Schlagwort-Archiv: Oliver Stone

Die 80er Jahre: Die besten Kriegsfilme des Jahrzehnts

Platoon-DI

Nachdem wir im letzten Artikel einen Blick auf die zivilen Kriegsfilme der Dekade geworfen haben, geht es nun direkt hinein ins Kampfgeschehen. Der Vietnamkrieg war damals noch ein großes Thema, auch und insbesondere in den 80ern und wurde in gleich zwei Meisterwerken, Kubricks Full Metal Jacket und Stones Platoon auf eindringliche Art aufgearbeitet. Auch das posttraumatische Drama Birdy lieferte wesentliche Impulse für die kulturelle Auseinandersetzung mit dem Sujet in der Reagan-Ära. Weitaus “historischer” ist da das deutsche Kriegsfilmepos Das Boot, in dem Antikriegsfilm und Kriegsfilm auf fragwürdige und dennoch beeindruckende Art zusammenwirken. Und dass sich nicht nur der Westen mit seinen kriegerischen Konflikten auseinandersetzen kann, beweist der artifizielle mitreißende russische Film Komm und sieh. Trotz nur weniger überragender Beiträge; die 80er sind ein ungemein wichtiges Jahrzehnt für die filmische Aufbereitung militärischer Geschehnisse.

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Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts V

Bald sind wir durch mit den Horrorfilmen der 80er Jahre… und ich habe wieder festgestellt, dass gerade dieses Genre in diesem Jahrzehnt bestens dazu geeignet ist Lächerlichkeit und Genialität aufeinanderprallen zu lassen. So ganz ohne Albernheiten und Peinlichkeiten kommen auch die nun genannten Filme nicht aus… und bewegen sich dennoch auf hohem bis höchstem Niveau. In Die Hand lässt Oliver Stone den menschlichen Körper Amok laufen, während dieser in Das Tier und Katzenmenschen gleich vollständig zu seinem animalischen Spiegelbild mutiert. Animalische Geschöpfe bilden auch in Wolfen die Hauptbedrohung, wenn auch geschickt durch Mystery und Ökothriller-Momente aufgebrochen. Und in dem B-Movie-Flick From Beyond drehen sowieso alle komplett am Rad: Menschen, Tiere, Dämonen… und feiern ein makaberes, groteskes Festival des Grauens. There will be blood, baby…

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Die 90er Jahre: Die extremen, polarisierenden und kontroversen Filme des Jahrzehnts II

Hier kommt sie, die zweite Ladung der provozierenden und extremen Filme der 90er Jahre. Düstere Destruktionen der amerikanischen Gesellschaft in Gummo, eine verstörende Mischung von Sex und Gewalt in David Cronenbergs Crash, politischer Aktivismus im verschwörungstheoretischen Gewand von Oliver Stone in JFK – Tatort Dallas, bewusster Dilettantismus und die Reduktion des Filmischen auf das Notwendige bis hin zur vollkommenen inszenatorischen Nacktheit bei Lars von Triers Idioten und schließlich Perdita Durango, der Mitreiter auf der Welle des Tarantinoesken Kinos, der mit seiner zugespitzten, ungebrochenen Sympathie für die gewalttätigen Protagonisten aus dem Gangsterkino der 90er heraussticht.

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Die 90er Jahre: Die polarisierenden, extremen und kontroversen Filme des Jahrzehnts I

Wenn man diese Kategorie mit der selben der 00er Jahre vergleicht, stellt man fest, dass die Kinozuschauer und vor allem Kritiker in den 90ern weitaus dünnhäutiger waren als im 21. Jahrhundert. Scheinen die extremen und kontroversen Filme der letzten Dekade tatsächlich infam bis zur berechtigten Wut vieler Zuschauer, wirken die 90er dagegen fast schon handzahm; oft genug scheinen die provokanten Filme wie Basic Instinct dem Prinzip “Viel Lärm um nichts” zu folgen. Aber das ist retrospektiv natürlich leicht zu sagen und wer weiß schon, wie das Publikum in zehn Jahrenüber die Aufreger unserer Zeit schmunzeln wird… Egal, auch die 90er waren für so manche cineastische Provokation, für so manchen Tabubruch gut. Und mitunter hatte die Aufregung um den jeweiligen Film auch eine gewisse Berechtigung. Auch an dieser Stelle gilt wie beim letzten Mal: Nicht alle hier auftauchenden Filme sind Meistwerwerke, manche fallen sogar eher in die Kategorie ‘unterdurchschnittlich’. Aber durch ihren Mut beziehungsweise ihre Dreistigkeit oder eben auch ihre offene Infamität haben sie sich ihren Platz im Filmkanon verdient… und sei es nur, um daran zu erinnern, dass das Kino auch immer ein Ort der Skandale und Skandälchen sein kann.

