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Die 80er Jahre: Die besten Kriegsfilme des Jahrzehnts

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Nachdem wir im letzten Artikel einen Blick auf die zivilen Kriegsfilme der Dekade geworfen haben, geht es nun direkt hinein ins Kampfgeschehen. Der Vietnamkrieg war damals noch ein großes Thema, auch und insbesondere in den 80ern und wurde in gleich zwei Meisterwerken, Kubricks Full Metal Jacket und Stones Platoon auf eindringliche Art aufgearbeitet. Auch das posttraumatische Drama Birdy lieferte wesentliche Impulse für die kulturelle Auseinandersetzung mit dem Sujet in der Reagan-Ära. Weitaus “historischer” ist da das deutsche Kriegsfilmepos Das Boot, in dem Antikriegsfilm und Kriegsfilm auf fragwürdige und dennoch beeindruckende Art zusammenwirken. Und dass sich nicht nur der Westen mit seinen kriegerischen Konflikten auseinandersetzen kann, beweist der artifizielle mitreißende russische Film Komm und sieh. Trotz nur weniger überragender Beiträge; die 80er sind ein ungemein wichtiges Jahrzehnt für die filmische Aufbereitung militärischer Geschehnisse.

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Die 90er Jahre: Die besten Kriegsfilme des Jahrzehnts

Kriegsfilme sind auch eine Form von Epos, im besten Fall eine Art Anti-Epos. Das (Anti)-Präfix wollen wir in diesem Fall jedoch bewusst aussparen, auch wenn es mit der ein oder anderen Einschränkung an jeden der hier genannten Filme angehängt werden könnte. Francis Ford Coppola hat bereits gesagt, dass alle Kriegsfilme in seinen Augen Antikriegsfilme seien. Eine Behauptung die durchaus streitbar ist, erliegen doch selbst die humanistischsten, offensivsten und naturalistischsten Werke allzu oft der Faszination des Krieges, dem Eskapismus der Schlachten dem apokalyptischen Ästhetizismus der Gewalt. Das gilt für “Apocalypse Now” ebenso wie für “Platoon” oder “Full Metal Jacket”. Die hier genannten (Anti-)Kriegsfilme sind jedoch unabhängig davon, wieviel Stilisierung in ihnen steckt, beeindruckende Bebilderungen der kriegerischen Seele des Menschen, radikale Erzählungen von der Front und dabei einfach so verdammt gut, dass sich die Frage nach Kriegsfilm, Antikriegsfilm oder gar Kriegsapologie gar nicht zu stellen braucht.

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