Die 80er Jahre: Die besten Epen und Historienfilme des Jahrzehnts I

Was einen guten Film zu einem guten Historienfilm macht, liegt ja eigentlich so ziemlich auf der Hand: Das historische Sujet. Der Schritt zum Epos ist da schon etwas diffiziler. Natürlich könnte man es sich leicht machen und einfach von Monumentalfilmen sprechen, doch damit bekommt man letzten Endes auch nur eine sehr eingeschränkte Genreschublade geboten, die automatisch primäre Assoziationen zu dem großen Monumentalfilm der 50er und 60er Jahre à la Ben Hur weckt. Gerade historisch akkurate oder aber auch fantastische, parabolische und surreale Werke mögen da kaum so richtig ins Bild passen. Also ganz kurz ein wenig Schubladenkunde, um meinen Begriff des Epos – des epischen Films – einigermaßen zu rechtfertigen.

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Die 80er Jahre: Die besten Erotikfilme des Jahrzehnts

Keine Sorge, wir kommen im Text gleich zu den besten Erotikfilmen der Dekade, aber ich möchte diese Einleitung trotzdem noch kurz von einer anderen Seite aufziehen: DU! Ja genau, DU bist gemeint! Du brauchst dich gar nicht so verschreckt hinter deinem Monitor zu verstecken. DU hast “Erotikfilme” gegoogelt, vielleicht auch “Die besten Erotikfilme” meinetwegen auch “+80er +Erotikfilm“, meinetwegen auch über Bing oder Yahoo gefahndet, aber das ist eigentlich auch zweitrangig. Denn DU hast nach Erotikfilmen und nur nach Erotikfilmen gesucht (keine Sorge werte Stammleserschaft, die ihr ohnehin jeden Artikel anklickt, ihr seid nicht gemeint)! Das ist eigentlich auch kein Problem – es sei denn du hattest die Hoffnung auf irgendwelche illegalen Porno-, oder Erotikstreams, aber das ist ein anderes Thema. Es ist schließlich ein offenes Geheimnis, dass die Erotikfilm-Artikel auf unserer Seite immer am meisten Page Impressions ernten. Die Sache ist nur, diese machen nur einen geringen Teil von Seite360 aus (irgendwo im 0,x% Bereich). Und Mitautor Rinko hat in letzter Zeit des öfteren – völlig zurecht – seinen Missmut darüber geäußert, dass andere hochklassige Texte im Vergleich zur Erotic Section viel zu selten besucht werden.

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Update or Die! – Schmelzende Skulpturen von Urs Fischer

Ich liebe ästhetische Apokalypsen: Wenn die Kunst in sich zusammenstürzt bis nur noch ein kläglicher Widerschein ihres einstigen Glanzes übrig ist, wird sie mit ihrer eigenen Rolle als Spiegelbild der menschlichen Bedürfnisse und mit ihrer Ohnmacht gegenüber Produzent und Rezipient konfrontiert. Die Apokalypse eines Kunstwerkes ist eine beinahe essentielle Erfahrung, stürzt sie doch das vermeintliche genialistische Original hinab in einen dionysischen Urgrund, zerstört dessen Künstlichkeit und entblößt so dessen Abhängigkeit vom eigentlichen Medium und menschlichen Umgang mit diesem. Genau deswegen liebe ich Rejected, The Fall oder eben die Melting Wax Sculptures von Urs Fischer, die ohnmächtig ihrer eigenen Vergänglichkeit gegenüber beinahe so etwas wie schmerzhafte Empathie mit dem wahrgenommenen, sterbenden Kunstwerk auslösen. Das Werk, es leidet unter seinem Zerfall… Hier gibt es noch einen spannenden Guardian-Artikel zu den Skulpturen… Gespenstisch:

Fischer’s candle-man haunted me later when I was walking the decaying streets of Venice. It will haunt me for a long time. It is a beautiful, funny, frightening emblem of time’s fatal arrow.

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Update or Die! – Inthoughts by Florian Imgrund

Großartiger Transfer des impressionistischen Gedankens in postmoderne Fotografie; Bilder, die tatsächlich zu leben scheinen…

Die Aufgabe des Künstlers besteht darin, das darzustellen, was sich zwischen dem Objekt und dem Künstler befindet, nämlich die Schönheit der Atmosphäre.

