Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts IV

grave-of-the-fireflies

Die etwas obskureren, etwas erwachseneren, vielleicht auch etwas unterbewerteten Filme habe ich mir für den vorletzten Artikel der 80er Zeichentrickretrospektive aufgespart. So richtiges Familienkino bietet keiner der hier gelisteten Filme. Stattdessen viel musicaleske Weirdness (Rock & Rule), opulente Fantasy (Fire and Ice), tragische Kriegsverarbeitungen (Die letzten Glühwürmchen), und außergewöhnlichen surrealen Symbolismus (Gwen et le livre de sable). Die Familie muss heute zu Hause bleiben.

weiterlesen

Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts III

trickfilme-80er-3

Da sind wir wieder… Und wieder mit Don Bluth… und wieder mit Walt Disney… und wieder mit Studio Ghibli… Was soll ich sagen, die waren allesamt in den 80ern einfach mal eine Institution. Mit Taran und der Zauberkessel werfen wir heute einen Blick auf eine der vergessenen epischen Disney Zeichentrickperlen. Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh dagegen dürfte wohl den meisten Don Bluth Fans noch in sehr guter – verdienter – Erinnerung sein. Nausicaä gehört mittlerweile wohl ebenfalls eher zu den unbekannten Werken der Ghibli Studios… und das hat dieses Meisterwerk beim besten Willen nicht verdient. Ebenso wenig wie der düsterste Asterix-Film Operation Hinkelstein die Verachtung verdient hat, die ihm viel zu oft entgegengebracht wird. Der bekommt in diesem Teil unserer Retrospektive weitere europäische Unterstützung durch die – sehr offene – Bibelverfilmung In der Arche ist der Wurm drin.

weiterlesen

Filmabriss: Her, Lucy, The Wolf of Wall Street, Planet der Affen: Revolution

apes

Zweimal Kino, zweimal DVD. Zweimal Scarlett Johansson, zweimal Affengesichter (Sorry Leo). Gleich drei große Regie-Namen – Spike Jonze, Luc Besson, Martin Scorsese – und insgesamt viel hollywoodesker Eskapismus. Zeit für einen neuen Filmabriss…

weiterlesen

Zombiefilm-Abriss: The Returned, Ben & Mickey vs. the Dead, Mutants, World War Z, White Zombie

world-war-z

Genau so schwer wie seine Protagonisten ist das Genre des Zombiefilms totzukriegen. Nach dem großen Revival der 00er Jahre und einer wahren Blütezeit an Remakes/Fortsetzungen/Neuerfindungen ist der Zombiefilm auch im Jahr 2014 quickuntot. Und ich habe das Gefühl, gerade in den ersten beiden Quartalen mehr Film rund um Zombies gesehen zu haben als im gesamten Jahr davor. Also ist es mal wieder an der Zeit einen klar fokussierten Filmabriss zu schreiben, unter den Tags: Zombies, Untote, Infizierte… Neben neuen Vertretern wie den klassischen Fantasyfilmfest-Flicks The Returned und Ben & Mickey vs. the Dead werfe ich einen kurzen Blick auf den schon etwas älteren französischen Horror Nouvelle Vague Mutants aus dem Jahr 2009 und den letztjährigen Hollywoodbeitrag zum Subgenre World War Z. Und da die Zeit gerade da ist, schadet es auch nichts, sich kurz mit dem Klassiker überhaupt auseinanderzusetzen. White Zombie aus dem Jahr 1932, der gemeinhin als der erste Zombiefilm überhaupt gehandelt wird.

weiterlesen

Filmabriss: Captain Phillips, 12 Years a Slave, Snowpiercer, Trance – Gefährliche Erinnerung

