Schauwerten funktionierenden Film zu sehen. Denn ähnlich wie bei Actionfilmen steht auch bei diesem Genre das Sujet derart im Mittelpunkt, dass die Narration oft ins Hintertreffen gerät und der Cineast unbefriedigt zurück bleibt. Aber es gibt sie: Die guten Filme des erotischen Kinos, Filme die mehr sind als Masturbationsvorlagen und mit interessanten Perspektiven auf die menschliche Sexualität zu begeistern wissen. Aber auch Filme die dennoch erotisieren und erregen können und ihr Sujet nicht verschämt und verklemmt verbergen müssen. Hier haben wir die größten Werke dieses Genres von 2000 – 2009 zusammengestellt.

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