Filmabriss: Captain Phillips, 12 Years a Slave, Snowpiercer, Trance – Gefährliche Erinnerung

Tom Hanks

Unbedingt mal wieder Zeit für einen aktuellen Filmabriss… Irgendwie tut es mir derzeit um so ziemlich jeden Film leid, den ich sehe und zu dem ich es nicht schaffe, wenigstens ein oder zwei Zeilen zu Papier zu bringen; liegt nicht nur daran, dass ich das Gefühl habe, Seite360 giere nach Content, sondern auch einfach weil das Niederschreiben mir selbst hilft meine Meinung zu dem entsprechenden Film zu verarbeiten und zu fixieren, auch über den (ähnlichen) Effekt eines  Nach-Kinobesuch-Gesprächs hinaus. Hier also jetzt ein paar kurze Gedanken zu einigen Filmen, die ich in den letzten Wochen/Monaten gesehen habe. Keine tiefgründige Analyse, keine umfangreiche Auseinandersetzung, nur ein oder zwei Cents, die ich glaube zu den Werken noch loswerden zu müssen. Dieses Mal sind die Big Budget Großprojekte an der Reihe: Zweimal Oscar-Gewinner in Captain Phillips und 12 Years a Slave, einmal stilsicherer Heist-Mindfuck in Trance, und einmal groteske Weltuntergangsphantasien zwischen Korea und Traumfabrik in Snowpiercer. 2014 ist btw. bis dato ein verdammt gutes Filmjahr.

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TPB AFK: The Pirate Bay Away From Keyboard – The Pirate Bay Documentary

Bei Pirate Bay denke ich immer an “Ach, die gibt es noch?” und wie ich so Anfang der 00er arschlangsame MP3`s über Napster und später über den Esel gezogen habe, von denen ca. die Hälfte Fakes waren oder bei 90% abbrachen. Hier ist jedenfalls die Documentary über eine der größten und umstrittensten Tauschbörsen, die es logischerweise nach der Berlinale Aufführung vor ein paar Tagen direkt ins Netz geschafft hat.

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Die 80er Jahre: Die besten Abenteuerfilme des Jahrzehnts I

Neben all den großen und kleinen Genre-Irrungen und Wirrungen steht für die 80er Jahre eins fest: Sie waren die letzte Dekade der wirklich großen Abenteuerfilme des Blockbuster- und Independentkinos. Und was für ein tolles Jahrzehnt waren sie für dieses Subgenre! Schatzjagden, Erkundungen im Dschungel, in Wüsten und auf Meeren, spannende Familienunterhaltungen und düstere Reisen in die Herze der Finsternis. Es erfüllt schon mit Wehmut, dass dieses ausufernde Genre in den folgenden Jahrzehnten kaum noch Berücksichtigung geschweige denn Anerkennung fand. Abenteuerfilme, wie die hier genannten, bewegen sich immer an der Grenze zwischen Action, Spannung und Fantasy. Gerade der letzte Aspekt kann sich auf vielfache  Weise niederschlagen, sei es in mythologischen Bezügen wie im ersten Indiana Jones Jäger des verlorenen Schatzes, in tatsächlich fantastischen Szenarien wie im zweiten Teil der Reihe Der Tempel des Todes oder sei es in fantastischen Wirklichkeitsverklärungen wie in Crocodile Dundee oder Piraten. Näher an der Realität, weiter weg vom Fantastischen – aber alles andere als naturalistisch – sind da schon der vergnügte Comedy Clash of the Cultures Die Götter müssen verrückt sein sowie der spannende Ökothriller Der Smaragdwald. Für ein sehnsüchtiges in die Ferne schweifen, sind sie allesamt geeignet, und großartige Filme noch obendrein.

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Links fürs Wochenende

Komponieren heute

Johannes Kreidler macht sich Gedanken über den Aufwand und vor allem das Personal, das heutzutage für eine Komposition benötigt wird.

Sprechende und schweigende Malerei

„Heissest du die Malerei eine stumme Dichtung, so kann auch der Maler die Poesie eine blinde Malerei nennen. Nun sieh zu, wer der schadhaftere Krüppel sei, der Blinde oder der Stumme.“ (Leonardo Da Vinci)

Das Bild des Helden

Thomas Grüter aus der Gedankenwerkstatt schlüpft in die Rolle des Barden, der Siegfried bei seinen Abenteuern begleitete.

Kein Fisch, kein Fleisch

Jan Jasper Kosok für den Freitag über das Urteil im Fall GEMA vs. YouTube:

Das Landgericht Hamburg sollte heute im Streit zwischen der GEMA und YouTube klären, ob das Videoportal wirklich genug sperrt. Das Ergebnis: Ein bisschen tut es das nicht

Passend dazu auch Wir müssten mal miteinander reden, Vorläufige Stärkung, Gema nicht zu YouTube.

Euer Internet ist nur geborgt

Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.

Mir reichts jetzt!

Nach diversen #Nazigates bei den Piraten schlägt Marina Weisband mit der Faust auf den Tisch und macht eine großartig klare Ansage gegen rechtsradikale Störenfriede innerhalb der Partei.

Punk ist… Oder: wie viel sind 2000 Mädchen?

Mit jeder neu erschienenen Platte einer der (so genannten) deutschen Punkbands kommt die ebenso intelligente wie auch überlebensnotwendige Frage auf, ob das noch „Punkrock sei“. Seien es Die Ärzte oder die Toten Hosen, es spielt im Endeffekt keine Rolle, welche Band mit welcher musikalischen Ausprägung – die Frage bleibt stets dieselbe.

