Schlagwort-Archiv: Pixar

Trailerprogramm: Django Unchained, Monster University, 360, The Master, Looper, Beyond: Two Souls, ZombiU

Django Unchained [Quentin Tarantino]

Okay, okay… dürfte wohl schon so ziemlich jeder gesehen haben. Trotzdem noch schnell meine 2 cents zum neuen Streifen von Quentin Tarantino. Das Mashup-Prinzip seiner letzten Filme scheint das Spielkind des postmodernen Exploitation-Kinos hier auf jeden Fall fortzuführen. Nachdem er Martial Arts und Comic (Kill Bill), Action und Giallo (Death Proof) sowie Kriegsfilm und Spaghetti-Western (Inglorious Basterds) zusammengeführt hat, steht im Falle Django Unchained die Hochzeit von Spaghetti-Western und Blaxploitation auf dem Programm. Wie schon bei den letzten Flicks, gelingt es Tarantino – zumindest dem Trailer nach zu urteilen – die beiden so unterschiedlichen Genre-Ansätze so perfekt zusammen zu führen, dass sie wie eine untrennbare, homogene Einheit erscheinen. Jepp, dieser Django ist nicht nur ein dunkler Racheengel, sondern obendrein ein ziemlich cooler Blaxploitation-Prototyp, der einen tödlichen Schuss auch mal mit einem launischen Oneliner – unterlegt von funkigen Klängen – kommentiert. Sieht natürlich alles schick aus und so weiter… auch wenn ich ein bisschen das Gefühl habe, dass Tarantino sich dieses Mal allzu uninspiriert bei sich selbst bedient haben könnte. Außerdem wird Django sich wohl oder übel mit der letzten – noch gar nicht so alten – Western-Revitalisierung der Coens True Grit messen lassen müssen. Gegen deren intelligente, düstere und charmante Auseinandersetzung mit dem Genre könnte Tarantinos Spiel-Exzess ziemlich alt aussehen. Ist aber nicht das erste Mal, dass ich nach Sichtung eines Trailers des Großmeisters kritisch bin; und bisher hat mich der Quentin doch jedes Mal wieder positiv überrascht. Auch zuletzt mit Basterds, den ich für eine der besten Exploitation-Hommagen der letzten zehn Jahre und einen der originellsten Kriegsfilme überhaupt halte. We’ll see… (via)

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Fix-it Felix (Browsergame)

Ich glaube, ich habe schon erwähnt, dass ich mich unglaublich auf Pixars Retro-Game-Animationsfilm Wreck-it Ralph freue. Auf dessen Promo-Website gibt es dann doch auch tatsächlich eine Vollversion des Arcade-Game Fix-it Felix, das den Ausgangspunkt des Filmes bildet. Und was soll ich sagen…? Wow! Obwohl es sich hier nur um viralen Marketing-Kram handelt, haben die Spieldesigner echt ganze Arbeit geleistet. Fix-it Felix atmet den Geist klassischer Arcade-Plattformer vergangener Zeiten. Freunde von Donkey Kong und Ice Climber werden sich gleich zurecht finden und viel Spaß beim Erklettern des Hochhauses haben.

Nur die Herausforderung ist nicht ganz so traditionell: Obwohl der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Games auch ordentlich anzieht, orientiert sich dieses spieltechnisch doch eher an heutiger Casual-Ware denn an klassischen münzfressenden Arcade-Games. Klar, der Grund für die damaligen mitunter höllischen Schwierigkeitsgrade war vor allem das Ziel, den Automaten-Zockern das Geld aus der Tasche zu ziehen, aber dieses Gefühl gehört eben auch zum nostalgischen Arcade-Erlebnis. Anyway, Fix-it Felix macht verdammt viel Spaß, ist ein toller Zeitreisetrip und ein weiterer Grund sich auf den Film zu freuen.

Play Fix-it Felix online via Superlevel

Wreck-it-Ralph Trailer

Schon lange kein ausführliches Trailerprogramm mehr zusammen gestellt… Kommt aber bestimmt wieder wenn ich meine Posting-Müdigkeit des Sommers überwunden habe. Den neusten Pixar-Geniestreich muss ich jetzt aber trotzdem unbedingt hier reinstellen. Ist ohnehin schon durch sämtliche Blogs gegangen. Warum? Darum! Wreck-it-Ralph könnte die Offenbarung für alle Retro-Gamer, 8-Bit-Nerds und Videospiel-Fans werden. Ralph hat genug vom Dasein als Donkey Kong verwandter Bösewicht, quittiert den Arcade-Job und sucht nach einem neuen Betätigungsfeld. Pixar spart offensichtlich nicht mit Referenzen und großen Zitaten: Sei es die Selbsthilfegruppe für Videogame-Villains: Mit Bowser, Diablo und Pacman-Geistern. Sei es die herrliche Persiflierung des klassischen Arcade-Prinzips oder seien es die gehässigen Kommentare zur aktuellen Videospielszene. Außerdem ein sympathischer Hauptcharakter, pixar-gewohnt große Animationskunst und farbenfrohe Detailverliebtheit. Leute, das wird der Blockbuster des Jahres, zumindest für mich.