Tom Hanks

Unbedingt mal wieder Zeit für einen aktuellen Filmabriss… Irgendwie tut es mir derzeit um so ziemlich jeden Film leid, den ich sehe und zu dem ich es nicht schaffe, wenigstens ein oder zwei Zeilen zu Papier zu bringen; liegt nicht nur daran, dass ich das Gefühl habe, Seite360 giere nach Content, sondern auch einfach weil das Niederschreiben mir selbst hilft meine Meinung zu dem entsprechenden Film zu verarbeiten und zu fixieren, auch über den (ähnlichen) Effekt eines  Nach-Kinobesuch-Gesprächs hinaus. Hier also jetzt ein paar kurze Gedanken zu einigen Filmen, die ich in den letzten Wochen/Monaten gesehen habe. Keine tiefgründige Analyse, keine umfangreiche Auseinandersetzung, nur ein oder zwei Cents, die ich glaube zu den Werken noch loswerden zu müssen. Dieses Mal sind die Big Budget Großprojekte an der Reihe: Zweimal Oscar-Gewinner in Captain Phillips und 12 Years a Slave, einmal stilsicherer Heist-Mindfuck in Trance, und einmal groteske Weltuntergangsphantasien zwischen Korea und Traumfabrik in Snowpiercer. 2014 ist btw. bis dato ein verdammt gutes Filmjahr.

weiterlesen

Filmabriss: Gravity, Oblivion, Ender’s Game, Pacific Rim

Jau… mal wieder die Zeit gefunden ein paar – in irgendeiner Form zusammenpassende – Filme, die ich in den letzten Wochen/Monaten gesehen habe, kurz zu rekapitulieren. In diesem Fall ist mal wieder Genrekino-Zeit, ganz konkret das Science Fiction Genre. Alle die hier genannten Filme spielen in einer sehr nahen (um genauer zu sein zeitnahen) oder sehr fernen Zukunft, platzieren sich im Weltraum oder eben auf einer zukünftigen Version unserer Mutter Erde. Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten, denn atmosphärisch könnten diese Genreableger nicht weiter voneinander entfernt sein: Gravity versucht sich am realistischen Sci-Fi-Szenario und überspringt dabei doch ab und zu so manche Plausibilitätskriterien. Im Gegensatz dazu will Pacific Rim so knallig, comicbunt und actionstylish wie möglich sein, was mit Sicherheit Spaß macht, aber doch ein bisschen zu Lasten der Tiefe geht. Ender’s Game inszeniert sich selbst als düstere Coming-of-Age Version des satirischen Starship-Troppers-Ansatzes. Und Oblivion stellt die Frage, ob man die Blockbusterattitüde von Tom Cruise mit einer raffinierten doppelbödigen Mystery-Geschichte kreuzen kann. Dank intelligenter Science Fiction Geschichten wie Moon durften sich die Genre-Fans in den letzten Jahren ja durchaus verwöhnt fühlen. Wird dieser Trend 2013 fortgeführt? Die Antwort folgt nach dem Klick.

weiterlesen

Animated Short der Woche: Swelter

In einer postapokalyptischen Welt begeben sich ein Vater und seine Tochter auf die Suche nach dem wertvollsten Rohstoff überhaupt… Wasser. Allerdings sind sie nicht die einzigen, die das lebenswichtige Elixier benötigen. Jacob Streileins Swelter ist eine kurze aber ungemein intensive Dystopie, die mit ihrem abstrakten Zeichenstil an den Formalismus  russischer Ausprägung erinnert. So einfach die Geschichte auch konzipiert ist, so simpel sie aufgelöst wird, wirkt sie dennoch lange nach. Nach dem Klickt folgt noch ein roughes, skizziertes Process-Videos dieses kleinen Dystopie-Juwels.

weiterlesen

Silent World

Das Künstlerduo  Lucie and Simon hat mit Silent World ein ganz und gar großartiges Fotoprojekt realisiert, in dem die großen, lebendigen Metropolen dieser Welt als stille, tote Orte dargestellt werden. Anhand einer Kombination von langzeitbelichteten Fotos und und Bildern, die mit extrem kurzer Verschlusszeit hergestellt wurden, entstehen Impressionen von einer entschleunigten und vor allem entlebten Welt: Leere Plätze, leere Straßen, die für gewöhnlich mit pulsierendem, urbanen Treiben assoziiert werden, apokalyptische Bilder einer Welt, in die das Leben maximal noch als flüchtige Spur eingeschrieben ist. Dazu kommen Bilder von scheinbar toten Plätzen, von einzelnen, vereinsamten Menschen, die durch die architektonischen Überbleibsel einer einst belebten Welt wandeln. Silent World ist eine faszinierende, nachdenkliche Bilderserie, in der unser Blick auf das urbane Leben mit dessen radikaler Unwesentlichkeit konfrontiert wird. Weitere Bilder nach dem Klick und in Lucie & Simons Fotogalerie.