(Claude Monet)

Portfolio von Florian Imgrund (via)

Animated Short der Woche: Good Books – Metamorphosis

Hunter S. Thompson trifft auf Franz Kafka in diesem großartigen, visuell und inhaltlich beeindruckenden Short, der zwar nur ein Commercial für den Online Buchhandel Good Books ist, dafür aber ungemein künstlerisch und anspruchsvoll daher kommt. Good Books gehört dann auch tatsächlich, wie der Name schon sagt, zu den Guten, gehen doch 100% ihres Retail Profits an Charity Projekte von Oxfam International. Was es zu sehen gibt, ist also große Unterhaltung für eine tolle Sache… und das ist jetzt doch echt Mal ne Aufnahme in die Animated Shorts der Woche wert.

It is not very often that we have the opportunity to create a graphic equivalent of a drug fueled rant bringing all of our collective skills to bear. And it is almost unfathomable that we could actually do something like this and benefit a good cause.

The Buck team dug deep, channeling our inner gonzo, to direct and produce this homage promoting Good Books, the online bookseller that passes all its profits through to Oxfam. A big thanks to String Theory in NZ for bringing us this script, Antfood for their amazing audio stylings, to Thor for giving his voice and to all the artists who made this something we are proud of.

via Open Culture

Links fürs Wochenende

Der Tod und das Social Web

Thomas Gigold über die Rolle der digitalen Sphäre am Ende des Lebens.

Die Grass-Debatte:

Puh, da gibt es so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Nee, okay… eigentlich ist es klar. Natürlich erstmal mit dem Gedicht selbst, Was gesagt werden muss. Einen guten Kommentar gibt es von Josef Joffe, der sich Gedanken über den innerlichen Antisemitismus Grass’ macht: Der Antisemitismus will raus. Etwas handwerklicher geht da Frank Schirrmacher vor, der das Gedicht auseinander nimmt und unter dem Titel Was Grass uns sagen will eine mögliche Interpretation anbietet.

Die SZ selbst stellt noch einmal einen kleinen Überblick der empörten Reaktionen zusammen, die auf Grass in den letzten Tagen hereingeprasselt sind. Laut dem Postillon haben die Vereinten Nationen ein Tinten- und Pfeifentabakembargo über Grass verhängt. Broder stellt fest, Günther Grass sei zwar nicht ganz dicht, aber ein Dichter, während einer der wenigen wohlwollenden Kommentare von Thomas Nehls stammt. Dieser verlangt Friedenspreis statt Schelte für den in der Kritik stehenden Lyriker. Dieser hat selbst natürlich auch nochmal reagiert (siehe Video unten), woraufhin Arno Frank feststellt, dass sich Grass nur noch weiter in seinem selbstverzapften Unsinn verstrickt. Und Broder langt in diesem Fall auch nochmal nach: “Ein autoritärer Knochen spielt verfolgte Unschuld”… Meiner Meinung nach summa summarum viel zu viel Aufregung um ein politisch eindimensionales, unterdurchschnittliches Gedicht.

Sensationalist Movie Posters, 1956-1973

Futter für die Augen vom Retronauten

Eine kurze Geschichte vom Kopieren und Kapieren

Wolfgang Messer begibt sich auf eine kleine Zeitreise in die Geschichte der analogen und digitalen Kopie des 20. Jahrhunderts:

Kein (Urheber-, Nutzungs-, Lizenz-, Leistungsschutz-, Anti-Produktpiraterie-)Recht der Welt – und sei es auch noch so neu und genial konstruiert – wird die Zeit komplett zurück drehen können. Es wird allenfalls noch notdürftig ein paar Wunden verbinden und Brüche schienen, aber nichts mehr wirklich heilen. Möglicherweise richtet es stattdessen sogar neuen Schaden an. Viele Chancen vertan und wenig kapiert, schon lange.

Gottes geliebte Söhne

Er ist homosexuell und Kandidat für das Priesteramt. Die katholische Kirche sieht das nicht vor, sie nennt sein Leben „ungeordnet“. Anvertrauen kann sich der junge Mann niemandem – und ringt mit seiner Berufung.

Die sixtinische Kapelle online

Ein wenig Besinnung für die feierlichen Ostertage, inklusive sakraler Klänge und interaktiver Features.

Machen Pornofilme Religiöse (un-)glücklich?

Pornofilme werden von glücklich Verheirateten seltener angeschaut und machen auch nicht wirklich glücklich. Aber massiv beeinträchtigen sie das Lebensglück (nur) jener, die glauben, dass solche Filme zu verdammen seien – und sie dennoch anschauen.