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Trailerprogramm: 4:44 Last Day on Earth, Brave, Wonder Women, Angry Birds Space, Comic-Con, The Moth Diaries, Bully, People in Motion, Movie

4:44 Last Day on Earth [Abel Ferrara]

Wie schon wieder Weltuntergang? Schon wieder von der ruhigeren, kunstfilmigeren Art? Nicht schlimm: Ich liebe Apokalypsen, ich liebe poetische Weltuntergänge und ich liebe fantastische Geschichten, die sich als Parabel auf universelle menschliche und gesellschaftliche Zusammenhänge eignen. Der Trailer rockt auf jeden Fall schon mal. Und das beste habe ich noch gar nicht gesagt. Der geteaserte 4:44 Last Day on Earth stammt von Abel Ferrara, dem womöglich am meisten unterschätzten Regisseur des 90er Jahre Kinos. Der Abel Ferrara, der für Meisterwerke wie Bad Lieutenant (1992), King of New York (1990) und Das Begräbnis (1996) verantwortlich ist und damit bei unseren besten Filmen der 90er Jahre gleich mehrmals vertreten ist. Okay, der hat zwar in den letzten Jahren weniger mit großartigen Filmen von sich reden gemacht, aber wenn die fertige Apokalypse hält, was dieser herausragende Trailer verspricht, dann ist der Mann wieder voll im Rennen. (via)

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Trailerprogramm: Brave, Shame, Rampart, Crashtastic, ROBO-G, Mirror Mirror, Detachment

Brave [Pixar]

Das sieht doch echt mal ordentlich aus. Pixar und Disney kooperieren erneut und heraus kommt kein klassisches, humoristisch aufgebrochenes Trickspektakel sondern ein waschechtes Epos zwischen Historienfilm, Fantasy und Coming-of-Age-Märchen. Der in den schottischen Highlands angesiedelte Brave erinnert sowohl ästhetisch als auch dramaturgisch an einige der ernsteren Disney-Zeichentrickfilme der 80er und 90er Jahre… nur eben ohne die niedliche Aufbereitung. Kein kleines, verrücktes Tier weit und breit, anscheinend auch keine Musical-Einlagen, und auch Romanzenkitsch ist im Trailer nicht auszumachen. Stattdessen eine epische Geschichte um Selbstfindung, ein wenig klassischer Pixar-Humor und große, starke animierte Bilder. Sieht vielversprechend aus, auch wenn das Grundgerüst “Frau muss sich in Männerdomäne beweisen” alles andere als originell ist.

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Introducing… The Uncanny Valley

Die ersten Trailer des Tintin-Animationsfilms von Steven Spielberg werden derzeit in einigen Blogs skeptisch beäugt, da sie so gut wie keine Gesichtsanimationen, keine lebendigen Handlungen en Detail zeigen. Dabei kommt fast zwangsläufig in jeder kritischen Äußerung der “Uncanny Valley”-Effekt zur Sprache. Dass Tim nicht in seiner vollen virtuellen menschlichen Pracht gezeigt wird, wird dabei mutmaßend auf eben jenes “Uncanny Valley” (“Unheimliches Tal”) zurückgeführt, in dessen Falle der Film getappt sein könnte… und dies müsste nun so lange wie möglich geheimgehalten werden. Durchaus eine berechtigte Spekulation. Denn das unheimliche Tal ist ein lästiger, fieser, kleiner Begleiter des realitätsnahen Animationsfilms der letzten Kinojahre. Jeder der schon einmal ein gewisses Unwohlsein beim Blick auf menschenähnliche Computeranimationen empfunden hat, kann dies nachvollziehen. Aber worum handelt es sich genau beim Uncanny Valley und warum ist es ein so großes Problem für den Animationsfilm?

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Neuer Pixar-Short “La Luna”

Pixar-Kurzfilme sind immer ein Grund zur Freude, taugen sie doch meistens zu weitaus mehr, als bloß ein Vorfilm vor der Hauptattraktion des cineastischen Abends zu sein. Daher freue ich mich umso mehr auf den kommenden Animated Short “La Luna”, der allem Anschein nach einer der erwachsendsten Pixar Kurz- oder Animationsfilme überhaupt werden dürfte. Der von Enrico Casarosa inszenierte Film erzählt eine klassische Fabel vom Erwachsenwerden, in der Hauptrolle ein kleiner Junge, der seinen Vater und seinen Großvater zum ersten Mal zur Arbeit – in einem kleinen Fischerboot begleitet. Sowohl offizielle Storysynopsis als auch das kleine Still oben machen Appetit auf mehr und versprechen einen melancholischen, ruhigen und wunderschön animierten Kurzfilm. “La Luna” wird seine Premiere am 11.6.2011 auf dem Internationalen Animationsfilm Festival in Frankreich feiern. Nach dem Klick noch die offizielle Zusammenfassung des Shorts sowie eine Bildmontage mit Entwürfen der Hauptcharaktere.

