Schlagwort-Archiv: Progressive

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Hörenswertes, Herbst: Castanets, Swans, Electric Wizard, …And you will know us by the trail of dead

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Sorry Leute. Seht es ein. Der Sommer ist vorbei, der Punk ist tot und der Pop riecht schlecht. Anbei sende ich euch trotzdem ein paar kalte Grüße, serviert von (Schenkt ihm endlich die Aufmerksamkeit, die er verdient) Raymond Raposa aka Castanets, den  auf ihrem eigenen Trip hängengebliebenen (wenn es möglich wäre, würde ich eure Musik ficken!) Swans, den nach wie vor umtriebigen (Wo liegt meine Bongh?) Electric Wizard und den Seite360-Dauergästen (sorry, aber verdammt seid ihr alt geworden!) …And you will know us by the trail of dead. Das wird ein guter Herbst…

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts I

Nachdem Rinko sich in Hip Hop Nischen herumgetrieben hat, wird es mal wieder Zeit für etwas populärere Genres (*hüstel). Dass Progressive Rock eigentlich ziemlich out of date ist, wahrscheinlich Zeit seines Bestehens out of date war, muss wohl nicht extra betont werden. Dürfte jeder wissen. Anyway, aktuelle und auch länger andauernde Trends sollten im Kanon keine Rolle spielen, und unabhängig von seinem Low Coolness-Faktor hat der Progressive Rock (oder Prog wie die Babyblauen liebevoll sagen) in den 90ern eine Menge toller Werke zwischen selbstverliebter Frickelei und bombastischem Monumentalismus abgeworfen. So begeistert Frank Zappa mit einem epischen Live-Doppelalbum, das auch  als einsteigerfreundliches Spätwerk funktioniert, King Crimson gelingt mit Thrak das kaum erwartete Comeback und mit Anekdoten, Porcupine Tree und The Gathering schießen die Progressive Rock Bands einer neuen Generation aus dem Boden. Die großen Unbekannten in dieser Runde bilden die Schweden Landberk, die mit atmosphärischem und trippigen Folk Post-Progressive begeistern.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Metal Alben des Jahrzehnts I

Achja… der Progressive Metal: Die Verbindung von klassischem Prog und Heavy Metal hat sich tatsächlich erst Ende der 80er Jahre etablieren können und anschließend Dank Bands wie Dream Theater die gesamten 90er Jahre mal mehr mal weniger erfolgreich beglückt. Dabei wirkte diese Nische des Metal damals schon merkwürdig antiquiert, nicht zuletzt auch weil die 90er Jahre die Geburtstunde des Extreme und Avantgarde Metal bedeuteten, gegen den der Progressive Metal schon ein wenig traditionell – beinahe konservativ – daherkommt. Aber große Werke hat er nichtsdestotrotz hervorgebracht: Natürlich Klassiker wie Psychotic Waltz, Threshold und wahrscheinlich am prominentesten Dream Theater, aber auch so manche Ausreißer aus anderen Genres, wie Devin Townsend, der mit Biomech dem Industrial Speed Metal den Rücken kehrte, oder aber auch Agalloch, die Gothic Metal mit Folk und Postrock ergänzten und die etwas in Vergessenheit geratenen Voivod, die mit der Fusion von Prog und Post Punk selbst in dieser Nische einen gewissen Sonderstatus innehatten. Auch dieses Mal reichen die Highlights für zwei Artikel, und die erste Fuhre folgt nach dem Klick.

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Hörenswertes September/Oktober 2011: Opeth, Dream Theater, Wolves in the Throne Room, Machine Head, Mastodon

Jetzt beginnt die unwirtliche und raue Zeit des Jahres… Aber wir wollen nicht lamentieren und stattdessen den Herbst mit deftiger und roher und vor allem metallschwerer Musik begrüßen. Die gibt es in diesem Soundcheck gleich auf mehrere verschiedene Arten: Die Progressive Metaller von Opeth entdecken die 70er Jahre und bedienen sich ganz ungeniert bei Led Zeppelin und Konsorten, während Wolves in the Throne Room ihre ganz eigene Version eines Smooth Black Metal spielen. Mastodon nehmen knapp vorm selbstverliebten Prog noch rechtzeitig die Ausfahrt und landen so bei deftigen Metal-Attacken zwischen Tradition, Groove und Experiment. Und Machine Head machen das, was sie am besten können und schon immer konnten: Knallen. Falls es neben den deftigen Metalbrettern zwischen Doom, Thrash und Black noch etwas Pathos geben soll, kommen Dream Theater gerade Recht, die sich nach dem Ausstieg von Mike Portnoy zwar nicht runderneuert dafür aber solide wie (fast) immer präsentieren.