Die Handelsblatt-Debatte:

Das Handelsblatt, das Autoren auch gerne mal Kriegserklärungen an die Netzgemeinde schreiben lässt – hat unter dem Slogan Mein Kopf gehört mir die Statements von “mehr als hundert Vertreter aus Kunst, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik” zu Urheberrecht und geistigem Eigentum veröffentlicht. Reaktionen aus der “Netzwelt” ließen natürlich nicht lange auf sich warten: So stellt Marcel Weiss auf Neunetz fest, dass sich unter den 100 Handelsblatt-Kreativen gerade mal 26 Kreativschaffende, dafür aber 47 Manager befinden und spricht von einer kompletten Selbstdemontage des Handelsblatt, während  Markus Beckedahl dem Wirtschaftsmagazin Kampagnen”journalismus” vom Feinsten attestiert. Schön bissig nimmt Thomas Knüwer den zu den Promi-Statements veröffentlichten Artikel auseinander: Das Handelsblatt schwurbelt durch die unreale Welt lautet sein Fazit.

Auch Dirk von Gehlen meldet sich zu Wort: Vom Wissen der Wichser, ebenso Stefan Niggemeier, der passend feststellt Euren Kopf habt ihr längst verloren und den Verantwortlichen der Kampagne einige weitere lesenswerte Links ans Herz legt. Eine ebenfalls gute Linksammlung haben die Piraten auf Google+ zusammengestellt, während Richard Gutjahr zum anschwelenden Twitter-Shitstorm verschmitzt feststellt:

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian sinniert über Grenzen und Möglichkeiten des aktuellen Zombiefilms und sucht in der Veröffentlichungsflut des Jahres 2011 nach hörenswerten Alben für den April. Fündig wird er bei den Mountain Goats, Za!, Explosions in the Sky und Colin Stetson. Für den nötigen Schub Nostalgie sorgen die besten Komödien der 90er Jahre. Ansonsten freuen wir uns alle so wie dieses Jahr (ähmm) am schönen Wetter und geben uns diversen Frühlingsgefühlen hin.

Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts VI

Die besten Horrorfilme der 80er Jahre… Klappe die Sechste und Letzte. Wir verabschieden das Jahrzehnt mit einer ganz hochkarätigen Riege an wirklich, wirklich, wirklich abgefuckten Filmen. So dürfen nun auch die Surrealisten vorbeischauen, so zum beispiel Alejandro Jodorowsky, der sich bei Santa Sangre munter bei Hitchcock, Giallo, sich selbst und wahrscheinlich unzähligen LSD-Fantasien bedient. Oder Bigas Luna, der in Angustia die vierte Wand und die selbstzufriedene Sicherheit der Zuschauer komplett einreißt. Für weitere WTFs ist auch Pfui Teufel – Daddy ist ein Kannibale gut, der sich nicht so ganz für ein Genre entscheiden kann und deswegen gleich ein Dutzend davon in einem satirischen Horrortrip für sich vereinnahmt. Ebenfalls diffus, nicht nur im Hinblick auf die Genrewahl, ist Već viđeno, der gemeinhin als Klassiker des serbischen Horrorfilms rezipiert wird (was auch durchaus Sinn macht, weswegen er hier ebenfalls auftaucht), dabei aber in seiner politischen Mischung aus Kafkaeskem Wahn, Satire, Psychodrama, Psychothriller und Gore-Alptraum weitaus mehr ist als bloßes Genrekino. Zu guter Letzt gibt es mit dem Horror-Alligator doch noch etwas bodenständigeren, nichtsdestotrotz grandiosen, Tierhorror zu sehen. Also noch einmal Atem anhalten, Klicken und demnächst wieder in die Videothek rennen. Nicht nur die besten, sondern auch die ungewöhnlichsten Horrorfilme der 80er Jahre folgen nach dem Break.

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Happy Birthday, Akira Kurosawa

Wohl kaum ein anderer Regisseur konnte so geschickt westliche Narration mit östlicher Stilistik verbinden, wie der großartige japanische Regisseur Akira Kurosawa (* 1910; † 1998). Aus Klassikern der europäischen Kulturgeschichte wie Maxim Gorkis Nachtasyl (1901), Fjodor Dostojewskis Der Idiot (1868) und William Shakespeares Macbeth (1623) inszenierte er verwobene, verspielte Filme, große Epen und kleine, menschliche Geschichten. Dabei verbanden seine Filme immer historische Ereignisse mit aktuellen, zeitgeschichtlichen Fragen und universellen Topoi: So wie im Klassiker Die sieben Samurai (1954), in dem Eastern und Western eine fantastische Melange eingehen, während im Hintergrund Themen wie Ehre, Stolz und kriegerische Mentalitäten abgehandelt werden. Es ist kaum ein Zufall, dass dieser Film vom Westen nicht nur zahllos rezipiert sondern auch gleich adaptiert wurde, am stärksten wohl in dem Quasi-Remake Die glorreichen Sieben (1960).

