Schlagwort-Archiv: Persiflage

surrealismus

Die 80er Jahre: Die besten surrealistischen Filme des Jahrzehnts I

surrealismus

Im Grunde genommen ist Kino des Surrealismus in den 80er Jahren bereits ziemlich am Ende. Mit Luis Buñuel stirbt 1983 der wohl wegweisendste Regisseur des Genres und hinterlässt eine Lücke, die sich so schnell nicht schließen wird. Zwar wies David Lynch mit Eraserhead bereits 1977 einen Weg in die Zukunft des surrealen Films – zwischen Avantgarde und unterhaltsamem Genrekino -, in den 80ern kümmert er sich jedoch eher um “bodenständigere” Projekte wie seinen Elefantenmenschen oder Blue Velvet. Während der neue Surrealismus noch ein wenig in Wartestellung verharrt, lassen aber immerhin die Altmeister mit interessanten Spätwerken aufhorchen: Fellini, Godard, Kluge… die Filmemacher des ersten Beitrags zum surrealen Kino der 80er lesen sich wie ein who is who vergangener Jahrzehnte. Warum sie auch in dieser Dekade begeistern können, lest Ihr hier…

Weiterlesen

Die 80er Jahre: Die besten Actionfilme des Jahrzehnts I

Okay… genug mit den weniger schönen Seiten des US-Actionkinos der 80er Jahre auseinandergesetzt. Jetzt geht es an die Highlights. Und die kommen zwar auch hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit dem asiatischen Genre-Vertreter A Better Tomorrow revolutioniert John Whoo das Hongkong-Kino und kreiert mal eben noch auf eigene Faust ein autonomes Subgenre, den Heroic Bloodshed Movie. Mit Klischees des Asiatischen Lifestyles und einer ordentlichen Eastern-Hommage erschafft John Carpenter in Big Trouble in Little China einen schrillen Fantasy/Action-Hybriden, während er in Die Klapperschlange unter Beweis stellt, dass auch dystopische, düstere, morbide Töne durchaus in das Genre passen können. Ebenfalls fantastisch geht es im furiosen Die Reise ins Ich zu, während uns Auf dem Highway ist die Hölle los uramerikanische, nostalgische Action-Unterhaltung präsentiert, die noch tief in den 70er Jahren verwurzelt ist.

Weiterlesen

Tatort in 123 Sekunden

Ich bin nicht so der große Tatort-Fan, weil der mir irgendwie zu bleiern, zu aufgesetzt und irgendwie auch zu deutsch ist. Die Satire-Sendung “Walulis sieht fern” hat sich nun dem goldenen Kalb der deutschen TV-Landschaft  angenommen und zieht den typischen Tatort mit seinen stereotypen Ermittlern, den üblichen Verdächtigen und einem verkrampft gesellschaftskritischen Thema ordentlich durch den Kakao.

Die 90er Jahre: Die besten Komödien des Jahrzehnts I: Parodien und Persiflagen

Langsam kommen wir schon zu den Hauptkategorien, was allerdings noch nicht viel zu heißen hat. Denn auch hier tummeln sich haufenweise Subgenres und Nebenkategorien… wie zum Beispiel Parodien und Persiflagen, die bei den Komödien eine gewisse Sonderstellung einnehmen: Meistens mit einer hohen Gagdichte, mit mindestens einer großen Referenz; nebenher vielen  kleinen Filmzitaten… Und eigentlich fast immer vollkommen Over The Top, absurd und ohne Rücksicht auf die Realität. ZAZ haben es in den 80ern vorgemacht – und auch in den 90ern so manchen Treffer gelandet. Here they come, ein ganzer Sack voll komischer Metafilme. Nach dem Klick…

Weiterlesen

Mockumentary: 20 Jahre Galaxy Quest

Galaxy Quest gehört definitiv zu den besten Komödien der 90er Jahre und darüber hinaus zu den besten Science Fiction Komödien überhaupt. Auch wenn er als Parodie nicht bissig genug ist, um das Trekkie-Äquivalent zu Mel Brooks’ Spaceballs darzustellen, so funktioniert er doch vor allem zu Beginn perfekt als Satire auf Star Trek Conventions, Seriendarsteller, die in ihren Rollen gefangen sind und den Größenwahn der amerikanischen TV-Landschaft. Und nebenbei hat er sogar noch eine saubere Science Fiction Geschichte zu bieten, die auch ohne ihre diversen – sau komischen – Metaebenen zu unterhalten weiß. Anyway: Im Netz ist jetzt eine offizielle Mockumentary über den Aufhänger des Films aufgetaucht (nämlich die gleichnamige fiktive TV-Serie). Und die toppt nochmal jedes parodistische Element des ohnehin schon großartigen Films.

Hier gehts weiter zu Teil 2 und 3 Weiterlesen

Tucker & Dale vs. Evil – Oder: “Don’t fuck with nice Rednecks!”

Anstatt dich über Altersgrenzen  Gedanken zu machen, sollten die FSK und MPAA  mal lieber über wirklich sinnvolle Ratings nachdenken. Wie wärs zum Beispiel mal mit einer Klischeewarnung für Dutzende langweilige Backwoodhorror und Teenie-Slasher Streifen? Klischee1: Die folternden und mordenden Rednecks stinken, können sich nicht artikulieren und wohnen in gruseligen Hütten. Klischee2: Collegestudenten wollen nur saufen, ficken und nackt baden gehen. Klischee3: Ein kleiner Stolperer kann schneller zum Tod führen als jede Autokollision. Klischee4: Bei einem solchen Tod sprudeln nur so die Blutfontänen. Klischee5: Handys funktionieren nie… NIE! Klischee6: Mordlust ist genetisch bedingt. Klischee7: Dummheit auch…. “Tucker & Dale vs. Evil” gelingt das Kunststück all diese Klischees in einem Film zu verbraten und er funkkioniert dennoch größtenteils hervorragend. Womit zumindest Klischee8 widerlegt wäre: Das Zusammenprallen von Rednecks und Teens/Studenten in einem düsteren Wald kann nur zu blutiger aber gähnender Langeweile führen…

Weiterlesen

Rezension zu Tarantinos "Inglourious Basterds"

Quentin Tarantino hat mit seinen Filmen ja schon so manche Schauspielerkarriere kräftig angekurbelt. John Travolta und Uma Thurman können davon sicher ein Lied singen. Und auch „Inglourious Basterds“ dürfte für einen Darsteller ein enormes Sprungbrett darstellen. Gemeint ist nicht Brad Pitt, der eh schon lange im Olymp weilt und der es abgesehen davon auch gar nicht verdient hätte, für seinen routiniert kühlen Auftritt in „Inglourious Basterds“ größere Lorbeeren zu ernten, sondern der Österreicher Christoph Waltz. Trotz einiger Auszeichnungen (u.a. den „Adolf-Grimme-Preis“) und diverser Rollen in Kino- und Fernsehfilmen wird Waltz für die meisten ein unbeschriebenes Blatt sein, was sich in den kommenden Monaten gewaltig ändern dürfte. Seine Darstellung des „Judenjägers“ Hans Landa hat ihm nicht nur den Preis für den „Besten Darsteller“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes eingebracht, sondern schreit auch geradezu nach einer Oscar Nominierung, für die übrigens Kritikerguru Roger Ebert vehement plädiert. Verdient hätte Christoph Waltz eine Nominierung schon allein deswegen, da er den Dreh- und Angelpunkt des neuen Tarantino darstellt. An dieser Stelle wird nun auch deutlich, warum „Inglourious Basterds“ einen eher schwächeren Film im Schaffenswerk von Tarantino darstellt:

Weiterlesen