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Die 90er: Die besten Alternative Rock-Alben des Jahrzents III

Weiter geht`s im Sauseschritt. Auch in dem dritten Teil unserer besten Alternative Rock-Alben der 90er behalten die Amis, bis auf eine Ausnahme, die Oberhand. Wir Europäer hatten ja dafür unseren Britpop und elektronische Feinkost, die dem Fast Food Ideal der Nordmamerikaner nicht wirklich mundeten. Doch auch diesmal haben wir uns abseits der Mainstream-Massenküche der 90er begeben und dabei allerfeinsten Pumpkins-Kompott, deprimierte Eels, sowie süße Lemonheads entdeckt. Die Kerzenschein-Atmosphäre kommt von Candlebox, den Abwasch besorgen Everclear und Del Amitri müssen… gar nichts, weil sie ganz einfach so furchtbar nett sind.

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Hörenswertes: Mai 2011: 31 Knots, Gabby Young and other Animals, Blackmail, Wonga

Bunt ist das Leben und granatenstark… Der Mai hat begonnen und wir sind endgültig wieder dort angelangt, wo die Musik das Leben einfach nur abfeiern darf. So wie zum Beispiel im Re-Release von Gabby Young and other Animals – We’re all in this together, das satten Folk/Swing/Jazz-Pop präsentiert. Aber allzu leicht wollen wir uns das Leben dann doch nicht machen, und so schießen wir mathematische Störfeuer von 31knots und verknoteten Krautrock von Wonga in die Big Band Parade. Und dazwischen finden wir auch noch kurze Zeit uns dem neusten Album von Blackmail zu widmen, die nicht nur den Sänger raus- sondern auch gleich zahllose Momente ihres musikalischen Konzepts umgeworfen haben. Volle Kanne Hoschi!

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Hörenswertes: April 2011: Explosions in the Sky, Za!, The Mountain Goats, Colin Stetson

Nein… Heute wird an dieser Stelle mal nicht über das Wetter gejammert… Warum sollten wir auch, wenn uns die Tage so heiße Musik auf den Tisch bringen? Richtig feurig wird es mit wüstem, chaotischen Hack-Zappa-Prog von Za! und ihrem musikalischen Bastard Megaflow, sowie ambivalentem Post-Jazz vom Arcade Fire Saxophonisten Colin Stetson. Explosions in the Sky machen wieder einmal was sie am besten können, gediegenen, atmosphärischen Postrock und John Darnielle lässt auf All Eternal Deck erneut die etwas lauteren Seiten von The Mountain Goats zum Vorschein kommen, freilich ohne auf wunderschöne subtile Songwriterballaden zu verzichten.

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New Mars Volta Song

 

Huch! Mars Volta spielen mal so eben auf der SXSW2011 einen neuen Song als Vorboten zum kommenden Albums… Und Joaa… das klingt schon ziemlich cool. Back to Punk, back to Core, back to Song? Hat natürlich alles noch nicht viel zu heißen, klingt aber weitaus unproggiger und vor allem weniger prätentiös als die letzten Outputs der Band. Könnte sogar ehemaligen At the Drive-in Fans gefallen, die mit den neueren Sachen von Cedric und Omar sonst eher wenig anfangen können.

…And you will know us by the Trail of Dead – Conrad Keely über seine Comics

Bei all der Radiohead-Hysterie diese Woche sollte man nicht vergessen, dass vor Kurzem eine andere große Indie Rock Band ebenfalls ein musikalisches Meisterwerk veröffentlicht hat. Tao of the Dead von …And you will know us by the Trail of Dead ist laut, bunt, progressiv, eklektisch und rockt zugleich wie Sau. Außerdem hat es – wie schon die Alben zuvor – ein vollkommen überladenes, kitschiges und zugleich auf irgendeine abstruse Weise großartiges Comicartwork zu bieten. Hier im Video quatscht Sänger und Zeichner Conrad Keely ein wenig über seine Comics, deren Entstehung und den Zusammenhang mit der Steampunk-Ästhetik.

via Nerdcore

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Fuck the Devil, fuck myself… Rezension zu Aereogrammes Klassiker “A Story in White”

