Schlagwort-Archiv: Philosophie

Ennuigi – Die existenzialistische Version von Mario Bros

ennuigi

Oh, ja… es gibt kaum etwas schöneres in der Kaffeehaus-Philosophie als dieser prätentiöse, Zigarette rauchende und über die Sinnlosigkeit des Lebens nachdenkende Existenzialismus-Chic, den wohl die meisten (ehemaligen) Philosophiestudenten aus eigener Erfahrung kennen dürften. Auch ich hatte meine Rollkragenpulliphase und ich bereue keine Sekunde davon. Damals im Dunst von Whiskey, Zigarettenrauch und fatalistischen Fragen hat das Leben noch richtig Spaß gemacht.

In Ennuigi (vom französischen “Ennui” für Langeweile und Tristesse) könnt ihr genau dieses großartige Lebensgefühl in einem Super Mario Bros Setup nachspielen. Inklusive Kommandos für tief inhalierendes Rauchen und existenzialistisches, nachdenkliches nach oben Schauen. So in etwa sollte auch mein erster Mario Maker Level aussehen.

Play Ennuigi via Dangerous Minds

Links fürs Wochenende

Wahl-O-Mat

Nicht mehr lange bis zur Bundestagswahl 2013… und der auch dieses Jahr wieder von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebene Wahl-O-Mat gehört ja mittlerweile zum Pflichtspielzeug eines jeden seiner Stimme bewussten Wählers, einer jeden ihrer Stimme bewussten Wählerin. Ich bin übrigens immer noch unentschlossen (Stand: Freitag, der 30.08.), denke aber, dass ich bei dieser Bundestagswahl aus Gründen die Piraten ankreuzen werde. Die verdienen trotz chaotischer letzter Jahre ihre Chance auf 5%+.

Funktioniert die Wünschelroute?

Crowdfunding für die Postproduction desPSI-Tests 2013, der kostenlos auf YouTube veröffentlicht werden soll. Siehe dazu auch den entsprechenden Aufruf der GWUP

Der Liebespakt

Der Fluter über die Liebesbeziehung zwischen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.

“Das Fernsehen hat das Kino überholt”

DWDL dokumentiert die vielbeachtete Rede Kevin Spaceys über die Zukunft des Fernsehens.

I Have a Character Issue

Anna Gunn, die Skyler White aus Breaking Bad, über ihre Rolle, die differenzierte Charakterzeichnung der Serie und über ihren Umgang mit dem Fan-Hass, dem die von ihr verkörperte Figur oft ausgesetzt ist.

On the Phenomenon of Bullshit Jobs

Ever had the feeling that your job might be made up? That the world would keep on turning if you weren’t doing that thing you do 9-5? David Graeber explored the phenomenon of bullshit jobs for our recent summer issue – everyone who’s employed should read carefully…

The Evolution of Gaming Consoles

Infografik via cinemassacre

Interessante neue Filme auf dctp.tv

Während sich Seite360 so ein bisschen im Sommerloch befindet, geht es dctp.tv, besuchertechnisch, glänzend. Wir haben auch ein paar fantastische Filme reingekriegt die letzten zwei Monate, weswegen ich jetzt mal ohne jegliches schlechte Gewissen ein wenig Werbung in eigener Sache machen muss. Allen kulturhistorisch Interessierten lege ich die News & Stories Sendung vom 16.06.2013 wärmstens ans Herz: Eine Geschichte des Gesichts

Begegnung mit dem Kulturwissenschaftler Hans Belting. Dieser verfolgt in seinem neuen Buch FACES die Phänomene Gesicht, Maske, Portrait, Foto und das Abbild des Gesichts in der Kunst auf subtilen und überraschenden Wegen.

Ebenfalls kulturhistorisch – wenn auch etwas exzentrischer – wird es im Ballett der Macht, angelehnt an die Frage: Wozu braucht die Herrschaft Stechschritt und Parademarsch? Als dritte Empfehlung schließlich ein kleiner Schrägblick Richtung Philosophie: Was ist Erkenntnis? Jochen Hörisch (Theorie-Apotheke, Eine Geschichte der Medien) formuliert eine Kritik der unreinen Vernunft mit Hilfe des Theoretikers der Kritischen Theorie Alfred Sohn-Rethel. Alle drei Filme (jew. zwischen 20 und 45 Minuten) sind absolut sehenswert und füllen das Sommerloch würdig mit ein wenig Kultur und intellektuellem TV-Erlebnis. Embedded Videos nach dem Klick…

