Walking backwards through Tokyo… backwards

tokyoreverse

Wundervolles Video von Grégoire Olivereau, in dem ein Mann rückwärts durch die vollen Straßen Tokios wandelt… und abgespielt wird die Aufzeichnung wiederum rückwärts, wodurch der einsame Wanderer wie die einzige Person wirkt, die sich vorwärts bewegt. Eine durch und durch beeindruckende Auseinandersetzung mit der Rolle des Individuums in der überfüllten, postmodernen Großstadt.

Dabei ist dieses Video nur ein kleiner Ausschnitt des Projekts Tokyo Reverse, das in seiner vollen Länge einen 9-Stünder (!) darstellt. Das Gesamtwerk ist Teil der Slow-TV-Bewegung, die in einer Zeit, die von hektischen YouTube Einminütern dominiert wird, wieder auf die Kunst der Langsamkeit setzen will (Hier der entsprechende Artikel der bbc dazu)… 9 Stunden rückwärts durch Tokio taumeln? Damit dürfte dem Anspruch dieser – btw. großartigen Bewegung – mehr als nur Genüge getan sein.

Tokyo Reverse (Extraits) via Colossal

Super Mario Bros with lowest possibles Score…
…and some Speed Run Awesomeness

Wenn ich die Tage auf YouTube rumklicke und nicht genau weiß, auf welche Videoschnipsel ich gerade am meisten Lust habe, zieht es mich immer öfter zu den großartigen Speed Run Aufnahmen von den Awesome Games Done Quick Conventions. Daher haue ich hier gleich noch ein paar Videos mit Kommentaren meinerseits hier rein, wahrscheinlich auch, um mir selbst erstmal klar zu machen, warum es so faszinierend ist, Hardcore-Gamern dabei zuzusehen, wie sie ein Spiel so schnell wie möglich durchzocken. Zum Warmwerden seht ihr oben – via Kotaku – Super Mario Bros, einmal durchgespielt mit der minimal zu erreichenden Punktzahl. Neben dem Ausweichen von Feinden (Murder makes Points), dem Verzicht auf Münzensammeln (Money makes Point) und dem Warten vor der berühmten Exit-Fahne bis die Zeit auf 0 runter ist (Time is Money), gehören dazu auch ein paar echt anspruchsvolle Sprung-Passagen, die einen wie mich – der den ersten Teil der berühmten Reihe gerade so mit Ach und Krack durchspielt – einfach nur beeindruckt zurücklassen. Aber NotEntirelySure hat das einfach mal drauf! Und nach dem Klick geht es weiter mit Awesome Games Done Quick…

weiterlesen

Wissenschaftliche Arbeit: Motivik der Improvisation im Spätwerk Kleists

Ich glaube, ich habe es schon mal kurz angekündigt: Ich wollte meine Magisterarbeit über die Motivik der Improvisation im Spätwerk Heinrich von Kleists auf jeden Fall auf irgendeine Weise der Öffentlichkeit zugänglich machen. Und da ich weiß, dass es utopisch ist, davon auszugehen – ohne finanzielle Investition bei einem obskuren Zuschussverlag – die Arbeit tatsächlich gebunden veröffentlichen zu können, da ich keine Lust habe, damit bei BOD Cent-Beträge zu sammeln und weil ich doch wissenschaftlich relativ idealistisch unterwegs bin, werde ich sie an dieser Stelle einfach mal für lau online publizieren. Wie gesagt, es handelt sich “nur” um eine Magisterarbeit, in der allerdings dennoch viel Herzblut steckt und für die ich immerhin die Bestnote bekommen habe. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen da draußen, der Interesse an dem Inhalt hat, oder ihn auf die ein oder andere Weise für sich verwerten kann.

