Schlagwort-Archiv: Nine Inch Nails

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Trent Reznor spielt Pantomime in Curb Your Enthusiasm

Ist er es nun oder nicht? Darüber streiten sich gerade die Nine Inch Nails-Fans bei reddit. Die menschliche Statue in einer Szene auf der Kultserie “Curb Your Enthusiasm” sieht ihm jedenfalls verdammt ähnlich und die Brille trug er auch schon auf einem Albumcover zu einem Fake-Album, was am 1. April heraus kommen sollte und angeblich Chris Martin, Sheryl Crow und Bono featuren sollte.

Der Mann hat also durchaus seinen eigenen Humor und auch wenn alles eigentlich gegen die Fan-Theorie spricht: Warum sollte er sich diesen Spaß für gerade mal ein paar Sekunden nicht erlauben?

So oder so ein schöner Rätsel-Spaß für den trüben Samstag.

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This Is A Trent Reznor Song (Nine Inch Nails Parody)

Ich muss mir hier gerade die Tränen aus den Augen wünschen. Auch wenn ich die Arbeit von Trent Reznor sehr schätze, aber es lässt sich auch nicht ein gewisses Baukausten-Prinzip beim Aufbau seiner treibenden Industrial-Song leugnen. Die tolle NIN-Parodie von Freddy Scott funktioniert schon fast erschreckend großartig und simpel, und trotzdem muss man einen Trademark-Sound natürlich auch erstmal schaffen. Ich wünsche trotzdem viel Spaß und wer danach immer noch gecheckt hat wie ein flotter Industrial-Pop funktioniert wird selbst einen Wendler für komplexe Hochkultur halten.

via Soundcloud

Die 80er Jahre: Die besten New-Wave-Alben des Jahrzehnts I

Ich war leider in den 80ern eher damit beschäftigt, in die Hose zu machen oder mich von einer mies gelaunten Grundschullehrerin drangsalieren zu lassen, als mich der Popmusik dieses Jahrzehnts zu widmen. Auch später als meine musikalische Sozialisation begann, hat diese Zeit eher wenig Einfluss auf mich gehabt und eigentlich gab es auch Anfang der 90er kaum was Uncooleres als den Giganto-Hairspray-Metal und die steril klinische Jazz-Musik der vergangenen Dekade. Erst Ende der 90er haben wir begonnen, auch die unfassbar innovativen Seiten dieser Zeit zu sehen. New Wave, das sich an die Nouvealle Vague anlehnt, war zumindest in seinen Anfängen eine kunterbunte Mischung, gemischt mit viel Pioniergeist und unbändiger Lust am Experimentieren. Also all das, was das aktuelle Musikjahr 2013 nicht anzubieten hatte. Also ein sehr guter Augenblick, in die Zeit des Aufbruchs zu schauen. Blondie waren damals nicht nur wegen der Frontfrau on top, Modern English dachten den Pop-Weg von Joy Division weiter, Altered Images hatten Charme und Hits, Tears For Fears übertrafen sich mit The Hurting und The Art auf Noise und schufen ein einflussreiches Album, von dem Künstler wie Chemical Brothers bis Skrillex beinflusst wurden. Viel Spaß mit den wahren Instagram-Sounds!

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Hörenswertes Herbst 2013: Travis, Nine Inch Nails, MGMT, Moderat,The Field,Casper, Darkside

Somme, Sonne, Kaktus ist leider vorbei. Schlecht für das Gemüt, schlecht für das Immunsystem, gut für die Musikliebhaber. Der Herbst gehört schon traditionell zu den Monaten mit einer enormen Veröffentlichungswelle an interessanten Alben, auch wenn aus purer Faulheit ein paar Alben aus dem Spätsommer reingerutscht sind, aber mal ganz ehrlich: Travis waren doch schon immer eine Herbst-Band, der grummelige Industrial von NIN was für verregnete Scheißtage, MGMT haben schon lange die Schnauze voll von ihren Party-Hits und Moderat waren ja schon immer eher die Melancholiker unter den Berliner Elektronikern. Bei all dem Anflug von Schwermut hat sich Casper zum Glück für den Aufbruch entschieden und geht mir großen Elan seinen Weg als Freidenker weiter.

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Nine Inch Nails – Hesitation Marks (Stream)

Ganze 5 Jahre sind seit dem letztem Album-Release von Trent Reznor ins Land gezogen. Ich habe mir den Stream schon einmal angehört und kann sagen, dass Hesitation Marks ziemlich genau da aufhört wo Year Zero aufgehört hat, auch wenn es zuweilen an den ruhigen Score von The Social Network erinnert.

Stream

AHK-toong BAY-bi Covered – U2 “Achtung Baby” Cover (Youtube-Stream)

Am Dienstag erschien AHK-toong BAY-bi Covered, eine Tribute CD auf der Künstler wie Nine Inch Nails, Depeche Mode und Jack White ihre Lieblingssongs von Achtung Baby covern. Meine Meinung zu dem Album kann man hier nachlesen und das wunderschöne “One”- Cover von Damien Rice hatten wir ja auch schon gepostet.

Tracklist:

01. Nine Inch Nails: Zoo Station

02. U2 (Jacques Lu Cont Mix): Even Better Than The Real Thing

03. Damien Rice: One

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Trent Reznor und Karen O. covern Led Zeppelin für David Finchers Verfilmung von Stieg Larssons Verblendung (The Girl with the Dragon Tattoo)

Überlange Überschrift für epische Kollaborations-Polygamie von ihrer schönsten Seite: Trent Reznor (Nine Inch Nails) der zusammen mit Atticus Ross schon für The Social Network einen Oscar für die beste Filmmusik für sich verbuchen konnte und Karen O., Frontfrau der Yeah Yeah Yeahs, deren liebreizende Musik unter anderem in der wunderschönen Fantasyadaption Where the wild things are zu vernehmen war, kollaborieren für den Soundtrack von “The Girl with the Dragon Tatoo”. Und dieser stammt von niemandem geringeren als David Fincher. Um den traumhaften Künstlerreigen zu vervollständigen: Die beiden spielen nicht irgendein Lied, sondern covern “Immigrant Song” von Led Zeppelin.