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Bernhard Waldenfels und die Phänomenologie des Fremden

Zu einem kleinen Nachtrag zu meiner Vorbereitung auf die Philosophie-Abschlussprüfung fühle ich mich dann doch noch verpflichtet. Wie ich in dem Artikel über Edmund Husserls Cartesianische Meditationen bereits angekündigt – und bis jetzt noch nicht eingelöst – habe, wollte ich noch ein wenig Kritik an Husserls phänomenologischem Weg vom transzendentalen Ego zu einer intersubjektiven Monadengemeinschaft und der damit verbundenen Begründung einer objektiven Welt üben. Diese Kritik möchte ich mit Hilfe eines weitaus jüngeren Phänomenologen wahrnehmen: Der 1934 geborene Philosoph Bernhard Waldenfels hat sich insbesondere in den 90er Jahren durch seine Studien zu einer Phänomenologie des Fremden in der phänomenologischen – und ganz allgemein philosophischen – Szene einen Namen gemacht. In diesen untersucht er das Wechselspiel von Eigenheit und Fremdheit, die verschiedenen Arten wie das Fremde in Ordnungen und vor allem außerhalb von Ordnungen auftritt und wie der Mensch auf das Fremde als Phänomen reagiert. Gerade seine Charakterisierungen des Fremden bieten sich geradezu an, um sich kritisch mit Husserls “Egologie” auseinanderzusetzen, auch wenn Waldenfels bis heute zwar ein kritischer und dennoch begeisterter Rezipient des Godfather of Phenomenology ist.

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Friedrich Nietzsche – Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik

Teil 2 der Reihe: Flo missbraucht sein Blog zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung in Philosophie. Nachdem ich mich das letzte Mal intensiv mit Edmund Husserls Cartesianischen Meditationen beschäftigt habe, mache ich an dieser Stelle einen weiten Sprung. Ich springe sowohl in der Zeit zurück, nämlich ins seelische 19. Jahrhundert, als auch in der Disziplin zur Seite. Ist das, was Husserl selbst als Transzendentalphilosophie und Phänomenologie bezeichnet, primär die philosophische Teildispziplin der Erkenntnistheorie, so widme ich mich bei meinem guten Freund Friedrich Nietzsche der Ästhetik… primär. Dieses “primär” sei an dieser Stelle nicht nur als “relativ” im Sinne von Einschränkung sondern gleich auch als ein “scheinbar” zu lesen. Denn auch wenn es Nietzsche in seiner Schrift Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik (1872) vordergründig um eine Kunsttheorie geht, so verbirgt sich dahinter doch – ziemlich offensichtlich – eine fundamentale metaphysische Theorie, die nicht einfach nur die Geschichte und Beschaffenheit des Dramas durchleuchtet, sondern Aussagen über die Grundlage des Seins an und für sich treffen will. Nietzsches Abgesang auf die Ästhetik Richard Wagners, betrachtet durch die Brille eines vitalistischen Arthur Schopenhauers, ist nicht weniger als ein Rundumschlag gegen vernunftorientierte Ästhetik, die nach Nietzsche zum Niedergang der griechischen Tragödie führte, zugleich aber auch den Diskurs der Dramatik seit der Aufklärung wesentlich bestimmte. Nietzsches Tragödien-Stück ist ein gewaltiges Werk, und auch ein gewalttätiges: Voller Abgründe, voller Pathos, voller großer Gesten. Auch heute noch ein großes Lesesvergnügen.

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Edmund_Husserl_1900

Kleiner philosophischer Exkurs: Edmund Husserl – Cartesianische Meditationen

Ich mache es schon wieder: Ich missbrauche das Blog hier für meine Prüfungsvorbereitungen. Jetzt aber wirklich zum letzten Mal, vorerst… versprochen. In zwei Wochen habe ich meine schriftliche und mündliche Abschlussprüfung in Philosophie, danach schreibe ich noch meine Magisterarbeit fertig und dann folgt vermutlich erst einmal die große Leere. Naja, das ist vielleicht ein bisschen zu viel Pathos, aber eine gute Überleitung zu meinem ersten Prüfungsthema in Philosophie: Husserls Cartesianische Meditationen (1931), in denen der Godfather der Phänomenologie versucht, die Philosophie ganz allgemein zu einer Wissenschaft aus absoluter Begründung zurückzuführen. Ich werde in diesem Artikel versuchen, Husserls sehr kompakte und zugleich sehr komplexen Gedankengänge nachzuzeichnen, um anschließend – sozusagen als Fingerübung – ein wenig philosophische Kritik an seinem phänomenologischen Weg zu üben. Tatsächlich soll das Ganze dann auch für Leute interessant sein, die so gut wie kein philosophisches Vorwissen mitbringen, denn wenn sich ein Text für den Einstieg in den Fachbereich der Philosophie eignet, dann ist es – vielleicht noch neben Heideggers Was ist Metaphysik (1929) – dann ist es der hier niedergeschriebene Inhalt von Husserls Vorlesungsreihe in Frankreich…