Fragt mich aber bloß nicht, wie ihr am besten aus einer Onlinequelle zitiert… Wenn ihr in einem wissenschaftlichen Text auf etwas aus der Arbeit zurückgreifen wollt, empfehle ich als Quellenangabe: “Bayer, Florian: Die Verfertigung des Menschen Im Handeln. Motivik im Spätwerk Kleists. Berlin, 2013.” und zusätzlich als Quelle vielleicht den Permalink auf diese Seite, inklusive letztem Abrufdatum. Stellt euch dabei aber auf ein leichtes Stirnrunzeln eurer Prüferin oder eures Prüfers ein. Falls ihr trotzdem Gedanken davon verwerten könnt, oder ihnen vielleicht auch widersprechen wollt, freue ich mich total, wenn ihr mich anschreibt oder mir eine Kopie eurer eigenen Arbeit schickt. Und damit genug der einleitenden Worte. Hier ist das 116-Seiten Dokument:

Die Verfertigung des Menschen im Handeln. Motivik der Improvisation im Spätwerk Kleists (PDF)

Art X Smart – Gadgets in klassischen Kunstwerken

Verdammt… das ist sowas von Hipster-Kultur, das es mir fast schon peinlich ist, das an dieser Stelle zu teilen: Der koreanische Illustrator Kim Dong-Kyu verpflanzt iPhones und iPads in klassische Meisterwerke der Bildenden Kunst und dürfte damit voll und ganz den Nerv des urbanen, ironischen Trendsetters treffen. Ich würde die Bilder auch tatsächlich dann erst einmal als das nehmen, was sie sind: Schicke Mashup-Spielereien ohne größeren Hintergrund, ohne große Relevanz…

….Wäre da nicht dieses eine fantastische Bild dabei, auf dem Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer (1818) ganz zeitgemäß mit einem iPhone in der Hand auf dem monumentalen Berg thront und das beeindruckende Nebelmeer mit seinem Device digitalisiert.

Es ist lange her, das ich derart prägnant den Zeitgeist des digitalen Zeitalters auf ein Bild gebannt gesehen habe: Gerade dieser Bruch, die monumentale Weite des romantischen Gemäldes gebrochen durch ihre eigene Medialisierung, indem sie zu einem digitalen Abbild auf einem Gadget zusammenschrumpft, lässt dieses Bild fast schon erhaben wirken. Man könnte hier natürlich den einfachsten Weg gehen und das ganze als Kritik an der medialen Vermittlung unserer Zeit lesen, ich finde eine Deutung des Bildes ohne Zeigefinger aber weitaus spannender: Wie medialisiert ist unsere Welt? Was gewinnen, was verlieren wir dadurch? Und wie ist es möglich das schönegutewahre digital zu reproduzieren? Wird durch den ironischen Bruch innerhalb des Bildes nicht vielleicht sogar deutlich, wie anmaßend die romantische Kunstära war, wie sie in ihrem Pomp ästhetische Auren zurechtkonstruierte, wie sie ihren eigenen Repräsentationen einen Wert gab, der die Kunst geradezu ins Metaphysische übersteigerte? Und ist dieser “laxe” Umgang mit Kunst in unserer Zeit nicht auch ein Stück Erlösung des Werkes, da es durch die digitale Reproduktion von all dem metaphysischen Ballast vergangener Kunstepochen befreit wird? Wir digitalisieren, teilen, reproduzieren… und ehren dadurch endlich wieder das Kunstwerk als solches; nicht irgendein zurechtgebasteltes Phantasma von transzendentaler Wahrheit in der Einzigartigkeit des Mediums. Was der Wanderer auf diesem Bild macht ist in gewissem Sinne auch eine Demokratisierung der Kunst, eine Zerstörung des Despotismus der Romantik, eine Befreiung des Augenblicks von ästhetischen Fesseln die Ewigkeit postulieren, ein Zurückführen des Bildes zum Bild.

Anyway, ein fantastisches Mashup. Die anderen Bilder von Kim Dong-Kyu sind zwar eher so nette Spielereien, trotzdem soll an dieser Stelle nicht auf ihre Verlinkung verzichtet werden.

Art X Smart via Visual News

James Joyce liest Ulysses

Bookmark für später…  Die Buchhändlerin und Verlegerin Sylvia Beach verfrachtete 1924 James Joyce in ein Tonstudio, wo er eine Passage aus seinem Mammutwerk Ulysses vorlesen durfte. In ihren Memoiren schrieb sie dazu:

Joyce had chosen the speech in the Aeolus episode, the only passage that could be lifted out of Ulysses, he said, and the only one that was ‘declamatory’ and therefore suitable for recital. He had made up his mind, he told me, that this would be his only reading from Ulysses.