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Update: The Social Network – 5 Tracks zum Free Download

Update: Da Trent Reznor letzte Nacht tatsächlich den Oscar für Beste Filmmusik bekam, hole ich den Artikel vom letzten Jahr wieder nach oben.

Bald erscheint der neue Film von David Fincher, einstmals Hollywoods Visionär und Querdenker im Bereich Mainstream-Kino. Diesen Titel hat er durch maue Filme mittlerweile an Chris Nolan abgeben müssen, und ob sein neues Werk über Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nicht doch arg der Zensurschere zum Opfer fällt, darf gespannt abgewartet werden. Zumindest der Blick auf den Score, für den Fincher seinen Intimus Trent Reznor gewinnen konnte, lässt wieder mehr Düsternis erwarten. Weiterlesen

Oscar 2011: The Social Network

The Social Network ( David Fincher)

(USA, 2010)

“The World Is Your`s. Der Film “Scarface” von Brian de Palma zeigte eindringlich den Aufstieg und Fall eines Mannes, der mehr erreicht als er sich je als unbekannter Niemand erträumte, dafür Freundschaften skrupellos beendet und letztendlich doch einsam stirbt. Facebook Mitbegründer Mark Zuckerberg ist weder tot , noch dealt er mit Kokain. Er hat für sich eine Droge gefunden, die ihm mehr zu bedeuten scheint, als  ein soziales Umfeld und der Harvard Abschluss: Anerkennung und einen sozialen Status, der es ihm ermöglicht exklusiv zu sein und nebenbei die Leute auszusperren, von denen er einst geschmäht wurde. Laut Eigenaussage lebt der gerade 26 Jahre Multi-Milliadär in einem kleinem Appartment. Wo Hip Hop Millionäre Schlösser erbauen lassen, will Zuckerberg nur eines, weiter  expandieren. Was der Grund für diese seltsam anmutende Manie ist, versucht David Fincher in seinem Film “The Social Network” anhand der Buchvorlage “”The Accidental Billionaires” von  Ben Mezrich zu skizzieren. Weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten elektronischen Alben des Jahrzents I

Die 90er waren gerade für den elektronischen Bereich ein Quantensprung nach vorne. Sicherlich hatten Techno und House ihren Ursprung unter anderem in der Detroit Szene der 80er Jahre, aber dank  Events wie der Loveparade entwickelten sich harte und schnelle Beats erst zu Beginn der 90er zu einem Massenphänomen, das sogar Rockbands infizierte. Ende der 90er gehörte es schließlich zum guten Ton, wenn man angesagt und hip erscheinen wollte, mit Electro zu arbeiten.  Selbst U2, in den 80ern eher für Vokuhila-Frisuren und erdigen Rock-Sound bekannt, flirteten schon zu Beginn der 90er heftig mit Hooks aus den Techno-Clubs und schockten ihre Fans mit dem Dance-orientierten Album “POP” und einer Bühnenshow, die man eher auf der mittlerweile etwas vergessenen Großveranstaltung Mayday erwartet hätte als im klassischen Rockstadion. Weiterlesen

Rezension zu "Songs Of Faith And Devotion" von Depeche Mode

Irgendetwas stimmt nicht. Das da oben – dieses bleiche Etwas, was durchgeschwitzt vor der Menge steht – das kann nicht Dave Gahan sein. Was ist nur passiert? Mit Dave – der noch so selbstbewusst im Rose Bowl vor 80.000 seine legendären Moves aufführte, mit seinem jugendlichen Charme und grandioser Performance das ganze Stadion für sich gewann und Depeche Mode den endgültigen Durchbruch in den Staaten bescherte. Denn Electro/Synthiepop war und ist – wie heute eigentlich immer noch – in den USA des Teufels. (Kann man sich den Cowboy in der einsamen Wildnis mit einem Keyboard unter dem Arm vorstellen?) Aber dieser Dave Gahan, der Black Elvis des Synthie Pop, gibt dem Ganzen eine Identifikationsfigur. Aber genau dieses Gesicht: Ganz bleich und ein Bartwuchs lässt nicht erkennen wie hager er geworden ist. Ein paar Strähnen von seinem Haupthaar fallen herunter und verzieren den ernst gewordenen Ausdruck, in den sich das Schicksal eines Gebrochenen gezeichnet hat. Der Rest der Band versteckt sich hinter kühlem Kraftwerk-Equipment, düsterer Bühnendeko und verstörenden Videocollagen, die Band-Intimus Anton Corbjin entworfen hat. Aber noch nicht mal dieser Schutz bleibt für die ganze Tour, die sich immer mehr als kaum bezahlbares Desaster herausstellt. Weiterlesen

Radiohead und Nine Inch Nails – Film und Konzert auf Youtube

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Wer nicht unbedingt Geld für eine Musik DVD ausgeben möchte oder einfach nicht die Möglichkeit hatte, bei einem legendären Konzert seiner Band dabei gewesen zu sein, hat nun die Möglichkeit, dies auf Youtube nachzuholen.

Meeting People is Easy

Meeting People is Easy hat zwar schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel, ist aber nichtsdestotrotz ein interessanter  und eigenwilliger Einblick in die Zeit der O.K. Computer Phase der größten britischen Band der letzten 20 Jahre. Weiterlesen