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Garfield the Deconstructor

Bei diesen ganzen postpostmodernen Pop-Art Mashups spielt ja auch immer ein wenig die Musik der inhaltsleeren Referenzgeilheit im Hintergrund mit. Bei den Garfield-Dekonstruktionen von Tim Head jedoch sieht die Sache vielleicht ein bisschen anders aus: Wenn sich die Pop- und Comic-Ikone auf einem klassischen Gemälde wie der Mona Lisa oder dem ikonographischen Foto der rauchenden Türme des World Trade Centers ausbreitet, eröffnen sich gleich ein Dutzend Subtexte: Von einer Kritik an der destruktiven Ader der eben genannten Mashup-Kunst über eine generelle Auseinandersetzung mit der Lazyness der amerikanischen Popkultur bis hin zu einer Darstellung der subversiven Ader, die das Mashup-Prinzip per se in sich birgt.

Anyway, wem das zu viel Subtext ist, der kann diese – im Grunde ziemlich radikalen – Garfield-Dekonstruktionen auch einfach als schicke Prints bei Tim Head bestellen und an seine Wand zwischen Olly Moss und Banksy-Prints hängen. Ich warte weiter auf den Print, auf dem Garfield einen Garfiel-minus-Garfield Comicstrip okkupiert.

via

Animated Short der Woche: Plato

Irgendwie schon ein bisschen schade, dass unsere cineastischen Weekly-Rubriken derzeit so unschön brach liegen… daher gibt es heute das volle Short-Programm… Naja, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich meinen RSS-Reader ein wenig säubern will und bei den labeled News noch ne Menge Shorts rumzuliegen habe. Los gehts mit dem mehrfach ausgezeichneten Plato von Léonard Cohen (der nichts mit dem Suzanne-Sänger zu schaffen hat): Ein postmoderner, wunderbar selbstreferenzieller Zeichentrick-Trip zwischen zwei und drei Dimensionen:

Falling up, tumbling sideways, profound flatness and zigzagging lines. Hey, man! Where’s your cube? Welcome to Plato, somewhere between anamorphosis of reality and severity of imagination.

Techniques utilisées : Animation traditionnelle papier et volume
Logiciels : Final Cut, After Effect
Réalisation, scénario, graphisme et montage : Léonard Cohen
Musique : Romain Blanc-Tailleur, Pierre Bertaud du Chazaud, Mikaël Charry
Bruitages, Mixage : Quentin Romanet
Production : EnsAD/La Ménagerie/XBO films

via Seitvertreib

Empathie und Neugierde als Konzept – Alexander Kluge zum Achtzigsten

Ich würde gerne behaupten, dass mein erster Kontakt zu Alexander Kluge im Schauen des Meisterwerks Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968) bestand, oder im Lesen des Klassikers Öffentlichkeit und Erfahrung (1972). Ich befürchte aber, dass ich wie so viele andere meiner Generation auf Kluge zum ersten mal im Fernsehen gestoßen bin. Und sei das nicht schlimm genug auch noch im Privatfernsehen, irgendwann im Nachtprogramm beim Zappen zwischen Tutti Frutti und Schulmädchen-”Reportagen”… und wahrscheinlich ebenfalls verbunden mit der Frage: “Was soll das? Ich will Stoff für meine frühpubertären Hormone, keinen Mann, der im Mönchskostüm zum fünften Evangelium befragt wird!” Der Mann im Mönchskostüm war Peter Berling, und Alexander Kluge existierte seinerzeit für mich nur als Stimme hinter der Kamera, die mit skurrilen und intelligenten Nachfragen den Historiker in seiner Rolle immer wieder ordentlich in die Bredouille brachte.

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Blood Piss Blues – Düstere Gemälde aus der Ader des Künstlers

Mit Körpersäften zu malen ist sicherlich nicht DIE neuste Erfindung der postmodernen Künste. Insofern dürfte das dann auch nur eine kleine Randnotiz zu den wirklich herausragenden Werken von Vinicius Quesada wert sein. Dieser entwirft aus Blut und Urin grotesk-grausame, düstere und mitunter auch surreale Gemälde, die zwischen Postmoderne, Pop Art und diabolischem Naturalismus pendeln. Erstaunlich ist dabei nicht nur die Qualität seines Outputs, sondern ebenso die Qualität. Auf Vinicius Quesadas Website und in seinem Flickr gibt es unzählige der morbiden Bilder, die auch vollkommen ohne die “Randnotiz” als eigenständige Kunstwerke funktionieren. Trotz seines provokanten künstlerischen Stils gibt sich der Maler selbst übrigens angenehm geerdet und philantropisch:

I’ve been taking a break since March, saving some blood. People often want to offer me their blood, but I advise them to donate it to blood banks, which need it much more than art.

via My modern Metropolis, via Flavorwire

Links fürs Wochenende

R.I.P. Zdeněk Miler

Schöner – relativ kurzer, für Nerdcore-Verhältnisse ziemlich langer – Nachruf auf den Erfinder des kleinen Maulwurfs.