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TV-Tipp: Salto Mortale – Helge Schneider als Clown

An dieser Stelle muss ich dann ja für gewöhnlich disclaimern, dass ich Teile meines Gehalts von dctp beziehe… Done! Und damit zum Wesentlichen: Heute Abend läuft zu später Stunde um 0:30 Uhr auf RTL mein definitives TV-Highlight des Jahres: 10 vor 11, Salto Mortale mit Helge Schneider und Alexander Kluge. Wir haben das Teil bei uns jetzt schon etwas länger im System hängen und ich kann es gar nicht erwarten, den 25Minüter endlich zu veröffentlichen. Kein Scheiß, das ist das Größte und Beste was 2012 an TV-Unterhaltung zu bieten hat. Raab, Lanz, Jauch und Konsorten können aber so was von einpacken wenn Helge im Clownskostüm über das Nix und das Garnichts philosophiert, wenn Bilder von mordenden Clowns gezeigt werden, wenn der Zirkusartist zum Soziologen und schließlich zum Philosophen wird, wenn Alexander Kluge immer wieder versucht, seinen Gesprächspartner durch fiese Fragen in die Ecke zu drängen und dieser sich immer wieder kongenial herausredet.

Highlights? Unzählige! Es geht um Hegel, den Furz des Nichts, die Tatsache das 0x0=unendlich ist und natürlich auch die Frage, was man auf dem Clowns-College alles lernen kann. Das ist schon mehr als groß. Das ist schlicht und ergreifend Fernsehen so, wie es immer sein sollte. Echt jetzt! Schaut euch das an oder ihr verpasst die besten 25 TV-Minuten des Jahres! Falls ihr tatsächlich zu verpennt seid, um bis halb eins zu wach zu bleiben… Schande über euch! Aber Gott sei Dank landet das Teil auch morgen früh im Catch-up Service von dctp.tv, wo es für die nächsten Wochen genossen werden kann (Ich werde es dann auch nochmal zeitnah hier einbetten). Und als Frühstücksfernsehen ist dieses Kunstwerk auch einfach perfekt geeignet, genau so wie als mittägliches Trash-TV oder als abendliche epische Unterhaltung oder als philosophisches Nachtprogramm. I’m not kidding! Mehr Spaß hatte ich dieses Jahr vor dem Fernseher einfach nicht…

Salto Mortale der Philosophie

Igor Crantz, Clown 1. Klasse (Helge Schneider), über das NIX und das GAR NICHTS

Ein Beispiel für „Philosophie im Zirkus“. Salto Mortale! Wir sehen Helge Schneider beschäftigt mit Grundfragen des Denkens. Warum, fragt z.B. Martin Heidegger, gibt es überhaupt das Seiende und nicht vielmehr das Nichts? Der Schriftsteller Karl May ergänzt das mit dem Satz: „Du Null, du Nichts, du Loch in der Natur.“ Der Dichter Heinrich Böll setzt die philosophische Frage mit dem Satz fort: „Der Feierabend des Nicht-Künstlers ist die Arbeitszeit des Clowns.“

Update: Hier ist der Film:

Aufklärung für Kinder von Walter Benjamin

Der Walter Benjamin war ein Guter, ein wirklich Guter. Dafür, dass sein Aura-Begriff von konservativen Kunst-Metaphysikern vollkommen überintrepretiert wird, kann er jedenfalls nicht, denn über Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Partnerlink) hinaus hat er sich immer als kritischer Weiterführer aufgeklärter Gedanken im Geiste eines dialektischen Materialismus verstanden, ohne dabei jemals zu ideologisch zu werden. Ganz im Gegenteil: Benjamin gehörte zu den wenigen Anti-Ideologen, den differenzierten Beobachtern und Kritikern moderner Erscheinungen und ist damit auch in unserer heutigen postpostpostmodernen Zeit immer noch unendlich wertvoll. Ebenfalls in der Rolle des kritischen Aufklärers hat er von 1929 – 1932 in der Jugendstunde des Berliner Rundfunks aus seinen Texten gelesen.