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90er vs. 00er – Battle of the Kinojahrzehnts V: Zeichentrick- und Animationsfilme

Nachdem die 00er durch das Kino des Absurden, Beängstigenden und Mysteriösen eine 8 zu 6 Führung erspielen konnten, wird es nun wieder etwas Kuschliger, Anschmiegsamer und Familiengerechter. Zeichentrick- und Animationsfilme, nicht immer aber dann doch meistens Unterhaltung für die ganze Familie. Welches der beiden Filmjahrzehnte hat in diesem Genre die Nase vorn?

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Links fürs Wochenende

Rätselhaftes Wundern

Scienceblogs über die Rätsel der Wissenschaft und ob die Wissenschaft die Welt enträtselt. Ob die Wissenschaft Wunder benötigt und wie sie mit der Wunderhaftigkeit der Welt umgeht.

Die meisten Bilder sind gestellt

Action statt langweiliger Pressekonferenzen: Wie sich Medien ihre Kriegsbilder inszenieren lassen…

Schachtelwelten

Interview mit dem schwedischen Künstler Kristoffer Zetterstrand, dessen im wahrsten Sinne des Wortes verschachtelte Kunst sich zwischen Retrodesign in 8-Bit und faszinierenden dreidimensionalen Miniaturwelten bewegt.

Old versus New Karate Kid

Vom Nostalgia Critic… 2010 versus 1984: Ein Duell, dass nach Doug überraschenderweise auf einer Augenhöhe stattfindet.

Dachbodenfund

Kinder entdecken Wikipedia-Vorläufer auf dem Dachboden ihrer Großmutter.

Der Ölprinz

Wohl Hoffentlich einer der letzten Kommentare zur elenden Guttenberggeschichte. Aber dieser von Lukas Heinser bringt noch einmal sehr schön auf den Punkt, was so unglaublich lästig an der Argumentation der Guttenbergverteidiger ist, inklusive erschreckendem Youtube-Anschauungsmaterial.

Licht aus, Lampen an!

Historisches zur Pixar Animationsschmiede bei einestages.

Retro-TV Folge 53

Fernsehprogramm vom März 1983: Mit Alpha 5, Ein Colt für alle Fälle und dem WWF Club

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian analysiert die expressionistische Anthologie Menschheitsdämmerung und hört sich durch aktuelle Avantgarde und Progressive Alben. Rinko kümmert sich um vergessene Alben der 00er und die Oscarverleihung 2010, während Marcus sich den Meta-Film-Klassiker Die Verachtung von Jean-Luc Godard zur Brust nimmt.

Die 90er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

Dass die 90er Jahre keineswegs ein rein amerikanisches Zeichentrickjahrzehnt waren, hatte die letzte Trickfilmretrospektive bereits unter Beweis gestellt. Hier sind die USA sogar in der Unterzahl. Dominiert werden die 90er Zeichentrickklassiker von Asien – selbstredend insbesondere dem Studio Ghibli. Aber auch eine klassische Disney-Produktion hat sich hierher verirrt, und sogar ein unglaublich bezaubernder Hybrid aus traditioneller Zeichentrickkunst und Up-to-Date-Computeranimationen.

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Die 90er Jahre: Die besten Animationsfilme des Jahrzehnts

Der Trickfilm der 90er Jahre war noch ganz und gar vom klassischen Zeichentrick geprägt. Computeranimationsfilme, wie sie im nachfolgenden Jahrzehnt zu Hauf zu finden sind, waren noch Mangelware. Aber es gab sie schon, die kleinen und großen Vorreiter für den Durchbruch des digitalen Trickfilmzeitalters. Und es gab auch ein paar klassische Stop-Motion-Meisterwerke, ebenso wie erlesene Puppenspiele. Es folgen die schönsten Trickfilme, bei denen nichts gezeichnet, sondern alles auf die ein oder andere Weise animiert ist.

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Animated Short der Woche: Tin Toy

Heute zu sehen: eine der ersten computergenerierten Animationsarbeiten der Pixar-Studios, aus dem Jahre 1988. Wenn man “Toy Story” geschaut hat, erkennt man schon hier deutlich wo die Reise hingehen wird.

Tin Toy (USA, 1988)

Regie, Drehbuch und Produktion: John Lasseter

Laufzeit: ca 5 Minuten