Schlagwort-Archiv: Paradoxien

Die Unwahrscheinlichkeit der Dinge

“Unlikely… but not Impossible” nennt der italienische Fotograf Giuseppe Colarusso seine Dekonstruktion alltäglicher Objekte und trifft damit genau ins Schwarze. Unter dem Titel IMPROBABILITA’ inszeniert er Alltagsobjekte mit einem kleinen Twist, der deren Funktionsfähigkeit konterkariert oder gar ins Gegenteil kehrt. Vertraute Dinge werde dadurch zu störrischen Paradoxien, zu abstrakten Eskapismen und surrealen Unsinns-Gegenständen. Dabei wird die Realität nicht nur – wie der Fotograf selbst angibt – überquert, viel mehr sind diese kruden Objekte eine augenzwinkernde Auseinandersetzung mit Ästhetizismus und Designgeilheit in der heutigen Konzeption des Praktikablen: Wann wird der Sinn zu Gunsten des Visuellen geopfert? Was zeichnet ein Objekt aus? Wann verliert es diese Auszeichnung? Und können wir uns angesichts der konzeptionellen, designtechnischen Überrealität überhaupt noch auf die Wirklichkeit der Dinge verlassen? Unwahrscheinlich… aber nicht unmöglich.

IMPROBABILITA’ by Giuseppe Colarusso via Colossal

M.C. Eschers Relativity reflektiert in einem fallenden Wassertropfen

I try in my prints to testify that we live in a beautiful and orderly world, not in a chaos without norms, even though that is how it sometimes appears. My subjects are also often playful: I cannot refrain from demonstrating the nonsensicalness of some of what we take to be irrefutable certainties. It is, for example, a pleasure to deliberately mix together objects of two and three dimensions, surface and spatial relationships, and to make fun of gravity.

Maurits Cornelius Escher (1898 – 1972)

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Yeah I used the Canon 60mm macro f/2.8. I shot at ISO 640 and 1/250. It took about 150ish shots to get that one, ~2 hours. The hardest part was focusing, in the set up picture I posted in the first comment you can see a piece of string above the eye dropper. I would let that hang down off the eye dropper and focus on that, then move it and squeeze the dropper and the shutter at almost the same time. I have like 30ish more pictures with the drop clearly in the shot but the sketch behind it isn’t in focus, this was the clearest one I got.

by Smsilton via BoingBoing

Links fürs Wochenende

Die 10 coolsten Typen des Planeten

Der NME meint mal wieder zu wissen, wen wir als besonders cool anzusehen haben. Auf Platz 1 hat es die Laura Marling, Freundin von Marcus Mumford geschafft. Dahinter die Indie Pop Hispter von Beast Coast, Janelle Monae und die Drums. Dass Julian Casablancas, der mit den Strokes immer sehr auf ein cooles Image bemüht war, recht weit hinten liegt, ist eher überraschend, der letzte Platz von Rivers Cuomos, der nun seit 15 Jahren immer noch die Form aus frühen Weezer Tagen sucht und auch das neue Album Hurley gnadenlos vergeigt hat, kommt dagegen gar nicht überraschend.

Paradox, paradox

Den ganzen Oktober bereits versorgen uns die Blogger von Dr. Webbaer mit spannenden Paradoxien und Dilemmata. Hoffen wir, dass das so weitergeht.

Heil Hipster !

Geschmackslosigkeit oder Abrechnung mit selbstverliebten Hipstertum? Auf Hipster Hitler gibt es Comics, sowie Shirts mit der Aufschrift “Death Camp For Cutie” und “Arcade Führer”.

Warum man mit der US-Flagge nicht das Bett beziehen darf

Ali Arbia findet auf Scienceblogs jede Menge absurde Flaggengesetze aus den USA.

Leider sind Flaggen vergänglich. Wie wird man sie also los ohne gleich drei Gesetze auf einmal zu brechen? Leider ist das Regelwerk nicht sehr klar und empfiehlt nur, die Flagge in “würdiger Art” zu entsorgen, “vorzugsweise durch Verbrennen” (wenn das nicht verwirrend ist…). (4 U.S.C. § 8 (k))

Erwachsenen Schwimmen

Eine sehr nerdy und unheimlich unterhaltsame Seite ist Adult Swim, wo man das komplette Programm aus Indie-Games, Comics, Family Guy Videos und Free MP3 bekommt.

Raab schlägt Ria, aber nicht die Langeweile

Gelungener Kommentar zur letzten Schlag den Raab Episode, die erste Abnutzungserscheinungen der Show – trotz nach wie vor hervorragenden Konzeptes – erkennen lässt.

Durchs wilde Absurdistan

Kabarettist und Liedermacher Rainald Grebe wird populärer und populärer… Jetzt hat der einstige Solokünstler seine Kapelle der Versöhnung gar zum Orchester der Versöhnung gepimpt… Ob das gut geht?

Die allerwitzigsten Social Network Gruppen und so

Nilz Bockelberg und Silke Bloms haben sich die Mühe gemacht und sämtliche Social Networks nach den skurrilsten und witzigsten Gruppen abgegrast und sie enstprechend kommentiert. Erscheint über den Langenscheidt Verlag im November.

Retro-TV- Sendung 44: Fernsehprogramm vom Oktober 1967

Mit Fury, Tammy – Das Mädchen vom Hausboot und Förster Horn

Inception von Chris Nolan: Träume Kino, träume!

Eigentlich finde ich es ja immer ziemlich blöd, wenn ein Rezensent eine Kritik damit beginnt, dass er nicht weiß, wie er den Text beginnen soll. Die Flucht vor einer prägnanten, pointierten Einleitung durch Metaebenen und selbstreflexive Spielereien. Andererseits passt eben genau jenes Spiel perfekt zu Chris Nolans (The Dark Knight) neuesten Blockbuster. Unabhängig davon weiß ich auch tatsächlich nicht, wie ich hier anfangen sollte. Es gibt einfach zu viele treffende Varianten. Also dann… Der erste Satz hier könnte lauten: Er hat es mal wieder geschafft. Klingt ein bisschen zu vorbelastet…? Die zweite Variante wäre: Es gibt Filme, die sind einfach so gewaltig, dass man sich nur staunend freuen kann, oder freuend staunen. Selbstverständlich mit der Ergänzung: Inception ist ein solcher Film. Zu pathetisch? Naja, ein einfaches Wow! wiederum wäre wahrscheinlich zu banal… Trifft es aber auch. Vielleicht muss man auch einfach erst mal nur tief Luft holen, um diesen Überschuss an kreativen Ideen, grandiosen Szenen, an atemberaubender Spannung zu verarbeiten. Man kann es nicht anders sagen: Inception ist der Blockbuster des bisher eher schwachen Kinojahres: Inception ist groß, erhaben, intelligent, actionreich, spannend, verschachtelt und so unterhaltend wie, wie, wie…lange scheint es her… genau, wie eben der letzte Nolan-Film.

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