In the Silent World project, we wanted to study and transform our world’s most symbolic metropolises (New York, Beijing, Paris, Rome) into imaginary, fictional, impossible places. In our work, we always try to study and put into image the frontier between reality and the world of dreams. Our desire was to put the viewers into a puzzling and uncomfortable place, pushing him to put into question notions of time and space, but mostly our role and position towards the becoming of our world.

weiterlesen

Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts IV

Zum vorletzten Mal ein Sprung durch alle Nischen und Subnischen des fantastischen, prophetischen High-Tech-Genres. Dieses Mal soll   uns nicht nur der Blick auf die verschiedenen, möglichen Spielartendes Science Fiction genügen, zusätzlich wollen wir den Schritt über Ländergrenzen hinaus wagen, uns nicht nur mit dem – in den 80er Jahren sehr dominanten – US-Kino beschäftigen, sondern auch Europa und dem “Osten” einen Besuch abstatten. Wie gewitzt Science Fiction Made in UDSSR aussehen kann, beweist der satirisch offensive Kin-dsa-dsa!, während Kamikaze 1989 schrille Dystopien aus Deutschland präsentiert. Le Dernier Combat inszeniert postapokalyptischen Horror aus französischer Sicht, Outland -Planet der Verdammten lässt unterkühlten britischen Thrill mit Space Western Motiven kollidieren… und dann landen wir doch wieder beim amerikanischen Blockbuster-Kino: Teil drei der Star Wars Reihe, Die Rückkehr der Jedi Ritter steht auf dem Programm, ebenso der unterschätzte Sci-Fi A-Movie Explorers, der alle Zutaten für großes Familienkino besitzt und in den 80ern leider Gottes zwischen Lucas und Spielbergs Blockbustern zerrieben wurde. Back to the Future, nach dem Klick.

weiterlesen

Die besten/schlechtesten/durchschnittlichsten Filme der 90er Jahre: Waterworld?

Wenn es um die besten und schlechtesten Filme der 90er Jahre geht, nimmt Kevin Costners Waterworld (1995) eine interessante Sonderstellung ein. Als er Mitte der 90er Jahre für ein Budget von 175 Millionen Dollar gedreht wurde, war er nicht nur der bis dato teuerste Film aller Zeiten, er zementierte zudem Kevin Costners Ruf als größenwahnsinniger Realisator von unlukrativen cineastischen Mammutprojekten. Waterworld ist quasi im Alleingang dafür verantwortlich, Costner für die weitere Zukunft für diverse Filmstudios unmöglich zu machen, machten diese doch mit der Veröffentlichung von Waterworld ordentliche (wenn auch nicht erhebliche) Verluste. Gerade angesichts der finanziellen Erwartungen an das Großprojekt, kamen die miesen Einspielergebnisse einem Offenbarungseid gleich. Und dann gab es natürlich noch die Kritik, die viel Spott und Häme über dem missglückten Großprojekt ausgoss und sich freute in dem überambitionierten Endzeitepos zahllose Logiklöcher und Albernheiten zu finden.