Gold Strike (Browsergame)

Keine Ahnung, wie sie das geschafft hat, aber meiner Freundin ist es gelungen, das wohl langweiligste Browsergame aller Zeiten im Internet auszumachen. Und das schlimmste daran, ich spiele das auch noch… jetzt schon seit ein paar Tagen, und jedes Mal überkommt mich der Ekel vor mir selbst, dass ich nichts besseres zum Prokrastinieren finde. Was mache ich also? Ich teile diese gähnende Flashgame-Hölle einfach mit euch. Aber behauptet nachher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

If Video Games were real:

Letztes Jahr auf Seite360:

Bei den besten Filmen der 90er Jahre kommt langsam die Frage auf: Kommt eigentlich noch Four Rooms? Nachdem diese mit ‘Nö’ beantwortet wurde, wirft Rinko einen Blick auf die besten Drogenfilme der Dekade, während Florian The Brave mit Johnny Depp zumindest kurz erwähnt haben will. Für weitere Nostalgieschübe sorgen die Deftones, die dann ja doch irgendwie auch Nu Metal sind, sowie ein filmabendliches Mashup, bei dem Walt Disney auf Zombies from Outer Space trifft und uns die Möglichkeit gibt, Parallelen zwischen Klassikern wie Dawn of the Dead und Arielle die Meerjungfrau zu suchen.

Piraten in der Politik – 100 Tage einer Aufsteigerpartei

Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle ein flammendes Plädoyer für die Wahl der Piraten für das Berliner Abgeordnetenhaus gehalten. Auch wenn die Fraktion bisher häufig mit Sperenzien, langatmigen Klein-Klein-Debatten und merkwürdigen Personalentscheidungen von sich Reden gemacht hat, sehe ich das “Experiment: Piraten im Parlament” nach wie vor nicht als gescheitert an. Zumal die Transparenz-Versprechungen alles in allem bisher zu meiner vollsten Zufriedenheit umgesetzt wurden (*uarghh Arbeitszeugnis-Sprech). Auch die ARD beschäftigt sich in einem angenehm differenzierten Beitrag mit den ersten 100 Tagen der Berliner Piratenfraktion:

Von Null auf 15 – Fünfzehn Abgeordnete der Piratenpartei wurden am 18. September 2011 ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Ein Erfolg, der seit den Grünen keiner anderen Partei-Neugründung in Deutschland mehr gelungen ist. Innerhalb weniger Wochen liegen sie in den Umfragen bundesweit zwischen 8 und 10 %. Nicola Graef und Torsten Mandalka begleiten vier Abgeordnete während ihrer ersten 100 Tage im Berliner Parlament: Andreas Baum, den Fraktionsvorsitzenden und besonnenen Vermittler zwischen den parteiinternen Strömungen; Susanne Graf, die einzige Frau und die mit 19 Jahren jüngste Abgeordnete; Christopher Lauer, enfant terrible und “Medien-Rampensau’; Schließlich: Martin Delius, der redegewandte parlamentarische Geschäftsführer der Piratenfraktion in Berlin.

Achja, und gerade die Kritik am Lauer habe ich von Anfang an mit ziemlich viel Kopfschütteln verfolgt. Genau solche Leute brauchts auch und gerade in höheren Parteipositionen. Ich würde dann mal tatsächlich so weit gehen und behaupten, dass es mit ihm als Fraktionsvorsitzenden weitaus weniger dieser vermeidbaren Anfangs-Fraktions-Probleme gegeben hätte.

via Netzpolitik

Und morgen ist dann auch tatsächlich der “Talk Like a Pirate Day” (Kein Scheiß)

Arrr! Über 8% für die Piratenpartei in Berlin. Ich bilde mir einfach mal ein, dass meine Wahlempfehlung mindestens 0,003% davon mitverursacht hat. Und weil’s so schön ist, können wir morgen auch alle den internationalen Talk like a Pirate Day feiern:

Das Ganze wird schon seit 1995 zelebriert, zuerst eher in einem kleinen, privaten Rahmen, mittlerweile – mehr oder weniger – international, seitdem der Kolumnist Dave Barry auf die Aktion aufmerksam wurde und 2002 eine Kolumne, besser gesagt ein Manifest zu der Aktion verfasste. Auf der offziellen Page zu dem Ereignis gibt es dann auch das How To für deutschsprachige Piraten… und angesichts der aktuellen politischen Lage…

via Nerdcore

Guido Westerwelle empfiehlt FDP-Wählern für Morgen die Wahl der Piratenpartei

Irreführende Überschriften FTW! Natürlich spricht sich Guido in diesem Einminüter von 2009 nicht für die Wahl der Piraten aus. Mit seiner stechenden demokratischen Logik sollte aber jeder FDP-Wähler (sofern er diese der Bürgerrechte wegen wählt) morgen sein Kreuz bei den Piraten machen, statt bei der 2%+x-Splitterpartei FDP. Denn die kommt ohnehin nicht ins Berliner Abgeordnetenhaus… und für solche Parteien abgegebene Stimmen sind ja für den Gulli, wa’!?

Noch was? Achso, ähmm… wir sind kein politblog, kein politblog, kein politblog, kein politblog…

via

Wahlempfehlung für Berlin 2011: Die Piraten

Wir sind kein Politblog – Und auch, wenn wir ab und zu etwas zu ironisch in politischen Blogposts mit dieser Aussage kokettieren, ist das doch immer wieder ernst gemeint. Insofern fühle ich mich auch in der Pflicht, zu erklären, warum ich an dieser Stelle überhaupt eine Wahlempfehlung für die Berlin-Wahl 2011 abgebe, insbesondere, da ich mich für gewöhnlich selbst im Freundeskreis mit Wahlempfehlungen bzw. Bekundungen meiner eigenen Wahlentscheidungen eher zurückhalte. Also warum jetzt, warum an dieser Stelle?

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