Der Journalist Harald Wiese hat diese Texte wiederentdeckt und unterlegt mit eleganter Musik von Ulrich Mückenberger neu eingelesen. Das Ergebnis sind wunderbare philosophische Kleinode für Kinder und Jugendliche, die man aber auch sehr gut jenseits des 18. Lebensjahres genießen kann… Und das beste: Bei ubu gibt es das alles kostenlos als MP3s zum Downloaden und Hören.

Aufklärung für Kinder von Walter Benjamin (MP3s) via Ruhrbarone

Dramatik im 18. Jahrhundert: Johann Christoph Gottsched (1700 – 1766)

Ich werde zum ersten großen, kanonisierten Dramatiker des 18. Jahrhunderts Johann Christoph Gottsched (1700–1766) etwas weniger schreiben als zu den folgenden Personen, da er zwar am Anfang einer Kette von Dramatikern steht, deren Ziel es war, ein Theater für den Bürger zu etablieren, allerdings selbst keine Tragödien mit bürgerlichen Protagonisten entwarf. Im Gegensatz zu dem ihm folgenden Vertretern eines bürgerlichen Trauerspiels steht das Tragödien-Konzept Gottscheds noch ganz in der Tradition der französischen Klassik, arbeitet noch mit der Ständeklausel (Tragödien mit adligen Protagonisten, Komödien mit bürgerlichen) und ist bei weitem nicht so stark auf ein emanzipiertes, bürgerliches Theater ausgerichtet wie das seiner Nachfolger. Ohnehin ist Gottsched weniger ein genuiner Dramatiker wie Lessing oder Schiller als viel mehr Theoretiker und vor allem Übersetzer. Sein berühmtestes Stück Sterbender Cato (1731) stammt zum Großteil nicht aus seiner eigenen Feder sondern ist eine Mischung verschiedener Übersetzungen und Inspirationen, was Lessing zu dem ätzenden Kommentar veranlasste, Gottsched habe hier “mit Kleister und Schere” gearbeitet. Dennoch ist Gottsched für viele Impulse für das Theater der Aufklärung verantwortlich und somit ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Dramatik des 18. Jahrhunderts überhaupt.

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Links fürs Wochenende

Bildung durch Comics

Zeittaucher Christian Jung über die Frage, ob es didaktisch sinnvoll ist, historische Bildung über Comics zu vermitteln: “Comics können Bildung vermitteln. Jugendliche sind danach gebildeter. Auch ältere Menschen haben nach der Lektüre mehr Ahnung über Geschichte.”

Ein Meister des Fragments

Das Werk des Filmemachers Chris Marker ist riesig und hat andere Künstler inspiriert, die wir er wissen wollen, was es mit Blicken auf sich hat. 91 Jahre alt, ist Marker nun in Paris gestorben.

Immer wieder sehenswert, Markers fotografisches Meisterwerk La Jetée:

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The Top 50 Films of all Time

Wieder einmal haben fast 1000 Filmkritiker, Cineasten und Künstler gewählt, und wieder einmal ist das Ergebnis natürlich nicht im Geringsten anfechtbar. Überraschung 2012: Citizen Kane wurde von Platz eins verdrängt. Noch überraschender: Diesen Platz nimmt nun Hitchcocks zur Zeit seiner Veröffentlichung viel geschmähter Vertigo ein.

The Philosophy of Batman, Schopenhauer Edition 2 (englisch)

Ja, schrecklich diese Leute, die in Nolans The Dark Knight Rises unbedingt mehr sehen wollen als gut gemachte salzige Popcorn-Unterhaltung. Der Rundumschlag durch Schopenhauers Pessimismus in Verbindung mit dem dunklen Ritter ist dennoch lesenswert. Ebenso Teil 1, der sich mit dem Vorgänger The Dark Knight auseinandersetzt.

Hans Zimmer und das Ende der Filmmusik

Seine Beliebtheit gibt ihm Recht. Hans Zimmer und Personal prägen die Filmmusik des heutigen Mainstreamkinos. Mit systematischer Primitivität und ohrenbetäubendem Lärm versetzten sie einer großen Kunst den Todesstoß.