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Filmabriss: Revanche, Buried, Megamind, Wall Street 2, Hot Tub Timemachine

Bevor die ganz unter den Tisch fallen… ein paar Filme unter der Prämisse “Was habe ich in letzter Zeit so alles an Kino verpasst, weil ich mit der Aufarbeitung der cineastischen 90er Jahre beschäftigt war?” kurz rezensiert. Das puristische Revengedrama Revanche, Dreamworks Familienunterhaltung mit dem Superschurken Megamind, ein düsteres und beklemmendes Kammerspiel auf wirklich engstem Raum in Buried, die Wall Street Fortsetzung “Geld schläft nicht”, sowie 80er-Nostalgie inklusive albernem Humor für kleine Jungs bei Hot Tub Timemachine.

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Die 90er Jahre: Die besten Kriegsfilme des Jahrzehnts

Kriegsfilme sind auch eine Form von Epos, im besten Fall eine Art Anti-Epos. Das (Anti)-Präfix wollen wir in diesem Fall jedoch bewusst aussparen, auch wenn es mit der ein oder anderen Einschränkung an jeden der hier genannten Filme angehängt werden könnte. Francis Ford Coppola hat bereits gesagt, dass alle Kriegsfilme in seinen Augen Antikriegsfilme seien. Eine Behauptung die durchaus streitbar ist, erliegen doch selbst die humanistischsten, offensivsten und naturalistischsten Werke allzu oft der Faszination des Krieges, dem Eskapismus der Schlachten dem apokalyptischen Ästhetizismus der Gewalt. Das gilt für “Apocalypse Now” ebenso wie für “Platoon” oder “Full Metal Jacket”. Die hier genannten (Anti-)Kriegsfilme sind jedoch unabhängig davon, wieviel Stilisierung in ihnen steckt, beeindruckende Bebilderungen der kriegerischen Seele des Menschen, radikale Erzählungen von der Front und dabei einfach so verdammt gut, dass sich die Frage nach Kriegsfilm, Antikriegsfilm oder gar Kriegsapologie gar nicht zu stellen braucht.

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Die 00er Jahre: Die Filme der Redaktion

Zum Abschluss nochmal kurz unsere ganz persönlichen Tops und Flops. Wens interessiert… Weiterklicken.

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When You`re Strange – Eine weitere Doku über The Doors feat. Johnny Depp

Mal wieder eine weiterer Film über die Doors und den Mythos Jim Morrison, der in den späten 60ern den Prototyp des Rockstars mit seiner Mischung aus Genie, Wahnsinn und Egomanie verband, in den prüden Siebziger auch zur Symbolfigur als  Gegenkultur zum Establishment gefeiert wurde und erst gegen einen autoritären Vater und später gegen sämtliche Autoritäten, vor allem übermütige Polizeibeamte auflehnte.

Diese Zusammenfassung kann wohl mittlerweile jeder runterbeten, der auch nur eine Dokumentation über den Sommer of Love und den späteren Wandel zur Protestkultur der 68er angesehen hat, von denen es gefühlte 100 im Jahr gibt. Leider hat auch diese Dokumentation keine neuen Erkenntnisse auf Lager sondern ist eine Collage aus sattsam bekannten Fotos, Konzertfilm und einem monoton aus dem Off brummenden Johnny Depp, der hier mal wieder den unterdrückten Rocker in sich raus lässt und dessen Leben bis auf einen frühen Drogentod fast analog zu Morrisons Drogen –  und Musikkarriere verläuft, nur das Depp irgendwann seinen Dämonen entkommen konnte und mittlerweile wohl dieses etablierte Leben in Paris führt, welches der von Depression, Sinnsuche und Stimmungsschwankungen geplagte Morrison nicht mehr erleben konnte. Weiterlesen