Achja… bin gerade auf so einem kleinen Nostalgietrip, einem Aereogramme-Nostalgietrip, um genau zu sein. Auf einem “A story in white”-Trip, um es auf den Punkt zu bringen. Und da ich trotz aktueller Radiohead-Besessenheit meine derzeitige Liebe zu dem 2001er Album nicht loswerde, teile ich sie einfach. Ist schon ein bisschen her, dass ich das hier geschrieben habe. Drückt aber nach wie vor aus, wie mich dieses Album jedes Mal wieder in seinen Bann zieht. A Story in white… und eben weitaus mehr als das:

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Devin Townsend Project – Europatour plus kostenlose Live EP

Erfreuliche News über den kanadischen Progressive/Thrash und Speedmetal Wirrkopf Devin Townsend sind gerade eben reingeschneit. Neben der geplanten Europatournee (mit Halt in Bochum und Aschaffenburg) gibt es  als Appetizer für die beiden kommenden Alben Ghost und Deconstruction (VÖ.: Juni 2011) eine Live-EP zum kostenlosen Download. Diese enthält fünf Konzert-Aufnahmen, die sowohl auf Tour als auch die Neuveröffentlichungen (die zusammen mit dem Prager Orchester aufgenommen wurden) mehr als neugierig machen. Tourdaten plus Youtube-Appetizer gibts nach dem Klick.

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Retrospektive zur Einstimmung auf das neue Radiohead Album “The King of Limbs”

Sie haben uns mal wieder eiskalt erwischt: Vollkommen unerwartet, dafür aber umso mehr erhofft, versetzte diese Woche die Ankündigung eines neuen Radioheadalbums die gesamte Musiklandschaft in Hysterie. Insbesondere weil “King of the Limbs” bereits in sieben Tagen (mittlerweile nur noch vier) veröffentlicht werden soll, wie schon “In Rainbows” zuerst nur als digitales Album zum Download, später dann – ebenfalls wie “In Rainbows” – als schicke Special Edition mit besonderem Artwork und expansiven Boni. Um die Wartezeit auf das neue Glück ein wenig zu verkürzen, hier eine kleine Retrospektive auf die bisherige Radiohead-Discographie.

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Radiohead – The King of Limbs: Neues Album am 19. Februar

Ja, Freunde der Sonne. Das ist kein Scherz. Radiohead veröffentlichen diese Woche noch ihr neustes Album “The King of Limbs”. Und wie schon bei “In Rainbows” (das ja auch plötzlich einfach so da war) gibt es den Output erst einmal nur digital, um dann später als Vinyl und CD Package nachgereicht zu werden. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger wird es allerdings keine kostenlose bzw. “pay-what-you-want” Downloadmöglichkeit geben, sondern einen fixen Preis von 7€ für die MP3- und 11€ für die Wave-Version. Das Package, die so genannte “Newspaper Version” des Albums (Zwei 10″ Vinyls, eine CD, ein schickes, ausuferndes Artwork) soll inklusive digitaler Version 36€ (MP3) bzw. 39€ (Wav) kosten. Allein schon die Deklarierung von “The King of Limbs” als “First Newspaper Album (perhaps)” macht mehr als neugierig auf das Paket, verspricht es doch ein fantastisches Radiohead-Artwork im XXL-Format (und Radiohead hatten schon immer ein Händchen für geniales Verpackungsdesign). Beide Version können hier bereits vorbestellt werden, die digitale Version steht dann am Samstag zum Download zur Verfügung. Für das haptische und visuelle Erlebnis muss man sich wohl noch bis Mai gedulden… Aber verdammt Leute, ist das Leben nicht schön?

Yin und Yang der Toten – …And you will know us by the Trail of Dead – Tao of the Dead

Es kann an dieser Stelle ruhig nochmal gesagt werden: Das neue Album von …And you will know us by the Trail of Dead kann man nicht nur wunderbar in einem Rutsch hören, sondern auch in einer formvollendeten Endlosschleife, in der der epische 16Minuten-Rausschmeißer fließend in den Opener übergeht. Alles befindet sich im Fluß, in einem atemberaubenden Sog, in einem geschlossenen Kreis, der dem ambitionierten, universellen Titel – und dem obskuren Coverartwork – mehr als gerecht wird. Ist ja bei einem Trail of Dead Album mittlerweile durchaus üblich. Keineswegs aber bei einem wilden, tanzbaren Rock N Roll Album. Insofern wieder einmal: Chapeau ihr lieben Texaner: Progressive, epische Klangkunst und derben, rotzigen Alternative Rock wunderbar vereint.

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