I have an idea that it was not for declamatory reasons alone that he chose this passage from Aeolus. I believe that it expressed something he wanted said and preserved in his own voice. As it rings out–’he lifted his voice above it boldly’–it is more, one feels, than mere oratory.

Ich mag Ulysses übrigens tatsächlich… wirklich… Natürlich ist das auch so ein Poser-Buch, das sich selbstverliebte Bildungsbürger ins Regal stellen. Zusätzlich ist es aber neben Manns Doktor Faustus und der Illuminatus-Trilogie einfach mal der beste Roman, der im 20. Jahrhundert geschrieben wurde.


via Kotzendes Einhorn und Open Culture

Poetisches für den Sonntag: Günter Brus – Selbstbemalung

Der österreichische Künstler Günter Brus gelangte vom Expressionismus beeinflusst über die informelle Malerei französischer Prägung in den 60er Jahren schließlich zur Aktionskunst, in der er sich intensiv dem eigenen Körper als Leinwand, Kunstobjekt und Kunstwerk an und für sich widmete. Genau in diesen Zeitraum fällt auch seine beeindruckende Selbstbemalung, eine ganze Serie von künstlerischen Aktionen, bei denen er sich selbst zur Leinwand machte und dieses Framing zugleich auf nahezu brutale Weise aufbrach. Es ist mehr als beeindruckend, wie Brus in seiner Körperzeichnung jede Versuchung der egomanischen, narzistischen Kunst umschifft, indem er sich weniger zum Kunstwerk stilisiert, als viel mehr den physischen und psychischen Bruch des Künstlers bei der Kunstproduktion ins Zentrum rückt, indem die Selbstbemalung zur Selbstzerstörung und zur Dekonstruktion des kunstschaffenden Ichs wird. Durch die Auflösung des Framings wird so die Fragilität der Künstlerseele und die destruktive Kraft der Kunstproduktion offenbar.

So wurde die Aktion spätestens bei ihren folgenden Ausgeburten Selbstverstümmelung, Starrkrampf, Tranfusion und Tortur zu einer Thematisierung des selbstverletzenden Verhaltens, das einer jeden Kunstschöpfung innewohnt. Der Künstler schneidet ein Stück seines eigenen Fleischs heraus, um es als Kunstwerk der Öffentlichkeit darzubieten. Diese ist um das Werk bereichert, der Künstler indes hat ein Stück von sich selbst unwiederruflich für immer verloren…

Zwei AntiKünstler trollen Museen für moderne Kunst

Ein Duo namens Doug und Mikael hat das Tate Modern und die Saatchi Gallery in London gehijackt, indem die beiden mit zwei Tischtennisbällen im Mund als lebendige Kunstwerke die Ausstellungsräume kaperten. Der Gedanke dahinter ist natürlich – mal wieder – ein Kommentar auf die Absurdität vieler moderner Kunstwerke, nach dem Prinzip: “Ist das Kunst oder kann das weg?”. Den Kommentar, dass diese Form der Anti-Kunst als Meta-Kunst zwangsläufig selbst zur Kunst wird, spare ich mir an dieser Stelle. Das wurde auch bei reddit schon zur Genüge getan. Stattdessen zitiere ich einfach mal Frank Zappa, dessen Meinung ich diesbezüglich fast 100%ig teile (nur noch mal in der Form radikalisiert, dass für das Framing nicht der Künstler sondern der Rezipient verantwortlich ist):

The most important thing in art is the frame. For painting: literally; for other arts: figuratively – because, without this humble appliance, you can’t know where The Art stops and The Real World begins. You have to put a “box” around it because otherwise, what is that shit on the wall?


via visualnews

Tuning In – A Film about Karlheinz Stockhausen


Dokumentation von Barrie Gavin aus dem Jahr 1982. Für später vorgemerkt… Blog quasi mal wieder als erweiterte Lesezeichenliste missbraucht.