Das ist übrigens ein Penis

Es gibt tatsächlich eine ziemlich große Diskrepanz zwischen der Darstellung männlicher und weiblicher Nacktheit in Kunst und Medien. Elisabeth Raeter hat sich für die Zeit diese Diskrepanz genauer angeschaut. Ebenfalls dazu lesenswert, das Replik von Vicky Amesti (Les petits Plaisirs): Penis, Nacktheit, Porno.

Cinemaware Spielklassiker (Kostenloser Download)

Die Game-Schmiede Cinemaware hat sich vor allem in den 80ern mit den Umsetzungen diverser Filme – primär für den Amiga – einen Namen gemacht. Auf ihrer aktuellen Homepage bieten sie einige dieser Klassiker zum kostenlosen Download an. Am bekanntesten dürfte wohl das Strategiespiel Defender of the Crown (1986) sein, und das sit auch heute noch ohne wenn und aber spielenswert.

Tequila Zombies 2 (Browsergame)

Perfekt, um von der Plants vs. Zombies Sucht loszukommen, von der ich derzeit befallen bin: Eine coole, in Form von Comicstrips erzählte, Backstory, eine apokalyptische Welt, die von Zombies überrannt wird, ein Überlebender und eine Überlebende… und die Suche nach gutem Tequila. Das ganze spielt sich als launiges Actiongame ziemlich flott, macht verdammt viel Spaß und ist ein ordentlicher Action-, Splatterhappen für zwischendurch.

Das Internetphantom – oder: Für eine digitale Denkmalpflege

Was wir brauchen, damit das Internet nicht noch einmal von unseren Historikern als “Phantom” diskutiert wird, ist eine “digitale Denkmalpflege”. Zeitungen und Zeitschriften werden sorgfältig in denStaats- und Landesbibliotheken gesammelt und archiviert. Aber schon,wenn es um die Alltagskultur im Fernsehen – geschweige denn im Internet geht – wird die Quellensuche sehr schwierig.

Gema & Youtube Talk (6 Videos)

Schon zwei Wochen alt, aber auf jedenfall hörens- und sehenswert. Klaus Kauker – von dem btw. großartige Songanalysen und Musik-Grundkurse auf youtube veröffentlicht werden – spricht mit Peter Hempel von der GEMA über Urheberrechte, den Google-Streit und den ganzen Rest. Ergänzend dazu, die ebenfalls etwas ältere Gesprächsrunde der Piraten mit der GEMA (120 Minuten).

Letztes Jahr auf Seite360:

Ich machs mal wieder rough: Hörenswertes von Casper, Little Dragon,The Cool Kids  sowie Boris, John Tejada, Jakko Jakszyk, Robert Fripp & Mel Collins (A King Crimson ProjeKct) – Die großen Actionstars der 80er und 90er Jahre (und was von ihnen übrig ist) –  Filmrollen von Alfred Hitchcocks “The White Shadow” gefunden … uuuuund Freude schöner Götterfunken: 9Live gibt auf und stellt den Sendebetrieb ein.

Links fürs Wochenende

Paintings with Guitars, Lutes etc.

Sehr schöne Pinterest-Seite von Heike Matthiesen. Gemälde von musizierenden Menschen aus verschiedenen Epochen, mit verschiedenen Instrumenten, von der Antike über den Barock bis zur Moderne.

Jean-Jaques Rousseau – Der wahre Egoist

“Rousseaus natürliche “Selbstliebe” ist besser als jede Moral.” schreibt Slavoj Žižek in diesem Essay anlässlich des 300. Geburtstags des großen Philosophen der Aufklärung.

Länger leben mit Rotwein. Tatsächlich?

Spannende, wissenschaftliche Auseinandersetzung über den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität, Indiz und Beweis, anhand der klassischen Annahme, das regelmäßiges, gemäßigtes Rotwein-Trinken zu einem längeren Leben führen kann.

Spielanalyse: Deutschland – Italien

Ähmm ja, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, mein letzter Beitrag zu dieser Fußball-EM, die mich emotional dann doch ziemlich kalt gelassen hat. An dieser Stelle sei trotzdem darauf hingewiesen, dass die (mit Abstand) besten Spielanalysen weder von Waldi noch von Olli kommen, sondern im großartigen Fußball-Blog Spielverlagerung zu finden sind.