Eine Sozialistin die im Sozialismus aneckte

Nachruf auf die diese Woche ebenfalls verstorbene Autorin Christa Wolf.

Sprache diskriminiert

Grundsätzliche Überlegungen zu Sexismus und genereller Diskriminierung in der deutschen Sprache:

Sprache „kann“ nicht nur diskriminieren, Sprache diskriminiert. Und wir diskriminieren durch Sprache, jedes Mal, wenn wir den Mund aufmachen.

Mythos Mozart-Effekt

Und ein weiterer bildungsbürgerlicher Mythos, mit dem ich groß geworden bin, wird mit der Realität konfrontiert. Wir werden nämlich keineswegs schlauer, nur dadurch, dass wir Mozart hören. Auweia, wenn das mein Vater erfährt…

YouTube & GEMA: Ein Appell mit Bitte um Unterstützung

Bewegen tut sich hinsichtlich des Streits zwischen Google und der GEMA jedoch auch nach vielen, vielen Monaten anscheinend gar nichts. Ich bilde mir aber inzwischen durch viele Gespräche ein wenig mehr Durchblick in der Sache ein und glaube, dass es eine Lösung gibt, wenn sich beide Parteien einen Ruck geben. Um diesen Ruck etwas zu forcieren, skizziere ich einen Lösungsansatz in den nächsten Absätzen und bitte durch Verlinkungen dieses Artikels und durch kurze Kommentare um Eure Unterstützung. Ich werde sowohl die GEMA als auch Google um Stellungnahmen zu diesem Artikel bitten, denn vielleicht können wir als Musik- und Netznutzer für ein wenig Druck sorgen.

Kids react

Großartiger YouTube-Channel, den ich seltsamerweise erst vor kurzem entdeckt habe. Kinder von fünf bis dreizehn Jahren reagieren auf virale Videos (wie die Annoying Orange), Meme (wie Planking), Netzstars (wie Rebecca Black) und sonstige Filme (Trailer, Nachrichten etc…). Einfach nur großartig, zumal die kommentierenden Kinder ziemlich schlagfertig, intelligent und witzig sind. Teens react gibt es auch, von den selben Machern, kommt aber an dieses tolle Format nicht heran.

100 Regeln für Filmbösewichte

Ich weiß: Das ist alt. Richtig alt. Ich glaube ich habe diesen Text zum ersten Mal in meiner Schulzeit gelesen (und die is schon en bissel her, ne) und bin jetzt eigentlich nur deswegen drüber gestolpert. Egal, das funktioniert nach wie vor und ist auch heute noch sau komisch. Falls ihr das also in der Websteinzeit verschlafen habt, lest es unbedingt… Es lohnt sich.

Nostalgia Critic MUSICAL REVIEW: Moulin Rouge:

Letztes Jahr auf Seite360:

Zur Erinnerung an Leslie Nielsen (der im November letzten Jahres starb) gibt es ein kleines Best-Of seiner lustigsten Auftritte. Rinko erinnert sich in unserer Nu Metal Retrospektive an die Genre-Pioniere Limp Bizkit und widmet sich noch einmal ausführlich den 90er Jahre Alben von Oasis.

Klassiker der bildenden Künste fotografisch nachgestellt

Das Blog BOOOOOOOM! hat zur großen Remake-Aktion aufgerufen und zahllose Fotografen haben daran teilgenommen. Heraus gekommen ist eine schier unüberschaubare Anzahl großartiger Fotos, die Klassiker der Bildenden Künste von Botticelli über Dali und Beuys bis hin zu Kahlo nachstellen. Manchmal erstaunlich originalgetreu, manchmal dekonstruktivistisch, putzig gebrochen, manchmal sachte modernisiert oder in einem zeitgenössischen Kontext gesetzt. Oben seht ihr Leonardo Da Vincis Das Abendmahl (1498) im Original, darunter das Remake von Kiran McCandless. Eine kleine Auswahl meiner persönlichen Favorites gibt es dann auch noch nach dem Klick. Die Liste auf BOOOOOOOM! selbst ist aber wirklich so unglaublich lang, dass ein Vorbeisurfen an dieser Stelle unbedingt zu empfehlen ist.

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