via 

Hörenswertes Herbst 2012 II: Converge, Swans, The Mountain Goats, Dinosaur Jr, Portico Quartet

Lauter gute alte Freunde…

So kann der zweite Hörenswert-Artikel für den Herbst zusammengefasst werden. Ihr wisst schon, die Typen, die man einfach schon immer mochte, die man aber irgendwie trotzdem eine Zeit lang gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Und dann sind sie plötzlich wieder da. Man freut sich, quatscht mit ihnen, feiert mit ihnen, und so plötzlich wie sie gekommen sind verschwinden sie auch wieder. Aber zumindest lassen sie ein gutes Gefühl zurück. Vielleicht denkt man sich sogar: “Ja, die könnte ich bei Gelegenheit mal wieder anrufen.” , und vergisst sie dann doch wieder ein wenig… zumindest bis zur nächsten großartigen Zusammenkunft.

John Darnielle sorgt mit den Mountain Goats für gemütliche amerikanische Lagerfeuerstimmung, Dinosaur Jr lassen an die guten alten Zeiten zurückdenken, als alles noch irgendwie easy war, die Swans dagegen erinnern einen daran, dass es immer noch ein Stück abgehobener geht und mit dem Portico Quartet kann man sich schlicht und ergreifend wohlfühlen, wenn auch auf sehr spezielle Weise. Achja, und dann gibt es natürlich Converge, die wieder einmal keine Ruhe, kein Punkt und kein Komma kennen und dich blutend auf dem angesengten Wohnzimmerteppich liegen lassen. “Bis zum nächsten Mal!” ruft man ihnen dennoch fröhlich hinterher, während man einen ausgeschlagenen Zahn ausspuckt und die blauen Flecken zählt. So ist das eben mit guten Freunden…

weiterlesen

Zerstörte Romantik – American Tapestry von Chad Wys

Der Künstler Chad Wys ergründet klassisch romantische Gemälde von harmonischen Landschaften und würdevolle impressionistische Porträts vergangener Zeiten, um sie kurz darauf filigran zu dekonstruieren. Seine amerikanischen Wandteppiche sind ein düsterer Abgesang auf die destruktive Ästhetik der Postmoderne und eine brutale Sezierung von historischem Glanz, erhabener Schönheit und putzigem Kitsch. Deconstruction at its best und der beste Beweis dafür, dass die Postmoderne trotz aller Abgesänge noch lange nicht tot ist. Weitere düstere Dekonstruktionen findet ihr in Chad Wys’ Portfolio.

via

Träumen Rehe von wildlebenden Schafen?

Ich schließe mich dann erst einmal der Meinung des Nachbarblogs an: Diese fantastischen Zeichnungen von Matthias Holz wirken auf den Rezipienten tatsächlich so, als sei er direkt in die Traumwelt eines Tieres hineinkatapultiert worden. Fliegende Rehe, vom Sein losgelöste Bären und polymorphe Geschöpfe, die gleich mehrere Tierarten in sich vereinen. Gerade so als hätte Salvador Dali versucht Wild Life Episoden in seine surrealen Bilder einzuarbeiten; ein poetischer, auch ein weniger skurriler Ausflug in die natürlichen Träume natürlicher Geschöpfe, ein animalischer Surrealismus, der nichts mit dem “Survival of the Fittest” gemein hat, sondern stattdessen Tiere als sensible, zarte und auch ästhetisch selbstbewusste Lebewesen abbildet. Schaut euch unbedingt auch die anderen Biler in Mattias Holz’ Galerie an.

via i-ref

Ausstellung in Berlin: BIOS – Konzepte des Lebens in der zeitgenössischen Skulptur