Das Manifest für den neuen Theismus

Neue Theisten sind keine Glaubenden; wir vertrauen auf Evidenz. Wir schätzen wissenschaftliche, historische und interkulturelle Evidenzen mehr als alte Texte, religiöse Dogmen oder kirchliche Autorität. Wir schätzen auch wert, wie eine auf Evidenz erbaute Weltanschauung unsere Vereinigung mit Gott-Realität-Leben-Universum-Mysterium-Ganzheit bereichert und vertieft.

Das Ende vom Glied

Marina Weisband setzt sich angenehm differenziert mit der Debatte um das Verbot von Beschneidungen bei Kindern aus religiösen Gründen auseinander. Der Text ist weitaus besser, als der Titel vermuten lässt.

Mous Maze Speedrun (Browsergame)

Mal wieder so ein hysterisches, “Komm mit der Maus bloß nirgendwo ran und achte auf die Zeit! Um Himmels Willen achte auf die Zeit”-Geschicklichkeitsspiel. Macht in dem Fall aber echt Laune.

Go Go Goblin! (Browsergame)

Wieder mal so ein vollkommen überdrehtes “Schieß was ab und halte es so lange wie möglich in der Luft! Um Himmels Willen halte es in der Luft”-Geschicklichkeitsspiel. Der Abgeschossene ist in diesem Fall ein Goblins, Upgrades wie Raketen und Gleitschirme helfen. Nichts neues, macht aber auch Spaß.

How Games Are Meant To Be Played vs. How You Play Them

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Trotz Sommerloch hat auch der Juni 2011 einiges an hörenswerten und nicht hörenswerten Alben zu bieten. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, beschäftigt sich Rinko mit Bon Iver, Digitalism, Limp Bizkit und The Antlers und genießt nebenbei das Glastonbury Festival. Außerdem bietet die Frauenfußball-WM Anlass zu Gedanken über primären und sekundären Sexismus. Florian verharrt weiter in der Zelda-Nostalgie,  in diesem Fall bei den 3D-Spielen der Action-Adventure-Reihe und findet nebenbei noch Zeit, sich die besten Justizthriller und Gerichtsfilme der 90er Jahre sowie den legendär verbrämten Waterworld von und mit Kevin Costner zu Gemüte zu führen.

A World With No Math…

…wäre eine Katastrophe, wie folgendes Video eindrucksvoll unter Beweis stellt. Oder wie es bei dctp.tv heißt: Mathematik steckt in allen Dingen.

That’s right. Say it ain’t so, but this kind of world already exists for many children living in poor countries. Save the Children found that kids were puzzled by math even after several years of schooling. So we put our heads together and came up with a solution: Numeracy Boost. And you, of course.

via
 

Schon die alten Griechen machten aus der Mathematik eine Leitwissenschaft, um die Natur zu verstehen. Später versuchte etwa Leibniz, in ihr einen Universalschlüssel zum Zugang zur Welt zu finden. Neben komplexen Figuren sucht die Mathematik aber auch Antworten auf banale Fragen wie der, wie man einen Postboten losschicken kann, ohne dass er dieselbe Straße zweimal geht. Vom Modell der “Wurstkatastrophe” lässt sich die Wiedergabequalität von CDs und Telefongesprächen ableiten.
Trotzdem half dem großen Mathematiker Alan Turing alles Genie nicht weiter – er wurde in den Selbstmord getrieben. 9 Filme über den Höhenrausch des Wissens, einen Knotenzoo, magische Umschlagspunkte und die “Königin aller Formeln”.


Mathematik steckt in allen Dingen

Kurzfilm der Woche: The American Who Quit Money To Live In A Cave

Ein wenig Pathos für den Montag-Morgen… auch okay:

Mark Sundeen, the author of book, ‘The Man Who Quit Money’ is a soulful journey into the spirit of Daniel Suelo. Suelo, gave up on money in 2000. He walked into a phone booth, pulled out 30 dollars and left it. Twelve years later, Suelo still does not have a personal i.d. bank accounts, a modern home, does not take money, or live off of federal welfare. Suelo, lives in caves in the canyon lands outside of Moab, UT. Suelo, harvests wild foods, eats roadkill, and dumpster dives. Suelo, is not an isolationist, he still is very active in the Moab community SE Utah politics and he is an active blogger.

Sundeen, knew Suelo from Moab, UT when they both worked together as cooks. But years later Sundeen came across Suelo in a market and payed him no attention. After Sundeen gave thought to the current economy and Suelo’s philosophy he was inspired to write about Suelo. Sundeen’s book focuses on one man, but the message of the book captures the American zeitgeist of a changing economy.

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