weiterlesen

Stagnation of the Dead? – Grenzen und Möglichkeiten des aktuellen Zombiefilms

Das große Horrorrevival des letzten Jahrzehnts war neben der Kommerzialisierung des Torture Porns durch Remakes wie “The Hills have Eyes” und Neuschöpfungen wie Hostel vor allem die Renaissance des Zombiefilms. Diese brachte einige sehr gute, einige gute und sehr viele schlechte Filme hervor. Gerade die unzähligen B-Movie-Massenprodukte lassen es mitunter so erscheinen, als sei das Genre erneut – wie schon in den 80ern – mittlerweile zu Tode getrampelt, beziehungsweise, wenn man den klassischen Zombiefans folgt, zu Tode gerannt. Aber gibt es nicht auch Lichtblicke? Ist tatsächlich der rennende Zombie an der Stagnation Schuld? Ist alles aus diesem Horrorbereich ausgeschlachtet? Das Subgenre zu Ende definiert? Und welche Filme beweisen ganz oder in Ansätzen das Gegenteil? Eine Bestandsaufnahme.

weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts

Man kann es drehen und wenden wie man will… Die 00er Retrospektiven waren der Publikumsmagnet auf Seite360 im vergangenen Jahr. Und da sie nebenbei sowohl beim Stammpublikum als auch neuen Besuchern hervorragend ankamen, haben wir uns gedacht: Joa… es gibt ja noch so einige Filmjahrzehnte, die sich hervorragend kanonisieren lassen. Also räumen wir – wenn wir schon mit den 00ern angefangen haben – das Feld gleich von hinten auf. Los gehts mit den 90ern, und wie schon bei den 00ern beginnen wir mit den besten Fantasyfilmen dieses Jahrzehnts.

weiterlesen

Alles Still? – Kurzrezension zu Yorck Kronenbergs Erzählung "Welt unter"

Und plötzlich ist keiner mehr da… Der namenlose Protagonist in Yorck Kronenbergs knapp bemessener Erzählung “Welt Unter” erwacht eines Morgens und stellt fest, dass er der letzte verbliebene Mensch in seiner Stadt ist: Verwaiste Straßen, verwaiste Geschäfte, verwaiste Häuser und das Gefühl der Einsamkeit, das zurückbleibt. Aber auch die Entschlossenheit, das Beste aus dieser Situation zu machen.

Die Prämisse ist nicht neu. Letzte Menschen auf stummen Erden… sie war zu lesen und auch im Kino zu sehen. Am prägnantesten und verzweifeltetsten wahrscheinlich immer noch in dem neuseeländischen Film von 1985 “Quiet Earth”. Yorck Kronenberg, der als erfolgreicher Pianist bisher eher weniger im Belletristischen gewühlt hat, versucht seiner Endzeiterzählung trotzdem eine eigene persönliche Note zu geben. Das gelingt ihm auch, zumindest partiell. weiterlesen

Nackte Existenz – Rezension zu Cormac McCarthys postapokalyptischem Roman "Die Straße" (The Road)

Lange haftete dem amerikanischen Novellisten Cormac McCarthy der Ruf an, dass seine Werke unverfilmbar seien. Mit der kongenialen Coen-Adaption “No country for old men” hat sich dies geändert. Und auch in diesem Jahr erreicht ein Film die deutschen Lichtspielhäuser, dem ein Stoff McCarthys zu Grunde liegt. Das 2007 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete, postapokalyptische Drama “The Road” wurde 2009 von John Hillcoat beeindruckend auf die Leinwand gebracht (und auch hier bei den besten Science Fiction Filmen des vergangenen Jahrzehnts bereits gewürdigt). Ein guter Grund das Buch vor dem leider immer noch ausstehenden deutschen Kinostart des gleichnamigen Films genauer unter die Lupe zu nehmen…

weiterlesen

Die 00er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts

Wenden wir uns nach der epischen Vergangenheit und Gegenwart der Zukunft zu. Sie war schon ein bisschen mau im letzten Jahrzehnt. Die große Reanimation der Star Wars Franchise brachte allenfalls einen unterdurchschnittlichen, einen miesen und einen ganz netten Film hervor. Ansonsten gab es viel Massenware, einige ganz nette Fantasyhybriden und auch richtigen Trash wie den Scientology-Abkömmling “Battlefield Earth”. Aber immerhin ein paar wenige Perlen und Glanzlichter haben es dann doch auf die große Leinwandgeschafft. Wir haben sie rausgepickt und stellen sie hier vor…

weiterlesen