So, jetzt muss ich doch noch ein paar Worte zur Ausstellung BIOS verlieren, die derzeit im Georg-Kolbe-Museum in Berlin zu sehen ist. Um ehrlich zu sein war ich schon am Eröffnungstag, am 26. August da, weniger ob des feuilletonistischen Eifers als viel mehr aus Zufall. Mein Bruder, der für ein paar Tage in Berlin zu Besuch war, wollte unbedingt noch etwas Beeindruckendes sehen und die Ankündigung des Museums versprach einen ganz guten Querschnitt aus meiner kulturellen Leidenschaft und seinem medizinischen Interesse. Der Tagestipp in irgendeinem Berliner Stadtmagazin gab schließlich den entscheidenden Ausschlag und was soll ich sagen? Es hat sich wirklich, wirklich, wirklich gelohnt. Die Ausstellung hat in ihrer Gesamtheit einen großen Eindruck bei mir hinterlassen und bevor ich groß ins Fabulieren komme, schicke ich gleich vorweg: Leute, wenn ihr irgendwie die Möglichkeit dazu habt, geht dahin! Es lohnt sich für jeden, der Interesse an aktueller Plastik, Anthropologie und wissenschaftlicher Kunst hat… aber auch für jeden, der mal wieder eine kleine, kulturell legitimierte Geisterbahnfahrt erleben möchte.

weiterlesen

In der Freiheit gefangene Körper

Das vom holländischen Design Kollektiv Dutch Invertuals entwickelte und von Raw Color für die Dutch Design Week umgesetzte Projekt Invertuals 3 ist eine abstrakte Auseinandersetzung mit Grenzen und Gefahren der individuellen Freiheit. Menschliche Körper sind in ihrer eigenen, in weißer Unschuld gefärbten, Blase als Unberührbare eingesperrt. Ihre Bewegungen scheinen wie eine Suche nach dem Sinn, das verzweifelte Ringen nach etwas Greifbaren in dem indifferenten, glasigen Nebel. Und dabei sind es immer der Selbstverlust, die Selbstaufgabe, die als greifbare Gefahr im endlosen, abstrakten Raum als Gefahr offensichtlich werden. Großer Symbolismus, eindringlich pointierter Minimalismus und wundervolle, ausdrucksstarke Performance- und Bildkunst.

Dutch Invertuals are responding to the prevailing spirit of uncertainty and the downside of freedom. Through research and experiment, the group of designers translated the theme of vulnerability to contemporary designs.
Raw Color created the photo-series for this years exhibition expressing each participants vulnerability.

Invertuals 3 via benhammer

Urlaubsgrüße von Jean-Luc Godard, Wim Wenders und Heiner Müller…

Egal was jetzt noch kommt… der Sommer ist einfach mal im Arsch. Nehmen wir das doch einfach zum Anlass, um uns ein wenig in nostalgischer Weltflucht zu üben und schauen uns dieses wunderbare Film-Material von Ira Schneider an. Dieser teilte sich in den 70ern mit Jean Pierre Gorin ein Haus unter der Sonne Kalifornien, in dem allerhand prominente Filmemacher und Künstler der damaligen Zeit zu Besuch waren. A Weekend at the Beach with Jean-Luc Godard (1979)  ist eine zehnminütige Impression der unbeschwerten Tage, die sie damals erlebten. Keine große Kunst, keine artifizielle Dekonstruktion, just The Wonder Years of the Golden Age of Cinema. Allein diese großen künstlerischen Genies, unbeschwert im atypischen Homevideo-Format zu sehen, ist schon ziemlich strange und gerade deswegen ein besonderer Genuss.

via cargo

Klassische Gemälde als Collagen aus Lifestyle-Magazinen

Der in Sau Paolo geborene, mittlerweile in Brooklyn lebende Künstler Vik Muniz erstellt faszinierende Reproduktionen berühmter, klassischer Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Es ist ungemein faszinierend, wie die derzeit in der Galerie Xippas in Paris ausgestellten Collagen ins Detail gehen, wie sie Linie um Linie von solchen berühmten Gemälden wie Van Goghs Sternennacht (das hatten wir ja schon öfter hier als postmoderne Reproduktion) nachzeichnen, aus Text und Bild und Story Kunst bilden und zugleich in ein fragmentiertes, ironisches Spiel übergeben. Zweifellos große Collagen-Kunst, die auch den zweiten, dritten und vierten genaueren Blick wert ist.

via Flavorwire (wo es noch ein bisschen mehr zu sehen gibt)